Stimmenlichter

Stimmenlichter, durchsuchen die Wellen
deren Schatten sich im Geblinke der Warnung tarnen
als könnte es nie anders gewesen sein
durchzucken sie schneller und ohne Nachfrage
die aufkeimende Nacht, im Glockengeläut erfasst
als späte Stunde, alternd wie ein Gedanke
das Vorgestern mit in den nächsten Tag nimmt.

Wie um Himmels willen schaffen wir es
uns von den Ufern der sich Verbrauchenden
fern zu halten, in Tagen wo das Schweigen
den Durst nach Da Sein erlöscht
und die Herdentriebe wiederkehrender Schiffe
in der Umnachtung unseres Denkens dümpeln
bevor ich mich in mein Gotte wickle.

Weniger werden die inneren Anklänge
die uns noch letztjährig von der Klippe trugen
weg, hin zu uns, die das Rätseln wie Kinder buchstabierten
und die Wolken als Labsal begriffen
in dem wir plantschend die neue Zeit entwarfen
Jetzt kommen die Jetzte kaum zufällig hervor
da uns der Stillstand die neue Sprache erfror.

In den Tagen als ich das Beten verlernte
erfror mir manch warmer Gedanke an die Welt
Himmelwärts stiebend war die Richtung
die in der Annahme ihrer selbst eine Stimme gebar
die dem Gotte nicht mehr trotzte, ihn in sich lies
den uralten Freund, den Vater, den kein Irdischer kann
den Trost mir gab, den ich einmal nur erfuhr
und ihn nicht verstand deswegen…