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die letzten…

keine chance,
wenn der Chor
von Gefangenen
seinen Klang
an die
Ohnmacht pinselt
schwach und
warm
zugleich
wie der Verlust
von
zu früh geborenen
deren Schrei
noch wie
ein Gähnen wirkt…

kaum wahrnehmbar,
singen die
großen Münder
von Sehnsucht
nach ferner zeit
die doch nur
im jetzt
gefunden werden kann,
da wo ein Schmerz
den Rand
des Daseins
ziert
und sein
Lied der Nacht,
Landebahn für seine Seele
noch finden muss

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bin nur…

bin nur ein Brunnen,
ein Spuk
von Jungfräulichkeit
das scheue Reh
einer unachtsamen Regung
die sich selbst verlor
da wo sie gemeint war
sich aber nicht
gemeint verstand
ein schleier
der sein Wehen
in unsicherer weise
abbricht
wo der Umbruch
seiner gefühle
vor einer Türe flattert
die in ihren
letzten Scharnieren
hängt,…

rostiger Klang
im Abrieb
dessen Staub
einen nächsten Sturm
erwartet

kaichronos…

während ich Kairos spiele
übt sie chronos
an den Billardtischen
der illusionsabstinenz
und auf der
gestauchten Coach
fremdbestimmter Timeline
treffen wir uns
gelegentlich,..
zufällig,…
rein spekulativ…
Jenseits einer
gelungenen Vereinbarung
und himmeln uns an,
mehr oder weniger
jeder für sich…
unter dem Duktus
unserer identitätsmaschinen
die wir betreiben
als sei das
Öl der existenz
beliebig austauschbar,…

während wir die Lust
kalt gestellt haben
um die leidzhafte
Ordnung unserer gefühle
auf den Festplatten
virtueller Reizüberflutung
penibel zu verwalten…
inkl. Mehrwertsteuer
zur Abwehr
des schwarzmarktwertes
unseres Daseins

… zeit sei eine Falle
des imaginären
und nur ein versuch
die Dauer zu komprimieren…

tönt es aus klangbildernden Worten
die du gesagt haben könntest,
die ich in deinem heuhaufen
aber vergeblich suche
während sich
eine Nadel
in mein Herz verirrt…

wie letztes Glas
im Rahmen
einer Zeitlosigkeit
zerspringt da der Gedanke
dass wir alle
eins seien
und uns
in unsinnlicher weise
gegenseitig
bedingten…

noch funktionieren aber
die virtuellen Netzwerke
unserer Seelen…

nur wenn sich deren Energie
selbst erledigt
sehen wir uns wieder
wo möglich…

an einem
kreuzpunkt
in dem
das zählen nach Wichtigkeit
in den Grund
eines
zeitlossen Raumes stürzt,
dort wo
dissidenten der Nähe
ihren Sieg
in starken Worten
in die Welt treten…
und so unverhofft
das Fruchtwasser
unbeantworteter fragen
einen Wandel
des Augenblicks gebiert….

in dem moment
wo zwei Billardkugeln
voneinander prallen
um sich
im dunklen Kanal
ihrer erneuten Geburt
wieder zu treffen….

….so könnte
die Story geh’n
die uns erfunden hat
einfach
um Erfahrung
zu generieren
um uns
einen Hauch
vom Wind der argo
über’s Gesicht
huschen zu lassen…

statt dessen
flattern
die wenigen Sätze
die uns fanden
in einer
hilflosen kladde
am Straßenrand,…

vergessen und
stumm vor Schmerz…

… der Heuhaufen aber
ging in Flammen auf,…
jemand hat
einfach
ein kleines Holz
mit rotem Kopf
am splint eines Gefühls
in die Gegend geschnippt,
den das ruhige Gras
dann
zu seiner Gelegenheit
erkor….

… „Asche“
war die Antwort
als kairos
in chronos
umgemünzt wurde…
Phönix
kannte
seinen Namen
noch nicht…

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Begegnung…

dem ich begegne
ist ein anderer…
der Zufall
eines Gesichts
welches
mir fremd,
seine Narreteien
in mir treibt
eine Nacht
welche die Kinder
der Erfahrung
gebiert,
Wesen
die weit
hinausreichen
über die uns
bekannten Farben,
rätselhafte Poesie
aus zeit,
die stirbt
wenn sie ganz
zu Raum
geworden ist…

Begegnung
ist ein Abgrund
der sein
„Tag sein“
nur vortäuscht

an dessen Ende
klettern zwei blinde
den porösen Schacht
der Erinnerung
nach oben…

noch in den Furchen
der Dämmrung
berühren sich
ihre Hände nicht

zeit…

der zeit entkommen
fällt mein blick
durch die jalousie
der erinnerung,
zeichnet eine kurve
von gewinnen
und verlusten
und wendet die sicht
auf das dogma
vom selbst,
welches ich bin
welches nicht ich ist,
bereit dem herbst
zu entkommen
der wie
die alte frau vom markt,
maronen röstet
als seien diese
der letzte wunsch
ihres geliebten

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Deckel,…

ich habe
den Deckel geöffnet
der das blaue Wunder
(das Band des friedensversprechers)
befreit
und die unzähmbare Meute
meiner Bilder
den Zaun ebnet,
in einem Garten
der sonst nur
wie ein poliertes
Art deco Heft
die innere Landschaft
schändet,
aber jetzt
wie die
blutgetränkte Patina
des Gaza Streifens
nach dem dunklen rost
der Existenz schreit,
verblassende Objekte
der Erinnerung
die im Moder der zeit
auf Sichtung warten,
eine Deportation
von Gefühlen,
welche die
dreizehn Stationen
in den Bahnhöfen
des Vergessens
überleben werden,
so wie dein Lächeln
welches sich
im Frost der Nacht
in einer unschuldigen
eisblume am Fenster
versteckt

für R.R.L./alias .com

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Janusillusion,….

Schneemänner
verscheucht
schnorchelt
ein rüchwärtssalto
hoffnungslos in der Luft
die sattsam
auf zukünftiges geschwängert
ein Feigenblatt vergaß
dazwischen zu schieben,…

von schmelzmündern
vergeblich im Zaun gehalten
singen die schneefrauen
jetzt schnelle Lieder
schauen noch einmal
in die zeit
als Frost
ihnen volle Blüte verhieß
und zerfließen
im feuerzauber einer illusion
auf ein morgen hin,
der sich mit dem Rest
von kohleaugen
dem schwarz-weißen man
am Ende
der Mündung
wieder trifft,…

dort eins,
sind sie blind geworden
für den anderen,…

Janus aber
sieht sie beide
bevor sie
als andere
wieder gerinnen

Bild aus andrei tarkowski/nostalghia

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sehe in eure….

ich sehe
in eure Gesichter
die wie schaafsmäuler
ihr jetzt
unter dem Aspekt
einer parallelgesellschaft
zelebrieren
eine Meute von
Erinnerungsträgen
Arschlöchern
die ihr aufwachen
verschlafen
und
händchenhaltend
den Gesang
einer Unbewussten Reue
bemühen
abstürtzler
in eine
wohlmeinende nacht
seichter Bedürfnisse
….. Fehlgeleitet..
leben besteht
Aus dem,…
Hey,… Angelo,…

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die enttäuschung…

Fußangeln
ungewollt
aus Sympathie
die jenes meint
was scheinbar
ich
nicht habe
das mir fehlende
im narzis
meiner Vollkommenheit
überspitzt
und scharf
wie der brand
eines Lauffeuers
sich durch
den Tagtraum räkelt
wie ein lange
vergessener Blick
von Lockung….
das „könnte“
aber
führt
das Regiment…
wir sind nur
Vasalle von
zufälligen Gedanken
der Götter…
ein verwelktes Blatt
ferner zeit
ihr Name:
Jetzt

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Montage…

in der Montage von zeit
verwelken die Sekunden
und stundenminuten
werden zum
Mittagsschlaf von Ideen
die ihrer Quelle
noch im Traum
den Weg
zum Rinnsal
der Nacht zeigen
und am Grund
des Brunnens
wie eine
Fee
den Gestank
in einen
unbekannten Raum
verwandeln
den ich
leise betrete
bevor mich
das höllentor
des Franzosen
erschlägt….
die Erinnerung davon
ist der Sauerteig
in dem ich
meine Alpträume
verwandle

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Paul Rodin „das Höllentor“/ Zürich 30.12.2011

kaltwort…

es gibt
ein kaltwort
welches sich
in den
feuchten Spalten
deiner strahlerede
versteckt
und wie
hilflose kaulquappen
auf Hoffnung hin
zappelnd
an die Oberfläche
deines Lächelns huscht…
ich Sage es nicht,
denn es
hat nicht funktioniert
„es“ war das
ganz andere
deinen fluchtritzen
nicht zugänglich
wo keine
trüben Pfützen steh’n
die dein
austrocknen
verhindern könnten,…
weil die
Leugnung
im Lockruf
nach einem
neuen Tag verlangt,

dort wo Tränen

dein weiterleben sichern

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Dauer…

es wird dauern
bis eine neue Begegnung
in die Wirklichkeit tropft,
lange
wie ein salzstock
der sein werden
selbst vergisst

es werden andere
geworden sein
geläutert
durch rastlose zeit
im gehen
und
im bleiben,
geadelt
durch eine not
und die Gabe
der Transformation
von Raum,..
Patina des Aufbruchs…

wenn sich
zwei Sterne kreuzen
und ihr leuchten
eine neue Sonne
gebiert

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Schwarze Bühne…

gewitterdunkel
pechschwarz
soviel ist zu sehen noch
dass eine Bühne
ihren letzten Atem
zelebriert
im hereinbrechen
des Abbruch
jener Nacht
der Energie
die sich ein
letztes mal
in den träge stürzenden
Masten des düstren
verfängt
unsäglich
dass selbst
die Show,
längst beendet
ihrer Bühne
verlustig geht
einbricht,
die Katastrophe
vor sich hin
zermalmt
die Möglichkeit
einer Unterhaltung
in sich zusammenstürzt
in die
fern beobachtete
Nacht
einer
zerstörten
rede von
Menschsein

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verödet…

verödet

wie ein

campingplatz im herbst

deklinieren wir

mensch sein

auf dürren ästen

ungesagter Erwartung

im

projektiven zustand

der einheit,

die wir sind,

die wir

aufspalten in zwei…

gegenüber

…..

erschrocken

verlieren wir

unsere unschuld

die nur

das vergessen

möglichen Bewusstseins ist

und ahnen

das schleichende Gift

der sesshaftigkeit

unserer Gedanken,

die sich

am abstellgleis

des aufbruchs

tummeln,

ohne je

an fahrt

zu gewinnen

Offenburg

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