In wischfesten

in wischfesten blasen nisten wir uns ein

auf tapezierten meinungen

die wie ein XXL hintern vor unseren augen wippen


grau gewordener ratschlag

der seine zeit

im abseits vergessener geschichte überdauert

und antworten

aus der hilflosigkeit ungelebter leben

zu generieren versucht


mittelschichtskontaminierte sorgenfalten

die zu vibrieren beginnen

wie der tümpel vor einem heranziehenden tsunami,

schieben eine ahnung vor sich her

wie eine gelangweilte mutter

die ihre brut dem Zufall überlässt


vollverschleierte gedanken

pendeln ihren alzheimer aus

als wäre die krönung eines gesalbten nachmittages

das vergessen jener zuversicht

nach der ein sonnenstrahl nur

uns vor deren untergang rettete


sie kommen aber wieder

die leichten leben

als wiedergeburt aus dem nichts des anfangs

wie ein säugling

der sich im geschaukel seiner mutter verliert


dort treffen sich ahnung und prägung

in einem neuen reglement,

vereinbart

durch die unbewußten lippen einer zeugungsgemeinschaft

die noch das beste geben,

während ihnen das allerbeste genommen wird


gleich eines ensemble von abkürzungen

turnen die einschläge weiterer erkenntnis

wie flüchtige zinsen

auf den kontoauszügen unseres Da Seins


ort

reimt sich immer noch

auf fort,

die sehnsucht in der bewegung

jene behausung zu finden

die uns im angesicht all zu vertrautem

das fürchten lernt


ein schwüler duft süßlicher shisha pfeifen

verkündet da

das KZ der offenen grenze

die sharia

einer humanitaristischen diktatur

in der der anspruch einer gleichheit aller

zum gesetz

und

das wagnis der verschiedenheit weniger

zum tabubruch

gebetet wird

WAS MAL GESAGET WAR, (nur keiner je erschrieb)

der denke-d-ort ist wieder da

treibt zwitschernd musen an

er ist nicht fort nur immer klar

ein rucke mann der kann

 

spinnt er i sinnt im würzer wein

gräbt graben ab der duldsamkeit

den feldern ob de reinen main

prozess ion gebenedeit

 

es leuchtet seine dada funzel

im nebel nebst der burg

selbst seouligen geschwischwa schmunzel

ist ritter er, simurgh

 

er falkt wie adler in der früh

ein hüttehoh und rufer

ein balg der bläst ganz ohne müh

uns andere ans ufer

 

mit keinem nein zieht ja um ja

vollbringt sich selbst als faden

als klandestiner w-orte zar

voll alchemie geladen

 

in dem er haust wie heideggen

die sprach ist sein und sein des wein

wo musiken dann doch ver-ecken

er bleibt in seinem denken dein

 

so wird mann was was man nicht war

ein socken unter vielen

der stricker webt den strick ganz klar

und wärmet so die schwielen

 

der weinberg harrt, buchstaben fremder

er immer schwirrt in waben

kein noch so schöne es geländer

lädt nicht ihn ein zum laben

 

er schriebeschraubt schon ganz verknittert

beackert schepper felder

wenn er nicht wär kein ton er zittert

aus einem feuer melder

 

für RIGO bert Dito Mann

Habuch

Der Kampf

der kampf

zwischen

schuld und erlösen

wurde unter dem aspekt

„gewinnerzielungsabsicht“

in die barbarische buchhaltung

der sogenannt jüdisch- christlichen kultur

verbucht.

seitdem

kämpfen wir

auf verlorenem posten

von befreiungsversuchen

aus einem modell,

das zur implementierung

einer knechtschaft gottes

oder seiner modernen variante

der dienstbarkeit

gegenüber einem totalen staat,

erfunden wurde.

BeginnEnde

dort

wo die wege

von gestern

dem morgen

eine hand reichen

und

eine plötzliche gabelung

gerne

eine richtung

in ihrem tagebuch

als beleg

für ihre frage

nach dem weiter

verbucht hätte,

beginne ich

den sinn

von

inne halten

zu begreifen.

es ist das warten

auf einen ruf

meiner seele,

die sich im

partisanengefecht

der tage

lange nicht

aus ihrer deckung

hervortraute

und jetzt

als geläuterte und andere

aus dem pulverdampf

der großen und kleinen

scharmützel

hervorlugt.

 

der beginn

im schützengraben

ist das ende

des Kampfes.

tot oder sieg

gewinn oder verlust

sind dabei nur

ein zwillingspaar

welches sich

nach langer zeit

auf verschiedenen wegen,

wieder in die arme fällt.

 

jenes aber,

das uns umbringt,

ist unser verharren

vor der gabelung

von

leben

und

tod.

 

wende tage

wendetage
die ihr innerstes
am saum der zeit
wie eine
zu junge großmutter
zurück stricken wollen
den anlass
eines neubeginns
wie ein rohes ei
vor sich herbrüten
um dem unvermeidlichen
einer geburt
in’s nächste jetzt,
aus dem wege zu gehen

tagwender
ein hort
aus kleinen erinnerungen,
die das selbstverständliche
wie eine mauer aus eis
in die wüste setzen
dort wo der verlust
immerhin
eine oase der neugierde
aus dem treibsand der stunden
emporsickern läßt

endtage, die
anfänge schwängern
und hoffnung
auf bestätigung unserer existenz,
mit einem blick
in eine hochzeit von
eros und tanathos,
in das gesprenkel
von bunten klimmzügen
eines übervollen menschenparks verwandelen

tagenden
fließen in eine richtung
scheinbar
die ihrer herkunft nach
bedingung sein will
für nächstes
wo die quellen der heiterkeit
im monsum der gefühle
ihren geistigen unterbau verlieren,
dort wo
die zeiten still stehen,
während die körper
langsam und unaufhörlich
zerfallen
in den grund
eines wachtraumes,
der sich
an den wurzeln
einer oase nährt

wenn der tage
tag enden
erscheint
verstimmt
der tagwender
endtage
im
zwielicht
eines tautropfens,
tanzt mit dem grün
eines palmbaltt’s
dem wachsen entgegen

am schatten dieser wurzel
genieße den tag

Pantheon

wach

wach am himmel
schwebt eine ahnung,
die sieht,
nach vor, nach zurück,
die weiß
von unten, von oben
ein zeiger,
der den sinn berührt
bevor ein echo
meiner unruhe
aus seinen ziffern
erwacht

weite bögen
die den grund erahnen,
schwingen wie ein roter strich
unter dem sichel
das den mond
im dunkel hält,
über dem heiligen berg,
der die nacht
über dem see der ferne
einläutet
und
das dämmern
von gekreuzigten worten
in ihr recht setzt,
den schuß wagt,
zum nächsten knoten
der einem neuen teppich
ein muster gebiert,
… während der fremde
seinen mantel
über das gelage wirft
und die farben erstickt

wir ahnen
unser verfehlen
welche wie
zwei birken im winter
ein denkmal betrauern
und den trost
in ein gelingen
vor dem erwachen
legt

vielleicht ist
der rechte augenblick
die gewahrwerdung
einer zeitlichen bedrängnis
die ihre dauer
in den schmalen spalt
einer nähe treibt,
und dort
den keil spitzt,
der die drift
verbindet

….denn
während löwenzahn
seine samen in den wind vergeudet
wachsen die fugen
in eine
neue zeit

für KT

birken

stal in grad

in stalingrad
stand der schnee
rot
an unsren lippen
heute
schreien wir
wenn die erinnerung
an verlorene väter
wie puderzucker
an unseren zehen schabt

die abdrücke
unserer zeit
stehlen sich
wie sandburgen ummauerter gefühle
in ein niemandsland
verlorener siege,
die wie krähen
auf den verlust
einer bewegung warten
um zu zupacken

der general
ging längst zu boden
lange bevor
die bajonette
den versuch wagten
das grauen
auf andere abzuwälzen

rot ist der schnee
wenn die Tränen des himmels
erde umwerben
und feucht
der frühling
der den körper
wieder freigibt

die wir kannten
sangen schon
in fremden gesichtern
als der bräutigam
früh noch sucht
seinen hof
im garn der nacht
wieder zuerkennen

dort liegt jetzt
ein spätheimkehrer
zermartert von den
erfordernissen traumloser tage
entweiht von der ankunft
in leerem raum
und wird
zu seiner krume
die er stumm
im herbst besäht

Stalingrad

mobilisation

mobilisation, also entfesselung ist die neue variante einer als fesselnd empfundenen seßhaftigkeit regulärer mietzahlung. dabei gebiert diese (mobilisation) eine weitere bindung auf der gestaltungshöhe vermeintlicher unabhängigkeit, die den ausnahmezustand des heimatloßen wie einen götzen der freiheit im zeitalter des terrors anbetet. die hostie einer ereignismeldung die den (ver) schläfern gereicht wird, verdeckt noch jeden nachbarn im wohnblock der moderne.

unterschied

ein unterschied von früherem zu heutigem sklaventum ist der, dass den erfüllungsgehilfen einer postdemokratischen gesellschaft, also uns, eine gewisse zivilisatorische hemmungsloßigkeit der wahrnehmungsverachtung andressiert wurde. konsum und wohlstand, die frei gewählten ketten unserer zeit, werden als eheschließung des schönen mit dem unvermeidlichen begriffen, der man die scheidung aus gründen eines alternativlosen pragmatismus verweigert.

Wenn

wenn ich etwas zu sagen habe, spreche ich dies in den wind. dort wird es aufbewahrt, bis sich ein blatt auf die schulter eines sonst arglosen helden niederläßt. der tödlichen verletzung anheim gegeben poltern die deutungen nach dem unglück der unverwundbarkeit, auf dem marktplatz alltäglicher verrichtungen. endlich hat man jene wahrheitssprecher die später zu vorbildern erklärt werden, hingerichtet.

der fremde

der fremde
ist
der andere
in uns
den wir
nicht kennen
deswegen
warted eine frage
nach dem anderen
auf eine antwort
des uns
fremdgewordenen,
welches
unsere geschichte ist,
die unverstanden 
in den fängen
der propaganda
sich verzehrt….

so bleiben wir fremd
den anderen
in uns
da wir eigenes
nie vermochten
und anderes 
uns somit fremd
bleibt….,

hebt also
die schleier
der geschichte
und wir
werden uns erkennen
als
andere in der fremde
in die sie uns trieben
mit der erzählung
von den anderen
die uns
fremd seien,
und neuerdings
das märchen
von der gleichheit mit
allen anderen….

wer das nicht teile
aber
sei 
ein fremder…
der anders
zu behandeln sei…
  

als ich

als ich da bin, bin ich woanders, nachdem ich mich wieder gefunden habe läuft mir mein warten davon

und die Absätze einer durchgeschwitzten Zeit
wühlen sich in den zähen Asphalt
der dieses rühren in alten Wunden
wie eine große Nachtmeerfahrt erträgt, dort wo die wässer über dem nachen zusammenschlagen,
der die Flüsse noch kennt
und in der Ferne seine Bestimmung sucht. sein Gebet besteht aus dem Holz einer 300-jährigen Geschichte
und preist die Dauer die ihn einst vergaß. aus seinen ästen sprechen die Ahnungen alter stimmen
die uns auch dann noch halten wenn wir uns verloren glauben und jenes überwachsen das uns seit je an uns zweifeln lässt. das was wir geworden sind in den blauen Nächten einer Zeit von der wir nicht wissen ob sie die unsere war oder wir das Leben von anderen führten und die Ansprache an das unbekannte nur okkupierten obwohl sie hierzu keinen Auftrag hatten. der aufenthaltsort meiner seele gleicht einem strand, der seine sonne nich fassen kann und die nacht nur um den nächsten morgen erträgt.
Rinnsale kommen und gehen und schlagen ihre Zelte in verschwindenden Untergrund.
Wir warten aber es ereignet sich nichts als die unheimliche Ahnung der Tiefe der Meere deren Größe uns mit Hoffnung füllt und manchmal laufen wir unerwartet auf grund wenn wir das Steuer abgeben an den nächsten, der barrikaden aus treibholz zusammenjagt als sei eine hütte zu bauen auf offenem wind.
seit dem treffe ich mich nicht mehr in den nächtlichen städten der erinnerung sondern nur noch, das was ich nicht verstehe und mich zur Ohnmacht einlädt weil es unerreichbar bleibt. Jenes Gesicht das ich früher einmal war zwischen  spiegeln, deren glanz verblasste.

bunte fremde

bunte fremde

aneinander vorbei huschend

die mit

ferne kommunizieren,

ohne kenntnis des absenders 

an

unbekannte empfänger,

vielfalt 

mit gleichschaltung synchronizierend,

in abstandsgleichen typographien 

auf kalte oberflächen hämmernd,

torkeln wir 

in entseelter aufmüpfigkeit

zwischen ferngesteuerten

gegenständen mit etikette:

Mensch.

perspektive:

zum nächsten

„like“

für den kommentar:

„gleiche buntheit für alle“,

unter voraussetzung 

ihrer vielfalt 

und wahrung 

einer freiheit 

die nur 

als wort existiert,

in dem sich 

berge von menschen 

an restaurierten plätzen 

im ensemble 

unkenntlicher überwachung 

verlieren.

es versagt

die abstandsmessung

zum nächsten,

da eine version

übersprungen wurde,

dennoch fände sich

eine nähe 

die nur einer schaltung bedürfte

um dem echten unbekannten

zu begegnen,

fernsteuerungsfrei

und

selbstverloren

auf der suche 

nach seiner

unformatierten sprache.

ohne dateityp,

speicherresistend

und frei

von ritualen 

selbstvergiftenden 

Infotainments

in daseinslosen

welten,

die überall

„sein können“

nirgends aber

sind ….

codes schreibender weise 

unter dem gestammel 

eines stillen

sprachverlustes

tändelt 

die zeit der schnellen finger 

dahin

bis wir wieder begreifen

dass daumen 

zum trampen sind…


  

verschwindende lieder 

verschwindende lieder 

irren in den 

feuchten gassen 

venedigs 

auf ihren knien 

herum,

da die stille sich

im wasser verlief

und

die toteninsel 

für musikanten 

nachts

geschlossen hat.

gerade noch

ein mond 

bleibt übrig

der sich

in den nischen

und unruhigen schatten

der bogenbrücken 

verzieht

bevor ein neuer morgen 

die schaukelnde stadt 

zu retten versucht.

nur 

ein früher aufbruch 

kann

die alten dogen 

vor einer zerstreuung

ins unendliche retten,

vor ihrer flucht 

in fremde kolonien 

des geistes.

strawinskjs grab indess

bleibt unerhört

und djagilew,

feind aller wiederholung 

und propagandist des 

unwahrscheinlichen,

wettert immer noch

um seine vergängniss

in einer stupa 

auf san michele 

die ihn nichts kostete

als nijinskys reise 

in einen bunt bemalten 

wahnsinn,

nachdem er

die sprungkunst 

zum stillstand in der luft 

vervollkommnete….

chaplin 

sein schüler 

trug

das schweben über asphalt 

in die welt 

so dass alle es

verstünden….

doch nur der teer war es

der sich vermehrte,

und

sprünge ins ungewagte 

verliefen sich

im sande…

aus dieser asche 

erschuf sich nijinsky

ein letztes mal….

venedig aber verschwand

wie ein

all zu langes schloss 

in der luft…



die gesänge 

die gesänge
des schönen
verblassen in den wappen
vergangener jahrhunderte,
in den wandelgängen
einstiger artisten
die auf dünnem seil
einer anbahnung
auf ihre wiedergeburt warten
und im schatten
eines toskanischen innenhofes
eine ahnung
ihres könnens
zu hinterlassen,

während
die bogengänge der mittagssonne
um den ansporn
einer sehnsucht raufen
die es noch zu finden gäbe.
während dessen
sprechen menschen
mit der luft
und entdecken stolz
massenhafte abbilder
während ihrer fabrikation.
eine glocke versucht noch
den weckruf
doch schwingungen aller arten
verschwinden in den archiven

zwanghafter dokumentation.

sprechblasen umgarnen

im letzten versuch

die abwesenheit der betrachter

bis wir einsehen

dass es niemand mehr

zu geben scheint

der auf den zuruf

einer erscheinung

noch antwort gäbe.

so segeln wir

mit der schönheit

von einst

während der wind

durch unseren

löchrigen geist

blässt…..

jene aber

die fragen stellen

erleiden das schicksal

von aussätzigen im ghetto,

wo anmut

in der

fremdsprache des seins

in die welt

emporwächst….

endlich sucht

der satz des heraklit
„ethos anthropos daimon“,

seine kinder

heim…..

während

die schatten der einsamkeit

in den arkaden des vergessens

in mildem licht

verblassen

und die angst

vor der nächsten stunde

im glockenton

zu nisten beginnt….

der das seil zog aber

fand mit letztem schwung

den ausgang….

kein Ort

kein Ort

Nirgends
dort ist
der Aufenthaltsraum
meiner Seele,…
im 
noch nicht
und
nicht mehr,
da
wo die Aufgabe
etwas Nützliches
zu tun
wie ein 
reifer Apfel
vom Stamm fällt,…
nicht
dass es nichts
zu tun gäbe,
aber Scheue 
sich zeugt,
wo die Vernutzung
des Getanen
für die
Angelegenheiten des Alltags
nur
Routinen gebiert
,…
so sitze ich
in einem Berg
voller Äpfel
und werde besoffen
vor Fäulnis,…
…was den Geist
zum schweben
und 
die Tore zur Wirklichkeit
zur Öffnung bringt….
…endlich
verwandelt Tun
meine Seele
in einen Palast
loser Zeit

 
 

spechtgleich

spechtgleich

hämmert sich

die nacht

aus dem dunkel 

der seher

die

an dünnwandigem glas

das getümmel

auf hilflosem see

hinübersetzen,

an der furt

zur furcht

die wie ein rinnsal

in den tagtraum

von leichtruderern

sickert

und

die projektion der menschen

wie ein

nahtodliches fluchtgeflackere

erscheinen lässt.

die aufzucht

der nachgeborenen

erfolgt dann

in klandestinen 

auffangbecken

aus durchsichtiger leere,

ein seelenloser raum

der wie

ein fauler apfel

den kontakt

zu seinem stamm

verlor

und

in dem großen bottich

vor seiner dünnflüssigkeit

erschrickt…….

freude am süßen

wird folglich

dort inszeniert,

wo die brut

in den gewässern

des zwielicht

nach ihrer geschichte

fragt

und

als antwort

einen rahmen

mit konservierter farbe

erhält…..

dieser hängt schief noch

in den hinterhöfen der macht,

die sich vollsaugt

mit dem äther

verwirrter irrnis.

über die

abgründigen schicksale der anderen

erhoffen wir dann

unsere sicherheit

zu finden,

die wie das Image

eines ruhelosen Menetekels

am geländer

der zeitschaltuhr

rüttelt…..

am abend

ist wieder ruh,

wenn

das vergessen

hinterm buchenbaum

versinkt….

….. klammheimlich….

der alte mensch

der alte mensch

schält sich heraus

stemmt

die häute

unter denen

er brennt

auseinander,

fällt hin

und nimmt den

aufstand

auf seine

eigene kappe,

umschleicht

eine sehnsucht

bis er ankommt

dort wo er

sich selbst

verlor…

von da an

wird seine klage

eine aufgabe,

die das letzte bild

von dem gestrauchelten

in eine verwandlung

des unbekannten

fahren lässt….

wir

wir liegen

in den schützengräben

aufgeworfener hoffnung

die sich

aus einem

inneren tumult 

der unerträglichkeit,

ein feindbild

auf das visier 

tagträumlicher reime

montiert.

der feind

der auf unsere

schwäche warted

sind

wir selbst

die wir

den abgrund in uns

auf die 

blutrünstigkeit 

im gegenüber

beschießen,

mit einer batterie

von vorwürfen

die nur auf eine

ladehemmung warted

um den heldentod

einer

vermeidbaren schlacht

zu sterben.

alle sätze

sind bereits

im 

diplomatengepäck der geschichte

vergilbt

und die 

große vision

einer immaginären heimat

zittert

wie die ahnung

vor einem

langsamen tod,

den wir,

schritt für schritt

an die füsse geheftet

alltäglich 

bis zum

überdruss buchstabieren.

unsere sonnen

halten wir

für gefechtsblitze

und huldigen ihnen

dennoch

da sie das einzige sind

was wir nie erreichen können

aber immer

in uns tragen,

wenn nicht

das gewöhnliche

die sicht

auf den

sieg über uns selbst

verdunkelte…

so stolpern wir

auf öden gefechtsfeldern

die längst

keine mehr sind

und nur noch schatten

verblichener schlachten,

an denen uns

eine erinnerung

herumführt

und ein menetekel

der unwirksamkeit buchstabiert

dessen kreide

an unserer patina

abprallt

auf dass endlich

der kreislauf

von 

tod und wiedergeburt

durchbrochen sei….
 

 

im grunde

Im Grunde sieht es so aus:

Die EU betreibt das Geschäftsmodell Griechenland.
Die Griechen (noch original) fungieren als Bewohner des Menschenpark Hellas. Eine Art zur Beschau und in Anspruch zu nehmende Restrasse die den Europäern ihren Urlaub in den neuen Kolonien versüßen soll. Angestellte im vormals eigenen Land sehen sie zu wie sie zusehends in ihrer eigenen Konkursmasse untergehen, zentralgesteuerter Weise, schließlich geht heute die Welt vornehm zu Grunde und wer auch diesen „weichen“ Aufprall scheut der soll doch gefälligst baden gehn. Das gibt es schließlich (noch) umsonst.
Der Grexit meint nicht der Griechen Auszug aus Europa (eine Erfindung der Griechen) sondern schlicht das Ausscheiden aus der Verbundenheit zum eigenen individuellen- wie Volkskörper. Die Vertreibung nimmt man selbst vor unter der Wahl zwischen Pest und Cholera und setzt sich selber per Gesetz, verabschiedet von einer umgedrehten Regierung in Vollzug.
Wir Europäer sollten stolz sein auf diese neue Art der Kriegführung und Unterjochung die tatsächlich ohne Panzer und Luftwaffe auskommt.
Bisher….  Es ist schwer anzunehmen dass diese Taktik der Unterwerfung auf Dauer Erfolg haben wird. Wir haben eine neue Diktat Ur.
Verwaltet durch die europäischen Institutionen fungieren wir als Transfer masse und Faustpfand für eine Machtpolitik, deren Vorgehen die ursprüngliche Idee des Europas friedlichen Zusammenlebens Hohn spricht. Nicht ein vermeintlich neuer Nationalismus sondern ein Zentralismus von ungekanntem Ausmass schafft jene Hybris vor der er die Menschen manipulierend und Macht missbrauchend warnt. Verkehrung ins Gegenteil und eigene Schuld und Unvermögen auf Andere projezierend ist immer ein Zeichen von totalitären Strukturen.
Der Mensch der Zukunft wird mehr und mehr zu einer ökonomisch berechenbaren Größe missbraucht, die um so mehr lohnt als man sie in Verschuldung setzt. Leben wird dann zu einer Abhängigkeits Veranstaltung, mit dem Opium, Konsum und Wohlstand. Im Rausch der Investitonsgeilheit vergessen wir gerne und schnell wer wir eigentlich sind. So irren wir „Schuldbeladen“ durch eine Glaubenswelt deren Erlöser der Schuldenschnitt sein soll…..und was, wenn dieser „Messias“ herniederfährt?!?

ox

Ein Ox 
vor einer Wand
bricht
schwerlich 
sein Genick
er tut
für das
er stand
und weichet 
nicht zurück 

Drum steht er
im sinnieren
den stein 
im festen blick 
so kommt er
ins rotieren 
kein cent 
er weicht zurück

es packt ihn
leicht ein schwindel 
der grat
er ist so schmal
und schon
sieht er gesindel 
von wo er kommt
im tal 

vor diesen
nahm er anlauf 
und hechtete wie fisch 
bis ihm nun
langsam dämmert
der berg 
das bin 
ja isch 

so nimmt 
er sich des berges 
wie seine
zweite haut 
und glotzt
mit aug des zwerges 
was ihm
nicht leicht
verdaut

es ist
das alte fragt
nach henne 
und dem ei 
und während er
nachjagt
bricht eines
in ihm zwei

das ganze
ist zur hälfte 
auch nur
ein ideal 
weil wenn
es nicht so wäre
da wärs
halt keine qual 

so sammeln wir
die wände 
und malen sie
bunt an
damit
man leicht verstände
was der verstand 
nicht kann


to Klaus T.

konsum

Konsum an sich hat keinen Wert,

außer jenen Mehrwert den er auf der Einkommensscala derer erzeugt die den Investoren (den Schuldnern) Kapital zur Arbeit zur Verfügung stellen, (Sie in die Schuldenfalle locken) damit diese wiederum jenes an einen Endverbraucher weiterreichen, um dort den letzten Groschen für Arbeitsleistung (Produkte) abzuschöpfen, die jetzt, Verbraucher genannte Menschen als Wärmeenergie vorher selbst produzierten. 
Wertschöpfungskette wird zur Erschöpfungsschlinge derer, die echte, weil existentielle, unvermeidbare Arbeit ohne Impetus auf „Entschädigung“ leisten und „herstellen“.
Konsum erzeugt die Illusion eines zur Zufriedenheit notwendigen Gutes. Somit wird der natürliche Wertekanon auf der Skala der Existenz von nützlich/notwendig auf eine scheinbar immer wieder steigerbare Zufriedenheits- und Wohlbefindens Sucht mittels Zufuhr äußerer Objekte umgemünzt.
Das magische Rad welches jene Illusion am Laufen halten soll heißt: Wachstum. Je mehr allerdings wächst um so höher hängen die Früchte in Erwartung Ihrer Ernte. Um sie zu erreichen müssen wir quasi künstlich hinterher wachsen. Das Streckvermögen steht in unmittelbarer Verschränkung mit unserer Investitionsbereitschaft sprich Kreditwürdigkeit sprich: Das präjudizierende Agens uneingestandener Schuldfähigkeit in einer Camouflage als „Motor für die Wirtschaft“ also der Überschuldung der Individuen als Voraussetzung der Schmiere der die Kreditvergabe und somit den Zinseszins am laufen hält. Freiheit steht dann für ein anderes Wort als Disporahmen. Dessen Höhe befindet über unsere Grundstimmung des: Gerade noch oder nicht mehr. Gemeint ist: Lebendigkeit.

die kunst

Die Kunst einer Annäherung zum Ausstieg von bestehenden Systemen, besteht darinnen, das keimende Pflänzchen des Müßiggangs nicht schon während seines Wachsens in eine Machbarkeitsstudie der Vernutzung abgelebter Verhältnisse umzumünzen, in der das Wurzelwerk des Wirkens zum Humus ohne Grund zerfiele. Vielmehr ist jenes Haltlose auszuhalten in dem Zeit in Raum diffundiert und die Duftmarke eines neuen Seins wie eine weiße Wolke in der Weite ihre Zimmer findet.

  

der sommer 

der sommer

brutzelt 

die letzten gedanken 

an eine revolution 

vor sich her,

als sei

die mögliche veränderung 

der verhältnisse 

eine Art

kostenpflichtige pauschale 

zur nutzung 

ortsüblicher freibäder 

die von einer verweigerung 

des wandels 

okkupiert sind.

der sinn 

treibt flach

und reglos

an der oberfläche 

summenden gejaules 

und 

die zehntscheuer

pflichtgemässer meinung 

ist gefüllt

mit

sich selbst generierenden floskeln 

zum tagesgeschäft 

der macht.

der see genezareth

schlafwandelt

über sich selbst.

dass wir auch jetzt

nichts ahnen

wird zumindest

im

erzwungenen niedergang

der anderen

in einem menetekel

ersoffener ferne

sichtbar.

verpackt

in einer rente

deren zustande kommen

auf der dummheit

manch junger generation beruht.

dächten sie,

säßen wir

zusammen

und würden uns

über die nutzloßigkeit

der nächsten revolte

im six pack

flirrender luft

ergötzen.

die alten götter

säßen wieder am tisch

und druckerschwärtze

hätte noch

eine bedeutung.

statt dessen

philosophieren wir

im schlechten witz

über die strandbäder

unserer vorväter

in denen

das braun werden

nur schwer

unter propaganda gelang

und deswegen ebenso

scheiterte

wie das

diktat eines konsums

dessen farbbrei in fäulniss

noch leicht

mit jenen

von hinterlassenschaften

konkurieren kann.

oh sommer

so groß

dass nur noch

die bebrütung der leere

das unwahrscheinliche

in die welt bringt,

jene frucht

welche die

bestehenden verhältnisse

einem perspektivwechsel unterzieht

und

unumkehrbar

die übernächtigten tage

im zwielicht

verlorenen bewußtseins

wieder

auferstehen läßt.

wenn jetzt

die schranken fallen

und sich die

blaupause der geschichte

in ein lebendiges tier

verwandelt,

werden wir

im zoo der systeme versuchen

die platinen unserer arbeitsspeicher

zu planken

einer letzten arche

zu löten.

eine armada

von ideen

wird das sickerwasser

des verlust’s an leben

das in den ritzen

unserer selbstvergessenheit

wuchert

nicht

in eine

variante anthropotechnischer kunststückchen

ziselieren können.

und so säuft

der gewhonheitsmensch ab

wie eine flaschenpost

deren zeit gekommen ist,

ohne dass sie

einen adressaten je

von ihrem inhalt

überzeute.

das treibgut

dieses

tsunamis der narreteien

wird zu einem puzzle

unwägbarer zeit

das an den händen

des gekreuzigten

schon vor 2000 jahren

heruntertropfte.

das lecken

um ein

quäntchen lebenssaft

hat begonnen,

die wüste

bereitet

ihren

sandigen grund…

pessoa 

pessoa

liebte

seinen wanderstab 

der sich nie

über die achse 

eines tagschattens

der unterstadt 

verirrte

so dass

sein immerwährendes kreisen 

zur mutter 

der melancholie wurde,

jenem gebetsraum 

in dem er

die kleinsten einheiten 

des da sein

vermaß 

und die fresken 

seiner säufzer

sorgfältig

in vielschattigen

grautönen 

in die apsis 

einer

religion des alltags 

einarbeitete.

sein gebet 

erblühte im augenblick 

als ein 

kaum spürbarer wind 

aus richtung tejo 

vorüberging

und die

immerwährende zeit 

unaufhaltsamen stillstands 

in eine blasphemie 

des zweifels 

gegenüber 

der wandlungsfähigkeit 

des lebens 

transfigurierte.

seine spuren 

sind vorboten 

von suchroutinen

die sich 

am beginn der tage schon

in den ritzen 

unseres unvermögens 

verirren,

leise wimmernde sentenzen 

denen die sprache 

für eine überbrückung 

der nächsten stunde 

abhanden kam.

die müdigkeit 

seiner objekte 

denen er noch

unter

ablass all ihrer versäumnisse 

eine option 

zur erspürung 

des zwischenraumes 

von tod 

und

wiedergeburt offerierte

könnten uns erwecken

in einen schlaf 

der

die angelegenheiten des lebens 

vorausträumt,

so dass

der nimbus 

einer einzigen sekunde 

über gelingen

oder verlust 

des nächsten tages 

entscheidet.

wir aber

sind nur schöffen 

eines gerichtes 

das seinen

ermessensspielraum 

in den aservatenkammern

der hoffnung 

verwahrt.

wie

junge mädchen 

deren väter 

abhanden kamen

zieren uns die fragen 

zu den nächsten dingen 

die aus dem 

zwielicht unfreiwilliger ahnung 

eine monstranz der verweigerung 

jedweden leids ziseliert.

eingesperrt 

und gut sichtbar

überwintern wir so

die wesentlichen angelegenheiten 

des lebens 

obwohl wir,

träger 

und Verwalter der schlüssel 

die freiheit 

zum greifen nahe

vor uns vergöttern.

…..als das ritual 

der anbetung des augenblicks endet

verschwinden die vier mädchen 

mit ihrem vater an 

einer hauswand.

der ungeborene sohn aber

erleidet das mysterium 

der zeitlichkeit 

das er am lauen wind 

des tejo 

zelebriert…..
  

hellas 

wir sind zu reaktionären 

eines sattsamen zeitgeistes geworden

dessen monetäre parole 

die leibeigenschaft 

des konsums propagiert

und jene,

die sich diesen

nicht leisten können

an den rand

der töpfe drängt,

die von den wächtern 

rechtsstaatlicher (all) gemeinheit 

unter gierigen augen 

der jeweiligen lobby 

verwaltet werden….

das bild 

vom geldautomaten 

der sein freundliches kotzen

einstellte

geistert

umschart von

gestikulierender hilflosigkeit 

als

menetekel

fiskalischen abgrunds 

durch die

medial betrogene öffentlichkeit,

deren maxime 

wie nie in der geschichte 

der

SCHEIN

ist

und ein krieg 

um die glaubwürdigkeit 

an eine illusion,

deren wächter

noch

das letzte tun

um die frage 

nach deren wirklichkeit 

in eine

alchemische raserei 

täuschender antworten 

um zu münzen.

die 

koordinaten des seins 

befänden sich

auf banknoten,

an deren

fälschungssicheren untergrund,

gerade

der faden der ariadne ausfranzt….

statt

dass wir diesen aufwickeln,

stricken wir weiter

am grundlosen mythos 

der berechenbarkeit allen lebens 

und bemerken nicht 

unser sklaventum

während wir

in der doppelten buchführung 

unseres geistes 

die entropie unseres daseins

errechnen

und

vor der

fatalen erkenntnis 

des gleichstandes aller vorgänge 

unser leben 

dem mehrwert 

ominöser institutionen 

opfern…

europa 

lies sich

von einem griechischen gott

nach kreta führen,…

dem eigentlichen…

die planvolle versandung 

von wärmeenergie aber

ist das ziel 

von

werterschöpfungsketten

die uns

langsam

in die knie zwingen….

spielten wir denn

diese demontage 

des menschlichen

unter dem vorzeichen 

„humanität“

weiter mit
  

wir kennen

wir kennen

die regeln 

und auch

die lager dazu

in denen wir

die routine der norm 

erfüllen

uns selbst umerziehend

ohne anforderung ,

wir haben gelernt,

wie es geht,

damit

die dünne schicht eis 

auf der wir uns ergehen

wie beton wirkt

und der sprung 

jeweils

im nächsten schritt 

verschwindet

rückwärtsgewantes atmen

gelernt,

das die

personalbeschau im öffentlichen

wie ein

immer verfügbares golgatha 

penetriert

und den

Investitionsstau der gefühle 

bis ans 

ende der tage 

den frühen müttern 

anhängt,

die irrlichternd

ihre männer angeblich

im wald der geschichte 

verloren

und so

zu

kaltversprochenen Gelegenheiten wurden 

die im sandkasten 

auf den staatsstreich fiebern,

kontenentleerte gesichter 

die auf das

einknicken der systeme warten

damit der allgemeinheit 

jene versorgungslücke entstehe

die sie bereits

ein halbes leben

erdulden,

dass der gerechtigkeit 

genüge sei

und die

unterhaltung der medien 

sich erlöse………

stattdessen

reden und reden,

die wie 

nasse säcke in der sonne 

ihre fassung verlieren

und am

anbruch kommender tage

vor trockenheit 

zerbrechen,

wie akkorde ohne klang 

wie ein klavier 

ohne hämmer,

ein 

stück holz 

ressonanzlos 

wie der kropf 

von amerikanischen musikvideos,

die der endlosen projektion 

von neuzeitlichem schwachsinn 

eine Botschaft des mediums 

zusprechen….

wenn das leben

aber zu nahe kommt

verdampfen

wie ein letzter kuss 

im abschied …..


unsere Köpfe

verwandeln sich

in leere klöster 

in denen wir

die gesänge unserer Ahnen

von der Einbildung

verblichener farben 

abkratzen.

die not

gebärt uns immerhin

einen freundlich

durchfluteten kursraum

in dem die Form

zur Übung

des leblosen erstarrt.

die Wellen der zeit 

klatschen über uns

zusammen 

und im

Anflug einer

existentiellen spürung 

kommt der Sinn

wieder einmal

ans tageslicht.

blass,

zerkrämt

wie 

eine faule uhr 

die

an der staubigen Wand

der Erinnerung

heruntertropft.


in diesem 

raum ohne zeit

verkommen unsere gottesdienste

zu Gesten

gelangweilten überdruss,

die wie serialisierte emmotionen 

die nächste vermarktungsetappe

nicht mehr

überleben werden.

blutleere

können nicht mehr

ausbluten

und so gedeihen

die umsätze alles bunten,

der Vielfalt

und der Einheitlichkeit

besonders gut,

Risikoversichert 

über die unbeantwortete frage:

Wer wir sind?

diese darf nie

zur Antwort gelangen,

da sonst die auszahlungsgarantie

auf ein besseres leben 

das Ziel unserer hoffnung,

in sich kollabierte.

also

Ver -Antworten

wir nicht,

legen

die Verschwiegenheit des Todes

in unser jetzt…..


im Stillen beginnen dort

die sirenengesänge

von neuem

und die Fessel

am Pfahl der begierde 

schneidet hart ins Fleisch

und Che Gueva

glotzt nur noch entfremdet

wie eine

chinesische warhol copy

vom t-shirt 

gegenüber






ansprache 

ansprache 

südlich umwunden

in reben 

schwitzend,

ihren saft 

am rande

von existenz,

blüten die über

das vergessen

den raum weiten

und herkunft 

in ahnung setzen

sommer einläutend,

der überfliesst 

bevor er begann,

in dem grenzen

den blicken  

nicht mehr

stand halten

und die Zeit 

zerstiebt,

die schüchtern

ihren täglichen anfang 

strickt

und 

ihr wort 

immer noch

nicht

hält,

glücklich

in der unterhaltung 

mit ihrem schweigen,

den atem

als einzigen gefährten,

bis er

nichts mehr

von dir will

und

die patina 

von reifen frauen

wie einen

letzten säufzer drinkt,

im späten wissen

dass die 

anungslosigkeit der söhne 

fragen gebiert

die leben schaffen,

dort wo ein mund 

trocken bleibt

und lippen 

verschwinden kosten 

und kinder 

wieder von vorne beginnen

zu spielen,

nachdem wir uns

vergessen haben,

bevor

wieder erkennen

nach antwort 

ruft,

vorüber gehend

und der

wohlstand 

seine kinder 

frisst 

muscheln 

ich mische mich

unter menschen 

wie eine muschel 

am strand 

die sandkörner zählt
ihr volk 

sind die ahnen

älterer flut 

die sich um sie legen

wie eine schaumkrone 

aus zeit 
morgen werden wir

uns wiedersehen 

wenn eine welle 

ihre kinder entlässt

und die strudel 

wie eine zusammenkunft 

in ihren grund bettet
dort schlafen wir

an den seen unserer erinnerung 

und wissen nicht

wann das meer 

zur wüste wird

zahlungspflichtig

zahlungspflichtiger erregungszustand an ortsüblicher allgemeingrätze, erscheinungsbildcodierung und vorabselektion für den großen endlössungsmarathon, im vorhofflimmern kollektiven unbewusstem unter sonderbehandlung bei reizloser gebührenfreiheit in temporärer durchgangsstatistik, leben das zum überlebenstraining chronischer defizite im umerziehungslager freundlicher beobachtung mutiert und astern im vorgarten der unlust unspezifischer hoffnung verdächtigt, umstandshalber dem bankdealer als vorschuss an seine krawatte projeziert, die sich gerade goldklammer gefleddert in ihrem „aus“ verschwitzt wie ein schall ohne rauch, ….

selbst zäune die längst ihrer ladung nachtrauern halten uns noch vor einem fluchtversuch aus begrenzter beitragsfreiheit fern…

wir die wir in den baracken unserer meinungsbildung dem hunger nach leben fröhnen um später von unsäglichem zu berichten…

die visite beginnt mit dem blick in ein zahlenspiel in dem in reih und glied die faltung von unerledigtem blüht. wer seine nummer, das kalkül zum nächsten, nicht kennt, hat keinen zutritt zum sein. dafür sorgen die hüter der ordnung im notariat einer offensichtlichen befindlichkeit, die so den beweis für Ihre existenzberechtigung erbringt. 

der grundbuchauszug im KZ des ökonomischen sumpfes zwingt uns zum arbeitseinsatz, zur legitimierung der kriege unserer schutzschirme.

kampf reimt sich wieder einmal nicht auf krampf. wir sind besser geworden, wir leiden nicht mehr, da die gasmasken der postmoderne, vergessen’s- und glauben’s optimiert das hörensagen des großen „man“ atmen…..

vorläufiges

vorläufiges

ruft mich,

ungefertigt 

wie eine Figur

die auf ihr entstehen

im bild wartet,

eine geölte tortur 

des beginns 

die zwischen

lachen und weinen 

einen ausweg sucht

sich den

rädern des okeanos 

entgegensehnt 

und zugleich

die feuchte ecke 

einer befindlichkeit 

mit einem föhn 

gekrümmter hoffnung 

vertrocknet …

„könnte“ 

wird zu

„will“

und die grünen kühe

auf gekachelter weide

Lachen ihr

uM

in das haus des Meisters

der

sein und zeit 

wie

links und rechts

über sein portfolio 

spannt

getrieben

von der langsamkeit 

seiner zukunft 

die den ausstieg 

ins jetzt verpasste,

ein motor im leerlauf 

wie ein

auf eis gelegter sommer 

der den

handlangern der schaltjahre 

immerhin die gestirne austrieb,

versammelte potenz 

in den mottenkammern der nacht,

die sich

ungekanntem entgegenträumt,

erostatische viertakter,

die ihr stottern

für den lauf der Dinge halten

und die verspätung 

ihrer ankunft 

einem Schaffner

aus silikon andichten,

der gedunsen

wie eine

zu lange illusion 

keine rückfahrkarten mehr

entwertet…..

so fahren wir

voll gültig

aber unfreiwillig

in die nächste weiche

der entscheidung,

als ich sehe,

dass der

knetbare kontrolleur 

von vorgestern

seine hand 

längst

mit im spiel hat.

meine Schiene aus plastik aber

umfuhr

den absichtsvollen….

als mir 

eine viertel kuh 

das atmen erlernte

ansprache 

ansprache 

am morgen 

angesagt

nach dem putzen

der projektionsscheiben

in einer

begegnungsarena

mit verspätetem vollmondtee 

der die zungen löst

und das

All Ein Sein

im 

verzuckerten zimtgeschmack

der postmoderne

auflöst 

in ein sammelsurium 

blasser allgemeinplätze

auf denen wir

in unseren

sozialen netzwerken 

gegen den wind hecheln,

der die fragen 

nach einem

einfachen leben 

aufbläht

wie einen

späten kadaver 

in toskanischer sonne,

die in

ordentlich mantrischer übung 

ihren espresso 

über den unverstand 

des

Da – Schein

verplempert,

sich vergisst

im vergessen

ihrer nacht,

die nur wartet

dass die stunden 

vergeh’n,

damit wir

durchreisende 

eine andere rolle 

erwischen

als die uns

schicksalhaft beigestellte,…
die person

mit einem ort tauschend 

der im schatten 

einer frühen kehrmaschiene 

am rand der tage 

einen

anderen anfang 

in den

ausgespülten rinnen 

seiner selbst

versucht

Archive

archive
sind,
um uns
beständigem
zu vergewissern,
obwohl das Leben
darinnen
damals schon
in ordnern
verschwand …

vielleicht
war es
nie
woanders
zwischen
abgeheftetem gefühl
und seinem schatten
dem zählmeister
erfolgloser
unternehmung
der sein werk
aus
purem SEIN
zimmerte,
haltloses zeug
aus
den gestellen
der nacht,
in der
alles sortiert,
ortlos
auf
seine befreiung
wartete…

IMG_6359.JPG

gestellt

ge stellt
in
die ab reise
vor mich hin
sockel ohne figur
die wie
ein landender schwan
im
obergrund des sees
verschwimmt
handlungs los
aus treibt
in seine
an kunft
versinkt
in den
feinen ton
stillen adels
und dort
im überdauern
treibt
unbemerkt
von den wächtern
einer projektion
die sich
eine strategie
des über lebens
gestalten
obwohl längst gestorben
den zungenschlag
der tage
ver achten,
sich in
selbst ver senkung noch
um äonen verpassen…
um dort wieder
auf zu tauchen
von dem sie glaubten
es
hinter sich
zu haben
im
grund
losen
Da
sein
gründend

IMG_6350-0.JPG

Anfang

den anfang
habe ich
wieder gewählt
ohne zu warten
dass ein ende
längst schon
vorüber ging,
wie
ein sommermorgen
der meiner haut
schmeichelt
nur
um mild
im tag
zu verschwinden,
jahre
an den
perlenketten der erinnerung
einfädelnd,
nach und nach
bis das klacken
seine wucht verliert,
dort
wo die zwischenräume
immer kleiner werden
bis
ein dichtgedrängtes sein
den faden vergißt
und die steine
bei einander bleiben
wie zeugen
die sich
im recht wähnen
obwohl sie
nichts gesehen haben
von dem sie erzählen,
im sog
ihrer projektion aber
sich
um die hälse
der anderen schmiegen
dem strang
zu entgehen,….

denn dort
auf dem
hölzernen boden
über mir
baumelt
meine seele
der ich
langsam
entgegen wachse……

als wir
wieder eins sind
springen die perlen
auf festem grund
in die freiheit
und der schatten
einer sonne
tanzt dazu

IMG_6067-0.JPG

abbild

welt
war
um
eine zeit verlegen
projeziert
auf den rücken
hellichten tags
der die
inszenierung von geschichte
im wamst des kaisers
einnistete,
als
die mitwisser
uns glauben machten
dass zeit
da sei
im sein
welches
okkupiert
von anwärtern
der marionetten
kalt auf den boden
laufender ereignisse
klatschte…
dort aber
wo der satz
des anaximander
sein zelt aufschlug
frei des
für und wieder
welches uns
in den arkaden
des vergessens
als erinnerung
hinterlassen wurde
plantschten fortan
die mythen des schreckens
forsch und wirksam
immer wenn
fragen sich aus der
schlinge von gestern
abnabeln wollten…..

so beginnt
die reise
dort wo
unerwarted
eine biegung
geschmack annimmt
und wie eine
böhmische gänseleber
gespickt
mit bildern
von szenen am land
als arbeit noch
nach heu roch

ein abbild
von mir
welches
in den ritzen
morgendlichen zwielichts
zu wuchern beginnt
öffnet die türe,
irgendeine nur
die weiter
atmen erlaubt
hinter der
schon ausgetragenes
auf seine geburt
beharrt
in der die
hybris der zeit
wie schatten
zu wackeln beginnen
und der entwurf
meiner selbst
sich herausschält
aus den
missachtungen
der vergangenheit
unter denen
die wörter
sich selbst
nicht mehr
trauten
und
den blick
nach hinten gerichtet
in die zufälligkeit
eines nächsten augenblick
stolperten…

es ist märchenstunde
und wir warten gespannt
auf ein nächstes kapitel
welches wir ahnen
wenn wir mit unseren ahnen
uns der Ahnungslosigkeit
entledigen
hinterlassenschaften bebrüten
bis wir sehen
was war
und so begreifen
was kommt…

bodenlos

bodenlos
mit zwischenschicht
fest getrampelt
planiert
ober dem
untergrund
zitiert
die letzte rose
ihre windung
biegsam dem
asphalt zugeneigt
ihre wurzeln
zu berühr’n
die ein atemzug nur
entferntes suchen
eingebettet
in der
quadratur des kreises
die wie ein
menetekel
schwer
an vergangenem trägt
und aussicht
auf kommendes
am wetzstein
der geschichte
schleift
unverwüstlich
wie sandstein
auf einer
dünewelle