Herbst

Herbst im Sommer, in dem das NOCH NICHT zusammenfällt mit dem ES WAR

in den Regungen
die ein Wind
am Rande
silbriger Blätter zeichnet
dem stillen Gesang
der Zeit
einer unbemerkten Größe
derer wir
entfielen,
damals
als Zählen
noch modern war
und die Rechnung
ohne Variablen
am Zaun
zerfließender Tage
nagte

Unbemerkt
da das Abwesende
wie Gegenwart schmeckte
und die Ankunft
ihren Aufbruch vergaß,
gleiten wir
die immer Bedürftigen
am Schoß
verfrühter Geburt
eines zu baldigen Tod,
sind nie da
wenn es an der Zeit wäre
und immer dort
wo ein Ruf
spät erfolgt,
predigen die Gesänge
eines imaginären Raumes
der am Saum der Nacht
den Tag verpasst

Das hält
die Sehnsucht
am Leben,
jene Zwillingsgeburt
die es nicht lassen kann
im Flüchtigen
ihren Aufenthalt zu buchen,
dort
wo ein Besuch
durch ein Netz
von Möglichkeiten fällt
und nie aufschlägt,
weil der Boden
des Unbeständigen
ihr zu Hause ist

Verlust
ist dort
das Finden
des ganz Anderen,
welches nicht
einer
personalen Erinnerung
entwächst
im Traum aber
Bekanntes
wieder trifft

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