Autor: HubertBergmann

Bilder

Bilder enthuschen

weidet Erinnrung an mir

Heimat entschwunden

Wo Wellen entstehn

Gründe an denen Zeit bricht

Leben an sich schäumt

Schweigen im Reden

bricht Unvermögen mir auf

ein Tag scheint mich an

Echos versiegen

Stimme am Strand sich verliert

Flaschenpostdasein

Bin

Bin müde,
von zuvielem Durchgstrichenem
welches mir unter die Haut fuhr,
dem Abraum einer Erinnerungskultur
die meinen Atem zersetzt
Stehen wankend macht
und mein DaSein
in einen Vorhof
des Fragwürdigen verwandelt.

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Morgen

Morgen Atemhauch,
Worte die in ihm kreisen
entbirgt sich ein Bild

Ins Offene setzt sich
Geheimnis, halb traut es nur den Sinnen
ein Anderes, dass in uns sich nicht kennt

Geborgen im Hintersinn
warten Stunden auf ihre Entzifferung
fädeln Achtsamkeit in ihr Netz

Wassermund

Birkenwald im Wassermund,
ruhig und ohne scheu
blinzelt im Halbdunkel des Traums
eine Ahnung nach Herkunft

als die Blätter auf dem See
zu mir schwimmen
spiegelt sich der Schatten
der Bäume
in meiner Iris
Träne entrückt…

November

Der November schweigt eisern und Krähen klopfen mit ihrer Beschwerde an mein Herz, das eine Hoffnung wie eine Nacht den Mond in sich trägt. Nebel ist ein feiner Garn, den Anzug der Existenz und vergangenes Dunkel darinnen wieder zu beleben. Das Pendel meines Aus- und Einatems bewegt sich nur spärlich hin und her und wünscht sich irgendeinen Automatismus um nicht mehr antreten zu müssen. Geatmet werden… Es wäre das Letzte was eines Wunsches bedürfte.

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Kommendes

Kommendes vergeht
Herbstlaub zum Winter hin treibt
Baum,… still… leergefegt

Kein seh‘n, kein hör‘n, nichts
Wesen,… Seelenverloren
stochert Geist im Tag

Welle schlägt Stunde
Gestade anderer Zeit
trinkt uns die Sehnsucht

Schatten werfen Licht
Meere suchen ihr Ufer
gestrandet,… mein Herz

Weg verliert sich selbst
Schauer der die Wüste nährt
Ankunft, Dünenkamm


Arkade

In einer fiktiven Arkade, deren Bögen ich mir gerade ausmale, ziehe ich durch den restlichen Tag, wo mir das Gewöhnliche wie ein Affront scheint an dem ich zu wachsen oder unterzugehen habe, als griffe mein Geist ständig nach Angelegenheiten die ihn nichts angehen und die dieser in anderen Jahrhunderten zum Beispiel auch nicht zu bewältigen hätte.

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