die gesänge 

die gesänge

des schönen

verblassen in den wappen

vergangener jahrhunderte,

in den wandelgängen

einstiger artisten

die auf dünnem seil

einer anbahnung

auf ihre wiedergeburt warten

und im schatten

eines toskanischen innenhofes

eine ahnung

ihres könnens

hinterlassen,

während

die bogengänge der mittagssonne

um den ansporn

einer sehnsucht raufen

die es noch zu finden gäbe.

während dessen

sprechen menschen

mit der luft

und entdecken stolz

massenhafte abbilder

während ihrer fabrikation.

eine glocke versucht noch

den weckruf

doch schwingungen aller arten

verschwinden in den archiven

zwanghafter dokumentation.

sprechblasen umgarnen

im letzten versuch

die abwesenheit der betrachter

bis wir einsehen

dass es niemand mehr

zu geben scheint

der auf den zuruf

einer erscheinung

noch antwort gäbe.

so segeln wir

mit der schönheit

von einst

während der wind

durch unseren

löchrigen geist

blässt…..

jene aber

die fragen stellen

erleiden das schicksal

von aussätzigen im ghetto,

wo anmut

in der

fremdsprache des seins

in die welt

emporwächst….

endlich sucht

der satz des heraklit
„ethos anthropos daimon“,

seine kinder

heim…..

während

die schatten der einsamkeit

in den arkaden des vergessens

in mildem licht

verblassen

und die angst

vor der nächsten stunde

im glockenton

zu nisten beginnt….

der das seil zog aber

fand mit letztem schwung

den ausgang….

Die Tage

Die Tage schreiben sich wie von selbst,

dort im Rückspiegel

In die Absätzeder Erinnerung ….

sehe ich die Sonne

hinter weitem Hügelhügel

empor winken

Vor mir ein Himmel

der an gestern anlehnt

Seine Sprache ist das grau

an welches ich nicht zu rühren vermag

Als ich wendete

Flüstert mir diese Farbe ein Mohnfeld ins Gedächtnis

Im Zwielicht das Abendrot

gelang es mir nicht

zu vergessen

Wir…?!?

Wir reden so lange von Meinungsfreiheit ohne tatsächlich belastbare Äußerungen zu haben, bis wir tatsächlich nicht mehr frei genug sind überhaupt Etwas zu sagen. Der Mensch realisiert nicht erst seit „friday for future“: Das sog. öffentliche Leben besteht aus purer Propaganda… von der „Wahrheitspresse“ bis hinab zum Gemeindeblatt…

Was die Phrasendrescher verheimlichen: Dort wo KEINE wirkliche Meinungsfreiheit gegeben ist, kann diese auch nicht gefährdet sein.

s.a. >>> DIE PHRASENDRESCHERIN
Bildquelle: WELT online

reisen

ich reise
an den feuersäulen der nacht
entlang
die sich ohne vorwurf
in einem Kaffee spiegeln
der als gedicht
sein dasein erblickte

an den wild
bewachsenen hecken
die sich ohne scham
einem klang aus blech
entgegenräckeln
lungern
die Stunden
in Akkorden
ohne Wurzel

Ein Tempo
treibt den Zeitgeist
durch die Landschaft
die sich selbst
im Raum erblickt
wie ein großes Geschenk
aus den Ecken
vorformatierter Geschichte

Hier tagen die
Verbindungen einer
Welt der wir nichts
voraus haben können
da sie uns mit ihren
geheimen Gesetzen
einholte
offenbar
so dass wenige
dort
hin gehen