München

über die ablenkung

über die ablenkung
einer gekreuzigten zahnbürste
mit offenem ausgang,
die ihre anwesenheit
in eine deutung
verflossener zeitgenossen
verwandelt
und blumen
im felde
an sich presst
als würden
keine bäume mehr
wachsen,
komme ich
jener ferne
näher
die karmafarbe
an die wände
ihrer seele pinselt
als würde
das virulente gefühl
glasklarer duschversuche
in einem
verirrten tropfen
überwintern,
abständig nah,
fern im
JETZT
verlorener erinnerung
UND
jenes
HIER
vermisst
welches
dort
schon längst
die zeit
begraben hat,
glut
die
wie eine droge
das zählen
von existenz
verlernt,
umflackert
wie kohle
die ihre zukunft
vergisst
und
den berg
aus dem sie entstand
wie ein denkmal
im letzten leben
pflegt,
dort
wo die trauben
hoch hingen
und beile
leicht fielen,
harsch
wie ein
schneller riss
am rosenstock
der seinen blüten
tee
aus dornen
reicht,
worauf die sonne
ihre
schüchternheit
und
der mond
seinen schatten
verlor,
was
jene und sie
im rückwärtsgang
gegen
geistefahrer
alter mythen fahren lies,
lechz mit rings
velwelchselnd
weil
ein keller voller saft
den josef
im sakko ersparte,
so
LEERE
shishas
den letzten
tümpel
WIE
mit
der flucht aus ägypten
FÜLLE,
dort wo sich
meere noch teilten
und tafeln
aus erde
die
substanz
zukünftiger
mauern
schwadronierte,
eingehackt
im schlepptau
einer erörterung
von tabus,
die
das charisma
des nichtwissens
in die
kraft
eines glaubens
verwandelt,
freilich erst
als
fragen dreimal gestellt
den salto rückwärts
als
eine plaudertasche
am wegrand
enttarnten,
gefährdet
wie eine kornrade,
welche einer
neigsamen
ähre
den spiegel
im fenster
der zeit
erklärt

to
KT, alias lupa cäsarea

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light….

light dark
ensemble
between
two
challenges,
räume
ungefragter nacht,
die frei
von
unsinnigem
abzählen
von nähe
in meiner
scholle keimen,
wo der atem
sich erst
kennen lernt
als er
seinen besitzer
wechseln will,
nicht mehr kämpft
da all die maroden
scheinheiligkeiten
jene bar
an der ich
die frühen morgenstunden
einzähle
bereits
verlassen haben,
sich lichter
im zwielicht verirren
und das tempo
des augenblicks
wie eine schüchterne regung
in die falle tappt,…

wo die
vielgezählten verluste
zum abschied
spalier stehen,
das rad der
möglichkeiten
wieder und wieder
neu
erfunden wird
und
befindlichkeiten
nach ihrem ausweiss
kramen,
während
die spirale
meiner
identitätsmaschiene
das öl
der letzten salbung
auf einem
alten brotkrumen
an der kruste
des tages
verschmiert,
dort wo
das
letzte abendmal
seine bedeutung
konvertiert
in einen
aufstand
gegen
vorgefertigte schablonen
soziologischer statistik,…

wir befinden uns
nämlich
im zeitalter
der wiedergeburt
des
für unmöglich
gehaltenem,
welches
die herren der tage
schnell und heimlich
bei
anbrechendem bewusstsein
in den
sammlungen
ihrer tabernakel
verschwinden lassen,…

der schlüssel aber
wird vorsichtig
in die soutane
der medienlandschaft
implementiert,
dort
wo die programmwahl
zum kreuz
der
endzeit wird,…

hier
finden wir uns wieder
auf den golgathas
der
wochenvorschau
unserer projektionen
die
fein abgeschmeckt
den sex
der werktage
umzirkeln
und nur
geahndet werden,
wenn wir beginnen
rosen
in den gärten
anderer zu züchten,
jene
die uns wie
maria magdalena
nach langer bewusstlosigkeit
entgegenschlendern,..

inzwischen jedoch
gehen wir
unserem hobby nach,
es heißt:
schafe züchten
auf den schlachtfeldern
des irrationalen,
weil der glauben
den zaun
für die hoffnung
strickt

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landschaft…

wüste landschaften
winden sich
über
löchrige teppiche
der moderne,
nebelabsprachen
warten
auf ihre wiedergeburt,
dürftige flicken
gelten als bunte
grabbeigabe
einer
als
unvergänglich verkauften
zukunft
die wir planend schon
in jungen jahren
dem zahn der zeit
entwenden wollen,
verängstigte adepten
die
jedwede orientierung
verlieren
um die
omnipotenz
ihrer wahrnehmung
jenen
in rechnung zu stellen
die sich im gefolge
eines
all zu durchsichtigen
odiums
tummeln,….

auf
„alles ist möglich“
folgt
„ich kann nicht
gemeint sein“
und dazwischen:
„ich war es nicht“….
unverbrüderbare
zustände
einer
verwunderung
von ICH’S
die
durch unsre landschaften
geistern
wie
trial and error
einer
unterbrochenen
versuchsanleitung
mit dem titel:
„abstandsmessung
einer befindlichkeit,
an den rückwärtsgang
einer anfrage“…,

live ticker,
on line absichten
und
buntes gehüpfe
zwischen den knoten
im herzzerreißenden
netzwerkbau,
wo „durchfallen“
den nächsten
„like“
generiert,
der
absichtslos
in seiner gebärdensprache
eines aussätzigen
vor sich hin
kommuniziert

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stimme…

stimme verloren
in stummen zimmern,
die im aufbruch
meinen körper
beherbergen
und den rausch
in eine
ahnnehmlichkeit
aufbrechender tage
verwandeln,
wo eine
schüchterne herbstsonne
mir ihre schmalen finger
entgegen neckt
und
ratschende mäuler
ein
erstes platzkonzert
am morgen versuchen,…

und

ein bescheidenes menetekel
an der brandmauer
gegenüber auftaucht
deren ziffern entschlüsselt
jene bedeutung offenbaren,…

dass erinnerung
verblassen
und
verschwinden
kann,…
ohne schmerz,
dass das bild
welches wir
von uns haben,
den träger
in keiner weise
berührt

tage…

tage,…

ausgeatmet,
schweres
ahornblatt,
das in den
fittichen
eines morgens
ausbruchversuche
unternahm
und mir jetzt
über
das stolpern
einer
baumstarken kraft
hinterherfällt,…

bereiten nicht
jene
gestrauchelten
den humus
auf denen
späte stunden
wachsen,
projektion
welche
spiegel
eines nachbarn
in entwürfe
eines
vorläufig
dunklen raumes
verwandelt….

dort
reiht sich
schnitt an schnitt
flackernder illusion
was für sich
bereits
den
großen schatten
wirft,
tausendfältige zeit
die im licht
einer dämmerung
unbekannten herbst
einführt,….

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