world

der see

der see liegt ruhig
das glättet
die gedanken
und wissen
wandert stillschweigend
in die archive,
heut zu tage
sogar in echtzeit
wenn
ungerechtigkeit
und lüge
auf dem tablett
eines noch
entfernten alltags
von links nach rechts
gescrollt werden,
(oder umgekehrt)
dort wo wir
unsere bürgerlichkeit
ohne tippex
korrigieren
über einer
unendlichen flachheit
von
ahnung und vergessen,
standby und off
während
bodycount
und
bodybag
die mickey mouse
im rankig
übertreffen,
ganz als
leuchte uns
nicht mehr ein
wie ein laut
des widerstand
in die welt
gesetzt werde,
da wo
öffentlichkeit
die
gewohnheit
als neues
heiliges tier
auf dem altar
sterbender postmoderne
zelebriert
und sich schweigen
aus berechtigung
einer
scheinbar religiöser handlung
erklärt….
wir wissen
dass wir glauben,
dass alles
auch ganz anders
sein könnte
und nähren so
den zweifel
der unsere
ureigene gewissheit
zerstört
und so wissen wir auch
dass das ziel erreicht ist
für jene
die uns
den zweifel
säten,..
sprachlos und wortverkehrt
gaffen wir
uns da
noch
an …
und werden in zukunft
da die archive
geöffnet,
diese
mit neuen mythen
überstrahlen….
geopfert
haben wir so
nicht nur
die anderen…..
an
einem neuen kreuz
das aus
einem balken nur noch
horizontal
himmel
und
erde
vergaß …..

GAZA
Juli 2014

20140801-093545.jpg

vor schau ( work in Progress)

gesehen
im
ERINNERN
das
VERGESSEN
live
als
WIEDERHOLUNG
von
befindlichkeit,
schlacht
feld
GAZA
x-te
staffel
weiterer runden
westlichen know how’s
treffsicherer tod
aus der ferne,
kollateral
unerwünscht kalkuliert,
gezeter
der
ersten kugel
welche
im blut
der geschichte
eitert,
schmerz
der Ihrer felder
und städte
vertriebenen,
von
abgebrannten desperados
europäischer coleur,
unterstützt
von denen
die in diesem geschäft
zu hause sind,
schlechte kopie
westlicher
marodeure,
soldateska
auf biblischen pfaden,…..

GAZA
die
den anderen Gott
den uns
fremden
anbeten
und den
grenzenlosen staat,
abbild eines
alten mythos,
dem anempfohlen war
kein bild
zu kreieren,
nicht anerkennen
da er
ausufernd
auf
heimat
wuchert,
versprochen
von einer
erpressten
internationalen ratlosigkeit
dort wo engel
zu hauf
fabriziert werden
auf
heillosem grund
mit wissen, waffen und wollen
der
alten vertreiber,
WIR,
gestählt jetzt
im blitzenden blick
geputzter bajonette
erneut erstarkter
zügellosigkeit
einer
abgründigen idee:
das
auserwählte
volk gottes
zu sein,….
nie waren menschen
ferner
dieses irrglaubens…

….

20140730-101823.jpg

klamme haut

klamme haut
handtuchtrocken,
hängen nur
wenige annahmen
wie brandfetzen
vom denken herab
ein trieb
der ruhe austreibt,
dort
wo diese
moder fröhnend
dem urlaub
im DA SEIN
entgegenwächst,
dort wo
ICH blumen
wie dornen
im ER innern rührn‘,
ein bleiben
aber
den unbekannten teppich
legt,
eine geschichte
des
immer gleichen
im zähen wandel
des zwielicht stammelt,
buntbemalte schaumkronen
die wie frontsoldaten
auf minenfeldern
kommender stunden
Leben üben
und den
virtuellen aufmarsch
gefühlter armeen
in einen
überwachungskomplex
alles realen
projezieren,
heimaturlaub ersehnend
nur um
den absurden
zustand der schlacht
zu missen…

aus ge schlachtet
vom ge zeter
einer generalität,
die,
sich selbst überlassen
in abgründe führt
wo schließlich
trümmerfrauen
die propaganda
alles anfänglichen
zu stricken beginnen…
dort
wo er klärung
nichts als eine
spur
kommender
geschichte ist,
den lauf der dinge
wieder in einen
gewehrlauf der herzen
umzudeuten,….
…..
noch pochen alle
im gleichen rhythmus
verschieden….

20140717-093805.jpg

laufkundschaft

laufkundschaft
und
one world manie
ziehen vorbei
im ablasshandel
angebrochener tage
die den rand
zum nächsten
etwas runder
nehmen wollen,
rufendes erhoffen
in den nestern
immer gleicher brut
von möglichkeiten
die im schlussverkauf
auf ihren winter hin
friern’….
soggewächse
überschlagender ereignisse,
die
einem turbulenzen
als
ruhe im sturm
kredenzen,…
das
auge im hurricane,
den umständen
zum trotz
bestückt
mit der
zwiefachen mutter
aller deutung
welche die
tatsache
eigener wiedergeburt
noch nicht verstand
und so
zum (vor)wurfgeschoss
von blinden reisenden
wird…..
sprudelnd
wie ein orakel
in der wüste,
trocken
vor überladenheit
eines verlustes…

so hört,
hört doch
den ruf des auges
wie es sich
nach innen wendet
und
die angelegenheiten
der wolken
zu seinem
wetter macht…

sichtweisen

sichtweisen
ein stück
übersprungene geschichte
deren lücke
schmerzt
wie ein hohler zahn
im biss
der die erinnerung
an festes
greifbares
zerbröseln lässt
unter händen
die sich gerade
ihr alltagsbrot
zurecht schmieren,
gleich anfragen
aus dem echoruf
sich wandelnder gesichter
die wie eine digitalisierte arie
in die hose macht,
ausweglos
da alle wege
offen stehn‘
sperrangelweit
wie törichter duft
von rosen
die irre geh’n
in einem kleefeld
butterblumengebäckter
fetzens
von gedanken,
die erinnerung spielen
an der mütze
eines wiedergesichts
das freundlich
den morgen grüßt,
in diesem unbekannten
kreis der flucht
der seine rotation studiert,
um sich zu
entkommen
und endlich
unendliche würfel
am wege klappern,
als sei
die quadratur des kreises
nur die reprise
der ansage,
dass
„gott“ würfle
was der mensch
verzählt

zeiten

zeiten am tag
reiche ebene
unbekannter absicht
die
wie ein turm
von der erde
in den himmel reicht
ohne aussicht
auf erfolg,
fest aber
für die ewigkeit,
ein traum,
dessen sterne
von
weit her
in die sprache
alter versuche
glitzern
und stimmen
die am rande
von minuten
kreisen,
fremde stunden
die
im mosaik
eine ahnung
ihre quadratur
erhaschen…