lange…

lange geschwiegen
in den nächten
der suche
nach mir selbst…
 
tagelang
monatelang
jahrelang….
 
jetzt gefriert
bei einer
einzigen frage
die antwort
vor meinen lippen
 
jahrelang
monatelang
 
tagelang…
sind
die stunden
kürzer geworden
und
ihr echo
schreit
stumm
an mir
vorbei…
 
stundenlang
minutenlang
ins
jetzt
 

Generation 20+…

„hoffnung
ist die tochter
der sehnsucht
aus einer verbindung
von hingabe und liebe….“
 
dieser satz
stand früher
in der
gebrauchsanleitung
einer begegnung
zweier menschen…
 
heute
steht in
kryptischen lettern
„zufallsabsicht“
auf
schnippigen dating’s
der jungen
und
wirken
altbacken, trocken
und nichtssagend,
von ihrer
selbstmanipulierten
werbesprache
schweigend verzehrt…
 
wenn ich
mein licht
im hinterhof
ihrer avancen
anknipse
und
l e i d e n s c h a f t
langsam buchstabiere
würgt
der daumen noch
DWNSG
die
„Das War Nicht So Gemeint“
SMS
aus dem
preset der gefühlsverknappung…
 
ein
rascheln
wie flüchtige
kellerasseln
und nichts
ist mehr
zu seh’n…
 
hoffnungslos bleibt
so das stammeln
von hoffnung,
wenn durch
die anfrage
unbedingter liebe
ein kalkül
sich einnistet,
totgeburt
von
begegnung…
 
am ende
bleiben
risken und nebenwirkung
bedeutungslos…
die
effekttools
„rechtzeitig“
im Update 
 
 
dedicated to phil nylund
 

übersteigen…

übersteigen geht an
wo alles nicht
Liegen bleibt
mit in den korb
der Verpflegung kommt
der mich nährt
wo die surrogate
einer reaktiven erinnerung
 
Längst in den spröden
Fußangeln
Eines Unbewussten 
Hängen blieben
Packe alle mit ein
Die Redner und vielredner
mich selbst
die schweigsamen und schweigenden
deren stimmen für immer
verloren scheinen
in meinem Korb aber
die luftige Nahrung
meiner reise
bilden…

die sind der Tau
der meine Lippen netzt
wenn ich in den Nächten
der suche
die Spur verliere
ausgesetzt
am Rande
meiner fragen
auf die stimmen
der Ernüchterung warte
dem näher komme
dem ich fliehen möchte
welches jetzt,
einer Freundlichkeit gleich
auf meiner linken Schulter
seinen Anfang nimmt
……
Sonnen die untergehen
und meinen
inneren aufgang bedeuten
hauche ich da
den letzten Atem
einer Erinnerung ein
den gesang einer Sehnsucht
an das leben

schirm…

                                                                              konstanz 06.12.2011
auf dem schirm
meiner seele
erscheinen
kryptische botschaften
und avancen
deiner
unbewußten
stechapfelliebe
die
nur
triebe
meiner einbildung sind
und
senden einen
rauschgoldengel,
der an mir
vorrüberflieht
um der
unbehaarten glut
einer sehnsucht
zu entkommen
 
der rausch
meiner erwartung
gebiert die nacht
deiner imaginären flucht
vor mir,
die ich
in den unleserlichen zeichen
deiner boschaft
zu lesen glaube,
weil sie an deutlichkeit
nicht zu übertreffen sind.
 
so sende ich mich,
dir
zu,
außerhalb
jedes reglements
erlaubter dienstvorschriften
des
zwischenmenschlichen
anstands.
bedingungsloser service
für die tage
nachdem diese zeilen
dich erreicht haben mögen.
 
… gebe also
ohne erwartung,
erwartend,
dich,
gebend…
 
der zoll
auf mein
ungebührliches ansinnen
wurde bereits
durch
frühere taten
beglichen
inkl.
der zinsen
auf
unerklärliche zugeständnisse
von verlust auf leidenschaft,
welche die
überteuerung
in einer
gleichmütigen welt
überstanden hat.
 
sie blieb,
während vieles sonst
verblich…
 
so singe ich
den alten traum
des narren
der um seine glut
tanzt
und sich
finger um finger
verbrennt
so aber zu sich kommt
indem er
den tag zur nacht
verwandelt
und
deine mandelaugen
in der mandorla
des eros
besingt…
 
…so verwandeln
sie uns…

bis hierher…

bilder,
die wie
frisch gebrühter
kaffee
in ihrem duft
nach morgen
hängen bleiben,
beschwängern die welt,
ohne antwort
weil die fragen
in den
rahmenlosen zeichen
davon stieben,
eine nach der anderen
und wie eine
makulatur der liebe
wirken…
 
wurf,
in ein vergebliches,
hoffnung,
dass
du
bist,
ahnung
das ich
im anderen bin,
gewissheit
dass ich beides
finde

milchmädchenrechnung…

die spannung
zwischen
da bleiben
und
wandern
ist eine
milchmädchenrechnung
der existenz
weil ich
unterwegs
da bin
und
da seiend
unterwegs bin
meine sinne
sind bloß
botenstoffe
welche mir
die übersetzung
ins zeitlose
ermöglichen…
 
erwische ich einen augenblick
habe ich in diesem
alle augenblicke
empfangen,
dauer
ist da nur
wiederholung
von hoffnung und wunsch…
 
so aber
wünschen wir uns das
und hoffen
auf erfüllung
von absichtslosen
ereignissen
 
um diese diskrepanz
erträglicher zu gestalten
schreiben wir gewöhnlich
mystik
darüber,…
 
die tat aber
bleibt

wege…

queren
straucheln
richtungswechsel
orientierung
verlust
panik
auf grund gelaufen
ausrichtung
abfall
vergangen
geirrt
verlaufen
verwirrt
den weg
gespurt
den ich
nicht kenne
an der grenze
meiner hoffnung
die ich verwerfe
finden
die spuren
zu mir
selbst…
 
da bleibe ich
wenn ich gehe
und verwehe
die pfade
zum Weg
der weg
von mir
nur sein will
schritte
aber
geht
 
 

gesänge…

die gesänge
des tages
schütteln
den traum
aus meiner
unvernunft
als wäre
der chor
der norm
eine verbindlichkeit
zum leben,
wo doch
das unerwartete
wie eine
weiße fee
mich narrt,
da ich
unverbindlich
zu allem gewohnten
sein will
so aber
mit dem zucker
einer illusion
zugekleistert werde,
süß
wie am abgrund
eines letzten
atemzugs

fragments…

still counting

the broken pieces

of night

building a net

like fragments

on my hand

incorperating

a corset

which begins to glow

and in bowing is caught

before the monument

of a memory

which liked

to make

the fish at the hook

a symbol

of love,

the wriggling state

of transformation

of elements,

one bite

it is a favorite

in boundless energy

and yet

getting away

from the rod

or

it broke

or

was cut

with

a splinter of night

proving

worse now

than right before

coming to land

finding myself

in an

even larger ocean

the transformation

being one

breeding itself

and devouring all

creatures

it had needed

until then and

for yet another birth

devours them

drinking the splinters

which had only been

the shimmer

of drops and puddles

of existence

and gets an urge

to jump into a river

which is no longer

me,

state

of an

undirected eroticism

which

makes you light up

the only condition of which is

to become

even

more complete

more absolute

at that

what could

your loss

be more

than

the nectar

of my growing love

whose fire

consumes me,

whose flames

nourish me,…

 

this is the ultimate

that goes

beyond the

you and me

to coming creatures

merging

endlessly

at my gates…

 

glimmersplinter

on a river’s

waves

where

I

empties into

something larger,

in the

splinters

of night

which like a

monstrance of hope

melts

into the

adventure

of a

bigger

day…

 

to be a lover

among lovers

who recognize

each other,

drunk

with their own

embers

splitter…

zähle noch
die scherben
der nacht
die sich
wie splitter
auf meiner haut
vernetzen
einnehmen
in ein
korsett
das zu glühen beginnt
sich beugend ertappt
vor dem mahnmal
einer erinnerung
welche
den fisch an der angel
gerne
zum symbol
der liebe machte,
zappelnder zustand
der transformation
von elementen,
angebissen
schon liebkost
in einer
unbändigen kraft
und doch
der angel
wieder entwischt
oder
riß sie
oder
kam der
schnitt
mit
einem splitter der nacht
der sich
jetzt als
schimmer entpuppt
kurz vor der ankunft
an land
in einem
noch größeren meer
mich wieder zu finden
die wandlung
einer wandlung
die sich selbst
gebiert
und alle
wesen
die sie hierfür
bisher brauchte
zur erneuten geburt
mit in sich
verschlingt,
die splitter trinkt,
die nur die schimmer
von tropfen und pfützen
der existenz waren
und unbedingt
in einen strom springen,
der nicht mehr
ich ist,
zustand
einer
ungerichteten erotik
die
einen strahlen läßt
deren einzigen bedingung ist
nur noch weiter
noch umfassender
noch unbedingter
zu werden.
was könnte mir da
dein verlust
mehr sein,
als
der nektar
meiner wachsenden liebe,
deren feuer
mich verzehrt,
deren flammen
mich nähren,…
 
das ist das unbedingte
was über
du und ich
hinaus geht
zu nächsten wesen
die endlos
an meiner pforte
verschwimmen…
 
schimmersplitter
auf wellen
eines fluß
wo
ich
in größeres mündet,
in den
splittern
der nacht
die wie eine
monstranz der hoffnung
zerfließt
in das
abendteuer
eines
großes
tages…
 
liebender zu sein
unter liebenden
die sich
erkennen,
trunken
an ihrer
glut
 
 

wortlos…

on the road 01.11.2011
 
… eigentlich
wortlos
obwohl
ich plauderte
wie ein
unschuldiges rinnsal
welches sich
in die tiefe
einer trüben
pfütze stürzt,
dort am rand
der gischt,
in eine nische
die ständig
sich füllt
und entleert
in ein
vorläufiges meer,…
so lag ich
und plätscherte
wie ein
satyr am nachmittag
rund
und
geil
mit sich
weil du
mein
vergnügt sein
nährtest.

seifenblase…

münchen 01.11.2011
 
die platzende seifenblase
eurer illusion
ergießt sich
wie das
ejakulat
an meiner hand
jenseits
der hoffnungen
derer ihr längst
beraubt seid…
und dennoch bebrütet
als wäre
die schaumgeschlagene wirklichkeit
der spielplatz
eures gefühls…
sehnsucht
nach wirklichem
welches ihr flieht
aus
unwirklichkeit…
 
eure gedanken
gehen schlüpfrig
wie das
seifenprodukt
in eine tiefe
die sich selbst
entwischt
im moment
seiner entstehung.
 
nichts bleibt,
als
das zerstobene,
die laue flut
des vergessens
welches sich
heimisch fühlt
in einer unzeit
versuchter geburt…
 
breitbeinig
steht sie da
und wartet
auf eine erneute
befruchtung
welche die erinnerung
zu gunsten
der
bewußtlosigkeit
abschaffe

das leben…

münchen … 01.11.2011
 
das leben ist
ein traum
dessen handlungen
wir sind,
geträumte
und
träumer
gleicher maßen,
die sich
um das
was sie
wirklichkeit
nennen
schlange stehen
als bekäme
man an der kasse
den zuschlag
zum leben….
 
die bilanz
der tage aber
ist nur ein
laufband voll hoffnung
der kassiererin
zu entwischen
 

Feuerbüsche…

münchen 30.10.2011
 
der abschlag
einer erinnerung
wie eine
nicht zu sagende
wort tirade
bloß girlande
die ich
dir
anvertraue
wissend, dass
du
immerhin
ein geschöpf
meiner phantasie bist…
das macht mich
so neugierig
wie
eine begegnung darauf
reagiert
auf dieses
schwer wandelbare bild
des spürens
welches stimmt
und nicht
stimmt
 
so wie ich
den dornenbusch
dir
erklären wollte
der brennt
und die hoffnung
dabei nährt
brennender
unter
brennenden
zu sein
die ihren gott
abgeschafft haben
mit dem gelübde
als strafe
nie aufzuhören
das feuer
in sich
zu schüren…
 
aber wie
sind wir uns
da ähnlich,
kinder
der nacht
die den tag
noch träumt,
und die glut der phantasie
der möglichkeit
eines gemeinsamen
aufwachens
vorzieht…
 
zeit vergeht da so langsam…
könnten wir uns nicht einfach
um die eile mogeln
die unser leben ist…
 
… so stehen wir uns
gegenüber,
unbekannt und doch
von alters her
wie gefährten,
deren berührung
der ruf
nach aufbruch ist
…..
 
 
für AR

heiße phasen…

heiße phasen
kalte dusche
ein unglaublicher
stand
vorspiel
zum
BLT
bacon, lettuce and tomato
red
und prall
wie dein arsch
in den
ich mich verbeise
wohl wissend
dass mir
„dear john letters“
en masse
um die ohren
fliegen können
nachdem
die stuten
den raum
okkupierten
der
mit meiner
zeitlosigkeit
gesegnet ist….
 
die hengste
stehen nur
spalier

Gedanken verloren…

gedanken
verloren
ein aufbäumen
nach normalität
wo verloren sein
das normale
ist
 
jenseits von
zeit und raum
will ich
einer gewissheit
begegnen
die 
mich meint
und den 
anderen
unmittelbar
mit hinein nimmt
in das große boot
der liebe
 
… da wo im zählen
jeder kleinsten sekunde
einer vermeintlich
gemeinsamen zeit
der atem aufbricht
zum weiteren
 
..nähe
die ferne ist
und
fernes
welche
nähe erzeugt

Herbst

Geschlossene Gesellschaften
taumeln wie letzte Herbstwespen
an süß zermatschtem Fallobst
um die obskure Idee
ihrer sozialen Unabhängigkeit
 
Man feiert Plattitüden im Revers
die Hochzeitsbändchen sind ordentlich geflaggt
an den Boliden einer menschlichen Eiszeit
zwischendurch im Kupferschein
einer letzten Sonne
die uns nicht weiterbringt
 
wir sind zu denen geworden
die wir im layout der hochglanzbroschüren
erfunden haben
freundlich positive menschen,
die sich nichts zu sagen haben
außer den wörtern
die uns wie gestopfte gänse
eines multimedialen schlachthofes
wirken lassen
 
die fotografien unserer gesten
fallen wie digitalisierte gefühle
in die zu erwartende ernte
einer entstellten zeit
in der unser blut
wie ein nervöser strom 
gekelterter erinnerung
an unsere schläfen pocht
und einlass begehrt
 
in der nachbetrachtung 
eines sommers
der auf ereignisse wartete
die nie eintraten
 
das logo unserer firmen
hat die bedeutung der essenz okkupiert
so strahlen wir
in den letzten zügen
einer niedergehenden zeit
 
in der abendsonne
die unser spiegel sein sollte
und es doch nur
zu einer bearbeiteten version
des unbewußten entwurfes
unseres lebens schafft
 
unser geschäft
ist das mißraten,
die fehler einer spezies
die wir selbst sind
der unfall 
auf dem highway der angst
an dessen vorschnellen leitplanken
die möglichkeit
eines anderen seins reflektiert
 
…so irritieren wir umher
im abendlicht unserer versuche
etwas zu sein
wie hilflose motten
in erwartung der nacht…
 
schatten fallen statt dessen
von einer idee aus licht
zwischen welt
und uns,
vergeblicher entwurf
im herbst

La zone de memoire

Elba August 2011
 
ein tag
zieht langsam herauf
schwer
von der unerfülltheit
seiner zeit
in palästina
werden noch orangen hergestellt
das pflücken dort
haben sie getilgt
so wie wir das meer
greifbar nah
immer erinnern werden…
wellen die anders schmecken
als an den hochburgen
eures
südlichen vergessens
manchmal ist in diesem da sein
ein atemzug
wie eine heraufziehende katastrophe
und dauert vielleicht einen tag
manchmal ein luftschnappen,
wie ein nächster terrorschlag ins zivile
beidseitig wohl bemerkt
 
die gräben über denen wir wachen
sind zugeschüttet
mit dem kaum prüfbaren gift
geschmackloser mythen der moderne
es stirbt der mensch daran
immer wieder im strudel
inszenierter lügen
die gräben aber
füllt das nur
gestorben wird hier
weil das erinnern der einen
in den zeiten nach der brut
der vertreibung alles menschlichen
das vergessen der anderen gebiert
jener die im dunkel der katastrophe
zu schatten 
eures erloschenen lichtes wurden
 
seht ihr uns,….
jetzt wo ihr euch wieder schmückt
mit den klassikern
die euren abgrund
und den der einen anderen
nicht verhindern konnten?
seht ihr die umrisse
eurer taten heute
an den mauern
eines scheinheiligen landes?
 
oder glaubt ihr immer noch
den selbstinszenierten gedanken
einer diasporischen versuchung
die ihre identität
ihren projektiven wurf
auf dem gekrümmten rücken 
unseres da-seins ausprobiert
jener, die 2000 jahre blieben
und jetzt
eurer vertreibung 
anheimfallen
auch wenn ihr uns
anderen völkern und ländern
zuordnet
und das land auf dem wir
je leben
in einer spekulativen option
der bibel als grundbuch
zu finden glaubt,
(so wie andere
den kampf der kulturen optionierten…)
wir waren 
und sind
da
unumstößlicher
beweis
aus lebendigen körpern,
zeit und erde
alt wie die olivenbäume
deren ansicht
aus den kollonialen fenstern
inszenierter geschichte
ihr uns zu verdanken habt,
die wir jene sind,
seit alters her,
die ihr eigentlich sein wollt,
echtzeit eurer verqueren erinnerung,…
 
oder seid ihr
andere
gewesen
damals,
jene
die vor ein paar jahrzehnten
in  dieses land kamen
nicht weil ihr 2000 jahre nicht da ward,
sondern um uns glauben zu machen,
dass wir nur 60 jahre nach unserer vertreibung
durch euch
nicht mehr dorthin dürfen
wo ihr gelebt haben wollt,
damals in unvordenklicher zeit,
als brüder und schwester noch namen hatten?!
 
das wäre ähnlich
wie ein südlicher bogen von erinnerung
wie auf tausend postkarten umflutet
mit zeitloßem licht
für die werbung einer
geschichtslosen nachwelt
öffnung eines seins
tausendmal gesehen
jetzt aber
ein
anspruchsvolles wort einer (r)evolution
sich mit mehr
als mit wesentlichem
zu verbinden
in der nacht
irrender vernetzung
die anderes will
und noch nicht weiß
wohin wir menschen fluten werden
getrieben von wenigen gedanken
die im sicherheitskordon
unserer abwehr
hin und her wippen,
ihre knospen verlieren
bevor diese
zum blühen kamen…
 
was uns trotzdem vorwärts drängt
ist das allgemeine ungenügen an leben
der zweifel an eurer rede
eine laue flut
die wie alte herren
die nicht sterben wollen
behäbig aber pünktlich
an ihren nachmittagscaffees einläuft
und die flatternden schatten der gedanken
am brökelnden putz der geschichte beobachtet…
 
es treibt niemanden aus den häusern
der weißen stadt
wenn die privatheit 
ihr „stell dich ein“
in blauflimmernden
zimmern der ohnmacht feiert.
 
die unmut in den medien
ist noch keine emotion
eine emotion
noch kein gefühl
und dieses
noch nicht sein gedanke
„wir sind die anderen,
derer ihr euch
wie selbstverständlich
bedient“
dass euer spiel gelinge…
sind dies die kinder isreals? 
 
aber unsere selbstvergessenheit
ist das kapital
aus dem die mauern
eurer macht gebaut sind
jetzt fordern wir dies zurück
von uns
da sie nie jemand anderen
gehörte
und alle anderen
sollen gleich uns
dem angehören,
dem unbedingten
des „wir“…
 
wo wären da
noch jene
auf deren rücken wir
die exclusivität
des
„anders seins“
und auserwählt seins
austragen könnten…
 
wir wollen das 
beobachten
des beobachtbaren
tilgen
nicht mehr dokumentieren
sondern verändern
wohl wissend
dass das freie spiel der kräfte
eine art check point braucht…
 
zumindest war es dies
was wir annahmen bisher,
wo wir
ganz in den fallstricken
eurer interpretation
jene muster nachtanzen
in denen der terror
die geburt eueres schatten vollzog
 
denn dies seid ihr selbst
der terror
einer manipulierten geschichte
die ihr uns
als wahr erzähltet
 
so wurde
die geschichte der anderen vermeidend
unsere
zum konstrukt
ihrer identität
des anders seins
welches wir nun
zusammen
erfüllen und erlösen können
 
die anderen sind wir…
mauern wurden nämlich gebaut
als mahnmal
der trennung dessen
was zusammen gehört
philister und juden 
sind nichteinmal 
2 seiten der gleichen medaille
sie sind diese erkenntnis selbst
 
lenkflugkörper
und
infrarotsuchköpfe
sind nur ausdruck dessen
was ihr unwissend noch
finden wollt.
die gemeinsame identität
mit dem objekt
eurer suche
 
jetzt
da ihr blind
das andere
als etwas verschiedenes von euch aus macht
noch blindwütig zerstörend
bis ihr begreift
dass es unsere nachbarn,
freunde und kinder sind
die ihr
im fadenkreuz
eurer projektion
hinrichtet,
 
vergessend
dass ihr selbst
im ziel
eurer suche
steht.
einer suche nach identität,
nach heil,
der ihr gerade erst erlegen seid,
in dem gedanken des
auserwähltseins
eines neuen reiches….
 
versteht ihr jetzt
den zusammenhang
den grund der sich wehrt
nicht opfer
einer erneuten idee
des vergessens
und der vernichtung
alles menschlichen
zu werden?!
 
Hubert Bergmann | Elba | August 2011
 

Es ist…

es ist der schrieb

wie einer schreibt

das wort

ohne

ort

nicht mehr zu denken

von dem

die eingemachten perlen

meiner säue

schmatzen wie

der donnerkeil

von RICCIS gnaden

ein be bop ba bu ba

picturesques small talk swingswang

von avicennas turban gelinkt

der kanon des ibn sina roma – n -tika

to Massimo Ricci

vergangenes gesucht…

kesswill / schweiz
 
vergangenes gesucht
nicht mehr gefunden
sogar meine gedanken
gingen verloren
eroberten sich einen platz
der mir unbekannt ist,
überdauern dort
meinen versuch
gesuchtes zu finden
färben die hoffnung
auf ein neues zeichen
zu einer grauen ahnung
dass an der stufe
zu dieser damals
wie heute offenen türe
zum kircheingang
nichts zu sehen ist
….. doch ich nahm die scherpre vom pfosten…
heute bleibt mir nur
die windrose
an der mich
ein hauch
in seine richtung
dreht

natürlich…

konstanz
 
natürlich,                                               
natürlich
spricht mich
der wink an,
der den blick
nicht einmal
bemüht,
aber
den ich mir
zu gesellte,
unwissender weise
mir
dazu nahm
als beilage
eines imaginären mahl’s
endlich
einen klang
zu vernehmen
nichts weiter,
einfach
eine,
oder
auch
die stimme