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es geht…

es geht

seinen gang

wenn wir es nur

gehen lassen,

verschwinden

aus uns heraus

in unwägbares

von dem wir immer reden

und es nie wollen,

unbekanntes

das wie essig schmeckt

und mich umnebelt

zurücklässt

im vorfeld von ereignissen

vor denen wir flüchten

zu recht

um aufzuwachen

zu unrecht

um weiter zu schlafen

in den gassen

all zu bekannter

befindlichkeiten

verdichtet

zu einem verlust

meiner selbst

der sich mehr kennt

als das er

erreichen will

Dort wo die Lüge…

Dort wo

die Lüge

zur Wahrheit

umgemünzt wurde

ist die Frage

nach den Insignien

des Prägestockes

bereits

Frevel genug

dem Zweifler

das Wesen

dieser Wahrheit

mit den Mitteln

seiner Ächtung

spüren zu lassen

Der Verweis aber

an den Rand

einer Gesellschaft

zeigt immer den Versuch

einer Verteidigung

des Tabus.

„Aussätzige“ sind

der Spiegel der Heuchelei…

Wo dann

auf eine Frage

nach dem

Hintergrund jenes

Tabus

mit dem Verweis

auf die Unbezweifelbarkeit

der Wahrheit

geantwortet wird,

entpuppt sich

die scheinbare

Denkinsuffiziens

der Falschmünzer

als deren

eigentliches Vermögen

weil Alle bereits

mit Falschgeld

ihre großen

und kleinen

Geschäfte

abwickeln,

hat sich die Frage

nach dessen Echtheit

erübrigt.

Aus dem Verkehr

gezogen

kollabierte

das System…

und lies die Menschen

zurück

mit der Frage:

ob

aus Gründen

der Nachhaltigkeit das

Handeln in Wahrheit

nicht dem Tausch

mit Falschem

vorzuziehen sei

Wohl Stand

Wohlstand
gibt es
nur so lange
als Menschen
bereit sind
zu vergessen

Erinnern sie sich allerdings
den Bedingungen
ihres Gedächtnisschwundes
vergeht Ihnen
der Appetit

Das Drama
der Erneuerung
über eine schmerzvolle
Wiedergeburt
wird allerdings
so lange andauern
als sie
ihre eigene Geschichte
die zu dieser Pein führte
wieder und wieder
auf Schichten
von Narrativen aufbauen
die Andere
in ihre
Suppe streuten

Ort

Ort
an dem zu sein
nirgends ist
der die Reise
beständig einfordert
die Ansprachen
wie ein Hohn
auf menschliches tönen
ein Beben erzeugen
welches Lächeln schluckt
als zeigte es
den Abgrund
der einem bevorstünde
die Trennung der Zeit
in ein
davor
und
danach,
verkehrt gestrickt,
dass der Anfang
Ende sei
und dieses erst
der Beginn

Und die Aufgabe
gestern ist,
das Versinken
im Jetzt
auf zu trennen
die Fäden
des Verstrickten
in den Wind zu werfen
dort
wo die Bilder
eines neuen Tages
im Atem warten
und
Unerklärliches
auf neue Kleider
hofft,
scheu
wie verlorene Gesichter
die im Schreck
ihr Lachen
vergessen

Wenn Sehen
zur Geschichte wird
die es anders
zu erzählen gelte
sonst aber
wie eine Armada
von Schreien
still ihren
heimlichen Krieg führt
der doch nur
das allgemeine Schlachtfeld
der Zeit
sein kann
der Donner
in den Gefechtsständen
des Gegenüber
den einer braucht
um im Sieg
zu gelingen
Dort wo das Gezeichnete
der Anderen verblasst
im gedächtnislosen
Feld erstarrten Klagens
aber wieder erscheint
in irrender Seele Heiterkeit
bis wieder
der Riegel der Natur
eine Wachablösung
schaudernd
entschlüsselt

Herbst

Herbst
im Sommer
in dem
das
NOCH NICHT
zusammenfällt
mit dem
ES WAR
in den Regungen
die ein Wind
am Rande
silbriger Blätter zeichnet
dem stillen Gesang
der Zeit
einer unbemerkten Größe
derer wir
entfielen
damals
als Zählen
noch modern war
und die Rechnung
ohne Variablen
am Zaun
zerfließender Tage
nagte

Unbemerkt
da das Abwesende
wie Gegenwart schmeckte
und die Ankunft
ihren Aufbruch vergaß
gleiten wir
die immer Bedürftigen
am Schoß
verfrühter Geburt
eines zu baldigen Tod
sind nie da
wenn es an der Zeit wäre
und immer dort
wo ein Ruf
spät erfolgt
predigen die Gesänge
eines imaginären Raumes
der am Saum der Nacht
den Tag verpasst

Das hält
die Sehnsucht
am Leben
jene Zwillingsgeburt
die es nicht lassen kann
im Flüchtigen
ihren Aufenthalt zu buchen
dort
wo ein Besuch
durch ein Netz
von Möglichkeiten fällt
und nie aufschlägt
weil der Boden
des Unbeständigen
ihr zu Hause ist

Verlust
ist dort
das Finden
des ganz Anderen
welches nicht
einer
personalen Erinnerung
entwächst
im Traum aber
das Bekannte
wieder trifft

NUN…

NUN, für Sylvia Stolz, verhaftet 23.05.2019

NUN
habt ihr Sie,
die Euch ihre
Stirn bietet
groß genug
um dort
euer Kains Mal
zu veranstalten
still die Markierung
der Aussätzigen
aller Zeiten
im irrationalen Anfall
bodenlosen Bezichtigung
von höchsten Ungnaden
auf die Haut
zu meißeln

NUN
Still erwartete Sie
das Unabwendbare
die Selbstbezichtigung
Eurer Lügen
bestätigt
durch den Fall
machtgeilen Gemüts
der Unterstaatsanwälte,
Marionetten einer kranken Idee
die gegen des Menschen Kern
mäandert
sein Nach-Denken
zu zersetzen
ihn, den Menschen
zu Fall zu bringen

NUN
Euer Handwerk
ist die offenkundige Lüge
die,
weil unglaublich
als wahr erscheint
den Stachel der Euch
im Fleische steckt
gegen die zu richten
die ihn Euch ziehen wollen,
als könntet ihr nur
mit dem Gift von Geschichten leben
welche ihr ungeprüft
immer weiter als Wahrheit
bebrütet
währenddessen die Phantasie
zur Wirklichkeit erklärt wurde

NUN
eure Zeit
ist bereits abgelaufen
erkennbar an der Tatsache
dass ihr Knöllchen verteilt
in denen
der Gegenstand der Strafwürdigkeit
ungenannt bleibt
mithin das untrügliche Zeichen
eines
Totalitarismus im rechtsfreien Raume…
– betreute Demokratie
– Wohlfühldiktatur
jetzt in einem Land der
Richter und Henker
in einem
– „Laßt Euch nicht
B R D igen Land“
tanzt ihr den gefährlichen
Umschwung der Macht
der sich offen
der menschlichen Denkfähigkeit
zu erkennen gibt

NUN
wollt ihr fallen?!?
Ist es die allgemeine
suizidale Stimmung
kaschiert von
Durchhalteparolen des
„Wir schaffen das“… uns ab…?!?…
gezeigt durch eine Reihe
von Urteilen,
die am Ur nicht den geringsten
Anteil haben
am Geschehen dessen
was wir zeigen,
dass es so
nicht gewesen sein kann.
Dass ihr ignoriert
fern jedes normalen menschlichen
Gewissens,
stattdessen eine Religion annehmt
die sich um das goldene Kalb schart
und den abgründigen Kult der Moderne
den Gesang und die Brunft
nach Tod
umschwänzelt
Als könntet ihr nicht genug bekommen
von der Besoffenheit
eurer eigenen Vernichtung
durch den neuen alten Glauben
der Hebräer
und den Abfall von all dessen
was Mensch sein ausmacht.

NUN
die Zeit
ist überschritten
Ihr werdet bereits
die Rattenlinien gebucht haben
all inclusive
in den compounds
und dem Dickicht der Lüge
fremder Gestade
Dort wo ihr Euch wohl fühlt
unter eures Gleichen
als Verbrecher an der
Menschlichkeit
heimatlos
nicht nur dem Lande nach
nein, schlimmer noch,
Verworfene es Geistes
die ihr geworden seid
und im Auslaufsmodell
eures Wohlstandes
den schäbigen geistigen Tod
an Euch selbst
erfahren werdet.

NUN
es ist nicht so,
dass ihr über die Alpen müßt
oder euren Herzspezialisten
nicht mehr kontaktieren könnt,
ihr sterbt bei wachem „Bewußtsein“
das quälende Delier
des Gewissens
fett genährt und
aufgebahrt
wie eine Weihnachtsganz
entschlummert ihr
in der Bedeutungsloßigkeit
selbstinszenierter Zerstörung
Kompost zu werden
für Die
welche den Menschen
wieder aufrichten wollen
STOLZ
und
FREI
am wahren Geist.

NUN
es ist an der Zeit….

Gershlot Eiterdyk, Moskau 24.5.2019

Geschichte…

Geschichte

ereignet sich,…

ab da

wird sie

umgeschrieben…

Ist sie schließlich

zu einem Mythos

und Narrativ

geronnen

verspeist

und zersetzt

der menschliche Geist

sein Objekt auf natürliche Weise

auf der Suche

nach Eigentlichkeit.

Was Kuchen war

wird zum Nährstoff

weiterer Erkenntnis.

Wer will kann diesem

Vorgang

die Etikette

Revisionismus

aufkleben um

diesen wiederum

zu verdauen…

Danach tritt wieder

Müdigkeit ein…..

Blatt

Blatt im Wind
bei Seite gelegt
tragen die Fernen
eher
als ein Baum
der sich erleichtert
von seinem Kleid

In den Hängen
Unbekannten Seins
wachsen jene Früchte
deren Samen
enttäuschte Flüchtlinge
von Ziersträucher waren

Schmetterlinge stellen
dort ihre Not
vor die Haustüre
einer bekannten Sehnsucht
und trudeln wie
Lachse im Sprung
den Rausch auf Kommendes

Verloren gegangen
trennt sich der Weizen
von seinen Ähren
den alten Fehlern
die ihn Wachsen ließen
hin zur Ernte
dem Brot am Rand
eines Weines

Dort wo die Träume
in eine
behauptete Wirklichkeit
sickern
und ihr Zelt,
nach Osten gerichtet,
zur Heimkehr einlädt

Im Tagschatten
halten wir die Luft an
um sie Vorübergehenden
als Andenken zu überlassen
und das Stigma
ungeborenen Lebens
mitten im Dasein
zu bezeugen

Derweil uns
ein Vergessen heimsucht
das „Erkenne Dich selbst“
an dessen Etikette wir
kleben wie ein Kreuz
welches seinen Schattenwurf
nicht kennt

Wenn
Unerinnerbares
Richtschnur
von Handeln wird,
nicht dass es versandet ist
oder verdrängt,
weil es
wie ein Schatten
im Zentrum einer Flamme
nicht vorhanden war,
erklimmen die Mänaden
orphisches Sein
wieder
es erneut
zu schlachten

In den
verkommenen Arenen
moderner Telekratie
wo sich die Münder
übereifern
in der Nabelschau
des Nichts
um doch noch
ihrer vergifteten Hoffnung
auf Geschichte
ein Tabu hinzu zu fügen
welches sich melken läßt
scheinbar
Tag und Nacht
Jahr um Jahr
so lange als
dieses goldene Kalb
sich
als schlechte Kopie
der Geschichte
von den neuen Kleidern
eines Selbstgefälligen Kaisers
entpuppt

Noch wählen wir
und stellen
den Unmut an das Bein
eines Fremden
weil wir
den eigenen Mut
verkannten
bis uns die Füße
nicht mehr tragen
und die Wahl
auf uns selbst
zurückfällt
den Schwerfälligen
die in den Abgrund
der Macht
ihre Augen
nicht richten

Dort
verkehrt sich die Welt
in das Gegenteil dessen
was erzählt wird
oben wird unten
unten wird oben
die Windrichtungen
erzählen ihrem Gegenüber
dass ihr Süden im Norden
und ihr Osten im Westen liege
und Ungläubige jetzt die sind
die vormals
das moderne
Evangelium des Unglaublichen
auswendig
in allen Zahlenreihen
durchtransponierten
und Hymnen
angereichert mit
altem Weihrauch
in ein
zivilisatorisches Kleid
verpackten
löchrig genug
den verdorbenen Faden
im Gebet der Händler
zu durchschauen

Voraus Schauende Anpassung
ermöglicht den Betrieb
zu Gunsten des Betriebenen
die Zersetzende Kraft
reibt sich ab
am Aufbauenden
welches im Glauben
an die bessere Zeit
nach vorne schaut
und das Janusgesicht
in eine lächerliche Veranstaltung
von Gestrigen
verdrängt

Das Blatt
wendet
sich schon immer
im Flug
wenn der Boden
seine Nähe
im Herbst bereitet
und all Licht
sich im Keimen
neuer Kräfte
versammelt

Im Dunkel
kreuzt Sonne
ihren besten Freund
blendet nicht
mit Worten
nimmt das Gestern
mit
in das Heute
leuchtet noch
in die entlegensten Felder
die unbebaut
auf ihre Samen warten,
Ernte
von Vorgestern

Auf den Terrassen

Auf den Terassen
unserer Trauer
treiben wir
den Klageton
in unbestimmte Zeit

Die Himmel
warten
und neigen sich
den Rufenden zu
dass das Machbare
im Ungeformten bleibe

Wie die Ähren
neigt sich da unser Ansinnen
von Dauer zu sein
in ein weites Feld
emporsteigender Gedanken
die im Schatten geboren
dem Lichte zu wachsen

Dort versammeln sich
die Gebete am Sein
welche jene Grenzen öffnen
die der Ohmacht ihre Form gaben
im Wahren der Worte
die im Äther zum Schweigen
verklingen

Werktage
die zu Sonntagen werden
und das Leid
zum Trocknen
in den Wind hängen
dort, wo die Katakomben
ihren letzten Atem
ins Land entlassen

Auf den Seen
meiner Ahnung
schimmert kupfern da
die Klage an das Weite
und verblasst schon
als der innere Sturm
sein Dasein fordert

Wie können wir
übersteigen
was uns an
Tag und Nacht
gegeben ist,
die doch sind,
Vergessenes
im Abendlicht zu erinnern
und den Morgen
in seinen Untergang zu führen

Die Bücher des Lebens
lehnen unbeschrieben dort
wie eine junge Rinde
an der Erwartung
kommender Zeit
wie ein Strom
der in den Ästen noch
sein Fließen erfindet

So warten wir
in den Augenblicken
die schon immer
ihren Platz
im Unsagbaren bebrüten
werden Geringer
da uns das Verschwinden
in eine
andere Größe
entführt

IMG-1133

Auf den Terassen

Auf den Terassen

unserer Trauer

treiben wir

den Klageton

in unbestimmte Zeit


Die Himmel

warten

und neigen sich

den Rufenden zu

dass das Machbare

im Ungeformten bleibe


Wie die Ähren

neigt sich da unser Ansinnen

von Dauer zu sein

in ein weites Feld

emporsteigender Gedanken

die im Schatten geboren

dem Lichte zu wachsen


Dort versammeln sich

die Gebete am Sein

welche jene Grenzen öffnen

die der Ohmacht ihre Form gaben

im Wahren der Worte

die im Äther zum Schweigen

verklingen


Werktage 

die zu Sonntagen werden

und das Leid

zum Trocknen 

in den Wind hängen

dort, wo die Katakomben

ihren letzten Atem

ins Land entlassen


Auf den Seen

meiner Ahnung

schimmert kupfern da

die Klage an das Weite

und verblasst schon

als der innere Sturm

sein Dasein fordert


Wie können wir

übersteigen

was uns an

Tag und Nacht

gegeben ist,

die doch sind,

Vergessenes

im Abendlicht zu erinnern

und den Morgen

in seinen Untergang zu führen


Die Bücher des Lebens

lehnen unbeschrieben dort 

wie eine junge Rinde

an der Erwartung

kommender Zeit

wie ein Strom

der in den Ästen noch

sein Fließen erfindet


So warten wir

in den Augenblicken

die schon immer

ihren Platz

im Unsagbaren bebrüten

werden Geringer

da uns das Wachsen

in eine

andere Größe

entführt





Mensch

Ein Mensch der von seiner Geschichte entkernt wurde, hat keine.

Er lebt nur die Illusion eines Gegenentwurfes, ein Larvendasein welches den Schmetterling nicht hervorbringt und über das erste Stadium nicht hinaus kommt.

Ein tragischer Beigeschmack seiner Möglichkeit in dem er sich eingerichtet hat, immer mit dem Aroma ungelebten Lebens auf der Zunge.

Es ist die Gradwanderung einer Fantasie, die keine Dauer hat und dem Andauern eines fremden Zustandes, dem wie einem fernen Freund die Gegenwart einer Hoffnung mangelt.

Deshalb sehen wir im Außen, was unserem Inneren fern ist, nur um der Nacht den Anschein eines Tages bei zustellen.

Die Verwechslung

Die unbewußte,
auf Dummheit basierende Verwechslung
der „Linken“
eines royalistischen Gebahrens des 2. Standes
mit der
diesem kaum entsprechenden
Weltanschauung des Notionalsozialismus
oder weiterer Faschismen,
ist die Fehlgeburt
europäisch sozialistischer Bestrebungen
überhaupt.

Im Grunde
ist es der Schuss ins eigene Bein
in der notgedrungenen Annahme,
erst dann erzeuge man jene Solidarität
die sich planvoll
über die ganze Welt
ausbreiten solle.

Was daraufhin rebelliert (mithin „die Rechten“),
ist aber nur ein Symptom,
nicht die Sache selbst.

Stünde diese nämlich
bereits auf der Straße,
würde sie nicht bemerkt werden,
da der Körper
inzwischen
den Geist
gewechselt hätte.

Der Filter

Der Filter
einer späteren Zeit
enteignet
das Vorausgegangene
in dem Maße
als er sich anmaßt
Werkzeuge der Interpretation
zu benutzen,
die zur Zeit
der Entstehung
des Ursprünglichen
noch nicht
vorhanden waren.

Allerdings scheint
diese Vorgehensweise
im Zuge
einer sich allgemein
verschlechternden Wetterlage
durchaus
als legitimes Mittel
einer
Da Seines
Bewältigung,
um der drohenden Angst
eines Fehlschlusses
zu entkommen.

Es gibt

Es gibt nichts
Anziehenderes
als das Eigene.

Es gibt nichts
Befremdlicheres
als mein Jetzt…
wenn es
seiner wirklichen
Geschichte
entbehrt.

Die Herkunft der Fäden
die zur Verstrickung
führte
kennen wir nicht wirklich.

Erst das Kleid
dass wir damit bewusst stricken
lässt unser Jetzt
zu einem Mosaik
auf Dauer
an der schäbigen Wand
von Graffitis
erscheinen.

Richter Latein….

„…Wir Bayern machen dann Urlaub,
wenn die Anderen wieder da sind.
Da haben wir weniger Ärger…“

Der federführende Richter im Prozess gegen die Geschwister Schaefer zu Beginn des 10. Prozesstages. (ziemlich wörtliche Wiedergabe ohne weitere Gewähr)

..die Frage sei erlaubt:
Wer sind „die Anderen“, „wir Bayern“ und was wäre dann: „viel Ärger mit den Anderen“…

Selbstbeschränkung durch Offenkundiges?!?

Die Selbstbeschränkung im
NACH – DENKEN
ist das Ergebnis
der Einpflanzung
von tabuisierenden Mythen,
die von
den Umerzogenen
heftig verteidigt werden,
da diese zu ihrer grundlegenden
und Existenz bildenden Identität
geworden sind.

Hierzu
werden diverse juristische Werkzeuge
und mediale Techniken angewendet,
die alle auf die Diskreditierung
der Personen abzielen,
die jene Mythen
einer Entkleidung
zuführen.

Vergiftet wird dadurch nicht nur
die sogenannte Öffentlichkeit,
sondern auch
die Sphären des Familiären.

Geisteskrankheit heute
ist also
das Benennen eines
vermeintlich Offenkundigen
und die Verteidigung des
Unglaublichen als Wahr.

„The elephant in the room“ ist
allgegenwärtig.

Wir Alle nehmen
an dem Spiel der scheinbaren
Demaskierung teil, ohne allerdings
den nächsten Schritt einer Interpretation
des Wahr genommenen
zu wagen.

Dies aus Gründen
universeller Angepaßtheit.

Unsere Teilnahme schafft
umfassende Konkludenz,
die Alles durchsetzt
und jede Bestrebung,
eine andere Sichtweise
als die Übliche
auf kollektive Mythen
zu wagen,
unterminiert.

Sowenig wie
der Regen,
dessen
Offenkundigkeit des Fallens
von Oben nach Unten
bei jedem Gewitter
zu beobachten ist,

„… kann
der Holocaust,
ebenso wie
der internationale Fischfang
nicht geleugnet werden.
Selbst wenn man
KEINE GENAUEN ANGABEN
über die Anzahl
der gefangenen Fische
oder die Orte
an denen sie gefangen wurden
machen könne….“*

Nach jenem fatalen Satz
der Richterin
erleben wir entweder
einen Fall ins Bodenlose
willkürlicher
geschichtlicher Spekulation,
oder aber
den Aufbruch
einer Suche nach dem
WAHRHEITSGEHALT
vorhandener Angaben,
von
Umfang und Ort des
internationalen Fischfangs
resp. des Holocaust.

Abgesehen von jener Unsitte,
wegen der die bewußte Verwechslung
von Äpfeln und Birnen
schon immer
Anlass für
folgenschwere Fehlschlüsse
war.

WER DIE DINGE
BEIM NAMEN NENNT
UND OFFEN LEGT
BEGEHT
VOLKS-AUFKLÄRUNG

WER DIE DINGE
VERSCHWEIGT UND
VERBIEGT
BEGEHT
VOLKS-VERHETZUNG

MACHT
DEFINIERT DIES
JEWEILS
IN
UMGEKEHRTER WEISE.

(geschrieben während der Verhandlung
im Prozeß der Geschwister Schaefer wegen „Volksverhetzung“
München, den 14. August 2018)

___________
((…)*lt. Zitat aus dem Internetblog
einer Prozessbeobachterin
Die Richterin Regina Holstein soll sich für den Vergleich
Holocaust/internationaler Fischfang im Nachhinein
am Prozesstag dem 15. Februar 2018
gegen Sylvia Stolz, entschuldigt haben)

Zensur

Der hat kein Problem
mit Zensur,
der Nichts
zu sagen hat

Von vorne herein ist klar
dass er ja
gegen Nichts verstößt.

Aus einem Grund
der sich ihm nicht erschließt
ist er auch dafür,
dass Andere
die noch Etwas zu sagen haben
gelegentlich
dafür Schwierigkeiten bekommen.

Sie haben ihm,
aus seiner Sicht nämlich
seine ihm unbekannte
Stimme genommen

Das Gesetz

Wer sich in das Dickicht
der Aufklärung
um Lügen begibt,
wird selbst zu dieser,
in dem Moment
wo er erkennt,
dass die Lüge
zur Wahrheit
umgemünzt wurde.

…und er
„seiner“ Wahrheit
hinterherhinkt,
die jetzt
zur Lüge
verkehrte….

er also
zum Lügner
wurde

So dreht sich
die Geschichte
aber mit der Zeit,
die alle Gläubige
umgemünzter Wahrheit
diesem Gesetze folgend
schließlich
wieder
zur ursprünglichen
Wahrheit
bekehrt

Echo

Sprechen,

das wie

eine Note

von einer

zur anderen Zeile

taktiert,

den Takt

selbst

aber

vergisst

und sich

nicht hört,

klingt wie

eine pausenlose

litanei

unsäglicher glissandi

die alles

besser wissen will

und den Akkord,

Zusammenklang

des Ungeahnten,

in einer Ecke

wie vertrocknete

Tontrauben

hängen lässt.

An jenem Ast

der durch

Machbares

an Stelle

von Geschmack

den Inhalt

verdirbt.

Das Eine

Das Eine
kann es nur geben
wenn es
das Verschiedene
schon gab

denn
von was sollte
sich denn
Eines
zusammen finden
wenn nicht
das Andere
von ihm verschiedene
seine Figur
dazu stellte

Wenn
Alles
von vornherein
gleich Eines wäre
entstünde überhaupt
nicht die Frage
nach
einem
so genannt
Anderen

Der Vorwurf
des alles Gleichen
läuft
vom Beginn
seiner Zeugung
ins Leere
da der Verursacher
mit der Benennung
dessen
was er beschreibt
gerade
das
von sich Verschiedene,
das Andere
in die Welt
entliess

..letzter Morgen am Canale…

Letzter Morgen am Canale…..

Geist lockt Geister an, könnte man sagen, aber was lockt den Geist an.
Es sind seine eigenen Hervorbringungen die er im Schilde führt, sozusagen die Anrufung seiner selbst gepaart mit der Widersprüchlichkeit irdischen Da Seins.
Wie nur sonst haben es die Venezianer geschafft auf dem zweit flüchtigem Element nach Luft, auf Wasser zu bauen?!?

Das milde Gekräusel am Morgen auf den Kanälen scheint das sowieso Flirrende des Geistes nochmal zu inspirieren. Die Farben ändern sich ständig man lebt
als Unproduktiver (im Sinne irdischer Wirtschaftlichkeit) Kreativer gerne in diesem Gewebe des Unsicheren aber doch beständig Verfasstem. Ähnlich einem Körpersack der ja auch vorwiegend aus Wasser besteht und wo die Dicken besonders schwer zu verbrennen sind wie mir der Kremierer des Krematoriums auf St. Michele bestätigte. Nur um hinterher zu schieben das alte Frauen schnell weg gebrannt sind, wegen der Osteoporose, die weniger Knochensubstanz übrigläßt. Ich nehme an dass wird sich irgendwann aufs Preisgefüge der Kremieren niederschlagen. Die Fetten so viel, die Dürren etwas weniger, dafür dann ein letzte edles Holz. Was hier gespart wird, wird dort ausgegeben, ein beständiger Wandel im Unbeständigen der Zeit.

Wo anders holt einen der längliche Wagen ab hier ist des der Nachen der einen sprichwörtlich ans andere Ufer schaukelt, dort wo im Wasser gebaut, dem feuchten Element des Beginns die Zeitlosigkeit Urständ abhält.

Man lebt hier gerne besonders im 20 Jhdt. Es gibt keine Autos, noch nicht einmal Strassen, wo sonst gibt es so etwas heute noch.
Alles scheint Jeden und das Übrige zu bedingen. Es ist ein Biotop des Gelingens, selbst der Arme Hund und Dichter wird gehalten durch diese Vernetztheit der Gassen und Kanäle, die gleich einem Körpersystem Abfuhr für Cloacke, Selbstreinigende ausscheiden und in den höheren Stockwerken auch noch die Vernetzung der Snyapsen gut gedeihen lässt.

Pound lebte die letzten 20 Jahre hier, ebenso im Widerspruch finanziert von den Wertpapieren seiner Frau der Geigerin und schimpfend eben auf dieses unproduktive am Geldsystem. Wo ein Mann vielleicht 1, 2 Häuser besitzen kann, aber nach dem 3. stimmt was nicht, er tut nichts mehr dafür, die Realwirtschaft geht baden. Da aber Venedig sowieso beständig im Bad sozusagen steht, spielt das hier überhaupt keine Rolle. Das Böse wird sofort transformiert in den guten Aspekt des Geistes, das webende Leben und dient diesem nur als lästiger aber notwendiger Brennstoff. Man schaukelt auf diesem Lagunenschiff durch das tägliche Dasein, wohlwissend dass die Verflüssigung allen Lebens nicht all zu weit entfernt ist und genau diese Erinnerung an die Unbeständigkeit des Stoffes ermöglichte hier eine Blüte desselben. Handel und Wandel…..

Gelegentlich ertappe ich mich (und nicht nur hier) dabei irgend so ein Schreiber zu sein, wie Pessoa in einer Handelsgesellschaft ein paar Stunden am Tag die Kladden zu führen, als notwendiges Übel um danach dem Eigentlichen, dem verfeinerten Stoff zu frönen, Buchhalter und Dokumentarist einer Zwischenwelt zu sein.

Letztlich ist auch dieses Venedig eine Art Ver – Dichtung, ein Sinnbild des Lebens und Sterbens ein Gewusel von Adern und Knochen, pulsierender Energie inmitten sich sehr langsam hinziehender Verrottung allen Lebens. Aber dafür hat man am Ende dann die Insel. Ab auf die Insel irgendwie wird es da schon weiter gehen in den Entdeckungen und Regsamkeit kosmischen Geplappers.

Aber man vergesse nicht, welche Mühe, welches Wissen und welcher Wille es benötigte, alles Urgeistige Eigenschaften, dieses Gebilde irdisch werden zu lassen. Was hier an Kultur geboren wurde, klar vernetzt mit christlichem Glauben, der auch fast an jeder Ecke in From eines Kirchlein oder kleinerer Kathedralen Erinnerung mahnt, was an Kraft möglich ist aus einem Bereich der gänzlich unphysisch mitten im Leben zu stehen scheint auf dass man diese ergreife.

Das scheint das zentrale Moment zu sein. Zur rechten Zeit, am rechten Ort, die Anrufung des Geistes paaren mit irdischer Möglichkeit.

Wie oft habe ich falsch gelegen und sehne mich im Grunde nach dieser Deckung von gefühlter Kraft, Intelligenz und Umsetzerischem Pendant.

Stattdessen wandere ich in ewiger Miete auf die geistigen Pfründe unserer Vorfahren und erinnere mich viel zu selten an die uns schlummernde Möglichkeit diesen nach zu fahren.

Das aber ist Ergebnis der Atomisierung allen Lebens vielleicht mit Beginn dessen „Befreiung“ der französischen Revolution.

Gebundenheit also Re – ligio scheint mir erspriesslicher als das überzüchtete „libertäre Alles“.

Venedig ist eine freundliche Mahnung hierzu, die es uns ermöglicht tiefer hineinzusteigen in diese Verpflichtung auch wenn das äußere Bild im Tourenden heute
die innere Dimension beständig zur Verdrängung auffordert und den Einzelnen damit täuscht er sei ja in diesem Gewebe sicher vor weiteren Abgründe.

Moriturii te salutant, haucht die Toteninsel in die Morgenluft. Das sollten wir uns zu Herzen nehmen und den Tag nach unseren Möglichkeiten und Gegebenheiten mit der Maßgabe der Veränderung angehen.

Die Finger Sabazio’s

DIE FINGER SABAZIO’S

es liegen Felder brach
vor milchiger Sonne
als im Rost der Zeit
das Ego einer Egge bricht,
und Ähren
fügsam im Wind
die Theiss
in ihrem Lauf begleiten

Wo schneeweiße Landschaft
wie Papier aus Reis
mit gedämpfter Hoffnung
inmitten der Arie
eines schwarzen Vogels
das atemlose Zepter
eines Aufbruchs übt

verspricht uns ein morgen nur
das über morgen
in dem Ungeborenes
den alten Bann von sich wirft
sich an die Weise
fremder Lieder schmiegt
und wir uns an eigenem
Atem verbrauchen ?!?

Wo gestern noch die Wölfe
ihr Heulen besprachen
Dass der Gesang freien Lebens
nur das Zirpen einer Seele sei
während wir
um das vergessen unser selbst
uns ein getauscht haben
gegen eine verbogene Geschichte

Die Äste der Bäume aber
winken uns noch Fragen zu
Und bewegen
den Kreis der Antworten
Wir aber sehen nur
die Unbeweglichkeit der Stämme
Und halten dies
für die Festung des Glaubens

Als deren Rinde sich schält
pulsiert der Saft der uns verloren ging…
Dass wir jene Stämme sein möchten
schreibt die Sonne in unser Gesicht
da sie
unbeweglich in ihrem SEIN erschienen
Blätter sich aber lichten
erschaudernt in Erwartung
unbekannter Flügel

Die Wasser aus den Böden
erkalten in unseren Adern
Das Brot der Erde nährt
noch unseren letzten Gedanken

Wo aber sind sie
die ungeformten Geister der Himmel
Auf deren Ankunft wir beten und klagen
Die wie Äste ins All gestreckt
letzte Erde atmen

Im versuch die Gesänge der Alten
von den Festplatten der Neuzeit zu kopieren
löschen wir das backup unserer Gefühle
Nicht mehr der große Wurf ist es
auf den wir leben
Nur die Zerstückelung
von Hälften bleibt uns noch

Ungewordener werde ganz
komme und bringe uns das ganz andere
Von dem wir wissen dass es dies gibt
aber nicht wie es schmeckt

Gewordene Entwerdende
So schallt es aus unseren Mündern
Im nicht wissen der Weisheit
Was kommen und gehen bedeutete

Der leise Wirbel eines Flügelschlags
Unbefangener Duft früher Blumenbeete
Das schnellen der Fische am glitzernden See
Geheimnisvoller Zustand
zwischen nicht mehr und noch nicht
venezianische Kanäle
in den Adern einer Stadt

Das sind die Früchte an den Bäumen
die wir nicht sehen wollen
In der Angst sie zu verspeisen
und in Erkenntnis zu verfallen..

Ganzes aber kann nur entstehen
aus Getrenntheit
der widersprüchliche Moment
wo Wasser und Holz
sich einen wollen

Wenn die morgen den Abenden gleichen
Und sich die Nacht in der Frühe versenkt
schließt sich der Kreis der Zeiten
Vollendet schreiten wir dann
in den unsteten Gegenden der Umbrüche
Die wie Narreteien unseres Geistes erscheinen,
die im Sterben
das Lied des Lebens singen
und im Leben
die Andacht des Todes würdigen

Anrufung wird zu einer freundlichen Geste
an uns selbst
auf dass der Adel aus jener Asche keime
den man in die Katakomben des Vergessens brannte

Dort warten die Setzlinge einer alten Zeit
Die sich das Licht
empor suchen werden…

Nur dies zu fördern singen wir Lieder
und dichten bei Wein
zur Erhaltung von flüchtigen Kirchen
in denen kaum der Anspruch
für einen Aufenthalt gedeiht

So bleiben wir Meister
des Ungefähren
die sich entlang hangeln
an den Ikonen
vergangener Zeiten,
die Miete unserer Hoffnung
im Voraus zahlend
auf dass die Enttäuschung
ein zahmes Lamm
von heimlichen Absprachen bleibe

Die Kybernetiker der Macht aber
drechseln die Erinnerung
nach ihrem Gusto
dass unser Gedächtnis
zu einer Stätte
bunter Drohnen mutiere

Himmel fallen wie trunken
auf ein Land ohne Erde
dessen Bürger
in der Flucht vor sich selbst wohnen

Nur der Gedanke eines Kranich
spielt den Versuch seiner Wiederkehr
in schwarzem Gewand
entzückt vor Freude
dem Geäst zu entsagen

Wie tausend Zweige
recken wir da an einem Tag
unsere Hoffnung ins All
damit Kommendes sich
auf unseren Schultern niederlässt
und das Gebet am SEIN
eine Stärkung erfahre

Wie die Finger
an Sabazios Hand
recken wir unsere
Synapsen in den Himmel
flehen in kultischem Psalm
nach Erlösung
vom irdischen Stamm
nur um zu erfahren
dass wir Verbrannte
Verbrennende sind
die dem Lodern des Feuers
ihre Körper widmen
in Dung zerfallend,
der neue Erde
der neues Da Sein
im Lauf der Zeiten
hervorbringt

Komm oh komm und vergiß
damit du Wahres erinnerst
und vorschnell Geglaubtes
in deinen Lidern
einen Unterschlupf findet
nicht aber dein Denken
in trübe Gewässer stösst

Dort wo die Morgensonne
über San Michele
ihr Geschmeide ausbreitet
auf dass Leben
eine reizendere Variante
eines all zu freundlichen Todes sei

wenn die Einladung
einer halben Acht
die in der Unendlichkeit wohnt
deine Flügel
ein weiteres mal in Bedrängnis bringt
und die Niederkunft
in das Holz
dein letztes Feuer bedeutete,

so schwebe
und singe empor
bleibe in dieser Welt
und nicht von ihr
dass das Rauschen
deiner Federn
Allen Zeugnis sei
für eine Zeit
die frei ist
von sich selbst
und dem Jubel gehört
der nur jenen erklingt
die im Angesicht des Todes
sich am Leben freuen

geschrieben auf der Fahrt zwischen Belgrad und Venedig nach dem Konzert in Kanjiza am 09.02.2018

gewidmet Zoltan Bicskei (inspired by his drawing Feb. 2018)

Vertriebene

Vertriebene

am Morgen

mit Koffern

leer von Welt

und voll

vergessener Geschichte

hetzen durch Locations

standardisierten Aufenthalts

wo sie den Glauben

an Mittmenschlichkeit

gegen die Illusion

weltweiter Verbundenheit

verlieren.

nur in den alten Caffees

schlummern auf einem

Versuch von Lächeln

im letzten Brökeln

archaischer Patina

zerstobene Fetzen

einer Heimat

die heute in eine

grelle Schrift

der Leuchtreklame gegenüber

wiedergeboren wurde.

Keiner weiß mehr

woher er kommt

noch wo sein Taumeln

unter Taumelnden

hinführen könnte.

Letzte Meditierende

sind Kellner

die gesenkten Hauptes

voll aussichtsloser Innbrunst

die Bilanz

ihrer Trinkgelder

im dem vergilbten Geist

zeitloser Tage

verwalten.

Die vielbeklatschte

„Neue Welt“

wurde zum Abbild

niveaulosen Scheiterns,

ihr anerzogener Vasall

will es ihr inzwischen

gleich tun

und überholt sich

noch selbst

im Ausmaß

seiner Verblendung.

Das Vergangene aber

ist nicht gegangen

es schreitet aufmerksam

neben uns her

und achtet auf die Lügen

die wir in seinem Schatten

über es verbreiten wollen.

wehe wenn er weicht…

es stünde alles

in unerträglich gleissendem

Licht..

Um diesen Brand zu verhindern

nähren die Schattenmänner

ihren fetten Ranzen

und produzieren ungewollt

das Öl für künftiges

Feuer.

Wien, Caffee…

ver sprochen

Welche Sprache

fällt in unseren Mündern

noch zusammen

dass ihr Odem

ein Feld

kräftiger Ähren

emporhebte

und Kornblumen

als Zierde

rauher Verhältnisse

wie einen

geheimen Code

in ihre Mitte

näme…

 

In Zeiten

als zweifelsfreie

Bedeutung sich

unbemerkt

mit

neuen kryptischen

Lauten vermählte,

die gleich klingen

wie ihre Vorsprache,

Fernes aber

meint und

selbst der Engel

der Auferstehung

sein Geschäft des Mahnens

nicht mehr bestellt

 

Wie

verbeißen sich da

das Verschiedene

welches einst

ein Merkmal

der Anmut war

mit der Forderung

nach einer

immer gleichen Sicht

der Schönheit

alles Fremden und

durchpflügen das Feld

kaum

dass der Same

gefallen sei

 

Unruhe

heisst also das Kind

unserer Tage

welches in der

schäbigen Grippe

bewusstlosen Sprechens

auf die Zeit

nach dem Weihrauch

bettelt

und den Königen

ihre Schleier entreißt

in die sie

die Botschaft

einer Verführung

webten

 

Gewickelt

liegen wir

in der Scheisse

dieser Gewänder

die

das Meinen

bemänteln

als wüssten wir

dass das

Strickmuster der Botschaft

nur ihr Echo sei

nicht aber der Mund

dem dies entsprang

Ahnung an Ezra

ein korb
voller erinnerung
geflochten aus
der ahnung
von vergänglichem
schmiegt sich
bei jedem schritt
an meine seite
auf dass ich ihn fülle
mit einer wegzehrung
die sich keine grabhügel
auf allgemeinplätzen
mehr leisten kann

meine speisen
sind keine essensreste
vom vorherigen mahl
das nun wie abgestanden
einen schatten
auf die gier
des Augenblicks
wirft
und dürstet auch nicht
nach den leeren plätzen
die ich einst
mit meinen Kochkünsten
bevölkerte

schatten werden geworfen
von den Vorgängern
die ihr licht
in die nischen
verdorbener Geschichte stellen
und in Käfigen der Sieger
als Sohn der nation
zur schau gestellt werden

ezra oh ezra
er möge singen
in den neuen Körpern
der nacht
denn wo
als in den schemen
der morgen
erinnerte sich
der flammende geist

der leicht
wie ein junge
und die Sprache
in der nacht des Unrat
bemühte
und seinen Schemel
in die hässliche Fratze
der neuen Welt stellte
die doch nur
eine schlechte Kopie
einer alten war

du hast dein land verlassen
und jetzt holen sie dich zurück
in eine hässliche Odyssee
ihres kranken geistes
den du beklagtest
und blos stelltest
in jenem äon
als der Aufbruch
Grund genug war
das Gesicht der Ereignisse
zu entstellen

ein spiegel nur
deine stimme
die den fluch
der Ausbeutung
zur neuen Kultur erhob
mensch
zum
Menschenfeind erkor
und jenen
Schmelztiegel der menschen
zur Hybris anbrechender zeit
erhob

die unwissenden
heucheln dir heute
den helden der Schrift
und verschweigen
deren wahren ton
und stehlen noch
die dossiers
mit denen du
deinen Atem pflegtest

Auf blanken Feldern
huschen
in den Gedanken
von Ezra
ungeborene Vögel
wirbeln ihre Nester
in der Luft,
zögern über den Wipfeln
wartender Äste

Himmel fallen wie trunken
auf ein Land
ohne Grund
dessen Bewohner
in der Flucht
vor sich selbst wohnen

Nur
der Gedanke eines Kranich
spielt den Versuch
seiner Wiederkehr
in schwarzem Gewand
entrückt vor Freude
dem Geäst
zu entsagen
Wie tausend Zweige

erstrecken wir
an einem Tag
unsre Hoffnung
ins All
damit Kommendes
sich
auf unsren Schultern
niederlasse
und das Gebet am Sein
eine Stärkung erfahre
die uns
Jene Kybernetiker der Macht
umlenkten
in eine globale Schwäche,

wo Jeder, Jeden
nicht mehr versteht

Komm, oh Komm
und vergiss
damit Du
Wahres erinnerst
und vorschnell Geglaubtes
in Deinen Lidern
keine Unterkunft
fände

Ezra-Pound-1942

der grad

der grad
zwischen
wahrheit
und
täuschung
ist schmal

er ist
so breit
wie
der rand der medaille
auf deren seiten
sich beide abzeichnen

ihn zu begehen
bedeutet:
die umrundung
des widersprüchlichen
bis
gegensätze
sich
auflösen…

es erscheint
der pfad
der erkenntnis

auf ihm zu wandern heißt:
aufgeben des widerspruchs
zu gunsten
der tat

am tatort
schließlich angelangt
begegnen wir,..

wahrheit
und
täuschung…

Abende

abende
verlieren sich
in ihren erinnerungen
wie tagschatten
die die nacht herbeisehnen
um sich im gewand
eines traumes
zu verstecken
und gefundene einsichten
in ein warmes nest
stricken
so dass
das wahre
an den erscheinungen
verborgen bleibe
in einer
wärmenden kuhle
geistloser zeit,
in der die rufe
nach erkenntnis
wie große elefanten
in den räumen
sinnlicher umnachtung
auf ihr schlachtfest warten

doch niemand wagt es
jenes scharfe messer
des handelns
am Schaft zu packen

so werden die menschen
zu kotfliegen
einer dickhäutigen zeit,
umschwirren den gestank
fremder hinterlassenschaften
und feiern volksfeste
in den verblödenden schluchten
ihrer fußgängerzonen
die wie
ein hochsicherheitstrakt
an neuen synagogen
den menschen ergreifen
bevor er noch
zu sich gekommen ist

gerede
hat wieder
hochkonjunktur
und
das mimikry
eines
alttestamentarischen gottes
erschaudert noch jedes lächeln
das verschämt
nach letzten resten
seiner
aufgeweichten identität
hechelt

es ist abend geworden,

die jetzt noch
die straßen bevölkern
schweben in den ruinen
ihres bewußtlosen Tiefschlafs,…

nur die jetzt schon ruhenden
sehen die hybris
in einem
wachen albtraum

wie ein feldkreuz
auf schmalem grad
halten sich
letzte strophen
alter gesänge
die ihr flehen
jener zeit
entgegen hauchen
die den
chor der gefangenen
an uns
heranführt