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Morgen

morgens,
taggewächse
im gepäck
und
tragweiten
einander entfernt
von allem
was ich wusste,
sucht
meine ahnung,
einen Beginn,
die erdung
noch unsicher
unter einem himmel
der sich
selbst
zu malen beginnt,
und die
freundlich grauen hunde
des abends
im schlaf
vorerst
noch tapsen lässt,
wo ich
am saum der frühe
ein altes muster
ertaste,
bekannt
wie die
bewegung
meiner finger
die sich weigern
ihrer hand
einen gruss
zu senden,
begreifbar
wie
der ton
eines
entschwindenden gedankens
der wie öl
in den
ritzen der frühe
seinem
dasein
die luft
abschnürt
und
die
entkernung des menschen
in den schoss
der beginnenden
palaver legt,
da wo wir
verständigung predigen
so aber
eine
hybris des ungewissen
züchten,
sonnenlos
am rande
asphaltierter befindlichkeiten

abend rot

sicht,….
gleich
märchenonkelmässig,
eingetütet
in eine wattewelt
aus käseklockensaum
welcher die
formale freundlichkeit
im kühlfach behauster reisverschlüsse
wiederbelebt,
vorsorglich unversichert
damit das spüren
an den börsen der nacht
frei verhandelbar sei
und die fluchten
an den rändern der tage
ihre verteidigungsstellung
einnehme,
da sie von den
„sexed up“ dossiers
wie ein
scheisshaufen
umschwirrt werden,
nicht einmal getarnt
als traubenzucker
zum beispiel
oder dem
all zu langen schatten
auf den dächern
der fantasie
der rumi gerade noch
entsprungen ist
in seinem taumel
aus zuneigung
und missgeschick,
zu jenem hin
was er nicht kennt
und im
nachgestammel
kollektiver geschichte
nur noch näher
an den alten mythos reicht,
den wir verdammen
in dem maße
wie er uns lockt,
…..
krieger zu sein
die ihre speere
in den tränen
von wahrheit tränken,
die sich
zusammenrotten
um der spiegelwelt
ihr dasein zu kredenzen,
offenbar bleiben
um den aufbruch
der zeiten
mit langem atem
zu bezeugen…
in deren sprung
die seiten
gewechselt werden
wie der mief
eines zu spät
abgelegten hemdes,
unter dem
die antworten rar werden,
da wir
jene frage unterstellen
die im kreuzverhör
die verborgenen absichten
der anderen
hervorbringen
die nur
ein kurzer gedanke,
eine schlechte verdauung
willkürlicher annahmen ist,
den inneren menschen
auf die anklagebank setzt
um ihn zu bezichtigen,
dass er nämlich
fehl ginge,
im sinne
der ankläger aber
„Rechtes“ machte….

so wandert die schuld
entführt
aus den missionaren
der macht
in die körper
der anderen,
zur abwendung
der schlinge
die sich stillschweigend
die losung
ins innere
des flechtwerks
brannte,
dort
wo die reste der sprache
wie ein erloschener vulkan
überdauert

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fisch ende

fischende
tagsimulation
die mit den schatten
im netz
den köder versenkt,
schlepptaugefüllte
notrationen
die den widerstand,
dieses ding von
vorgestern
eingarnt
am rande
meiner netzhaut,
die wie pergament
brüchigkeit übt,
das zappeln
meiner gedanken
entkommen lässt
damit sich
die flut
der befindlichkeiten
nicht
in einem kalkül
aus sprachknoten
verstricke,
obwohl doch
das netz
noch immer
die heimliche hoffnung
des akkrobaten bevölkert
und
das blatt im wind
eines besseren
belehrt…
dort aber
treffen sich
die traumtänzer
um den letzten beutezug
zu verbraten
und
die flugfische der existenz
in ihr element zu
versprengen….

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aufgewacht

aufgewacht
in einer Sprache
die schweigen
vielfältig beherrscht,….
dieses…..
herrschen….
und
be-herrscht werden
was uns
zum schweigen bringt,
verstummen lässt,
am tag
der zur Nacht wird
in der das
All – Ein sein
einen neuen dialekt
gebiert,
buchstaben und wendungen
anzettelt
um ihn
zu beherrschen,…
bis ein
ausspruch
den selbstgezimmerten zaun
durchschreit…

IMG_4555.JPG

there

there
is a tower
groundless
deep
near by
itself
of
speechless times
squares’n hipp
like an
beat of
any single drum
in a
mindless club
down by
that streat
beside
an flower
near
an error
of
words
spoken
off the heart
between
the mid
off
no thing
club lounged
baby da
of singlemass
melted of
an
pear device
tastemiddleofftheroom
in
GPassy
holes
clearly onesided
with a pod
of blue toothed
drinks
babeatenboobo
slashyahheydo
massmossadi
assnasansaffairyahdelta
force
off powerpackyah
there
smell a
gass o
lie on
walking off
the ramp
a stamped
human there
endlessnumbered
9201101
what we saw
is a red lined
double bind
da ya da
there
in
no
every where

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IMG_4150.JPG

die verstecke

die verstecke
am morgen
ziehen ihre kreise
noch
in eine nacht
in der seelen
an ihre türe klopften
und
die blüten
der dunkelheit
sich
zum licht reckten
als verstumme
eine nacht
vor jedem tag,
im zwielicht
von erinnerung
die wie ein
leises flackern
die hoffnungen
der menschen entzündet…

zu sehen
bleiben ihre schatten
die vom ausgang
ihrer befangenheit her
an eine
immaginäre wand
gezeichnet werden,..

was uns sehnen lässt
ist die begegnung
mit diesem theater des dunklen,
das verschwindet
sobald wir diesem
den rücken
zukehren
und das
undurchdringliche,
die wand der verzweiflung
leer bleibt

züge

züge die abfahren
und schneisen
von erinnerungen
in die landschaft sähen,
und abstände zu den
waggons unserer aufenthalte
in die weite ziehen
hin zu abstellgleisen,
die schiene an schiene
ihre nähe suchen,
als plötzlich
ein handlanger
meiner träume
seine weichen stellt,
mein freund cupido,
gelangweilter schwarzfahrer
in unverschlossener toilette
sein sperma leckend,
prall
wie eine putte
die am pfeil
selbstverschuldeter ewigkeit
zappelt,
gestopft
wie ein vorderlader auf zeit,
angelegt
auf breitseite,
zitternd wie ein aal
vor der häutung
einer satten suppe
eingekochter hoffnung,
verflüchtigt
und als eingerollter fünfer getarnt,
der seine 23 kniebeugen
fünf mal verrichtet
zur siebenmaligen heilung
aller verflossenen sinnfälligkeiten
die
den schaum
vor seinem geifernden mund
in einen
ewigen grind verwandeln,
der immerhin noch
die trockenheit
des da seins
in wässrige gedichte verplappert
und sich
wie ein fluchthelfer
untergegangener möglichkeiten
in sein
neues werden schießt
plump
wie die dicke berta
reizend wie die junge nebenan,
lautlos
wie der wurf einer drohne
ins herz
meiner kombattanten
am piazza niente,
auf dem sich
all abendlich
die trübsal verabredet
um sich endlich
los zu werden,
alle wiederholungen
abzuschaffen
die wie einzeller
in ihren einmachgläsern
die welt
nicht verstehen
und fortan
nur noch das
unbekannte buch
der reinen erfahrung
ins kerbholz
der absichtsloßigkeit
schnitzen,
die wie ein
turtelgetäube am rand
des nachmittages
die frage
nach dem
tun
vor dem
ob oder nicht
längst
beantwortet hat,…
und den transformatorischen reflex
irgendwelcher gedanken,
in der nächsten
milchstraßenkurve,
wie ein scheselong
für zeitflüchtlinge
der unzeit einrichtet,
abgetroschen
wie
der leere köder
unseres schützen
der den bogen
intrigierender weise überspannte
und sich
in ein effektvolles dieseits
katapultierte,
(… wie schnell doch die dinge sich wandeln)

wo wir nur
mit den schatten
unserer nächsten
unterhaltung pflegen,
einfache projektile der nacht,
die wie ein steckschuss,
nach jahren noch eitern,
wild wie ein tier
in der koppel,
das im zwielicht
den ausbruch übt,
mit der frage am rücken,
ob die
heiligen drei könige
meine eigene,
oder die erfindung
meiner blender sind
und mit der antwort
das gatter
zerfetzt,
dass auf jeden fall
ich
ihr
leitstern
sei

laub…

laub
über hütten
drohnender weise
zersirrt
von weiteren
F22 die sich
des 23zigsten
subwoofer erschmeicheln
hochfrequente flachflieger
im stossgebet der nacht
die
die hadeshunde
bezirzen
unsichtbare feuerspucker
besetzt
mit menetekeln
eines geheul
das wir
nicht hören wollten
dass du beschwörest
in den runden
cinematographen
deiner zeugnisse
buntes gezerre
einer vernichtung,..

duck dich
duked and covered euch
wenn ein regen
über euch zieht
und die luft
mit
glühenden bällen
spielt,
wie ein hund
der dir die hölle
erspart
deinen thron
vor fremder macht
beschützt,..

knurr
knurr sie davon
die
hinter ihren
schlitzen verächtlichen,
hochfrequente artefakte
gescratched
in rillen
ihrer vergessenen zeit…

knurr,
knurr sie davon,….

20130401-204309.jpg

manchmal…

manchmal
ist weit
entferntes
nahe
zur seite
weil
nie verloren,
bild
und
image,
unbegreifliches
und
versuch
im
nebeneinander
der tage,
zwei welten
die
bewegung meinen
und doch
in
ruhe sind,
die
nähe
und
ferne
in der
durchmischung
der farben
entwerfen,
deren rastlossigkeit
wie alte stimmen
aus dem osten
am rahmen
kratzen,
dort
wo das siegel
der zeit
gebrochen wird,
dort
wo seelen
auf ihre
entzifferung
warten,
wo
die nacht
den
stillstand bewegt
und vertrauen
mir entgegen läuft
wie ein
alter hund
in
südlichen gassen,…

… den ich
immer schon
kannte,
der mich
die banalität
der gespräche lehrt
und
die achtung
in
ein
geschwiegenes wort,
welches
am glockenturm
den tag
einzählt

inspiredbyTEW

20121008-093527.jpg

i steer…

I steer

clear of

the days

like

a tea

having been on

too long

conjuring up

an

uncertain fear

of loss…

which

freezes

the people’s

smile

on its surface

for me to

forever

have it on hand,

on call

like the memory

of the call of a cuckoo

wanting to lay

his egg in my nest

while i am longing

for that very different thing,…

night,

which i don’t know,

morning,

which i

want to leave,

language,

whose words

have

not yet

been found,

faces,

whose smiles

suck at me

like a mother’s

face,…

 

it nourishes,

it destroys,

it gives you

freedom

to depend

and

it is

an occasion

to

get away,…

to be

leaving

to leave,….

 

like a

division of light

in the morning

which steers clear

of the day,

like an

iceberg

melting

with the extinction

of the others.

it was…

it was

one of

those

moments

saying all

knowing all

even before

the next

bat of a lid

breaks open

the night,

an awed beauty

having nothing

to do with beautiful

and only by

the absence of the sun

which secretly

gives birth to the scene

illuminates

the shrine

of my prayer

like a short-circuit

after a long

thunderstorm,…

 

he rocked

her to sleep

without

touching her

although

her beaming

would make him

appear in a

different light

tiny as he was

as if he

was singing

one last note

before he vanished

 

thus those two

keep on

living

in their own world

and keep hiding

from us

whatever we

are…

 

lover

and

mistress,

crescent moon

and

venus

both,

the woodpecker

in the morning

rummaging

for the final crumbs

in his beak

 

Schlaf….

bin müde
will schlafen
das reizvolle
korsett
meiner gedanken
aufdröseln,
sinken
in das
ganz andere
in eine welt
wo wirkliches
wie ein gewitter
sich selbst reinigt,
die quellen
des Tages versiegen
um im
großen strom
des nicht wissens
wieder
geboren zu werden…

was kennen wir schon
von den tagen
die
in der nacht
unser
jenseits
bevölkern
und uns
auffordern
lilien einer
ahnung
zu pflücken

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l’ultimo guerriero

l’ultimo guerriero

della montagna

italiano atipico

davanti a Roma,

alimenta

la vecchia lupa

che si consuma

nelle ultime doglie

e

disegna

con parole

il suo ansimare

la sua parola

non spettegola

i gesti

di innumerevoli

luoghi dell’abitudine)

dove fontane

mosse da

telecomando alieno

traboccano

davanti alle montagne di immagini

e pachistani

si sbarazzano

dell’ultimo giocattolo

della fisica spaziale,…

 

mentre io

sul Campo de’ Fiori

colgo

per lui

l’ultimo

sole del pomeriggio

Giordano Bruno

con sguardo sereno

pialla

il Vaticano

 

to M.R.

where light…

where shadows
and light
are scuffling
there will be
time
begetting
room,
the laws
of the opposing
collapse
like houses of cards
of premonition
breeding
the thought
of rebirth,
making
the silence in
the world’s noise
audible…
 
lacking this experience
all intentions will fail
those attempts by night to
– helped by a cryptic aria –
capture them on celluloid
 
 
Rom /Pantheon

Räume…

unweit
Santa Maria
in trastevere
neben dem
schmutzigen Rinnsaal
der Antike
schnappt sich
Cerberus
eine letzte Dose
Energytrink

versifft
und nicht mehr
ganz Hund
ähnelt er
friedlichen Menschen
die ihr Leid
auf Strassen der Nacht
verdienen
während ein Jungvolk
sich nicht einmal mehr
müht
Etwas zu sein

Immerhin turteln
einbeinige Tauben
um die Wette
als mir
Steve Lacy
aus einem
plötzlichen Lautsprecher
ein Credo
auf den Weg
schickt…

weder
die kaputten Typen
von gegenüber,
mit ihrem
treudoofen Hundeblick
noch irgendwelche
Lackaffen
die ihren Schrott
Musik nennen
bringen ihn
um die Ecke,..

denn
Räume
entstehen
durch Zeit
die
pausiert,…

sind sie grell
und
nennen sich „live“
war die Pause
kurz…

Steve aber,
das belegt
Rezewski
war
Bildhauer
der Raum
mit
Zeit
in
ECHTZEIT
modellierte

via dei condotti….

crossing

via dei condotti

that final attempt

at February sun

cuts

a concise opening

into the middle

of the Spanish Steps

and while some Japanese girls

lost in their photos

become even paler and

get lost in the shadows,

a stripe of uncertainty

sucks

at the ancient message

of light,

unconscious

on the steps

of a myth,

which

like a broken ship

has them floating

towards Styx,

warbling loudly,…

beauty they say

is just the beginning

of the terrible…

 

…the patina

of knowledge, however,

rewards me

with a

quiet respect

when

in the

Via della Croce

time and eternity

cross

at a

desolate fountain

since i….

…since i

cannot come to

cannot receive myself

cannot allow that

i am entering

into others

and out of

myself

 

since i

lost the way

i had walked

in the twilight

of my

conception,

left it

and now

am licking,

stumbling

like a

bleeding dog

at my chaps,

on the end

of a day

merely

foisted

on me

by

night

 

… i am returning

to myself

and suddenly find

it had been others

who have left themselves

to find their future

inside my warmth

 

an illusion

of encounter

which cools

their

effervescent

dedication

to a

rough cast of

empty words…

in the sandbox

still sitting

in the

corner

 

i have

never hoped,…

merely taken

the detour

 

at that

by mere

chance

others

put words of

a seeming strength

in my ear…

 

yet there

are still

their myths of self-images

hibernating…

in the spring of feelings, however,

they babble

into the large stream,

where the

maelstrom of honesty

are washing around

the autumn lies

and the creatures

are fearing

the loss

of future

summers

and

breeding

and autumn birth,

 

unloved

shadow twin

walk that way…

walk

that way…

which one…?

 

the one marked out,

a pool of

countless streets

that I in

nights of searching

have walked through

have suffered through…

 

on whose edges

people

would

jump me

approached me

others

turned away

waiting

for that

imaginary

right moment

of an appointment

which never happened

yet makes way

for the moment

 

but it knows

no rules

levelling out

its floor

before chasms

that would have fooled myself earlier

yet today

are starting points

for going on

 

where all time in this world

is at my feet

and hurry

momentarily

turns into

a tacit of

my existence…

 

a complacent bunch

of quiet

which i will find

when

once again

a died a

death

in life

 

….is it worry…

this caring

for the

sprigs of

time growing back?!?

übersteigen…

übersteigen geht an
wo alles nicht
Liegen bleibt
mit in den korb
der Verpflegung kommt
der mich nährt
wo die surrogate
einer reaktiven erinnerung
 
Längst in den spröden
Fußangeln
Eines Unbewussten 
Hängen blieben
Packe alle mit ein
Die Redner und vielredner
mich selbst
die schweigsamen und schweigenden
deren stimmen für immer
verloren scheinen
in meinem Korb aber
die luftige Nahrung
meiner reise
bilden…

die sind der Tau
der meine Lippen netzt
wenn ich in den Nächten
der suche
die Spur verliere
ausgesetzt
am Rande
meiner fragen
auf die stimmen
der Ernüchterung warte
dem näher komme
dem ich fliehen möchte
welches jetzt,
einer Freundlichkeit gleich
auf meiner linken Schulter
seinen Anfang nimmt
……
Sonnen die untergehen
und meinen
inneren aufgang bedeuten
hauche ich da
den letzten Atem
einer Erinnerung ein
den gesang einer Sehnsucht
an das leben

fragments…

still counting

the broken pieces

of night

building a net

like fragments

on my hand

incorperating

a corset

which begins to glow

and in bowing is caught

before the monument

of a memory

which liked

to make

the fish at the hook

a symbol

of love,

the wriggling state

of transformation

of elements,

one bite

it is a favorite

in boundless energy

and yet

getting away

from the rod

or

it broke

or

was cut

with

a splinter of night

proving

worse now

than right before

coming to land

finding myself

in an

even larger ocean

the transformation

being one

breeding itself

and devouring all

creatures

it had needed

until then and

for yet another birth

devours them

drinking the splinters

which had only been

the shimmer

of drops and puddles

of existence

and gets an urge

to jump into a river

which is no longer

me,

state

of an

undirected eroticism

which

makes you light up

the only condition of which is

to become

even

more complete

more absolute

at that

what could

your loss

be more

than

the nectar

of my growing love

whose fire

consumes me,

whose flames

nourish me,…

 

this is the ultimate

that goes

beyond the

you and me

to coming creatures

merging

endlessly

at my gates…

 

glimmersplinter

on a river’s

waves

where

I

empties into

something larger,

in the

splinters

of night

which like a

monstrance of hope

melts

into the

adventure

of a

bigger

day…

 

to be a lover

among lovers

who recognize

each other,

drunk

with their own

embers

splitter…

zähle noch
die scherben
der nacht
die sich
wie splitter
auf meiner haut
vernetzen
einnehmen
in ein
korsett
das zu glühen beginnt
sich beugend ertappt
vor dem mahnmal
einer erinnerung
welche
den fisch an der angel
gerne
zum symbol
der liebe machte,
zappelnder zustand
der transformation
von elementen,
angebissen
schon liebkost
in einer
unbändigen kraft
und doch
der angel
wieder entwischt
oder
riß sie
oder
kam der
schnitt
mit
einem splitter der nacht
der sich
jetzt als
schimmer entpuppt
kurz vor der ankunft
an land
in einem
noch größeren meer
mich wieder zu finden
die wandlung
einer wandlung
die sich selbst
gebiert
und alle
wesen
die sie hierfür
bisher brauchte
zur erneuten geburt
mit in sich
verschlingt,
die splitter trinkt,
die nur die schimmer
von tropfen und pfützen
der existenz waren
und unbedingt
in einen strom springen,
der nicht mehr
ich ist,
zustand
einer
ungerichteten erotik
die
einen strahlen läßt
deren einzigen bedingung ist
nur noch weiter
noch umfassender
noch unbedingter
zu werden.
was könnte mir da
dein verlust
mehr sein,
als
der nektar
meiner wachsenden liebe,
deren feuer
mich verzehrt,
deren flammen
mich nähren,…
 
das ist das unbedingte
was über
du und ich
hinaus geht
zu nächsten wesen
die endlos
an meiner pforte
verschwimmen…
 
schimmersplitter
auf wellen
eines fluß
wo
ich
in größeres mündet,
in den
splittern
der nacht
die wie eine
monstranz der hoffnung
zerfließt
in das
abendteuer
eines
großes
tages…
 
liebender zu sein
unter liebenden
die sich
erkennen,
trunken
an ihrer
glut
 
 

wortlos…

on the road 01.11.2011
 
… eigentlich
wortlos
obwohl
ich plauderte
wie ein
unschuldiges rinnsal
welches sich
in die tiefe
einer trüben
pfütze stürzt,
dort am rand
der gischt,
in eine nische
die ständig
sich füllt
und entleert
in ein
vorläufiges meer,…
so lag ich
und plätscherte
wie ein
satyr am nachmittag
rund
und
geil
mit sich
weil du
mein
vergnügt sein
nährtest.

seifenblase…

münchen 01.11.2011
 
die platzende seifenblase
eurer illusion
ergießt sich
wie das
ejakulat
an meiner hand
jenseits
der hoffnungen
derer ihr längst
beraubt seid…
und dennoch bebrütet
als wäre
die schaumgeschlagene wirklichkeit
der spielplatz
eures gefühls…
sehnsucht
nach wirklichem
welches ihr flieht
aus
unwirklichkeit…
 
eure gedanken
gehen schlüpfrig
wie das
seifenprodukt
in eine tiefe
die sich selbst
entwischt
im moment
seiner entstehung.
 
nichts bleibt,
als
das zerstobene,
die laue flut
des vergessens
welches sich
heimisch fühlt
in einer unzeit
versuchter geburt…
 
breitbeinig
steht sie da
und wartet
auf eine erneute
befruchtung
welche die erinnerung
zu gunsten
der
bewußtlosigkeit
abschaffe

das leben…

münchen … 01.11.2011
 
das leben ist
ein traum
dessen handlungen
wir sind,
geträumte
und
träumer
gleicher maßen,
die sich
um das
was sie
wirklichkeit
nennen
schlange stehen
als bekäme
man an der kasse
den zuschlag
zum leben….
 
die bilanz
der tage aber
ist nur ein
laufband voll hoffnung
der kassiererin
zu entwischen
 

Feuerbüsche…

münchen 30.10.2011
 
der abschlag
einer erinnerung
wie eine
nicht zu sagende
wort tirade
bloß girlande
die ich
dir
anvertraue
wissend, dass
du
immerhin
ein geschöpf
meiner phantasie bist…
das macht mich
so neugierig
wie
eine begegnung darauf
reagiert
auf dieses
schwer wandelbare bild
des spürens
welches stimmt
und nicht
stimmt
 
so wie ich
den dornenbusch
dir
erklären wollte
der brennt
und die hoffnung
dabei nährt
brennender
unter
brennenden
zu sein
die ihren gott
abgeschafft haben
mit dem gelübde
als strafe
nie aufzuhören
das feuer
in sich
zu schüren…
 
aber wie
sind wir uns
da ähnlich,
kinder
der nacht
die den tag
noch träumt,
und die glut der phantasie
der möglichkeit
eines gemeinsamen
aufwachens
vorzieht…
 
zeit vergeht da so langsam…
könnten wir uns nicht einfach
um die eile mogeln
die unser leben ist…
 
… so stehen wir uns
gegenüber,
unbekannt und doch
von alters her
wie gefährten,
deren berührung
der ruf
nach aufbruch ist
…..
 
 
für AR

heiße phasen…

heiße phasen
kalte dusche
ein unglaublicher
stand
vorspiel
zum
BLT
bacon, lettuce and tomato
red
und prall
wie dein arsch
in den
ich mich verbeise
wohl wissend
dass mir
„dear john letters“
en masse
um die ohren
fliegen können
nachdem
die stuten
den raum
okkupierten
der
mit meiner
zeitlosigkeit
gesegnet ist….
 
die hengste
stehen nur
spalier

Gedanken verloren…

gedanken
verloren
ein aufbäumen
nach normalität
wo verloren sein
das normale
ist
 
jenseits von
zeit und raum
will ich
einer gewissheit
begegnen
die 
mich meint
und den 
anderen
unmittelbar
mit hinein nimmt
in das große boot
der liebe
 
… da wo im zählen
jeder kleinsten sekunde
einer vermeintlich
gemeinsamen zeit
der atem aufbricht
zum weiteren
 
..nähe
die ferne ist
und
fernes
welche
nähe erzeugt

Herbst

Geschlossene Gesellschaften
taumeln wie letzte Herbstwespen
an süß zermatschtem Fallobst
um die obskure Idee
ihrer sozialen Unabhängigkeit
 
Man feiert Plattitüden im Revers
die Hochzeitsbändchen sind ordentlich geflaggt
an den Boliden einer menschlichen Eiszeit
zwischendurch im Kupferschein
einer letzten Sonne
die uns nicht weiterbringt
 
wir sind zu denen geworden
die wir im layout der hochglanzbroschüren
erfunden haben
freundlich positive menschen,
die sich nichts zu sagen haben
außer den wörtern
die uns wie gestopfte gänse
eines multimedialen schlachthofes
wirken lassen
 
die fotografien unserer gesten
fallen wie digitalisierte gefühle
in die zu erwartende ernte
einer entstellten zeit
in der unser blut
wie ein nervöser strom 
gekelterter erinnerung
an unsere schläfen pocht
und einlass begehrt
 
in der nachbetrachtung 
eines sommers
der auf ereignisse wartete
die nie eintraten
 
das logo unserer firmen
hat die bedeutung der essenz okkupiert
so strahlen wir
in den letzten zügen
einer niedergehenden zeit
 
in der abendsonne
die unser spiegel sein sollte
und es doch nur
zu einer bearbeiteten version
des unbewußten entwurfes
unseres lebens schafft
 
unser geschäft
ist das mißraten,
die fehler einer spezies
die wir selbst sind
der unfall 
auf dem highway der angst
an dessen vorschnellen leitplanken
die möglichkeit
eines anderen seins reflektiert
 
…so irritieren wir umher
im abendlicht unserer versuche
etwas zu sein
wie hilflose motten
in erwartung der nacht…
 
schatten fallen statt dessen
von einer idee aus licht
zwischen welt
und uns,
vergeblicher entwurf
im herbst

La zone de memoire

Elba August 2011
 
ein tag
zieht langsam herauf
schwer
von der unerfülltheit
seiner zeit
in palästina
werden noch orangen hergestellt
das pflücken dort
haben sie getilgt
so wie wir das meer
greifbar nah
immer erinnern werden…
wellen die anders schmecken
als an den hochburgen
eures
südlichen vergessens
manchmal ist in diesem da sein
ein atemzug
wie eine heraufziehende katastrophe
und dauert vielleicht einen tag
manchmal ein luftschnappen,
wie ein nächster terrorschlag ins zivile
beidseitig wohl bemerkt
 
die gräben über denen wir wachen
sind zugeschüttet
mit dem kaum prüfbaren gift
geschmackloser mythen der moderne
es stirbt der mensch daran
immer wieder im strudel
inszenierter lügen
die gräben aber
füllt das nur
gestorben wird hier
weil das erinnern der einen
in den zeiten nach der brut
der vertreibung alles menschlichen
das vergessen der anderen gebiert
jener die im dunkel der katastrophe
zu schatten 
eures erloschenen lichtes wurden
 
seht ihr uns,….
jetzt wo ihr euch wieder schmückt
mit den klassikern
die euren abgrund
und den der einen anderen
nicht verhindern konnten?
seht ihr die umrisse
eurer taten heute
an den mauern
eines scheinheiligen landes?
 
oder glaubt ihr immer noch
den selbstinszenierten gedanken
einer diasporischen versuchung
die ihre identität
ihren projektiven wurf
auf dem gekrümmten rücken 
unseres da-seins ausprobiert
jener, die 2000 jahre blieben
und jetzt
eurer vertreibung 
anheimfallen
auch wenn ihr uns
anderen völkern und ländern
zuordnet
und das land auf dem wir
je leben
in einer spekulativen option
der bibel als grundbuch
zu finden glaubt,
(so wie andere
den kampf der kulturen optionierten…)
wir waren 
und sind
da
unumstößlicher
beweis
aus lebendigen körpern,
zeit und erde
alt wie die olivenbäume
deren ansicht
aus den kollonialen fenstern
inszenierter geschichte
ihr uns zu verdanken habt,
die wir jene sind,
seit alters her,
die ihr eigentlich sein wollt,
echtzeit eurer verqueren erinnerung,…
 
oder seid ihr
andere
gewesen
damals,
jene
die vor ein paar jahrzehnten
in  dieses land kamen
nicht weil ihr 2000 jahre nicht da ward,
sondern um uns glauben zu machen,
dass wir nur 60 jahre nach unserer vertreibung
durch euch
nicht mehr dorthin dürfen
wo ihr gelebt haben wollt,
damals in unvordenklicher zeit,
als brüder und schwester noch namen hatten?!
 
das wäre ähnlich
wie ein südlicher bogen von erinnerung
wie auf tausend postkarten umflutet
mit zeitloßem licht
für die werbung einer
geschichtslosen nachwelt
öffnung eines seins
tausendmal gesehen
jetzt aber
ein
anspruchsvolles wort einer (r)evolution
sich mit mehr
als mit wesentlichem
zu verbinden
in der nacht
irrender vernetzung
die anderes will
und noch nicht weiß
wohin wir menschen fluten werden
getrieben von wenigen gedanken
die im sicherheitskordon
unserer abwehr
hin und her wippen,
ihre knospen verlieren
bevor diese
zum blühen kamen…
 
was uns trotzdem vorwärts drängt
ist das allgemeine ungenügen an leben
der zweifel an eurer rede
eine laue flut
die wie alte herren
die nicht sterben wollen
behäbig aber pünktlich
an ihren nachmittagscaffees einläuft
und die flatternden schatten der gedanken
am brökelnden putz der geschichte beobachtet…
 
es treibt niemanden aus den häusern
der weißen stadt
wenn die privatheit 
ihr „stell dich ein“
in blauflimmernden
zimmern der ohnmacht feiert.
 
die unmut in den medien
ist noch keine emotion
eine emotion
noch kein gefühl
und dieses
noch nicht sein gedanke
„wir sind die anderen,
derer ihr euch
wie selbstverständlich
bedient“
dass euer spiel gelinge…
sind dies die kinder isreals? 
 
aber unsere selbstvergessenheit
ist das kapital
aus dem die mauern
eurer macht gebaut sind
jetzt fordern wir dies zurück
von uns
da sie nie jemand anderen
gehörte
und alle anderen
sollen gleich uns
dem angehören,
dem unbedingten
des „wir“…
 
wo wären da
noch jene
auf deren rücken wir
die exclusivität
des
„anders seins“
und auserwählt seins
austragen könnten…
 
wir wollen das 
beobachten
des beobachtbaren
tilgen
nicht mehr dokumentieren
sondern verändern
wohl wissend
dass das freie spiel der kräfte
eine art check point braucht…
 
zumindest war es dies
was wir annahmen bisher,
wo wir
ganz in den fallstricken
eurer interpretation
jene muster nachtanzen
in denen der terror
die geburt eueres schatten vollzog
 
denn dies seid ihr selbst
der terror
einer manipulierten geschichte
die ihr uns
als wahr erzähltet
 
so wurde
die geschichte der anderen vermeidend
unsere
zum konstrukt
ihrer identität
des anders seins
welches wir nun
zusammen
erfüllen und erlösen können
 
die anderen sind wir…
mauern wurden nämlich gebaut
als mahnmal
der trennung dessen
was zusammen gehört
philister und juden 
sind nichteinmal 
2 seiten der gleichen medaille
sie sind diese erkenntnis selbst
 
lenkflugkörper
und
infrarotsuchköpfe
sind nur ausdruck dessen
was ihr unwissend noch
finden wollt.
die gemeinsame identität
mit dem objekt
eurer suche
 
jetzt
da ihr blind
das andere
als etwas verschiedenes von euch aus macht
noch blindwütig zerstörend
bis ihr begreift
dass es unsere nachbarn,
freunde und kinder sind
die ihr
im fadenkreuz
eurer projektion
hinrichtet,
 
vergessend
dass ihr selbst
im ziel
eurer suche
steht.
einer suche nach identität,
nach heil,
der ihr gerade erst erlegen seid,
in dem gedanken des
auserwähltseins
eines neuen reiches….
 
versteht ihr jetzt
den zusammenhang
den grund der sich wehrt
nicht opfer
einer erneuten idee
des vergessens
und der vernichtung
alles menschlichen
zu werden?!
 
Hubert Bergmann | Elba | August 2011
 

Es ist…

es ist der schrieb

wie einer schreibt

das wort

ohne

ort

nicht mehr zu denken

von dem

die eingemachten perlen

meiner säue

schmatzen wie

der donnerkeil

von RICCIS gnaden

ein be bop ba bu ba

picturesques small talk swingswang

von avicennas turban gelinkt

der kanon des ibn sina roma – n -tika

to Massimo Ricci

nahe fernen…

wo nichts mehr da ist
Was von einer
Vergangenheit her
Erzählt
wenn
Jetzt
wie eine welle
in die andere stiebt
das anders sein
mit den alten
herangeköderten sichtweisen
fremd geht,
teilt sich die einsamkeit
zerfällt
wie die gischt
einer felsengebrochennen
Brandung
und verliert plötzlich
sich selbst
geht verloren
im strom
eines nicht gekannten
überwerfung, die
keine ist
nur anverwandlung
von fremden
gewässern
 
ich brenne
im zerfließen dessen
mit dem ich mich
löschen wollte…
 
jetzt zerstieben
die Bilder von mir
in rauch
verschwinden im nebel
einer hoffnung
auf ein du
welche mir
als Abbild meiner selbst
gegenüber tritt
aus der asche
eines Verlusts geboren
….
fände ich dieses bild
im gegenüber
zerfiele ich
zu staub
ungreifbar für
den anderen
dunkel
und ohne kontur
 

ich bin…

 
ich bin                                                  je suis
ein                                                        un
gelingender,..                                    arrivant
gelungen                                            arrivé
stehe ich                                             je me trouve
vor dem                                             face au
NICHTS…                                          NEANT
NICHTS                                             être dans le
zu sein                                                Néant
ist die Mutter                                   c’est là que naît
des gelingens                                    la réussite