reisende…

Anfänge,
wie knospen
auf lose wippenden tagen
im herbst,…
sprachlos…
schweigen sie früh
in der geburt
langer gedanken
 
so geh’n wir vorbei
an den heiligen stätten des seins
huschen wie fremde im eigenen haus
der ahnung
unerfüllter nähe
entgegen
 
geborgene einer ferne
die im gebüsch der stunden
uns
in den schlund
einer unerwähnten zeit stoßen will,
stehen wir
am rande unserer selbst

alles schweigende…

Alles Schweigende spricht einen an. Die Antwort zeitigt Geburt eines vergänglichen Augenblicks. Dieser schweigt in seiner Erfahrbarkeit so lange, als ein Anderer sich diesem annimmt, aus dem „Angefragt sein“ ein Weiteres entwirft.

Endlose Ketten von An – Fragen und Antworten. Ein vordem unbekanntes Bild ergibt sich, wartend auf sein angenommen sein.

wunde…

wunde
überwinden
in der welt
nicht verschwinden
öffnung zu wagen
dem augenblick
was mehr
kann uns ertragen
ohne zu wissen
nächst wundersames
geschick

absicht zu hegen
im wechsel der zeit
zufall zu pflegen
bin immer bereit,
das ist der haken
der tage antreibt
ein armloser kraken
der mir hängen bleibt

ein neues gesicht
nur ich bin der alte
nein jünger der spricht
und worte verwalte
wo abende sich senken
wir wissen nichts
und schatten will schenken
jenseits des lichts

das neue…

das neue
ist
das alte,
wir
entkommen
uns nicht,…

denn im alten
steckt bereits
das neue,…

wir
sind uns
abhanden
gekommen,
anfänge
haben uns
verpasst,
so blieben wir
zurück im
alten,…

….das war
unsere zukunft …

wie
eine berührung
die
auf distanz
hält…

und
ferne gebiert
die diese
adelt…

begegnung aber
entsteht,
wo zeit
in zwischenräumen
nistet
und
aus altem
neues
bebrütet

es geht…

es geht

seinen gang

wenn wir es nur

gehen lassen,

verschwinden

aus uns heraus

in unwägbares

von dem wir immer reden

und es nie wollen,

unbekanntes

das wie essig schmeckt

und mich umnebelt

zurücklässt

im vorfeld von ereignissen

vor denen wir flüchten

zu recht

um aufzuwachen

zu unrecht

um weiter zu schlafen

in den gassen

all zu bekannter

befindlichkeiten

verdichtet

zu einem verlust

meiner selbst

der sich mehr kennt

als das er

erreichen will