poems off the road

herbst ist…

herbst ist es
der fall
von den üblichen
den gestrauchelten
blättern
wie sie
dem leben ähnlich
zur urvernunft
der erde
sich bäugen

leben gereicht
einer vergänglichen idee
welche die fülle des sommers
wie eine arie
verblichener gedanken rezitiert
und die schwärme der hoffnung
mit ihrer furcht überziehen

der letzte besuch
bevor wieder
in langer nacht des erinnerns
nächste schritte
ihren weg
in unbekanntes bahnen
so wir dies noch kennen

die letzten krümel
verbergen plötzlich
eine größere aussage
die bedeutung des verlusts
ein rest
gefährdeter nähe
die den frühling
eines wandels
keimt

reisende…

Anfänge,
wie knospen
auf lose wippenden tagen
im herbst,…
sprachlos…
schweigen sie früh
in der geburt
langer gedanken
 
so geh’n wir vorbei
an den heiligen stätten des seins
huschen wie fremde im eigenen haus
der ahnung
unerfüllter nähe
entgegen
 
geborgene einer ferne
die im gebüsch der stunden
uns
in den schlund
einer unerwähnten zeit stoßen will,
stehen wir
am rande unserer selbst

alles schweigende…

Alles Schweigende spricht einen an. Die Antwort zeitigt Geburt eines vergänglichen Augenblicks. Dieser schweigt in seiner Erfahrbarkeit so lange, als ein Anderer sich diesem annimmt, aus dem „Angefragt sein“ ein Weiteres entwirft.

Endlose Ketten von An – Fragen und Antworten. Ein vordem unbekanntes Bild ergibt sich, wartend auf sein angenommen sein.

wunde…

wunde
überwinden
in der welt
nicht verschwinden
öffnung zu wagen
dem augenblick
was mehr
kann uns ertragen
ohne zu wissen
nächst wundersames
geschick

absicht zu hegen
im wechsel der zeit
zufall zu pflegen
bin immer bereit,
das ist der haken
der tage antreibt
ein armloser kraken
der mir hängen bleibt

ein neues gesicht
nur ich bin der alte
nein jünger der spricht
und worte verwalte
wo abende sich senken
wir wissen nichts
und schatten will schenken
jenseits des lichts

das neue…

das neue
ist
das alte,
wir
entkommen
uns nicht,…

denn im alten
steckt bereits
das neue,…

wir
sind uns
abhanden
gekommen,
anfänge
haben uns
verpasst,
so blieben wir
zurück im
alten,…

….das war
unsere zukunft …

wie
eine berührung
die
auf distanz
hält…

und
ferne gebiert
die diese
adelt…

begegnung aber
entsteht,
wo zeit
in zwischenräumen
nistet
und
aus altem
neues
bebrütet

zwischenzeitlich…

 
im warteraum
meiner seele
ziehen wasserperlen
an den glasscheiben
einer grenze
von gesprächiger traurigkeit
ihre bahnen
in’s nichts
 
hören wollen
wird zur irritation
eines aufbruch’s
den ich
wiederholte male
in zeiten der geworfenheit
bitter
im nicht endenden schock
wie ein fall aus großer höhe
erfuhr
 
ein
eben gesprochenes wort
verflüchtigt sich
in ein endloses trommelfeuer
von tausendmal
geschwiegenen sätzen
die im hohlweg der täuschung
auf die wegelagerer
ihrer selbstbehauptung lauern.
 
auswendig rezitiere ich
die mir bekannten zustände
schmerzerfüllten da seins,
die wie schwarze krähen
auf winterlichen feldern
nach weggeworfenem suchen
um das leben
in der kalten luft der mißverständnisse
ertragen zu können

blockade

sehen ohne rand
nichts in sicht
was klar ist,
wenn der geist
sich verlassen hat
und die zeit
des gehens anbricht
wie letzte augusttage
die nur wollen
dass man sich
in sie verbeißt,
und nur noch erkennen
wie heckenschützen
das bewusstsein belauern
weil keine
ein sam keit
das durcheinander
der tage löst….
beklemmung hebt an
weil schweigen
den zustand der welt
verrät
und die stellungen
die sie wieder bauen
fest ummauern….
so bleiben wir
auf beobachtungsposten
bis wir
unser vertrieben sein
wieder beklagen…

20140814-102046.jpg

wir haben…

wir haben
das unsrige
die anderen,..
ihres
welches
von uns geliefert
dort
geschichte regelt
so aber
zu unserer wird,
delegiert
um einer verhaftung
zwecks sühne
den riegel
vorzuschieben,
den gesang
des nebels
heuchlerischen sirenen
zur ausschlachtung
vorzuwerfen,
den kleinen tragödien
des alltags
einen lieferumfang
bereitgestellter vernichtung
unterzuschieben,
frühstückstisch besprochene
tagplanung,
welche
das gewissen gassi führt,
während unser produkt
punktgenau
ein kollateral
bemüht,
ergebnissozioligisch kategorisiert
in
– auslöschung
– armut
– vertreibung

denn sanktioniert
sind immer
die anderen,
denen wir
unsere schuld
verkauft haben,….
unseren Gewinn schließlich
bezahlen jene,
auf denen
wir spielen,….
so und so
in dollar und fleisch,
AGB anerkannt…
produkt
potentiell tödlich
so oder so…..

gewidmet
einem ortsansässigen
rüstungsmanager

IMG_3361

spät….

spät
die einsicht,
dass die tage der erkenntnis
schwinden,
die schwül und marode
auf unseren erinnerungsversuchem
hocken.

bekanntes sackt ab
in die verwaltungsarchive
persönlichen betroffenseins.
unsere gefühle
sind kontaminiert
von einem mangel
an zäsur,
von einem
endlosen weiter
ohne
einen neuanfang
zu wagen….
behelfsmäßige ausflüche
steuern das system
des wegschauens,
damit das leben
„weiter gehen kann“
weg vom weiter in
und um sich,
damit die bilanzen von dem
was wir zu wissen glauben
in einem besseren licht
erscheinen…..
vermeintliche altlasten
werden hervorgegraben
um aktuelle schuld
hoffähig zu machen,
den kredit
an menschlichkeit
ins unsagbare zu steigern….

es riecht nach krieg,
der die dinge
in seinem sinne
und jener
die ihn inszenieren
wieder einmal
richten wird…

die menschen
haben ihr
JETZT
vergessen,
daher kommt es,
dass der geruch der schlacht
wieder
aus den ritzen
des zwischenmenschlichen
kriecht…

20140807-085429.jpg

verborgen….

noch verborgen
enthüllt sich
ein mythos
indem
seine wächter
bekennen
er sei nicht
zu verstehen,….

dieses
ist
sein verrat
an sich selbst,
da er
das mysterium
archaischer zeit
in ein
JETZT
kolportierte
und so
seine deutungskraft
verlor….

bedeutungslos
geworden
narrt er die menschen
gibt
falsch
für
wahr

angebunden

gefesselt
SEIN
am morgen
konkretes tun
IM UNGEFÄHREN
dem flüchtigen
das ein weiter
in
die sterne
schreibt
und
eine vorhut
in nischen
vornehmen verdrängens
installiert,
dort
wo wir
nicht hin wollten
aber
immer schon
sind,
in der wahrnehmung
dessen
was jetzt passiert
und
unser mitwissertum
in knospen
verwelkenden
bewusstseins säht

der see

der see liegt ruhig
das glättet
die gedanken
und wissen
wandert stillschweigend
in die archive,
heut zu tage
sogar in echtzeit
wenn
ungerechtigkeit
und lüge
auf dem tablett
eines noch
entfernten alltags
von links nach rechts
gescrollt werden,
(oder umgekehrt)
dort wo wir
unsere bürgerlichkeit
ohne tippex
korrigieren
über einer
unendlichen flachheit
von
ahnung und vergessen,
standby und off
während
bodycount
und
bodybag
die mickey mouse
im rankig
übertreffen,
ganz als
leuchte uns
nicht mehr ein
wie ein laut
des widerstand
in die welt
gesetzt werde,
da wo
öffentlichkeit
die
gewohnheit
als neues
heiliges tier
auf dem altar
sterbender postmoderne
zelebriert
und sich schweigen
aus berechtigung
einer
scheinbar religiöser handlung
erklärt….
wir wissen
dass wir glauben,
dass alles
auch ganz anders
sein könnte
und nähren so
den zweifel
der unsere
ureigene gewissheit
zerstört
und so wissen wir auch
dass das ziel erreicht ist
für jene
die uns
den zweifel
säten,..
sprachlos und wortverkehrt
gaffen wir
uns da
noch
an …
und werden in zukunft
da die archive
geöffnet,
diese
mit neuen mythen
überstrahlen….
geopfert
haben wir so
nicht nur
die anderen…..
an
einem neuen kreuz
das aus
einem balken nur noch
horizontal
himmel
und
erde
vergaß …..

GAZA
Juli 2014

20140801-093545.jpg

vor schau ( work in Progress)

gesehen
im
ERINNERN
das
VERGESSEN
live
als
WIEDERHOLUNG
von
befindlichkeit,
schlacht
feld
GAZA
x-te
staffel
weiterer runden
westlichen know how’s
treffsicherer tod
aus der ferne,
kollateral
unerwünscht kalkuliert,
gezeter
der
ersten kugel
welche
im blut
der geschichte
eitert,
schmerz
der Ihrer felder
und städte
vertriebenen,
von
abgebrannten desperados
europäischer coleur,
unterstützt
von denen
die in diesem geschäft
zu hause sind,
schlechte kopie
westlicher
marodeure,
soldateska
auf biblischen pfaden,…..

GAZA
die
den anderen Gott
den uns
fremden
anbeten
und den
grenzenlosen staat,
abbild eines
alten mythos,
dem anempfohlen war
kein bild
zu kreieren,
nicht anerkennen
da er
ausufernd
auf
heimat
wuchert,
versprochen
von einer
erpressten
internationalen ratlosigkeit
dort wo engel
zu hauf
fabriziert werden
auf
heillosem grund
mit wissen, waffen und wollen
der
alten vertreiber,
WIR,
gestählt jetzt
im blitzenden blick
geputzter bajonette
erneut erstarkter
zügellosigkeit
einer
abgründigen idee:
das
auserwählte
volk gottes
zu sein,….
nie waren menschen
ferner
dieses irrglaubens…

….

20140730-101823.jpg

klamme haut

klamme haut
handtuchtrocken,
hängen nur
wenige annahmen
wie brandfetzen
vom denken herab
ein trieb
der ruhe austreibt,
dort
wo diese
moder fröhnend
dem urlaub
im DA SEIN
entgegenwächst,
dort wo
ICH blumen
wie dornen
im ER innern rührn‘,
ein bleiben
aber
den unbekannten teppich
legt,
eine geschichte
des
immer gleichen
im zähen wandel
des zwielicht stammelt,
buntbemalte schaumkronen
die wie frontsoldaten
auf minenfeldern
kommender stunden
Leben üben
und den
virtuellen aufmarsch
gefühlter armeen
in einen
überwachungskomplex
alles realen
projezieren,
heimaturlaub ersehnend
nur um
den absurden
zustand der schlacht
zu missen…

aus ge schlachtet
vom ge zeter
einer generalität,
die,
sich selbst überlassen
in abgründe führt
wo schließlich
trümmerfrauen
die propaganda
alles anfänglichen
zu stricken beginnen…
dort
wo er klärung
nichts als eine
spur
kommender
geschichte ist,
den lauf der dinge
wieder in einen
gewehrlauf der herzen
umzudeuten,….
…..
noch pochen alle
im gleichen rhythmus
verschieden….

20140717-093805.jpg

laufkundschaft

laufkundschaft
und
one world manie
ziehen vorbei
im ablasshandel
angebrochener tage
die den rand
zum nächsten
etwas runder
nehmen wollen,
rufendes erhoffen
in den nestern
immer gleicher brut
von möglichkeiten
die im schlussverkauf
auf ihren winter hin
friern’….
soggewächse
überschlagender ereignisse,
die
einem turbulenzen
als
ruhe im sturm
kredenzen,…
das
auge im hurricane,
den umständen
zum trotz
bestückt
mit der
zwiefachen mutter
aller deutung
welche die
tatsache
eigener wiedergeburt
noch nicht verstand
und so
zum (vor)wurfgeschoss
von blinden reisenden
wird…..
sprudelnd
wie ein orakel
in der wüste,
trocken
vor überladenheit
eines verlustes…

so hört,
hört doch
den ruf des auges
wie es sich
nach innen wendet
und
die angelegenheiten
der wolken
zu seinem
wetter macht…

sichtweisen

sichtweisen
ein stück
übersprungene geschichte
deren lücke
schmerzt
wie ein hohler zahn
im biss
der die erinnerung
an festes
greifbares
zerbröseln lässt
unter händen
die sich gerade
ihr alltagsbrot
zurecht schmieren,
gleich anfragen
aus dem echoruf
sich wandelnder gesichter
die wie eine digitalisierte arie
in die hose macht,
ausweglos
da alle wege
offen stehn‘
sperrangelweit
wie törichter duft
von rosen
die irre geh’n
in einem kleefeld
butterblumengebäckter
fetzens
von gedanken,
die erinnerung spielen
an der mütze
eines wiedergesichts
das freundlich
den morgen grüßt,
in diesem unbekannten
kreis der flucht
der seine rotation studiert,
um sich zu
entkommen
und endlich
unendliche würfel
am wege klappern,
als sei
die quadratur des kreises
nur die reprise
der ansage,
dass
„gott“ würfle
was der mensch
verzählt

zeiten

zeiten am tag
reiche ebene
unbekannter absicht
die
wie ein turm
von der erde
in den himmel reicht
ohne aussicht
auf erfolg,
fest aber
für die ewigkeit,
ein traum,
dessen sterne
von
weit her
in die sprache
alter versuche
glitzern
und stimmen
die am rande
von minuten
kreisen,
fremde stunden
die
im mosaik
eine ahnung
ihre quadratur
erhaschen…

wenn

wenn
die sonne
ihre schatten
durch
schneisen
heimatloser strassen
schlägt
und sich kaum
fragen
versammeln
wohin denn
die
lichter am rande
des abends
führen,
berühren sich
aufbruch
und
unbekannte ankunft
im traum,
der die reise
lautlos
in der
stille einer nacht
bereits aufzeichnete

die echten lieder,
welche fremd
in ihrer zeit
am horizont erscheinen
sind der schriftzug
eines verlust
der sich
jäh ins leben schlug
und jetzt
auf sein
ausgebrütet werden
einen anspruch
ins
zwielicht ruft

die plätze
entleeren sich
und zurück
bleibt ein
unverstandener versuch
zu verstehn
der
mit seinem untergang
die antwort
gebiert,….

…nie
war ein ziel
ferner
in der annahme
eigener
vorhaben…

nie ist es näher,
ein schritt
hin
zu sich selbst…

für Alex B.
2014-05-23

20140413-171558.jpg

felice

felice is her name
as also
like his day
is dedicated
to a free choice
of luck,
peal outer
from the
roman hills,
which strange waste
the last words
of an period
of decline,
ate
to the (bad) wolves
the listeners
for strengthening,
singing
into the ether
where hope
entomps it’s target,
and
convertibles
have arrived
long ago,
endless
in the reflection
of the world
which quit
to be spirit,
only sinks
in the nagging
of abstract,
on the
tire tracks
which transmitted
the body
of pasolini
into
a doll of
the system,
on which
we all
are
„refreshing“ us,
thinking of him,
remembering
the day
of our birth,
which
exhorts us
to wake up
finally,
to speak out
what
banish us
beyond
any society
to form this
into a liquid sound
of ceaseless
words
which turns
the noice of a world
into
music

2014-03-05
to a
Roman Master

morgenflattern

morgenflattern,
wanken im beginn
welcher die ansprache,
ein
verwobensein im netz
missen lässt,
dort
wo
die Frage nach
identität und
gefühl
entsteht
und
die antworten
wie pflastersteine
den weg bevölkern,
während ich diesen,
hinter mir liegend,
verschweige,
weil ein mob
von hungrigen geistern
steine
dem boden entreisst,
und
nach mir schmeißt,…
so jage ich
und treiben mich
die strecken der tage
voran
in der wandlung
von emotion
und
befindlichkeit,
die
in einer neuen Ankunft
wie kupfer
in spätem licht
zu
schimmern
beginnen…

20140311-151239.jpg

sammeln

sammeln von orten
an denen ich
nie gewesen bin
den aussichten
in räumen
die ich erfinde
in nächten
im netz der welt
die mich fängt
immer noch
in der unterstadt
lissabons
wo sich pessoa
ins pflaster einschrieb
und seine geburten
in vergilbte kladden
eines handelshauses
hinüber rettete
tagelang
im versuch
DA SEIN
immer wieder
neu zu erfahren
weil es immer
anders ist
nur selten
den weg aber
durch die schlieren
vergangener zeit findet
die im gegenwärtigen
ihr zelt aufschlägt,
vergessen übt,
mit einer
melange
aus erinnerung
und tragik,
gefühle
und stimmungen
auflöst,
wie ein zustand
vorüberziehender schwäne
dort am horizont,
wo das unbekannte
einen ratschluss
gottes
in frage stellt
und pharisäer
der inneren stimme
die geschichte
seiner selbst
in eine neue list
verwandeln wollen

20140227-164350.jpg

plärrend….

plärrend
in untiefen
russgeschwärzter tage
überdauert
mein tarngesicht
in augenhöhe
mit der hoffnung
auf einen lichtschweif
anderer gestirne,
in denen ich
das einmal eins
meiner existenz
wie sisyphus
zelebrieren könnte
und
an den brotkrumen
meiner gefühle
die zukunft
einer nächsten stunde
herauslutschte
…..
nachdem ich
das zittern
meiner
kompassnadel
aus
ruhelosen absichten
entziffert habe,
fasst sich
eine wegschneise
und schält
die alten häute
vom körper
meiner gedanken
und
sieht noch
wie ein
ungeliebter blick
am horizont
sein
verschwinden übt….
als ich
außer sichtweite bin,…
als
das echo
meiner erinnerung
den
unbeschützten flecken
am rücken
meines selbst
durchbohrt….
….
getroffen…

mitten
im unterwegssein
zu den nächsten,
die wie schlieren
den tanz
auf
meine fragen
verwischen…

20140214-150525.jpg

sein werden…

SEIN
werden
im ruheraum
unruhiger zeit
die wie
nussschalen
am wellenkamm
an die flanke
klatschen,
nah an dem
was als lösung
fern scheint
in den nischen
von stunden,
die unerkannt
welt
erklären,
rätselnd
an offensichtlichem
und
gewiss
an illusionen
des lebens,
nästelnd am grund
wie junge schwäne
vor dem flug,
aussicht
erhoffend
um
am anderen ende
eines anfangs
ihre landung
zu beginnen

20140210-152543.jpg

tage

tage
rauschen dahin
ohne erinnern
weil das vergessen
sich schlafen legte
wie ein steuermamn
der dem wind vertraut,
wie eine nussschale
die sich
den wellen überlässt
und jede richtung
in die sie treibt
als gnade
in ihrem wortschatz
vergräbt,…
dort wo sie ankommt
am treibgut der zeit
und wie viele
angeschwemmte begreift
dass das meer
ihre zweite heimat ist,
wo der wellenschlag
nur ein dialekt
der tiefe
und
eine sehnsucht
ans ufer
ist

über die ablenkung

über die ablenkung
einer gekreuzigten zahnbürste
mit offenem ausgang,
die ihre anwesenheit
in eine deutung
verflossener zeitgenossen
verwandelt
und blumen
im felde
an sich presst
als würden
keine bäume mehr
wachsen,
komme ich
jener ferne
näher
die karmafarbe
an die wände
ihrer seele pinselt
als würde
das virulente gefühl
glasklarer duschversuche
in einem
verirrten tropfen
überwintern,
abständig nah,
fern im
JETZT
verlorener erinnerung
UND
jenes
HIER
vermisst
welches
dort
schon längst
die zeit
begraben hat,
glut
die
wie eine droge
das zählen
von existenz
verlernt,
umflackert
wie kohle
die ihre zukunft
vergisst
und
den berg
aus dem sie entstand
wie ein denkmal
im letzten leben
pflegt,
dort
wo die trauben
hoch hingen
und beile
leicht fielen,
harsch
wie ein
schneller riss
am rosenstock
der seinen blüten
tee
aus dornen
reicht,
worauf die sonne
ihre
schüchternheit
und
der mond
seinen schatten
verlor,
was
jene und sie
im rückwärtsgang
gegen
geistefahrer
alter mythen fahren lies,
lechz mit rings
velwelchselnd
weil
ein keller voller saft
den josef
im sakko ersparte,
so
LEERE
shishas
den letzten
tümpel
WIE
mit
der flucht aus ägypten
FÜLLE,
dort wo sich
meere noch teilten
und tafeln
aus erde
die
substanz
zukünftiger
mauern
schwadronierte,
eingehackt
im schlepptau
einer erörterung
von tabus,
die
das charisma
des nichtwissens
in die
kraft
eines glaubens
verwandelt,
freilich erst
als
fragen dreimal gestellt
den salto rückwärts
als
eine plaudertasche
am wegrand
enttarnten,
gefährdet
wie eine kornrade,
welche einer
neigsamen
ähre
den spiegel
im fenster
der zeit
erklärt

to
KT, alias lupa cäsarea

20131216-203756.jpg

tagschatten

aufgeklappt
in unbekanntem,
das seine spur
durchs zwielicht
zieht,
gewusstes
vergessen will
um die gewichte
von hier und dort
wieder auszugleichen
und
beunruhigendes
in den räumen der nacht
wittert,
die den schalen geschmack
der tage
verschlingt
wie ein sitz
in schlechtem polster,
ein joker
der sich
zwischen stühle pflanzt,
mit kopf nach unten
wie sardinen
in einer heringsdose
denen es wurscht ist
wo sie liegen

20131011-093342.jpg

sie denken…

sie denkt
er sei
neben ihr
stark,
unerschütterlich,
entschlossen
und
tatkräftig
eigentlich
wie von selbst
da,
stumm
daneben
schiebend
ein kind vor sich her
weinend
oft
wie eine frage
nach
früherer zeit,
die wörter im tanz,
zerstückelte
im system,
absichtslos scheinbar
in die jacke
seiner gefühle
gestrickt,
wie
ein
aufständisches muster
am bauch
eines camäleons,
zeit außerhalb der zeit
wo keine stimme sich rührt
und das inwendige
mit lautlosen worten
die ritzen nach außen
verschließt,
die ferne
näher und näher rückt,
bis entfremdet sein
den tag begrüßt,
dort
wo das andere
einen
mit auf die reise nimmt…

endlich…

20131002-101645.jpg

draußen

aufgelesen
im
vorderen widerstand
zufällig
hineingerutscht
in
eine
vergesslichkeit
der anwendung
von befindlichkeiten
abseits
jeden gelingens
das wie
ein berg
von fragezeichen
vor sich selbst verblasst
in einem
ausgewachsenen ohr
dass freiwillig
wie
ein genervtes stück
osterlamm
das
opfern lernt

in manches….

in manches
becken
das ich sprang
SCHWAMM
kein Wasser
DRÜBER
trotz
leicht benetztem zeh
war jener see
ein tümpel nur
der mir mal feucht
ins
dasein fuhr
asphaltgewummer
der den freistil frisst,
in seinem wüstenkummer
nass nicht nur vergisst
beim sprung auch noch
sich schnell verpisst,…

drum
las ich
entflohnen traum
an leerer erinnerung ab
die angefüllt
mit schaum
zwielichtrestmüll
bringt auf trab
wie eine mistel
zum platzen voll
und sich
in meinen adern dehnt
morgentaubesoffen
und doll
vom schweigen
den mantel des vergessens
sehnt ,…

wie ein schwamm
der mir
mein feuchtes saugt
und bitter nur
und klamm
den satz in mir
auslaugt
wo ich doch schon
ach
schwamm
im schwarzem brei
der
all chemie
nur
mir
und
dir
gar nichts
ersann
so bet ich jetzt
auf meinem knie
mich selber so
halt an
der sich im
dunklen becken
was schönes wohl
ersann
nen
wunden
blauen flecken

achtzehn meter

achtzehn meter außerhalb
meiner selbst,
welches in –
und
auswendig
nicht zu
buchstabieren ist,
befindet sich
jener platz
von dem ich annehme
er könne
mein nächster
aufenthaltsort sein
dort höre ich auf
ein anderer zu sein
und bin
ganz selbstverständlich
mein nächster,
wundersam,
das plätzchen
an dem die akteure
dieser welt
zufällig
in meine regie tappen,
sich versammeln
zu einer
ersten protestnote
die wie eine
carte blanche
vor sich hin trumpft
ausradiert
vor lauter fülle
leere
stemmend
als
stünde ich
ca. 50 Meter
vor mir
im abstand
von mindestens
18 metern
außerhalb

20130908-111103.jpg

leerlauf

leerlauf
verheizen
im stillstand
der die gräten im hals
von jonas maul verschluckt,
flackern auf anruf
umspülter tümmler,
die
trockengelegt
wie treibsand im getriebe
auf eine anbetung
von abziehbildern
im trittbrettregal der gosse
warten,
hinten am fluss der tage,
der die freischärler
des prekären
und
gesellschaft
von
nichts nutzen
wie fliegen im herbst
ohne aussicht
auf eine nächste jahreszeit
ans kreuz
selbstgemachter ursachen
nagelt,
wo sie
heruntertröpfeln,
die achtsamkeitsspender
eisblumenverwachsene
meinungshäscher
und die ohren hängen lassen
wie eine
krankheit aus zeit und ewigkeit,
wie ein gemurmel
das die sätze rückwärts buchstabiert
im freien fall ohne netz
mit aussicht
im himmel zu landen,
dort
in den wäldern
wo bäume
gewunden
wie fragezeichen
ihren ruf
in die höhe recken
bis ein
einfacher griff
in den schritt
die dinge wieder
beim alten belässt,
unwirtliche zugeständnisse
an das spiegelbild
einer illusion
die im kreise flackert
bis ihr
der atem ausgeht…..
…….
stille
war immerhin gemeint,
doch nur ein schatten
von gestern
wagte
noch
ein stelldichein
an abgestandenen rändern
schnell
diskutierter
ave marias,
die ihren schein
in weihnachtsmärkten
einer selbstbeweihräucherung
verscherbelten
so
als wären die dornen
das salz
in der suppe
züchtiger rosenfelder,
deren potentaten
wie stillose röschen
den prinzen küssen,
hmmmm schleck leck
auf den
roten
erdbeerschlund
der wie ein
gebimmel
in der weite
den nächsten sucht
und
die automaten des systems
mit
aufgebrochenen nüssen
verführt,
jenseits
selbstentworfener verhinderungswünsche
die in den stricknadeln
der moderne
die moosgrünen verflechtungen
meiner immerfrohen oma
ahnten,….
außer
die nadeln
erstickten
die verstrickungen
freigeatmeter selbstversuche
in den laufrillen
zwanghafter versuche
einer selbsterschöpfung,
die wie ein kropf
zufällig
völlig
nutzlos war
und die
quadratur des kreises
in ein
outsourcing
leichtfertiger schablonen
delegierte,
wo odin
den nestbeschmutzer
in sein heim bat
ruhig gestellt
wie ein geölter motor
im
leerlauf
still an den
mäulern
vorbeigaffender tage,
die ihre projektionsfläche
dem wind
überließen

20130904-220632.jpg

rom

rom liegt ruhig
an diesem sonntag
spät im august 013
von ewigkeit
nichts zu sehn
als ein namenloser versuch
das tapezieren von wenigen,
in den randbezirken,
die ihre eigenzeit einstreichen
in unbeseelten räumen
postmoderner maxxi szenarien
deren perspektiven
von kurzer Dauer
einsetzender septemberschauer
abgekühlt werden,
flache striche
an schiefen plätzen,
die notwendigkeit feiern,
die keinen wettstreit mehr wagen,
mit dem immer gleichen schauder
überfüllter ansichten
eines trevi brunnens,
der sich
aus der zeitlosigkeit
in die
übersatten augen
meiner mitwanderer nistet,
unweit
einer nebengasse
via de la croce,
wo die bachmann
in ihr feuer sprang,
und mit ihr
die hoffnung
dass das bekannte
nur eine erneuerung
außerhalb des gewohnten erfahre,
am anfang
einer jeden geschichte
wo stunden noch
mit
einem jahr
geschrieben wurden,
heute dagegen
das heer
von scheuen unbewussten
sekunden
in den klicks
ihrer apparate chiffriert
bild um bild
wieder holend,
ein mantra
des stupiden
vor dem atem
seiner möglichkeit
auf der flucht,….
dass das vergangene
der sensemann
alles lebendigen sei,
der die ströme
der gierenden
in seinen schlund zieht,
ein
nostalgischer grossgrundbesitzer
der seinen alfa romeo
wie eine
saure gurke auf heimaturlaub
die tage zählen lässt
bis er abgefahrn
das weite sucht,
wie eine innere uhr
deren schlag
kaum zu hören
dennoch den verstand besetzt,
endlose einsamkeiten hervorbringend,
die ihr netz kaperten
sich
im freien zu wähnen
und dabei
den eigenen atem
verschluckten ….

18:39
the show must go on
21 Karten und
1 narr
macht den beat
der
das 0815 der tage
vorantreibt,
immer vor sich her,
als
urplötzlich
in einer nachvertonung
mit monroes stimme
ein abend
zum stillstand kam
(trotz der beiden kellner,
die doch keine zwillinge waren)
die möwen
keine
ratten der luft
und
der lido di ostia
kein freilichtgefängnis
für voluntäre mehr war,
die den grabstein
von pasolini dort schleiften
wo die sonne abkratzt
wie ein
schlecht gemalter mond
misslungener laieninszenierung,
weil es die
nie gab
in einer welt,
in der die dinge belassen
eine perfektion
des unerreichten erfährt,
Miles D. aber immer noch
seine befreiung
aus den panzerschränken
übelriechender vitrinen
der auditorien ersinnt
und
thelonius
die fäden
einer weiteren inszenierung
in seinen flügel einspielt
die
den rahmen sprengt
an der
via de lucchesi
und
seilschaften
von namenlosen
in die
unverbindlichkeit
dieser zeit entlässt,
grinsend,
weil
sich verloren geglaubte
wieder finden
in dem gedanken,
dass der beat
aller herzen dieser welt
einen
endlos
ununterbrochenen ton
hervorbringt

20130825-200002.jpg

plätze

plätze
zerfliegen
wie sand
im wind
und
die menschen,
ein kleiner wirbel
aus versuchen
ewigkeit
einzuatmen,
hauchen
ihre asche
an die
schönheit der tage,
die wie
ein turm aus babel
ihre sprache
in puren klang
verwandelt,
dem das leise scheppern
eines lederhandwerkers
am rande einer piazza,
die pausenzeichen
aus tickendem schlag
hinzuklopft,,
vorbei an nonnen,
die sich
in reinem weiß
verströmen,
eingeatmet
von dem
unwirklichen versuch
vergänglich zu sein,
während ihre tritte
am spätnachmittag
die patina
alter erde
pflegen

20130823-174436.jpg

nichts

nichts sagen
was weniger
als etwas mehr
den wörtern
hoffnungen
aufsetzt,
die verschwinden
im schrägen winkel
eines augenblick,
dort
wo kommentare
ins leere
laufen
und
das gut gemeinte
sein
pendant schwängert,
unbekanntes
das wie ein jaguar
sein opfer hetzt
im schlaglicht
jenes morgens
der die schatten
seiner steppenbäume
in das mysterium
des verbergens
einweiht,
lautlos gerissen
wie eine junge gazelle
die ihre mutter verlor
gestrauchelt
unter der macht
fremder begierde,
nahrung
für all zu plötzliches
welches
die salbung der jahre
in sekunden
erlegt
und aus dem traum
des
all ein seins
in das
sein
alles einen
erwacht,
erinnerung
alles erinnerns,
die wie fegefeuer
die matrize
meines atems
befreit,
ein wind
der sein jaulen vergisst
und jener messe
von orgelgewalten
in sanary sur mer
einen schleier strikt,
dort wo die entkommenen
ihre hoffnung
auf eine hochzeit
in neuem land
in ihr gewand
einnähten,….
unentschlüsselbar
für die häscher
der schönheit,
verborgen
in den
taghellen nächten
eines
unbekannten
sternenhaufens,
wo die zeit
ihre minuten
frisst
um
lichtjahre
zu gebären,
die wie
steingewordene tropfen
den fluss
meiner gedanken
erlahmen,
am ufer
der zeiten
die sich als
plagiat entpuppen,
eine billige erfindung
die dinge des lebens
in bewegung
zu halten

20130709-221057.jpg

begraben….

begraben
in den gewittern
der tage
wo donner
über mich
hinwegrollen
als seien sie
lichtgeburten
des abgrunds,
die im verharren
wie ein
kühles mausoleum
sich
ihres alten lebens
erinnern
welches da ist,
welches weg ist
sich versammeln
in gemächern,
den artefakten
und
restmüllplätzen
einer sehnsucht,
unnahbar
und voller gewimmel
im untergrund,
dort wandern
auf sichtbarem grund
schwärme von karpfen
die ihr schillern
probieren,
stum
im geschaukel
der tiefe,
wie fliegende fische
auf
heimaturlaub,
kurz
im verschwinden
von gelegenheit
die einmal nur
den spion
am leck eines abends
aufreißt,
um im
kielwasser
von jim morrison
zu verstrudeln,
jenseits
einer versammlung
von pflastersteinen
die ihren weg
verschliefen…

20130629-230412.jpg

etwas

etwas
niemand
nirgendwo
zum verschwinden
genug
im großen gewässer,
mahlstrom
von stunden,
getacktet
wie ein großer
angenehmer busen,
herzschlaggewiss
in personen
die ihr aufwachen
in dem sein
anderer verwechseln,
rufende
und
freunde des eros,
deren dieseitige kraft
im echo der sehnsucht
überschwappt
und wie
kaulquappen
an den rändern der tage
schon scheitert,
früh, zu früh
hören sie auf
ihr röcheln
als sprung
in eine neue zeit
zu begreifen
und
üben sich stattdessen
im vermeiden,
ergaunern lächeln
in zünften
des unbewussten,
hoffend
einer ruhelosen erlösung
von ihrem schnickschnack,
außer sich
vor lauter
innensicht,
gefangene
ihrer definition
von freiheit,
ertrinkende
in der beobachtung
der welt,
dort
wo alladins wunderlampe
immer noch
ihren spuk
treibt

20130620-090117.jpg

die doppelten

die doppelten
das dreifache
gespaltene uneins
gezweite
geeint
zweifelnde
ginkgos
im traum
die ein segel
im wind
zum aufbruch
spreizen
zum anderen
gebläht,
seelen
die ihr bild
verloren
und
als
schlampige schriftführer
des seins
den augenblick
verschreiben,…
alte samen
die zukunft
tanzen
und
erinnerung
die humus
bereiten,
während
das vorantasten
wie
ein blindenhund
die führung
übernimmt,
schweigend
imaginärem ergeben
das uns lässt
indem wir folgen
den zeichen
am grund
aller fragen

20130614-090218.jpg

herbst…

geschlossene gesellschaften
taumeln
wie letzte herbstwespen
an süß zermatschten
meinungen
um die obskure idee
einer sozialen
unabhängigkeit

man feiert plattitüden im revers
die hoch zeit(s) bändchen
sind ordentlich geflaggt
an den boliden
menschlicher eiszeit
zwischendurch im kupferschein
einer letzten sonne
die uns nicht weiterbringt

wir sind zu jenen geworden
die wir im layout
von hochglanzbroschüren
erfunden haben
freundlich positive menschen
die sich NICHTS
zu sagen haben
außer wörter
die uns
wie gestopfte gänse
eines
multimedialen schlachthofes
wirken lassen

die fotografien
unserer gesten
fallen wie digitalisierte gefühle
in die zu erwartende ernte
einer entstellten zeit
in der unser blut
wie ein nervöser strom
gekelterter erinnerung
an unsren schläfen pocht
und
nach einlass begehrt,….

in die nachbetrachtung
eines sommers
der auf ereignisse wartete
die nie eintraten,…

das logo unserer firmen
hat die bedeutung der essenz
okkupiert
so strahlen wir
in den letzten zügen
einer niedergehenden zeit
die sich
als „immer weitere anfänge“
prostituiert,…

was bleibt
ist der schaale geschmack
einer vergänglichen
abendsonne,
die unser spiegel sein sollte
und es doch nur
zu einer verzerrten version
unbewusster entwürfe
unseres lebens
schafft

unser geschäft
ist das missraten,
fehler einer spezies
die wir gerne
bei anderen sehen würden
ein unfall
auf dem
highway der angst
an dessen
vorschnellen leitplanken
die möglichkeit
eines anderen seins
kurz nur
reflektiert,…

so
irritieren wir
umher
im abendlicht
unserer versuche
etwas zu sein,…

wie hilflose motten
in erwartung der nacht,…

schatten fallen
vom licht
in eine idee
zwischen
welt
und
uns,…

vergeblicher
versuch
im
herbst…

10.09.2011

da….

da
wo ich
ein anderer war
bin ich
zu hause,…
jener ort
der leben
ermöglicht
weil im entfernt sein
jener drahtseilakt
erwacht
der mir spannung
zum überleben ist
….aufenthalt
im fremden,
der mir
mehr und mehr
heimat wird,
dort
wo unbekanntes
all zu bekanntes
erlöst

20130509-121122.jpg

Fenster im Innenhof des ehem.
Center Americain de Secours
von Varian Frey der ca. 2000 europ.
Künstlern und Intellektuellen auf der Flucht vor den Nazis half
Marseille

der dung…

der dung
für die rosen
ist frisch gelegt,
es ist angerichtet,…

ein spiel
um knospe
und triebe
beginnt erneut,
das ranking
von wirkendem
rattert
durch die pollen,
wo wirklichkeit
erzittert,
um den schaft
sich rankt,
wo blicke
an der rinde
empor
wachsend
sich
verschlucken,
und
eine große ruhe
die zeiger
von liebenden
zum
schweigen bringt,…

die
mit gebetsmühlen
stille üben,
bis sich
ein
uhrwerk
selbst
zerlegt…

zeiten
zu ende gehen,…
und
räume beginnen…

20130317-193547.jpg

vorahnung….

vorahnung
am geschauckel
der wellen,
ein bild
das noch nicht
gefunden ist,
da man weiß
dass im aufbruch
ein
ankommen
seine
unschuld verliert
und
blicke die sich
nach innen wenden
auf den augen
des gegenüber
zu tanzen beginnen,…

vorwarnung
die sich
am ohr der nacht
gehör verschafft

20130317-004436.jpg