world

wunde…

wunde
überwinden
in der welt
nicht verschwinden
öffnung zu wagen
dem augenblick
was mehr
kann uns ertragen
ohne zu wissen
nächst wundersames
geschick

absicht zu hegen
im wechsel der zeit
zufall zu pflegen
bin immer bereit,
das ist der haken
der tage antreibt
ein armloser kraken
der mir hängen bleibt

ein neues gesicht
nur ich bin der alte
nein jünger der spricht
und worte verwalte
wo abende sich senken
wir wissen nichts
und schatten will schenken
jenseits des lichts

das neue…

das neue
ist
das alte,
wir
entkommen
uns nicht,…

denn im alten
steckt bereits
das neue,…

wir
sind uns
abhanden
gekommen,
anfänge
haben uns
verpasst,
so blieben wir
zurück im
alten,…

….das war
unsere zukunft …

wie
eine berührung
die
auf distanz
hält…

und
ferne gebiert
die diese
adelt…

begegnung aber
entsteht,
wo zeit
in zwischenräumen
nistet
und
aus altem
neues
bebrütet

blockade

sehen ohne rand
nichts in sicht
was klar ist,
wenn der geist
sich verlassen hat
und die zeit
des gehens anbricht
wie letzte augusttage
die nur wollen
dass man sich
in sie verbeißt,
und nur noch erkennen
wie heckenschützen
das bewusstsein belauern
weil keine
ein sam keit
das durcheinander
der tage löst….
beklemmung hebt an
weil schweigen
den zustand der welt
verrät
und die stellungen
die sie wieder bauen
fest ummauern….
so bleiben wir
auf beobachtungsposten
bis wir
unser vertrieben sein
wieder beklagen…

20140814-102046.jpg

wir haben…

wir haben
das unsrige
die anderen,..
ihres
welches
von uns geliefert
dort
geschichte regelt
so aber
zu unserer wird,
delegiert
um einer verhaftung
zwecks sühne
den riegel
vorzuschieben,
den gesang
des nebels
heuchlerischen sirenen
zur ausschlachtung
vorzuwerfen,
den kleinen tragödien
des alltags
einen lieferumfang
bereitgestellter vernichtung
unterzuschieben,
frühstückstisch besprochene
tagplanung,
welche
das gewissen gassi führt,
während unser produkt
punktgenau
ein kollateral
bemüht,
ergebnissozioligisch kategorisiert
in
– auslöschung
– armut
– vertreibung

denn sanktioniert
sind immer
die anderen,
denen wir
unsere schuld
verkauft haben,….
unseren Gewinn schließlich
bezahlen jene,
auf denen
wir spielen,….
so und so
in dollar und fleisch,
AGB anerkannt…
produkt
potentiell tödlich
so oder so…..

gewidmet
einem ortsansässigen
rüstungsmanager

IMG_3361

spät….

spät
die einsicht,
dass die tage der erkenntnis
schwinden,
die schwül und marode
auf unseren erinnerungsversuchem
hocken.

bekanntes sackt ab
in die verwaltungsarchive
persönlichen betroffenseins.
unsere gefühle
sind kontaminiert
von einem mangel
an zäsur,
von einem
endlosen weiter
ohne
einen neuanfang
zu wagen….
behelfsmäßige ausflüche
steuern das system
des wegschauens,
damit das leben
„weiter gehen kann“
weg vom weiter in
und um sich,
damit die bilanzen von dem
was wir zu wissen glauben
in einem besseren licht
erscheinen…..
vermeintliche altlasten
werden hervorgegraben
um aktuelle schuld
hoffähig zu machen,
den kredit
an menschlichkeit
ins unsagbare zu steigern….

es riecht nach krieg,
der die dinge
in seinem sinne
und jener
die ihn inszenieren
wieder einmal
richten wird…

die menschen
haben ihr
JETZT
vergessen,
daher kommt es,
dass der geruch der schlacht
wieder
aus den ritzen
des zwischenmenschlichen
kriecht…

20140807-085429.jpg

verborgen….

noch verborgen
enthüllt sich
ein mythos
indem
seine wächter
bekennen
er sei nicht
zu verstehen,….

dieses
ist
sein verrat
an sich selbst,
da er
das mysterium
archaischer zeit
in ein
JETZT
kolportierte
und so
seine deutungskraft
verlor….

bedeutungslos
geworden
narrt er die menschen
gibt
falsch
für
wahr

angebunden

gefesselt
SEIN
am morgen
konkretes tun
IM UNGEFÄHREN
dem flüchtigen
das ein weiter
in
die sterne
schreibt
und
eine vorhut
in nischen
vornehmen verdrängens
installiert,
dort
wo wir
nicht hin wollten
aber
immer schon
sind,
in der wahrnehmung
dessen
was jetzt passiert
und
unser mitwissertum
in knospen
verwelkenden
bewusstseins säht