poems off the road

die enttäuschung…

Fußangeln
ungewollt
aus Sympathie
die jenes meint
was scheinbar
ich
nicht habe
das mir fehlende
im narzis
meiner Vollkommenheit
überspitzt
und scharf
wie der brand
eines Lauffeuers
sich durch
den Tagtraum räkelt
wie ein lange
vergessener Blick
von Lockung….
das „könnte“
aber
führt
das Regiment…
wir sind nur
Vasalle von
zufälligen Gedanken
der Götter…
ein verwelktes Blatt
ferner zeit
ihr Name:
Jetzt

20111230-123841.jpg

Dauer…

es wird dauern
bis eine neue Begegnung
in die Wirklichkeit tropft,
lange
wie ein salzstock
der sein werden
selbst vergisst

es werden andere
geworden sein
geläutert
durch rastlose zeit
im gehen
und
im bleiben,
geadelt
durch eine not
und die Gabe
der Transformation
von Raum,..
Patina des Aufbruchs…

wenn sich
zwei Sterne kreuzen
und ihr leuchten
eine neue Sonne
gebiert

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Schwarze Bühne…

gewitterdunkel
pechschwarz
soviel ist zu sehen noch
dass eine Bühne
ihren letzten Atem
zelebriert
im hereinbrechen
des Abbruch
jener Nacht
der Energie
die sich ein
letztes mal
in den träge stürzenden
Masten des düstren
verfängt
unsäglich
dass selbst
die Show,
längst beendet
ihrer Bühne
verlustig geht
einbricht,
die Katastrophe
vor sich hin
zermalmt
die Möglichkeit
einer Unterhaltung
in sich zusammenstürzt
in die
fern beobachtete
Nacht
einer
zerstörten
rede von
Menschsein

20111228-171240.jpg

verödet…

verödet

wie ein

campingplatz im herbst

deklinieren wir

mensch sein

auf dürren ästen

ungesagter Erwartung

im

projektiven zustand

der einheit,

die wir sind,

die wir

aufspalten in zwei…

gegenüber

…..

erschrocken

verlieren wir

unsere unschuld

die nur

das vergessen

möglichen Bewusstseins ist

und ahnen

das schleichende Gift

der sesshaftigkeit

unserer Gedanken,

die sich

am abstellgleis

des aufbruchs

tummeln,

ohne je

an fahrt

zu gewinnen

Offenburg

20111226-225445.jpg

Ergründung…

Ergründung,…

ein morgen
der 
die Nacht 
denkt
als sei diese
Kind 
einer Erfüllung,

welcher
die „jungen“
erblickt
als seien diese
auf der suche
nach Erfahrung,
das Surrogat
von
liebe
stammelnd,
den 
„Stoß“
deklinieren
als sei dieser
eine
depandence
beliebiger
Register
des
Seins ….

so arbeiten
wir uns
ab
In den Nischen
vergeblicher begegnung
seit Alters
ohne Berührung 
und
Nähe…… 

offizielle Teil…

der offizielle teil

den wir
nicht kennen

Ist verpackt 
in die wärmflaschen
fragwürdiger Existenz,
schön lauwarm
und
rauscht wie eine
Amöbe 
des vorgestern
vorbei,
besticht
als wäre es 
der Nachtisch
eines Missverständnis 
welches wie
Mousse en chokolat,
die Fragwürdigkeit 
unserer liebe
lautlos schmeckt
…..
faszination
des vergessens
magie
beständiger
erinnerung
stürzen wir ab
von moment
zu moment
ahnungslos
was unsere
aufprallgeschwindigkeit
anrichtet,…
Krater
in den 
Begierden 
einer hoffnung
….

schlafende…

 

schlafende,

werfen wir,
Fischer 
der Hoffnung
unsere Fallstricke
ins Netz
anderer zeit
ziehen Seile
lauwarmer Erwartung
wie ein
Schlepptau
des vergessens
hinter uns her
…..
es reissen
die Adern
aneinander
gepresster
Illusionen,
flugfische
sterbend
im Wechsel
der Elemente …

alter Gesang
alter Gang
von „es“
endloser
Fluss
on Lago di costanza

schirm…

                                                                              konstanz 06.12.2011
auf dem schirm
meiner seele
erscheinen
kryptische botschaften
und avancen
deiner
unbewußten
stechapfelliebe
die
nur
triebe
meiner einbildung sind
und
senden einen
rauschgoldengel,
der an mir
vorrüberflieht
um der
unbehaarten glut
einer sehnsucht
zu entkommen
 
der rausch
meiner erwartung
gebiert die nacht
deiner imaginären flucht
vor mir,
die ich
in den unleserlichen zeichen
deiner boschaft
zu lesen glaube,
weil sie an deutlichkeit
nicht zu übertreffen sind.
 
so sende ich mich,
dir
zu,
außerhalb
jedes reglements
erlaubter dienstvorschriften
des
zwischenmenschlichen
anstands.
bedingungsloser service
für die tage
nachdem diese zeilen
dich erreicht haben mögen.
 
… gebe also
ohne erwartung,
erwartend,
dich,
gebend…
 
der zoll
auf mein
ungebührliches ansinnen
wurde bereits
durch
frühere taten
beglichen
inkl.
der zinsen
auf
unerklärliche zugeständnisse
von verlust auf leidenschaft,
welche die
überteuerung
in einer
gleichmütigen welt
überstanden hat.
 
sie blieb,
während vieles sonst
verblich…
 
so singe ich
den alten traum
des narren
der um seine glut
tanzt
und sich
finger um finger
verbrennt
so aber zu sich kommt
indem er
den tag zur nacht
verwandelt
und
deine mandelaugen
in der mandorla
des eros
besingt…
 
…so verwandeln
sie uns…

vergangenes gesucht…

kesswill / schweiz
 
vergangenes gesucht
nicht mehr gefunden
sogar meine gedanken
gingen verloren
eroberten sich einen platz
der mir unbekannt ist,
überdauern dort
meinen versuch
gesuchtes zu finden
färben die hoffnung
auf ein neues zeichen
zu einer grauen ahnung
dass an der stufe
zu dieser damals
wie heute offenen türe
zum kircheingang
nichts zu sehen ist
….. doch ich nahm die scherpre vom pfosten…
heute bleibt mir nur
die windrose
an der mich
ein hauch
in seine richtung
dreht

natürlich…

konstanz
 
natürlich,                                               
natürlich
spricht mich
der wink an,
der den blick
nicht einmal
bemüht,
aber
den ich mir
zu gesellte,
unwissender weise
mir
dazu nahm
als beilage
eines imaginären mahl’s
endlich
einen klang
zu vernehmen
nichts weiter,
einfach
eine,
oder
auch
die stimme

die tage…

die tage
und der versuch
ihnen sinn
zu geben
ist
nutzloses fragment
wie ein
verloren gegangene scherpe mosaik
in welchem
die entscheidenden teile
zum bild
nicht mehr auffindbar sind.
ein flickwerk von möglichkeiten
die erst in ihrem verlust
zu ihrem bild
finden werden,
im tod
einer bewußten wahrnehmung
den anfang
des unbekannten feiern.
ich stehe am rande
dieser tragödie
und fühle
dass mein geist
die bühne
für dieses theater des absurden
ist.
so komme ich an
indem ich mir entkomme
finde ein bild
dessen muster
im strudel einer minute
den sand
am grund
meines bewußtseins
zu einer unbekannten figur hin
zerstob
ein anderer
reicht mir die hand
aus der tiefe…
ich lasse los,
das alte aber
stirbt….

auch wenn viele meinen….

auch wenn viele meinen
ich existiere,
sehen sie nicht
meine „nicht existenz“
die von fernen inseln träumt
wo die luft rund
und das wasser
meinen körper
klar umspült…
meine inneren reisen
denen ich mich nicht
verweigern kann
die nur unerfahrenen
wiederfahren
meine kleinen hoffnungen
das all zu bekannte
meiner tage
im traum
erträglicher zu gestalten…
 
ich bin nur statist
in den augen der anderen
in dem theater
ihrer welt
eine randerscheinung
die überdauert
ein weg
den niemand kennt…
 
meine existenz
findet also
hier
wie
dort
statt
und mein
DA SEIN
erscheint mir
wie eine
gelebte eintrittskarte
für eine
andere welt

in den ansagen…

in den ansagen der tage
sind wir schweigende geworden,
die sich
mit den argumenten der stille
begnügen,
stumm
ihre rede
wie eine abgebrochene reise
wegstecken
als seien sie
nie
irgendwo angekommen
als hätten sie
nur einen weg
in ihrem zusammensein
gezeichnet…
 
wo waren wir
als wir vermutlich
da
waren?
 
unsere möglichen begegnungen
sind fremd gegangen
mit der
vergessenen hoffnung
einer illusion
auf erfüllung,
sie haben ein
verträgliches kind
gezeugt…

obwohl es…

obwohl es tag ist
sehe ich alles
mit den augen der nacht
lasse meinen blick
durch worte
und begegnungen
im schutz dieses wissens
hindurchgleiten
und sehe,
sehe die andere seite
ein spiegelbild
unserer existenz
welches uns
zu geschöpfen
unbekannter träume macht
tagwandelnde unbewußte
die
um den preis der verdrängung
eine wirklichkeit ereifern,
die frei ist
von den schatten der nacht,
tod mitten im leben
welches sein
jenseits
im
diesseits
verlor

die einzige Tätigkeit…

die einzige tätigkeit
die nicht
über einen
durchnummerierten beleg der tage
erfasst werden kann
ist
DA SEIN...
dem zugriff sämtlicher
aufrechnungen nach
gewinn und verlust
entzogen,
grauen
für die buchhalter
der verwertung,
welches sich
wie ein unsichtbarer faden
durch die bilanzen
erträumter welten
strickt.

so entsteht
erfahrung
jenseits
ihrer nützlichkeit...

da die welt
in nutzen denkt
erscheint (diese erfahrung)
nicht,...

webt aber im verborgenen
den teppich
des
DA SEINS,
dessen farbe
und
muster
den grund
meiner erinnerung
und meines
vergessens
bilden

rede ich…

                                   Freiburg
rede ich darüber                                 quand j’en parle
ist ES vorbei,…                                    ça  disparaît
ist ES vorbei                                         quand ça disparaît
kann ich ES                                           je ne peux plus                                                    
nicht fassen…                                        saisir  ça
so rede ich darüber                             ainsi j’en parle
bevor es unfassbar wird                   avant que ça ne se dérobe

Die Gehaltszahlung…

die gehaltszahlung
der welt
hat uns vergessen
und so
fehlt
die buchung
in den konten
der existenz,
die sich
weigert
nichts zu sein
und hierfür
da sein
verdient

@font-face { font-family: "Times New Roman"; }@font-face { font-family: "Arial"; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 10pt; font-family: Arial; }table.MsoNormalTable { font-size: 10pt; font-family: "Times New Roman"; }div.Section1 { page: Section1; }
die gehaltszahlung                                    la comptabilité
der welt                                                       du monde
hat uns vergessen                                     nous a oubliés
und so                                                          de telle sorte qu’il
fehlt nicht einmal                                      ne manque même pas
eine buchung                                              une inscription
in den konten                                             dans les comptes
der existenz,                                               de l’existence
die sich                                                        qui se
weigert                                                        refuse à
nichts zu sein                                             être  un néant
und hierfür                                                et mérite
da sein                                                        ainsi
verdient                                                     d’être là