jahrestage….

klammheimlich
stehen sie
vor der türe
wie ungebetene gäste
und warten
auf einlass
in unser erinnern
welches wir,
je nachdem
los haben
oder
fest halten
wollen,…

immer
schmeckt es
nach endlichkeit,
nur die schmerzen
suchen noch
nach unterkunft,
wo wir am tisch
die karten
auf unsere zukunft
legen,
die sich doch nur
immer wieder
aus vergangenem
speist,…

zeitringe
die leise
auf den boden
von alltäglichem
torkeln
und unsere position
eingreisen,
als seien wir ziel
einer
imaginären sehnsucht,
die uns
besetzt hält
auf einem land
das uns
nicht gehört,
archaischer singsang
in den ohren,
der uns
an eine zeit gemahnt
in der diese
sich selbst
noch nicht
begriff,
in der die schlachten
auf feldern
und nicht
auf
ziffernblättern
ausgetragen wurden,
vor dem wir flüchten,
weil wir uns
verfolgten,
nie ankamen
in dem
was uns jetzt
besucht,
den verloren geglaubten
kämpfen,
welche die
letzte inszenierung
im jetzt erschien
und das gesicht
des dichters
entleerte
als sei
sein
SEIN
aus luft gebaut,
atem
der in
die ferne zieht
weil
gegenwärtigkeit
der begegnung
unbekanntem bedarf,
dass
schürfrechte
an verblassenden hügeln
von einst,
nicht
verloren gehen
und die
zeitrafferaufnahmen
unserer existenz
nicht
zum höllenritt
verkommt,…

dort
an den rändern
dieser tage
beweinen wir
was wir sind,
weil wir damals
die ankunft versäumten,
die uns die türe
öffnen liese
für
tage
die
ohne erinnerung
lächeln
und
uns
hinter
gebrochenem laub
den fluss
ahnen ließen , …

für den der vor 33 Jahren
„freiwillig“ aus dem Leben schied
ohne zu fragen…
meinen Vater

20121016-081452.jpg

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