Autor: Hubert Bergmann

reisen

ich reise
an den feuersäulen der nacht
entlang
die sich ohne vorwurf
in einem Kaffee spiegeln
der als gedicht
sein dasein erblickte

an den wild
bewachsenen hecken
die sich ohne scham
einem klang aus blech
entgegenräckeln
lungern
die Stunden
in Akkorden
ohne Wurzel

Ein Tempo
treibt den Zeitgeist
durch die Landschaft
die sich selbst
im Raum erblickt
wie ein großes Geschenk
aus den Ecken
vorformatierter Geschichte

Hier tagen die
Verbindungen einer
Welt der wir nichts
voraus haben können
da sie uns mit ihren
geheimen Gesetzen
einholte
offenbar
so dass wenige
dort
hin gehen







atem

jeder atemzug
der vor dir ins leere fällt
zeigt es war ein trug
die schwere dieser welt

es hechelten wir beiden
uns um kopf und kragen
und kaum kam das erleiden
will keiner es ertragen

der schnelle griff ins netz
so biegsam dieser mieder
ein reiben und gewetz
ein schwung wir liegen nieder

Vorüber gehend

Vorüber gehend

stauchen wir

unsere Wahrnehmung

in die neuen

zeitgerechten Gefühlscontainer

die

in separaten Einheiten

Nischen des Zwischenmenschlichen

in eine

Arena der Leere

verwandeln,

dort

wo gerade noch

der letzte Rest Hoffnung

den Nächsten

in eine algebraische Gleichung

des Unfassbaren potenzierte,…

und in dem Moment

den Nährboden

für das Eigene bildet,…

gewahr werdend

dass ich ihn bereits

verschluckt habe.