Harmageddon

„…Die Geister führten die Könige an dem Ort zusammen,
der auf Hebräisch Harmagedon heißt…“ (Off. 16,16)

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Atom,… Kraft… verschmäht
gegen Windmühlen kämpfen
Gaskammern sind leer

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Gasherd im Winter
stille Flämmchen verstummen
…fress Bohnen und furz

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(mehr …)

Tombeau

Tombeau atemwach

hebt schmiegsam Geist an der Nacht

Acheron zum Tag

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Kommentar

A. POINT
vor 2 TagenBenutzerinformationen

Tombeau

Grandios, bitte mehr von dieser Musik, die längst nicht so traurig klingt wie der Totenfluss rauscht.
Aber: In welches Grab wurden die Texte (und Kommentare) der letzten sechs Wochen versenkt?? Die waren doch nicht alle zum Heulen…

Hund

der Hund bellt

es ist nicht Ostern

es ist weiter weg

vielleicht Osten

wo die dünnen

grauen Hälse

über den Kaminen

ihre Fäden zieh’n

und die Menschen

im Menschengedenken

leben

und begraben liegen

mit ihrem Kopf

gen Osten

in den Kirchenschiffen

der Nacht

dass sie früh

ein Licht erreicht

jeden morgen

an denen ein Hund bellt

im Sommer

wenn die grauen Hälse

im Himmel

verschwunden sind

Mild der Wind



Mild der Wind 
Licht Mess war 
Schritte knirschen 
noch 
auf dem Split 
des Weges 
kurz nur 
war er 
mit Strahlendem umhüllt 
Schnee weiß 
in dunkler Zeit

Der jetzt Wege beschreitet 
findet sich alleine 
da die Glocken der Kirchen 
niemand mehr zum Gebet versammeln. 

Die Straßen gehören 
der Leere
und es ist nicht so 
das diese 
ein Pendant der Fülle sei

Doch da ist einer 
über dessen fetten Arsch 
auf Sattel gestreift 
seine Hose 
Häftlings Mode trägt,
wohnhaft-
wie es sich gehört

Der dieses spricht 
ist anders als sonst 
verhaltener Sprache
Bruder,
der die ErInnerung
das Buch
der Freude nennt,
See im Schattengeflecht
einer neuen Normalität
die kaum
gelingen will 

Nicht, 
dass seine Wellen 
anders klingen 
aber mein Echo 
schwingt 
wie eine 
Sinuskurve der Apocalypse

Der Föhn lockt
über gehäuftes Grauen 
in einer Weise 
die Virginia Woolf 
in den Fluss steigen ließ. 

Dort könnten wir uns treffen 
wenn wir 
das frei Schwimmen, 
geübt in Kindertagen 
nicht wieder verlernten

Milde 
spricht die Luft 
zu mir… 

…wie 
mag deine Antwort klingen 
als du 
an Jünger statt 
den Weg beschrittest?

dort wo
Entfernung
das Schlechteste
von Allem 
war,…

weit im Abstand
der mir Ferne
nahe
legt


Tyrannis

Schwer 
im Zwielicht
am Nebel
grau schlierend
schlägt die Glocke
morgens
ihren täglichen Versuch
und vergißt
scheinbar
den letzten Schlag
der in der dicken Luft
aus Tropfen, Dunst
und gewöhnlichen Aerosolen
hängen bleibt

kaum sichtbar
unerhört

Wem,
hat es
die Stunde geschlagen

in dieser vergessenen Nacht

in der 
ein neuer Tyrann 
entstand

Roxy

Die Roxy Rohrpost
schickt an spätem Herbstnachmittag
eine message
in die Bandschleife der Grauzone,
abgehalftert
in stillen Siedlungen,
verstummend
ihre tausendjährige Geworfenheit,
in der die Fenster
einen letzten Schrei
nach Geschichte wagen
und der Dorfbäcker
seine Montagsverschlossenheit
mit:
„Das machen wir seit 100 Jahren so“
traditionsbewußt weiter vermengt.

Die Bilder des Kino
wagen schon lange
keinen Aufstand mehr,
sie wurden zu Kombattanten
eines Gefechts
die jetzt
im Endsieg der Moderne
untergehen.

Hundert Jahre,
das kommt hin
mit der Erfindung
der laufenden Bilder
als der Vorfahr
die Türe verschloss…
für immer am Montag
für alle kommenden Zeiten
in die wir jetzt
an unserer Erinnerung vorbei
gen‘ Hades schlittern
und ahnen,
dass das Licht
am Ende des Tunnels,
dass der Lügenboss
Frank Walter S. versprach,
wohl eher der Schein
einer Explosion sein wird,
als jene Erlösung,
auf die er uns hetzt.

Mitten im Herbst
hocken wir
in diesem Schlauch
aus Dunkelheit
in dem die Glühbirnenverkäufer
im Monatstakt
ihre Energie verlieren,
da die Hoffnung auf das Licht,
da in der greifbaren Ferne
nicht auszuknipsen ist.

Als die Füße
feucht zu werden beginnen
ahnen manche,
dass es besser sei
die letzten Kenntnisse
ihrer Schwimmbewegungen
zu mobilisieren
als zum Ausgang
zu rennen.

Und so kam es,
dass Menschen
ihren Stolz wieder trafen,
in all dem Geschrei
inmitten des Unterdeck
der Titanic,
mit Erhabenheit
in seiner eigenen Geschichte
und nicht
in der von Anderen
unterzugehen.

Denn der Untergang
ist der Urgrund
jedweder Erhebung
in der das neu Gebaute
sein Gesicht zeigt,
den Atem einer Zukunft,
die ihrer Herkunft bewußt
in den Nischen
von morgen Luft holt,
nachdem
der Suizid der Eliten
am Ende des Tunnel
den Weg frei gab
und der Zug
ohne deren Religion
weiter fuhr.

Sie feiern jetzt
statt
die Millionen der
abkippenden Neun
das Corona Ständchen
das an Magerkeit
kaum zu übertreffen ist,
in dem ein
offenkundiger Schwund
durchs Elektronenmikroskop grüßte
die DNA einer
Coronamanie…

So wie die Toten, die nie
jemand sah
von denen keiner weiß
an was sie gestorben sind
warum sie gestorben sind
ob sie überhaupt gestorben sind
denen jetzt
ein neues Narrativ gesetzt wird
ihnen
eine falsche Geschichte
andichtend…
bevor der Herbst
süß
aus seinem Schatten kriecht
und die Luft
mit der Erinnerung von Fäulniss
schwängert
deren 1. Akt, das
„stirb“
vor dem
„werde“
wir all zu gerne
vergessen würden.

Roxy war
ein
identitäres Desaster
ein Land Kino
dem beständig
Filme eingelegt wurden
die es weder selbst gedreht
noch bestellt hatte
Roxy
macht den Laden
wieder auf
und legt Filme ein
die noch zu drehen sind
im Park,
dem französischen
wo die
Windbeutel
Hoch Zeit
feiern…
gefüllt mit Unbekanntem,
im Linden Wald…

Der Ellenbogen, ein neuer „Deutscher Gruss“…

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Die meiste Zeit
in ihrem Leben
verbringen Menschen
mit einer Beschäftigung
die darin besteht
sich von Dingen
zu distanzieren
die sie nicht wirklich
verstanden haben

Die Sicherheit
die dadurch scheinbar entsteht
läßt sie in Richtung der Abgründe rennen von denen sie 
ernsthaft annehmen
diese überwunden zu haben

Die Warner aber vor dieser Katastrophe
stößt man in jenen Spalt
über den der „neue deutsche Gruss“ dann
ohne mit der Wimper zu zucken Ellenbogen rammelnd
hinweg schreitet

Welt

Welt
verlassen
an Heimat
gerade noch
schweigend

Die wie ein Hauch
zum Nächsten schreit
Unbekannte
die im Morgen
nistet

Wo Falsches
wie Daunenfedern
die Erinnerung dämpft
ein Gestern
wie ein geschlossener Park
der seine Blüte verpasste
und statt dessen
Mohnsamen spuckt

Wo ein Gefühl
wie eine Schwere Frucht
den Geschmack verdirbt
und die Rondelle der Paare
auf geradlinigen Schienen sich erschöpfen

Wohlan ihr Sucher
verlasst den Ort
an dem ihr
wie Blinde
in euren Träumen stochert
zieht noch einmal
in die Furcht
die Euch
befreien mag

Entfesselt
von diesem Ballast
unsinnigen Geflechts
der Euch nur Ketten
wie Zuckerwatte
unterjubelt
und glauben macht,
dass Sprachlosigkeit
die Summe
meditativer Akte sei,
wo sie doch nur
das Erlöschen
eines Menschen zeigt

Jene die freiwillig
ihr Sklaventum
des Schweigens feiern
werden an äußerer Unfreiheit
keinen Missklang enträtseln
und die Abfindung
mit toten Worten
gelockert mit sich
herumschleppen

Un-Wahr?!?


„Denn vom Standpunkt der Politik gesehen ist Wahrheit despotisch
– Hannah Ahrendt –
Wahrheit und Politik


Da es in einem demokratischen System im wesentlichen keine allgemeinverbindliche Wahrheit gibt (außer vielleicht dass Regen von oben nach unten falle), übernehmen stattdessen Meinungen, die sich an deren Stelle einnisten deren Funktion als Orientierungslinie und verwandeln Wahrheit oder auch Wahrheitssphären, immer mehr in ein Durcheinander von Nonsens und Narrativ. Eine entsprechend fabrizierte HiStory löst schließlich ein solides und überkommenes Wissen ab, diskreditiert dieses und setzt darauf die Durchmischung von fact & fiction im Spektakel der Meinungsschlachten. Dieses System lässt sich dann ins schier endlose multiplizieren und oktroyieren, bis schließlich Wahrheit überhaupt verpönt ist, weil es als Vokabular von sog. Verschwörungstheoretikern gilt. So gesehen wäre dann die „neue Wahrheit“ eine Lüge.

Dort wird sogar eine zufällige Trennfuge auf dem Asphalt zum Menetekel und Paranoia jener unvollständigen Form, die andeute dass „sie“ wiederkommen.

Es ist die Endstation einer langen Mem Kette, die schließlich auf der Strecke bleiben wird.

Meinungsindex

Früher konnte man seine Meinung
noch umsonst
sagen.

heute kostet diese gelegentlich
je nach Information,
bis zu 5 – stellige Beträge.
Eine noch höhere Wertigkeit ist
an den Anzahl Jahren
für Gefängnis abzulesen
die der Adept dafür kassierte.

In Zukunft sollte
die „Meinungsfreiheit“
also an der Börse gehandelt werden

damit „Schuldner“ dort
ihren Existenz Verlust
am Meinungsfreiheit Index
wieder eintreiben können

Als Spekulant
in eigener Sache
ist Mann/Frau
dann wieder angesehen und
bestens gesellschaftlich integriert

… er kann endlich auf
„hate – speech“ und
fake news Papiere setzend,
seinen Reibach machen
ohne dafür
zahlen zu müssen…

Die Tage

Die Tage schreiben sich wie von selbst,
dort im Rückspiegel
In die Absätze der Erinnerung ….

sehe ich die Sonne
hinter weitem Hügel
empor winken

Vor mir ein Himmel
der an gestern anlehnt
Seine Sprache ist das grau
an welches ich nicht zu rühren vermag

Als ich wende
Flüstert mir diese Farbe
ein Mohnfeld ins Gedächtnis

Im Zwielicht das Abendrot
gelang es mir nicht
zu vergessen

Wir…?!?

Wir reden so lange von Meinungsfreiheit ohne tatsächlich belastbare Äußerungen zu haben, bis wir tatsächlich nicht mehr frei genug sind überhaupt Etwas zu sagen. Der Mensch realisiert nicht erst seit „friday for future“: Das sog. öffentliche Leben besteht aus purer Propaganda… von der „Wahrheitspresse“ bis hinab zum Gemeindeblatt…

Was die Phrasendrescher verheimlichen: Dort wo KEINE wirkliche Meinungsfreiheit gegeben ist, kann diese auch nicht gefährdet sein.

s.a. >>> DIE PHRASENDRESCHERIN
Bildquelle: WELT online

reisen

ich reise
an den feuersäulen der nacht
entlang
die sich ohne vorwurf
in einem Kaffee spiegeln
der als gedicht
sein dasein erblickte

an den wild
bewachsenen hecken
die sich ohne scham
einem klang aus blech
entgegenräckeln
lungern
die Stunden
in Akkorden
ohne Wurzel

Ein Tempo
treibt den Zeitgeist
durch die Landschaft
die sich selbst
im Raum erblickt
wie ein großes Geschenk
aus den Ecken
vorformatierter Geschichte

Hier tagen die
Verbindungen einer
Welt der wir nichts
voraus haben können
da sie uns mit ihren
geheimen Gesetzen
einholte
offenbar
so dass wenige
dort
hin gehen