Die Gesichter…

München 23.04.2011

Die Gesichter meiner Tage haben keinen Namen. Sie gehorchen einer fremden Kraft, die wie die Zeiger einer stummen Uhr in die immer gleiche Richtung einer schicksalhaften Vorbestimmung wandern. Trotz Bewegung stehen sie still, in dem was sie sagen könnten und zeigen statt dessen immer nur den gleichen Trott ihres Versuches in die Ferne zu ziehen.

Die Windrose ist ihr Vorbild, wenigstens in der Möglichkeit sich Verschiedenem zu zu wenden, oder eine Richtung zu zeigen in die ich gehen kann.

Meine Alltage verschlagen mir die Sprache. Sie stülpen sich gleich einer Käseglocke auf den Versuch einer Bewegung, auf den Aufstand eines noch namenlosen Gefühls, das wie der Flug von Frühlingspollen im Netz vorschneller Begegnungen hängen bleibt.

So bin ich immer zwei geteilt.

In eine innere, meist verstummte Sprache und das äußere meinen, welches mich wie ein Sog an einem stillgelegten Bachlauf in ein vorläufiges Verschwinden zieht.

In dieser Spannung gebiert sich mein Abgrund, der das Licht einer Begegnung atmen will und sich dennoch davor scheut an eine Oberfläche zu glauben.

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