erkannt
schon der Fluch
gebannt

erkannt
schon der Fluch
gebannt

| s.a. >>> DIE PHRASENDRESCHERIN |

ich reise
an den feuersäulen der nacht
entlang
die sich ohne vorwurf
in einem Kaffee spiegeln
der als gedicht
sein dasein erblickte
an den wild
bewachsenen hecken
die sich ohne scham
einem klang aus blech
entgegenräckeln
lungern
die Stunden
in Akkorden
ohne Wurzel
Ein Tempo
treibt den Zeitgeist
durch die Landschaft
die sich selbst
im Raum erblickt
wie ein großes Geschenk
aus den Ecken
vorformatierter Geschichte
Hier tagen die
Verbindungen einer
Welt der wir nichts
voraus haben können
da sie uns mit ihren
geheimen Gesetzen
einholte
offenbar
so dass wenige
dort
hin gehen
Eine Tarnung erkennen, bedeutet: ihr auf den Leim gegangen zu sein... diese ihr Spiel treiben zu lassen heißt: sie zu transzendieren... in ihrer Verwandlung wird sie sich schließlich verflüchtigen...
Aus
Einem
ging
Vieles
hervor,...
nur
damit wir
von diesem
bewust und
verängstigt
geworden,
zum
Einem
geeint
zurückkehren
Die Dämonisierung dessen
was uns vor Vergangenem flüchten läßt
wird uns noch einholen als dasjenige
was wir vermeiden wollten
Vielleicht ist dieser Dämon
den wir ins Rückwärtige projizieren
jenes
was wir an uns
noch nicht verstanden haben
jeder atemzug
der vor dir ins leere fällt
zeigt es war ein trug
die schwere dieser welt
es hechelten wir beiden
uns um kopf und kragen
und kaum kam das erleiden
will keiner es ertragen
der schnelle griff ins netz
so biegsam dieser mieder
ein reiben und gewetz
ein schwung wir liegen nieder
Vorüber gehend
stauchen wir
unsere Wahrnehmung
in die neuen
zeitgerechten Gefühlscontainer
die
in separaten Einheiten
Nischen des Zwischenmenschlichen
in eine
Arena der Leere
verwandeln,
dort
wo gerade noch
der letzte Rest Hoffnung
den Nächsten
in eine algebraische Gleichung
des Unfassbaren potenzierte,…
und in dem Moment
den Nährboden
für das Eigene bildet,…
gewahr werdend
dass ich ihn bereits
verschluckt habe.
Wind
zerrt an
Blättern
die
nach
Frühjahr
rascheln
…wenn Glauben das Diktum für Solches ist
was sich als Wahrheit darstellt,
dann haben wir es mit Religion zu tun…
in einer Zeit in der Mist (i.e. Scheißdreck) zur Tagesordnung erkoren wurde sei dem Dichter anheimgestellt den Dung darinnen zu kultivieren um diesen über die öden Felder der Geistlosigkeit zu streuen
Antworten fallen immer lautloser aus dem Wind
Ihre Spuren haben sich verwischt In dem Versuch
Das Brausen in ein laues Gesäusel zu verwandeln
Die Worte in ein Heer ohne Führung
Und die Botschaft In einen Artefakt des Beginns

töne
werden
geboren
wenn stille...
..abwesend...
ihren atem
sucht

Schon wieder
sind die Schatten länger
und das Leben
kürzer geworden,…
…dabei haben
lange Schatten
doch
kurze Beine…
Wenn die Milane
in der Luft
den Sturm bewegen
zeigt sich
das Gespräch der Elemente
die einander bedingen
und deren Missachtung
der Mensch
mit Verwirrung bezahlt
Statt die transformierende Kraft des Klangs zu erfahren
hält man Fest an den Buchstaben der Schrift, diskreditiert den Ton, der die Musik macht

Das Klima will der Mensch ändern
sich selbst
nicht

Manches verliert sich im Nichts, dass viel Echo ohne Klang in den Raum stellt
Anwürfe aus unformulierten Fragen, die einer Hoffnung nachhängen und erfahren, den lautlosen Satz
(mehr …)Sant Ambrogio bei Rapallo
05.09.19
Das satanistische Prinzip hat im 20/21 Jhdt. seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht.
Die „Kunst des Okkulten“ zeigt sich immer mehr in der Show des Offenkundigen. Je größer die Dimmension des Unglaublichen sich nämlich darstellt, um so wahrer sei es, da es ja jeder wüsste oder sehen könne, dass es wahr sei, was berichtet, erzählt und projeziert wird.
Dass die Prämisse des „jeder sehen könne“ ein Nachsatz schuldig bleibt, den, dass es eben auch ganz anders gesehen werden kann, wird gerne von den allermeisten Adepten aus Gründen der freiwilligen Selbstgleichschaltung unterschlagen. Zu unangenehm wäre der Gegenwind der Anderen.
Religion beinhaltet immer auch geschichtliches Narrativ, wie wohl dieses zu religiösen Sphären in engem Verhältnis steht, ja gar wirtschaftliche Interessen daraus hervorwachsen.
Selbst die weit gelobte Religionsfreiheit in den säkularisierten demokratistischen Staaten knickt ein, wenn man bezogen auf bestimmte festgeschriebene geschichtliche Ereignisse jene Kunde gibt, etwas anderes zu glauben als verkündetes Offenkundiges. Dieser Glaube ist NICHT erlaubt und wird nach inquisitorischer Manier verfolgt.
Dass wiederum die allermeisten Anderen dies durchaus für richtig halten zeigt zumindest wie offensichtlich pervertiert sog. Religions- und Glaubensfreiheit in vorgeblich freien Staaten gehandhabt wird.
07.09.19 / Splügen
Die Wahrheit
wird dann
zum Feind
wenn jene
denen sie übergestülpt wurde
realisieren
dass
aus Gründen der Beherrschung
ihr Gegenteil wahr ist
Wahrheit ist dann
zur Fiktion verkommen
Fiktion zur Wahrheit
07.09.19 Splügen>Chur
Der
Kriegs Schau Platz
wie ihn schon Ezra Pound
entzifferte
am Fall
Frascatis
deren Emissäre bereits
den Vertrag zur Aufgabe,
besser des Überlaufens
ausgefertigt hätten,
ist das moderne Kino
des Zivilisationsmenschen,
der in der Regel
all incl. bucht
mit einer einzigen
Ausnahme.
Den Kriegs Schauplatz
als Teilnehmer…
Dieser wird den Adepten
abendlicher Unterhaltung
in
Freund/Feind Manier
überlassen

Der Werdende
ist am Ende
NICHTS
da er alles Gewordene
verwerfen musste
um
Gestalter
zu bleiben
Seine Bausteine
sind der Versuch
das Abbild
in einen laufenden Prozess
des Unbestimmten
zu verwandeln
in dem das „Zerstörte“
zum
originären Schöpfungsakt
wird

Letztes Mahl
welches wie jedes andere,
Anfänge umduftet,
als Verrat im Aufbruch
zu überzuckern…
Umspielt die Treue
zu sich selbst
verwandelt in eine Speise
deren Herkunft
nur die Götter kennen
Das Rose des Himmels
bildet den Auftakt,
eine reuige Soße,
die ihrer Konsistenz
noch harrt.
Und
während des Versuchs
die Betriebstemperatur
der Zutaten zu ermitteln
bricht hervor
die Klage,
deren Vorkosten
wie ein herrenloses Boot
sein Meer verschaukelt
im Versuch
einen Kontakt
zum Grund zu finden…
Dem Herz
welches fremd
in den Regionen
des Geistes,
des Abends erwacht
als die Würze Barfuß
den Hunger der Gäste
in ein Leuchtzeichen
am Horizont verwandelt…
Was aus den Stoffen
geworden ist
zeigt sich
am Wohlgefallen,
welches man
seinen Ausscheidungen
später entgegen bringt
Das ist nicht
ohne Weiteres möglich,
da sich Liebe zu den Dingen
gewöhnlich
schnell
an der Oberfläche vernutzt
und Schönheit
nur als Optimierung
eines vorgegaukelten
Eindrucks begreift,
den der Diener
im Weinberg des Herren
zu seinem Pfund machen sollte,…
schließlich ist er es,
der die Reben bestellt,
höheren Stoff
im Sinn


Der Herbst
ist
in Vorbereitung
wir werden wie immer
die Blätter einsammeln
um mit Hilfe von
späteren Kastanien
ein Ensemble
aus Sinn
auf dem Jahreszeiten Tisch
zu versuchen…
Dem offensichtlichen Unsinn
verpassen wir
eine Geheimsprache
der das Falsche zum Richtigen
und das Unwahrscheinliche
zum Möglichen erkürt
So schleppen wir uns
in den Winter,
der uns einen Sommer
vorgaukelt
den wie gerade eben
schon wieder nicht
verstanden haben
(mehr …)Das Meer färbt
wieder einmal
von tiefblau zu türkis,
dann schal grau scheinbar,
violett und dann ein
rötlicher Stich
wie ein Menetekel
auf Blut das
rauschend an den Strand schlägt
der um so weniger wird
als uns die Hintergründe
der Geschichte ihre
Quellen
ins Gesicht spühlt,
jenen Text
der den Krieg zwar nennt
ohne ihn aber
beim Namen zu packen,
……………………
…es war die Royal Air Force
welche die Altstadt zerstörten
ohne Anlass mit einem großen Haufen
von Toten
Stratetic Bombing
in Bella Italia Dezember 1943


Die Natur könnte uns Alle heilen es ist mehr als genug da. Stattdessen rennen junge Schreihälse wie wahnsinnig geworden durch die Städte und berauben sich ihrer möglichen Naturnähe und Erfülltheit.
Befeuert von einer Kamerilla aus Bevölkerungsstatistikern und einer Kybernetik Geilen Journaille.
Wem nützt das?!?
Sonntag am Meer dort
Dauer des Alls Geschichten
Herbstzeit, wie ein Tag

Ein Bürger der wirken will, tut dies im besten Glauben an die Souveränität des Staates der seine Rechte und Fortkommen unterstützen und bewirken soll in dem er lebt. Er erkennt in der Regel erst spät dass in dem Ausmaße in dem er rudert um seine Barke voran zu bringen, ihm das Wasser abgegraben wird. Was sich allerdings als „notwendige“ Regulierung eines mäandernden Baches darstellt, der das Plätschern einer großen Welle erwarten läßt, von der wir alle doch zu neuen Ufern getragen würden. Auch zu jenen Bedingungen derer, die ihn „aufsteigen“ lassen. In den Zeiten des Niedergangs erlebt man einen kurzen Auftrieb wie ein Manna des Allmächtigen. Erfrischend, süß und Geborgenheit heischend. Das Selbstverständliche in „natürlichen Hierarchien“ wird zum Suggestiv einer Überhöhung aus bodensätzigem Zustand. Der Mensch?!? Sowieso schon abgeschafft…Deswegen stellt man ihm ein „Menschenrecht“ anheim, das ihn Allen Anderen GLEICH macht. Das beruhigt, zeitweilig, damit systemische Prozesse weitgehend ungestört und vor Allem grundsätzlich ungefährdet, weiterlaufen können. Adel reimt sich dann immer mehr auf Tadel und Achtung auf eine Abart der Brüderlichkeit die noch jeden Menschen dem Anderen als vollkommen gleich und auch berechtigt erklärt. Der „Status“ Mensch ist DAS Label nach welchem Alle heischen und welches auch Allen gerne zu Zwecken insgeheimer Regulation verliehen wird. Obwohl jeder dies ohne weitere Bestätigung einfach IST. Der Handel mit Rechten allerdings, auch den Menschen Rechten ist der eigentliche Geschäftszweig der dem Menschlichen an sich, eine Maskerade der Besonderheit aufsetzt. Das macht ihn zur Waffe unter seines Gleichen.

Das
im Hintergrund
wirkende
stellt sich
als Offenkundiges
unglaublich,
aber deswegen
als wahr
dar
So ist das
Unglaubliche
jene Wahrheit
die aus Mangel
an Wissen
der Kraft
des Glaubens
anheim fällt.
Jener
beansprucht
die Kraft des Mythos,
schließlich
der Religion…

Wind im Abendschein
Licht Schächte am Hafenkai
Eros flattert stumm

haltung

An den Küstenstraßen
hängen
verschwitzt im Dunst
Leasing scheuer SUVS
die letzten Versuche
Stimmung einzuatmen
von deren Misslingen
noch kommende Generationen
ihr Narrativ
ziehen werden
angereichert
mit den
filmischen Auflösungen
einer Zeit
in der schwarz/weiß
noch nicht
für Extreme stand
Ein Palazzo
schlägt
wie letztes Gefecht
eine Schneisse
wiederholter Sinnlichkeit
in anbrechenden Abend
dessen Gestaltungstiefe
im Untergang von
Bildungsversuchen
sich schamhaft
in die nächste Kurve
verdrückt
eng und noch schmaler
wie die Hüften
vergeblich joggender Mädchen
die den Puls,
da ungefühlt
dem App ihres iPhone
überlassen
die daraus
eine komplizierte Kalkulation
auf einen
Lebensentwurf errechnet …
Abbo inkl.
Der Film
der sich aufdrängt
ist selbsterklärend:
Landschaft, Architektur, Temperatur und Menschenansammlung
zzgl. gesteigerter akustischer
Ereignisse
jenseits von Folgen
für Fantasiertes und
im Rahmen von Rückversicherungsdenken
Veranlasstes
Stühle
werden gerückt
das ist eine Kunst
da diese Performance
im namenlosen bleibt
stillschweigend
den Lauf der Dinge
reguliert,
der Tisch
jeweils
gruppiert sich dazu
das ist
die soziale Frage
mit wenigen Griffen
umfassend
beantwortet
Jeder Schritt
wird zum Tritt
der die Lethargie
in ein
Minenfeld
neuer Versuchsanordnung
zersprengt
der sich die Sehnsüchte
beugen
in eine sehr relative
Angelegenheit
von Dezentrifizierung
im Doppelpack
mit allen Möglichkeiten
von allerdings meist
nicht eingetretenen
Zufallshoffnungen
Ja
es ist Zeit,
Zeit
die Bilanz der Tage
in eine Potenz
des Möglichen
zu extrapolieren
da das Tatsächliche
nicht mehr
jene Fallhöhe erreicht
die notwendig wäre
um
aus ihrem Gestorben sein
eine Wiedergeburt
in
Unbekanntes
zu veranlassen
Doch
die Flamme
steht
sie wartet nur
auf Ansprache
just
als der Inder
mir weiß machen will
er hätte
eine Breitseite
an Lösungen
für das
was man
FEUER
nennt

Nachsatz
I have tried to write Paradise
Do not move
Let the wind speak
that is paradise.
Let the Gods forgive what I
have made
Let those I love try to forgive
what I have made.
Ezra Pound
Wer Bewusstseinskräfte gekostet hat, wird diesen Wein nicht mehr lassen können, außer er hört auf zu trinken…
Leere ist dann der Grund des Kelches und die Hälfte der Existenz bleibt ungehoben, verschattet in sich selbst

Uhr
schlag
an einer zikade
nachmittags,
zu spät
als gezeter
am geländer der zeit
vom zaune zu brechen
den streit,
tickt
die nackte existenz
wie ein fluidum
neu entdeckter spezies
dunkel im meer,
zuckt als licht
von wo
das kräuseln des haars
am finger sich rillte
bedeutsames
in sich schwängert
auch
auf die vereinbarung
eines
gemeinschaftlichen verzichts
hin,
und ohne wort
verbindliches spricht
unwiederrufbar
aber
glockenklang klar
bimmelnd in der luft
heimat bezieht
die uns flieht,
nach der wir sehnen,
ohne sie zu kennen
und in gesängen
ihr abbild
in unser bewußtsein
hämmert,
blässe von erdhaften versuchen
unserer ausstattung
die als absicht
nach weiterem
im zwielicht
überwintert.
währenddessen
keltern die blasen
welche unsere asche
im wellenkamm versucht,
ihre tiefe,
selbst im vergehen,
zerstäubter marmor
der sich seines ursprungs
erinnert,
perlenketten aus staub
die den rhythmus der zeit
wie eine ewigkeit wahrnehmen
endlich entkoppelt
von allem irdischen
und von da
eins
mit allen elementen,
deren tod
so der filmemacher aus N.
aufs gefühl zielte,
dem echo einer axt,
welches an stelle von erkern
lieber am klang
von erinnerung baute
und doch
so der jüngere
behielte der rechte schlag im augenblick
die tat nicht zurück,
baute das feste im zeitlosen
das den vorkostern der w-orte
wie ein hohes lied
auf salomons gesänge erschiene,
die schon eine Ablenkung
aus biblischer unvernunft sind,
das ziselieren der sätze
die klanggeboren,
im buchstaben nur
die ahnung
ihrer begrenzten zeit
atmen,
wo das ordinäre mit der anmut
und die ahnung mit der gewissheit
hochzeit feiern.
im tempel
jener augenblicke
die menschen
zu einer gemeinsamen geschichte anrufen,
die nicht gelebt werden kann,
da wege sich oft kreuzen
selten aber wie schienen
immer das gleichzeitige und einförmige
als sinn ihres da-sein
erfahren.
bilder
die vorfahren der worte sind,
klingen in der stille
wie ein versuch
einen tümpel
in meeresrauschen
zu verwandeln
und klatschen
mit voller wucht
an eine mauer
die uns davor abhält
größeres zu sein.
jener hortus conclusus
vor dessen eingangsbogen
unsere hoffnungen
schlange stehen
abendgerecht aufgemacht
im warten
wohl gelernt
und immer noch das jetzt
mit dem einst
vertauschend
wie eine copy
unserer versuche
zu bestehen.
so speisen wir
ungesäuertes brot
um uns
gemäss ritus
am leben zu erhalten
beugen die knie dreimal
und besprenkeln uns
mit geweihtem wasser,
…insgeheim…
..es könnte doch…
die schmälerung
des wirkmächtigen jedoch
seine relativierung
ist bereits
der tod des geistes
der in einer konservendose
angeeigneten wissens
seinen winterschlaf
nicht überlebt.
so wird die anrufung
in den zeiten
nach dem großen kriege
immer eine selbstentmächtigung bleiben,
der schale versuch
den grösseren himmel
über eine kürzere leiter des jakob
inkognito zu erreichen
selbst
eine flauto lamentoso
des sich selbst
bezichtigenden adepten
verkommt
in jener willfährigkeit
des
all zu vielen
welches sie
in ihrer einheitsmanier
stillschweigend beklagt…
wir werden uns
erinnern,
dann,
in den körpern
die zu humus werden,
inner’n auf die andere art,
so als gingen wir durch katakomben
jener zeit,
die uns
vergangen erscheint
pendeln wir aber,
deren nachfolge wir antreten
was doch hinter uns schien,
aber
vor uns
beschritten werden will.
wie
werden wir dann
gewesen sein,
nachdem wir
zu unseren
unbekannten vorausgängern
geworden sind,
die wir uns
vom laib hielten,
um uns
am leben zu glauben
in den
feuchten kellern
unserer wahrnehmung
von vermeintlich vergangenem
weil das jetzt
auf uns zukommt
in welchem wir schreiten
in der annahme
des ganz anderen
die wir
geworden wären
wenn da nicht
diese ewige wiederkehr wäre,
der wir erliegen
in unsere
begegnungen, machenschaften, hoffnungen
und
einsichten,
den gesängen,
die wir in der jugend
anstießen,…
geworfen
in einen sud aus herkunft
und
noch zu entschlüsselnder bestimmung,
in deren fängen wir tanzen,
als ob das netz
welches wir
zu unserer sicherheit vermuten
ein selbstverständliches wäre…
da kommt
die seele ins spiel,
die keine ruhe gibt,
die weiter will,
ohne zu wissen wohin,
nur eines gewiss scheint,
dass der stillstand
ihr tod sei.
und dann,
vertrauen erwächst
aus dieser erfahrung
der gewissheit,
in verbundenheit,
an das wirkliche leben
von dem wir einmal
abgeschnitten wurden
um den preis,
einer schmerzlichen suche
nach uns selbst.
der raum
der grenzenlosigkeit
ist dann
jene sphäre,
in der die abgründe
das ganz andere,
erhoffen,
und den glauben daran
zu ihrer
religion erheben.
anwesende
werden wir
gewesen sein,
in unserer abwesenheit,
die uns zu lächelt,
dem hilflosen kind,
das auf
vater und mutter
wartet…
vergeblich…
es bleibt,…
ein lächeln…
…woanders her…
Die Gratwanderung, besser Steigerung, eines Hybrid zwischen klassischer Echtzeitkultur der Oper und dem Medium Film als Darstellung bewegter Realität, zeitversetzt gezeigt (und/oder montiert), im Sinne des einfahrenden Zuges der Gebrüder Lumiere?!?
Syberbergs Parsifal in der Gralsburg
Als
langer Atem
gilt heute,
wenn das
tägliche Füttern
der Zierfische
an der Fassadenwand
stumpf gewordener Kultur,
nicht in einem
barbarischen Gelage
überschüssigen Gefühls
endet

…was übrig blieb…

am Eingang des Festspielhaus Bayreuth
Größe
reimt sich uns
auf
Blöße,
nur deswegen,
weil alleine
die Vorstellung
von Groß, Weit und Durchdrungen
das Zipperlein züchtet
an dem wir täglich nagen.
Dies hat eine Geschichte:
Jene der Entkopplung
des Menschen
und deren Missinterpretation
seiner komplexen Herkunft nach;
aus Familie, Kultur und Kollektiv.

Wenn sich
Menschen
jenseits
des
Demokratismus
und
allgegenwärtiger
Geschichtsübermalung
ihrer
komplexen Herkunft
bewusst werden würden,
und aktiv ihre Beziehung
dazu eingingen,
um Nachfolge anzutreten,
wäre dies
das Ende
jedweder
demokratischer Kasperade

Görlitz
Vertrieben
worden sein
aus uns
durch Vorfälle
in der Geschichte
lange zurück
ist das Elend
welches uns
immer wieder
zur Nachahmung
auflauert
film shooting Syberbergmann
Die Verlassene
schaut
den Verlassenden
an,
nimmt ihn
als Anlass
Verlassen sein
als
Auftrag zu begreifen…
und verlässt
noch
sich selbst
in
Beidseitiger Anwesenheit
im
Abwesenden

Installation Kleist Museum in Frankfurt/Oder (West Teil)
1945 wurden innerhalb eines Tages von ca. 8000 Deutschen (unter 80 Polen) knapp 4000 vertrieben.
Der Ausatem
ist der Rückblick Gottes
im Menschen,
da wo er Herkunftsbewusst,
seiner Vergänglichkeit
ansichtig wird.

Der NIX hat,
hat’s
am leichtesten
SCHWER…

Stille hört mich an
Gespräch im Echo bereit
Begegnung war es

Morgentau Fenster
schattengetränkt im Zwielicht
fliehen Gedanken
