Je mehr einer versucht
sich
von der Wahrheit zu reinigen
oder diese zu bleichen
um so mehr
wird der eigene Dreck
sichtbar
Je mehr einer versucht
sich
von der Wahrheit zu reinigen
oder diese zu bleichen
um so mehr
wird der eigene Dreck
sichtbar
Wer sich in das Dickicht
der Aufklärung
um Lügen begibt,
wird selbst zu dieser,
in dem Moment
wo er erkennt,
dass die Lüge
zur Wahrheit
umgemünzt wurde.
…und er
„seiner“ Wahrheit
hinterherhinkt,
die jetzt
zur Lüge
verkehrte….
er also
zum Lügner
wurde
So dreht sich
die Geschichte
aber mit der Zeit,
die alle Gläubige
umgemünzter Wahrheit
diesem Gesetze folgend
schließlich
wieder
zur ursprünglichen
Wahrheit
bekehrt
Sprechen,
das wie
eine Note
von einer
zur anderen Zeile
taktiert,
den Takt
selbst
aber
vergisst
und sich
nicht hört,
klingt wie
eine pausenlose
litanei
unsäglicher glissandi
die alles
besser wissen will
und den Akkord,
Zusammenklang
des Ungeahnten,
in einer Ecke
wie vertrocknete
Tontrauben
hängen lässt.
An jenem Ast
der durch
Machbares
an Stelle
von Geschmack
den Inhalt
verdirbt.
Das Eine
kann es nur geben
wenn es
das Verschiedene
schon gab
denn
von was sollte
sich denn
Eines
zusammen finden
wenn nicht
das Andere
von ihm verschiedene
seine Figur
dazu stellte
Wenn
Alles
von vornherein
gleich Eines wäre
entstünde überhaupt
nicht die Frage
nach
einem
so genannt
Anderen
Der Vorwurf
des alles Gleichen
läuft
vom Beginn
seiner Zeugung
ins Leere
da der Verursacher
mit der Benennung
dessen
was er beschreibt
gerade
das
von sich Verschiedene,
das Andere
in die Welt
entliess
Letzter Morgen am Canale…..
Geist lockt Geister an, könnte man sagen, aber was lockt den Geist an.
Es sind seine eigenen Hervorbringungen die er im Schilde führt, sozusagen die Anrufung seiner selbst gepaart mit der Widersprüchlichkeit irdischen Da Seins.
Wie nur sonst haben es die Venezianer geschafft auf dem zweit flüchtigem Element nach Luft, auf Wasser zu bauen?!?
Das milde Gekräusel am Morgen auf den Kanälen scheint das sowieso Flirrende des Geistes nochmal zu inspirieren. Die Farben ändern sich ständig man lebt
als Unproduktiver (im Sinne irdischer Wirtschaftlichkeit) Kreativer gerne in diesem Gewebe des Unsicheren aber doch beständig Verfasstem. Ähnlich einem Körpersack der ja auch vorwiegend aus Wasser besteht und wo die Dicken besonders schwer zu verbrennen sind wie mir der Kremierer des Krematoriums auf St. Michele bestätigte. Nur um hinterher zu schieben das alte Frauen schnell weg gebrannt sind, wegen der Osteoporose, die weniger Knochensubstanz übrigläßt. Ich nehme an dass wird sich irgendwann aufs Preisgefüge der Kremieren niederschlagen. Die Fetten so viel, die Dürren etwas weniger, dafür dann ein letzte edles Holz. Was hier gespart wird, wird dort ausgegeben, ein beständiger Wandel im Unbeständigen der Zeit.
Wo anders holt einen der längliche Wagen ab hier ist des der Nachen der einen sprichwörtlich ans andere Ufer schaukelt, dort wo im Wasser gebaut, dem feuchten Element des Beginns die Zeitlosigkeit Urständ abhält.
Man lebt hier gerne besonders im 20 Jhdt. Es gibt keine Autos, noch nicht einmal Strassen, wo sonst gibt es so etwas heute noch.
Alles scheint Jeden und das Übrige zu bedingen. Es ist ein Biotop des Gelingens, selbst der Arme Hund und Dichter wird gehalten durch diese Vernetztheit der Gassen und Kanäle, die gleich einem Körpersystem Abfuhr für Cloacke, Selbstreinigende ausscheiden und in den höheren Stockwerken auch noch die Vernetzung der Snyapsen gut gedeihen lässt.
Pound lebte die letzten 20 Jahre hier, ebenso im Widerspruch finanziert von den Wertpapieren seiner Frau der Geigerin und schimpfend eben auf dieses unproduktive am Geldsystem. Wo ein Mann vielleicht 1, 2 Häuser besitzen kann, aber nach dem 3. stimmt was nicht, er tut nichts mehr dafür, die Realwirtschaft geht baden. Da aber Venedig sowieso beständig im Bad sozusagen steht, spielt das hier überhaupt keine Rolle. Das Böse wird sofort transformiert in den guten Aspekt des Geistes, das webende Leben und dient diesem nur als lästiger aber notwendiger Brennstoff. Man schaukelt auf diesem Lagunenschiff durch das tägliche Dasein, wohlwissend dass die Verflüssigung allen Lebens nicht all zu weit entfernt ist und genau diese Erinnerung an die Unbeständigkeit des Stoffes ermöglichte hier eine Blüte desselben. Handel und Wandel…..
Gelegentlich ertappe ich mich (und nicht nur hier) dabei irgend so ein Schreiber zu sein, wie Pessoa in einer Handelsgesellschaft ein paar Stunden am Tag die Kladden zu führen, als notwendiges Übel um danach dem Eigentlichen, dem verfeinerten Stoff zu frönen, Buchhalter und Dokumentarist einer Zwischenwelt zu sein.
Letztlich ist auch dieses Venedig eine Art Ver – Dichtung, ein Sinnbild des Lebens und Sterbens ein Gewusel von Adern und Knochen, pulsierender Energie inmitten sich sehr langsam hinziehender Verrottung allen Lebens. Aber dafür hat man am Ende dann die Insel. Ab auf die Insel irgendwie wird es da schon weiter gehen in den Entdeckungen und Regsamkeit kosmischen Geplappers.
Aber man vergesse nicht, welche Mühe, welches Wissen und welcher Wille es benötigte, alles Urgeistige Eigenschaften, dieses Gebilde irdisch werden zu lassen. Was hier an Kultur geboren wurde, klar vernetzt mit christlichem Glauben, der auch fast an jeder Ecke in From eines Kirchlein oder kleinerer Kathedralen Erinnerung mahnt, was an Kraft möglich ist aus einem Bereich der gänzlich unphysisch mitten im Leben zu stehen scheint auf dass man diese ergreife.
Das scheint das zentrale Moment zu sein. Zur rechten Zeit, am rechten Ort, die Anrufung des Geistes paaren mit irdischer Möglichkeit.
Wie oft habe ich falsch gelegen und sehne mich im Grunde nach dieser Deckung von gefühlter Kraft, Intelligenz und Umsetzerischem Pendant.
Stattdessen wandere ich in ewiger Miete auf die geistigen Pfründe unserer Vorfahren und erinnere mich viel zu selten an die uns schlummernde Möglichkeit diesen nach zu fahren.
Das aber ist Ergebnis der Atomisierung allen Lebens vielleicht mit Beginn dessen „Befreiung“ der französischen Revolution.
Gebundenheit also Re – ligio scheint mir erspriesslicher als das überzüchtete „libertäre Alles“.
Venedig ist eine freundliche Mahnung hierzu, die es uns ermöglicht tiefer hineinzusteigen in diese Verpflichtung auch wenn das äußere Bild im Tourenden heute
die innere Dimension beständig zur Verdrängung auffordert und den Einzelnen damit täuscht er sei ja in diesem Gewebe sicher vor weiteren Abgründe.
Moriturii te salutant, haucht die Toteninsel in die Morgenluft. Das sollten wir uns zu Herzen nehmen und den Tag nach unseren Möglichkeiten und Gegebenheiten mit der Maßgabe der Veränderung angehen.
DIE FINGER SABAZIO’S
es liegen Felder brach
vor milchiger Sonne
als im Rost der Zeit
das Ego einer Egge bricht,
und Ähren
fügsam im Wind
die Theiss
in ihrem Lauf begleiten
Wo schneeweiße Landschaft
wie Papier aus Reis
mit gedämpfter Hoffnung
inmitten der Arie
eines schwarzen Vogels
das atemlose Zepter
eines Aufbruchs übt
verspricht uns ein morgen nur
das über morgen
in dem Ungeborenes
den alten Bann von sich wirft
sich an die Weise
fremder Lieder schmiegt
und wir uns an eigenem
Atem verbrauchen ?!?
Wo gestern noch die Wölfe
ihr Heulen besprachen
Dass der Gesang freien Lebens
nur das Zirpen einer Seele sei
während wir
um das vergessen unser selbst
uns ein getauscht haben
gegen eine verbogene Geschichte
Die Äste der Bäume aber
winken uns noch Fragen zu
Und bewegen
den Kreis der Antworten
Wir aber sehen nur
die Unbeweglichkeit der Stämme
Und halten dies
für die Festung des Glaubens
Als deren Rinde sich schält
pulsiert der Saft der uns verloren ging…
Dass wir jene Stämme sein möchten
schreibt die Sonne in unser Gesicht
da sie
unbeweglich in ihrem SEIN erschienen
Blätter sich aber lichten
erschaudernt in Erwartung
unbekannter Flügel
Die Wasser aus den Böden
erkalten in unseren Adern
Das Brot der Erde nährt
noch unseren letzten Gedanken
Wo aber sind sie
die ungeformten Geister der Himmel
Auf deren Ankunft wir beten und klagen
Die wie Äste ins All gestreckt
letzte Erde atmen
Im versuch die Gesänge der Alten
von den Festplatten der Neuzeit zu kopieren
löschen wir das backup unserer Gefühle
Nicht mehr der große Wurf ist es
auf den wir leben
Nur die Zerstückelung
von Hälften bleibt uns noch
Ungewordener werde ganz
komme und bringe uns das ganz andere
Von dem wir wissen dass es dies gibt
aber nicht wie es schmeckt
Gewordene Entwerdende
So schallt es aus unseren Mündern
Im nicht wissen der Weisheit
Was kommen und gehen bedeutete
Der leise Wirbel eines Flügelschlags
Unbefangener Duft früher Blumenbeete
Das schnellen der Fische am glitzernden See
Geheimnisvoller Zustand
zwischen nicht mehr und noch nicht
venezianische Kanäle
in den Adern einer Stadt
Das sind die Früchte an den Bäumen
die wir nicht sehen wollen
In der Angst sie zu verspeisen
und in Erkenntnis zu verfallen..
Ganzes aber kann nur entstehen
aus Getrenntheit
der widersprüchliche Moment
wo Wasser und Holz
sich einen wollen
Wenn die morgen den Abenden gleichen
Und sich die Nacht in der Frühe versenkt
schließt sich der Kreis der Zeiten
Vollendet schreiten wir dann
in den unsteten Gegenden der Umbrüche
Die wie Narreteien unseres Geistes erscheinen,
die im Sterben
das Lied des Lebens singen
und im Leben
die Andacht des Todes würdigen
Anrufung wird zu einer freundlichen Geste
an uns selbst
auf dass der Adel aus jener Asche keime
den man in die Katakomben des Vergessens brannte
Dort warten die Setzlinge einer alten Zeit
Die sich das Licht
empor suchen werden…
Nur dies zu fördern singen wir Lieder
und dichten bei Wein
zur Erhaltung von flüchtigen Kirchen
in denen kaum der Anspruch
für einen Aufenthalt gedeiht
So bleiben wir Meister
des Ungefähren
die sich entlang hangeln
an den Ikonen
vergangener Zeiten,
die Miete unserer Hoffnung
im Voraus zahlend
auf dass die Enttäuschung
ein zahmes Lamm
von heimlichen Absprachen bleibe
Die Kybernetiker der Macht aber
drechseln die Erinnerung
nach ihrem Gusto
dass unser Gedächtnis
zu einer Stätte
bunter Drohnen mutiere
Himmel fallen wie trunken
auf ein Land ohne Erde
dessen Bürger
in der Flucht vor sich selbst wohnen
Nur der Gedanke eines Kranich
spielt den Versuch seiner Wiederkehr
in schwarzem Gewand
entzückt vor Freude
dem Geäst zu entsagen
Wie tausend Zweige
recken wir da an einem Tag
unsere Hoffnung ins All
damit Kommendes sich
auf unseren Schultern niederlässt
und das Gebet am SEIN
eine Stärkung erfahre
Wie die Finger
an Sabazios Hand
recken wir unsere
Synapsen in den Himmel
flehen in kultischem Psalm
nach Erlösung
vom irdischen Stamm
nur um zu erfahren
dass wir Verbrannte
Verbrennende sind
die dem Lodern des Feuers
ihre Körper widmen
in Dung zerfallend,
der neue Erde
der neues Da Sein
im Lauf der Zeiten
hervorbringt
Komm oh komm und vergiß
damit du Wahres erinnerst
und vorschnell Geglaubtes
in deinen Lidern
einen Unterschlupf findet
nicht aber dein Denken
in trübe Gewässer stösst
Dort wo die Morgensonne
über San Michele
ihr Geschmeide ausbreitet
auf dass Leben
eine reizendere Variante
eines all zu freundlichen Todes sei
wenn die Einladung
einer halben Acht
die in der Unendlichkeit wohnt
deine Flügel
ein weiteres mal in Bedrängnis bringt
und die Niederkunft
in das Holz
dein letztes Feuer bedeutete,
…
so schwebe
und singe empor
bleibe in dieser Welt
und nicht von ihr
dass das Rauschen
deiner Federn
Allen Zeugnis sei
für eine Zeit
die frei ist
von sich selbst
und dem Jubel gehört
der nur jenen erklingt
die im Angesicht des Todes
sich am Leben freuen
geschrieben auf der Fahrt zwischen Belgrad und Venedig nach dem Konzert in Kanjiza am 09.02.2018
gewidmet Zoltan Bicskei (inspired by his drawing Feb. 2018)


Vertriebene
am Morgen
mit Koffern
leer von Welt
und voll
vergessener Geschichte
hetzen durch Locations
standardisierten Aufenthalts
wo sie den Glauben
an Mittmenschlichkeit
gegen die Illusion
weltweiter Verbundenheit
verlieren.
nur in den alten Caffees
schlummern auf einem
Versuch von Lächeln
im letzten Brökeln
archaischer Patina
zerstobene Fetzen
einer Heimat
die heute in eine
grelle Schrift
der Leuchtreklame gegenüber
wiedergeboren wurde.
Keiner weiß mehr
woher er kommt
noch wo sein Taumeln
unter Taumelnden
hinführen könnte.
Letzte Meditierende
sind Kellner
die gesenkten Hauptes
voll aussichtsloser Innbrunst
die Bilanz
ihrer Trinkgelder
im dem vergilbten Geist
zeitloser Tage
verwalten.
Die vielbeklatschte
„Neue Welt“
wurde zum Abbild
niveaulosen Scheiterns,
ihr anerzogener Vasall
will es ihr inzwischen
gleich tun
und überholt sich
noch selbst
im Ausmaß
seiner Verblendung.
Das Vergangene aber
ist nicht gegangen
es schreitet aufmerksam
neben uns her
und achtet auf die Lügen
die wir in seinem Schatten
über es verbreiten wollen.
wehe wenn er weicht…
es stünde alles
in unerträglich gleissendem
Licht..
Um diesen Brand zu verhindern
nähren die Schattenmänner
ihren fetten Ranzen
und produzieren ungewollt
das Öl für künftiges
Feuer.
Wien, Caffee…
Welche Sprache
fällt in unseren Mündern
noch zusammen
dass ihr Odem
ein Feld
kräftiger Ähren
emporhebte
und Kornblumen
als Zierde
rauher Verhältnisse
wie einen
geheimen Code
in ihre Mitte
näme…
In Zeiten
als zweifelsfreie
Bedeutung sich
unbemerkt
mit
neuen kryptischen
Lauten vermählte,
die gleich klingen
wie ihre Vorsprache,
Fernes aber
meint und
selbst der Engel
der Auferstehung
sein Geschäft des Mahnens
nicht mehr bestellt
Wie
verbeißen sich da
das Verschiedene
welches einst
ein Merkmal
der Anmut war
mit der Forderung
nach einer
immer gleichen Sicht
der Schönheit
alles Fremden und
durchpflügen das Feld
kaum
dass der Same
gefallen sei
Unruhe
heisst also das Kind
unserer Tage
welches in der
schäbigen Grippe
bewusstlosen Sprechens
auf die Zeit
nach dem Weihrauch
bettelt
und den Königen
ihre Schleier entreißt
in die sie
die Botschaft
einer Verführung
webten
Gewickelt
liegen wir
in der Scheisse
dieser Gewänder
die
das Meinen
bemänteln
als wüssten wir
dass das
Strickmuster der Botschaft
nur ihr Echo sei
nicht aber der Mund
dem dies entsprang
ein korb
voller erinnerung
geflochten aus
der ahnung
von vergänglichem
schmiegt sich
bei jedem schritt
an meine seite
auf dass ich ihn fülle
mit einer wegzehrung
die sich keine grabhügel
auf allgemeinplätzen
mehr leisten kann
meine speisen
sind keine essensreste
vom vorherigen mahl
das nun wie abgestanden
einen schatten
auf die gier
des Augenblicks
wirft
und dürstet auch nicht
nach den leeren plätzen
die ich einst
mit meinen Kochkünsten
bevölkerte
schatten werden geworfen
von den Vorgängern
die ihr licht
in die nischen
verdorbener Geschichte stellen
und in Käfigen der Sieger
als Sohn der nation
zur schau gestellt werden
ezra oh ezra
er möge singen
in den neuen Körpern
der nacht
denn wo
als in den schemen
der morgen
erinnerte sich
der flammende geist
der leicht
wie ein junge
und die Sprache
in der nacht des Unrat
bemühte
und seinen Schemel
in die hässliche Fratze
der neuen Welt stellte
die doch nur
eine schlechte Kopie
einer alten war
du hast dein land verlassen
und jetzt holen sie dich zurück
in eine hässliche Odyssee
ihres kranken geistes
den du beklagtest
und blos stelltest
in jenem äon
als der Aufbruch
Grund genug war
das Gesicht der Ereignisse
zu entstellen
ein spiegel nur
deine stimme
die den fluch
der Ausbeutung
zur neuen Kultur erhob
mensch
zum
Menschenfeind erkor
und jenen
Schmelztiegel der menschen
zur Hybris anbrechender zeit
erhob
die unwissenden
heucheln dir heute
den helden der Schrift
und verschweigen
deren wahren ton
und stehlen noch
die dossiers
mit denen du
deinen Atem pflegtest
Auf blanken Feldern
huschen
in den Gedanken
von Ezra
ungeborene Vögel
wirbeln ihre Nester
in der Luft,
zögern über den Wipfeln
wartender Äste
Himmel fallen wie trunken
auf ein Land
ohne Grund
dessen Bewohner
in der Flucht
vor sich selbst wohnen
Nur
der Gedanke eines Kranich
spielt den Versuch
seiner Wiederkehr
in schwarzem Gewand
entrückt vor Freude
dem Geäst
zu entsagen
Wie tausend Zweige
erstrecken wir
an einem Tag
unsre Hoffnung
ins All
damit Kommendes
sich
auf unsren Schultern
niederlasse
und das Gebet am Sein
eine Stärkung erfahre
die uns
Jene Kybernetiker der Macht
umlenkten
in eine globale Schwäche,
wo Jeder, Jeden
nicht mehr versteht
Komm, oh Komm
und vergiss
damit Du
Wahres erinnerst
und vorschnell Geglaubtes
in Deinen Lidern
keine Unterkunft
fände

Äpfel mit Birnen
vergleichen
geht schon….
Nämlich
jenen Verästelungen
nachzufahren
an deren Verlauf
der Birnbaum
dem Apfelbaum
sich zuneigt,…
gar berührt,…
….verschieden
bleiben sie
dennoch
silber
an den lippen….
(mehr demnächst…)
der grad
zwischen
wahrheit
und
täuschung
ist schmal
er ist
so breit
wie
der rand der medaille
auf deren seiten
sich beide abzeichnen
ihn zu begehen
bedeutet:
die umrundung
des widersprüchlichen
bis
gegensätze
sich
auflösen…
es erscheint
der pfad
der erkenntnis
auf ihm zu wandern heißt:
aufgeben des widerspruchs
zu gunsten
der tat
am tatort
schließlich angelangt
begegnen wir,..
wahrheit
und
täuschung…
abende
verlieren sich
in ihren erinnerungen
wie tagschatten
die die nacht herbeisehnen
um sich im gewand
eines traumes
zu verstecken
und gefundene einsichten
in ein warmes nest
stricken
so dass
das wahre
an den erscheinungen
verborgen bleibe
in einer
wärmenden kuhle
geistloser zeit,
in der die rufe
nach erkenntnis
wie große elefanten
in den räumen
sinnlicher umnachtung
auf ihr schlachtfest warten
doch niemand wagt es
jenes scharfe messer
des handelns
am Schaft zu packen
so werden die menschen
zu kotfliegen
einer dickhäutigen zeit,
umschwirren den gestank
fremder hinterlassenschaften
und feiern volksfeste
in den verblödenden schluchten
ihrer fußgängerzonen
die wie
ein hochsicherheitstrakt
an neuen synagogen
den menschen ergreifen
bevor er noch
zu sich gekommen ist
gerede
hat wieder
hochkonjunktur
und
das mimikry
eines
alttestamentarischen gottes
erschaudert noch jedes lächeln
das verschämt
nach letzten resten
seiner
aufgeweichten identität
hechelt
es ist abend geworden,
die jetzt noch
die straßen bevölkern
schweben in den ruinen
ihres bewußtlosen Tiefschlafs,…
nur die jetzt schon ruhenden
sehen die hybris
in einem
wachen albtraum
wie ein feldkreuz
auf schmalem grad
halten sich
letzte strophen
alter gesänge
die ihr flehen
jener zeit
entgegen hauchen
die den
chor der gefangenen
an uns
heranführt
Literatur spielen bedeutett: Sich selbst vergessen um an die Nähe eines spontan Improvisierten heran zu reichen, die da heißt:
Sich selbst neu schöpfen, da das Notat nur vorläufig den Spielfluss gebiert.
Ein Traum der andauert wird zum Alptraum. Wer seine Tagträume noch nicht verstanden hat, wird den wahren Traum nie betreten und statt dessen Miete für Umstände zahlen, die nicht die seinigen sind.
Das Wieder Erkennbare ist die Richtschnur zur Erinnerung, deren Leitfaden sich aus dem Jetzt heraus in die Einstimmung mit dem Kosmos sehnt. Menschliche Probleme sind gewissermaßen notwendige Barrieren über die diese Sehnsucht nach dem Gelingen, das temporär als Vollkommenes und Glückliches erlebt wird, erreicht werden kann.
Wer aufbricht
hat immer ein Ziel
auch wenn er es
nicht weis
Wer aufbricht
hatte einen Ort
den er verlässt
Der Ort den er
verlassen hat
war sein Ziel
welches er vorher
nicht kannte
Wenn Alle
der Lüge
glauben,
erscheint
die Wahrheit
als verlogen
Ist Falsches
dann Richtschnur
fällt jenes Gebäude
Wahrem
anheim
„Im Leben weiterkommen“
bedeutet
„Federn lassen“
gerupft
steht der wahre Mensch
in seinem Kleid
„Die Mitte“
ist das, was man uns vorgauckelt, nur um uns davon ab zu halten einen Platz einzunehmen, der sich jenseits dem Gedränge der Abweichler vom eigenen Denkvermögen befindet.
An diesem scheinbaren Rande aber befindet sich der Ort einer Rückbesinnung auf die Frage, was „Mitte“ und ihre abseitige Konstruktion von rechts und links überhaupt bedingte, zöge man denn einen Linie zwischen diesen virtuellen Eckpunkten eines Geistlosen Raumes. Dieses Mediare dient nur der Blendung jener die sich auf der Strecke zu ihrem Ausgangspunkt verloren und sich nun zitternd vor Angst von einer Raute einfangen lassen.
SEIN
ist nicht
Abwesenheit von Denken
sondern die Schwelle
zu einem Raum
in dessen Weite
die Spürung
zu uns selbst
den Ausgang
sucht
der Gesang
den keiner hörte
als er noch
mit frischer stimme
das abend-
und morgenrot
darlegte
verschwindet
wie ein mond
im abblendlicht
eines nächsten tagversuches
schreibt eine Linie
über den ausnahmezustand
der an dauer gewinnt
je mehr wir das schöne
im abgründigen
wahrzunehmen glauben
vertraut vertraut
auf sand gebaut
geformt gehaucht
die kraft verbraucht
ein Wink von dort
die Rechnung stimmt
wo keiner ahnt
schon bin ich fort
Die kleine Schaar der Weltausbeuter
beheimatet in den östlichen Malediven
kleinprovinzialer Versuchsdichtung
befördern noch mit jedem Mittel
das outsourcing dessen was einmal
ehrenvolle Produktion
und gestandene Ausbeutung war.
Man ist nichts mit dem Anspruch
alles zu können, verortet seine Konten
in den Probandenstuben klandestiner
honkongscher Ecken
um den Zugriff auf die Schwankungen
der Aktienmärkte in jedem Bruchteil
einer Stunde vollführen zu können
Taubenflug
inmitten
der Borgo
wuchernder Städte
fangen
verlorene Gedanken ein,
die
im Anbruch der Tage
das weite übten
und jetzt
im allgemeinen
schwerfällig
wie Öl
auf Wasser
wippen.
Die arkaden
verblassen noch
als im letzten
sonnenrest
die Scham
einer Erinnerung
an ihnen
hinüber
kriecht,
dort
wo das überwintern
an den säulenheiligen
des Nachmittag
geprobt wird…
Olivenbäume
eifern um die gunst
des letzten strahls
und geben
ihren frieden
klein bei
als sie
der ernüchterung
der nacht
entgegen wachsen
Wer nichts ist
kann alles sein
wer alles ist
hat nichts gelernt
Crotone
Das Dorf
Am ionischen Meer
der Golf von Tarent
nicht weit
klingt
lange noch
bevor
die Akusma
dort
in Selbstverständlichkeit
zusammen schwang,
tönende Schauung
ihrer selbst
die wie
ein Himmel
seine Zeichen
vorwiegend
in die Nacht
des Tages
gebärt
wie weit
muss
Einer
mit sich selbst
Sein
bevor er
im Besondern
für das Allgemeine
anfängt
zu klingen
Es hört nicht auf
weil
noch nie
angefangen wurde
und die Proben
viel mehr
die Pausen
zum eigentlichen
Konzert
stilisiert werden
Es wird
noch nicht einmal
der Ernstfall geprobt
stattdessen
jene Probe
simuliert
in der der Standard
seine ewig
gleiche Leier
wiederkäut
und der Rückzug
ins Infantile
jenen Schutzwall erzeugt
der das Leben
von seiner Simulation
trennt
Den Claqueren
ist dies
immer eine
Lobhudelei wehrt
vorwiegend
in englisch
Das Ende
entpuppt sich dann
als
Dragödie
vergessener Anfänge
wie man
mit etwas Etwas
etwas Nichts
sagt
ist die Aufgabe
der
Etwas Sager…
Dass Nichts
Etwas sei
ist die Erfahrung
ihrer Zuhörer
die Etwas erwartet haben
satt dessen aber
immerhin
etwas Nichts bekommen.
Dass Nichts
schließlich Etwas sei,
dieser Glauben erfreut
die Nichts Sagenden
Etwas Sager.
Denn
etwas Nichts
ist immerhin mehr
als
gar Nichts.
gelegentlich
zeigt sich
der aufsteigende ast
erst
wenn
der pfad
nach oben
durch
klammheimliches rutschen
nach unten
überholt wird
und das gefälle
als eine variante
des aufstiegs
begriffen ist

der letzte
seiner art
schließt die tür‘ ,
die dort
eintreten wollen
werden
ihrer verwandlung
kaum entgehen
und
einen fuss
im türspalt lassen
zur flucht
vor gesehenem
wer all zu sehr im gegenstandslosen „jetzt“ lebt, kommt nie im „dann“ an. ist er aber dort, hat sich sein „jetzt“ in eine chimäre verwandelt.
diese ist dann sein „jetzt“ und er betet sie noch als verwandlungskünstler an. welches abwechselt sind schatten von schatten, die verblassen…
die wieder geburt des anfänglichen, der andere, vielleicht neue zustand, im irdischen kleid, welches sich von daher feiner webt, ist die eigentliche hoffnung auf eine option, die wir weder buchen noch vermeiden können, egal wie sie uns begegnet, als gnade oder als abgrund. letztlich aber als verwandlung ihrer gegensätze von leben und sterben in immer gegenwärtige anwesenheit.
ob sich diese erkenntnis allerdings als vollendung des prekären, oder aber den beginn dessen verwandlung in fülle zeitigt, liegt in der tiefe jenes bewusstseins begründet, welches erkannt hat auf welchem acker es seine samen fallen lässt.
angelangt
im kinderblabla
dort ehedem
ein späteinnister
habe ich
meine zeit vollbracht
und stehe
gebückt im aufstand
in einem lächeln
das ich verberge
oder
in die welt entlasse,
wahlweise als
narzis oder
goldmund
der weiß,
dass es in einer zeit
des desasters
nichts mehr zu lernen gilt
so mache ich
in meiner frühstückspension
der zeitlosen gesten
neu aufgelegte
systemische purzelbäume,
die die welt
mit silbermünzen bepflastert
und den schatz
aus gefährlichen tiefen
dünn gewebter
stricke zieht
Lüge bewegt
Wahrheit gründet…
Essay von Hubert Bergmann zum 75. Geburtstag von György Szabados
in wischfesten blasen nisten wir uns ein
auf tapezierten meinungen
die wie ein XXL hintern vor unseren augen wippen
grau gewordener ratschlag
der seine zeit
im abseits vergessener geschichte überdauert
und antworten
aus der hilflosigkeit ungelebter leben
zu generieren versucht
mittelschichtskontaminierte sorgenfalten
die zu vibrieren beginnen
wie der tümpel vor einem heranziehenden tsunami,
schieben eine ahnung vor sich her
wie eine gelangweilte mutter
die ihre brut dem Zufall überlässt
vollverschleierte gedanken
pendeln ihren alzheimer aus
als wäre die krönung eines gesalbten nachmittages
das vergessen jener zuversicht
nach der ein sonnenstrahl nur
uns vor deren untergang rettete
sie kommen aber wieder
die leichten leben
als wiedergeburt aus dem nichts des anfangs
wie ein säugling
der sich im geschaukel seiner mutter verliert
dort treffen sich ahnung und prägung
in einem neuen reglement,
vereinbart
durch die unbewußten lippen einer zeugungsgemeinschaft
die noch das beste geben,
während ihnen das allerbeste genommen wird
gleich eines ensemble von abkürzungen
turnen die einschläge weiterer erkenntnis
wie flüchtige zinsen
auf den kontoauszügen unseres Da Seins
ort
reimt sich immer noch
auf fort,
die sehnsucht in der bewegung
jene behausung zu finden
die uns im angesicht all zu vertrautem
das fürchten lernt
ein schwüler duft süßlicher shisha pfeifen
verkündet da
das KZ der offenen grenze
die sharia
einer humanitaristischen diktatur
in der der anspruch einer gleichheit aller
zum gesetz
und
das wagnis der verschiedenheit weniger
zum tabubruch
gebetet wird
der denke-d-ort ist wieder da
treibt zwitschernd musen an
er ist nicht fort nur immer klar
ein rucke mann der kann
spinnt er i sinnt im würzer wein
gräbt graben ab der duldsamkeit
den feldern ob de reinen main
prozess ion gebenedeit
es leuchtet seine dada funzel
im nebel nebst der burg
selbst seouligen geschwischwa schmunzel
ist ritter er, simurgh
er falkt wie adler in der früh
ein hüttehoh und rufer
ein balg der bläst ganz ohne müh
uns andere ans ufer
mit keinem nein zieht ja um ja
vollbringt sich selbst als faden
als klandestiner w-orte zar
voll alchemie geladen
in dem er haust wie heideggen
die sprach ist sein und sein des wein
wo musiken dann doch ver-ecken
er bleibt in seinem denken dein
so wird mann was was man nicht war
ein socken unter vielen
der stricker webt den strick ganz klar
und wärmet so die schwielen
der weinberg harrt, buchstaben fremder
er immer schwirrt in waben
kein noch so schöne es geländer
lädt nicht ihn ein zum laben
er schriebeschraubt schon ganz verknittert
beackert schepper felder
wenn er nicht wär kein ton er zittert
aus einem feuer melder
für RIGO bert Dito Mann

der kampf
zwischen
schuld und erlösen
wurde unter dem aspekt
„gewinnerzielungsabsicht“
in die barbarische buchhaltung
der sogenannt jüdisch- christlichen kultur
verbucht.
seitdem
kämpfen wir
auf verlorenem posten
von befreiungsversuchen
aus einem modell,
das zur implementierung
einer knechtschaft gottes
oder seiner modernen variante
der dienstbarkeit
gegenüber einem totalen staat,
erfunden wurde.
dort
wo die wege
von gestern
dem morgen
eine hand reichen
und
eine plötzliche gabelung
gerne
eine richtung
in ihrem tagebuch
als beleg
für ihre frage
nach dem weiter
verbucht hätte,
beginne ich
den sinn
von
inne halten
zu begreifen.
es ist das warten
auf einen ruf
meiner seele,
die sich im
partisanengefecht
der tage
lange nicht
aus ihrer deckung
hervortraute
und jetzt
als geläuterte und andere
aus dem pulverdampf
der großen und kleinen
scharmützel
hervorlugt.
der beginn
im schützengraben
ist das ende
des Kampfes.
tot oder sieg
gewinn oder verlust
sind dabei nur
ein zwillingspaar
welches sich
nach langer zeit
auf verschiedenen wegen,
wieder in die arme fällt.
jenes aber,
das uns umbringt,
ist unser verharren
vor der gabelung
von
leben
und
tod.
indem ich lasse
führe ich
indem ich führe
werde ich gelassen
… das
schafft nähe
über ferne
Schwan im Mondlicht bleich
See der den Schatten verschluckt
spiegelt weiß in weiß
mond zwischen ästen
sichelt den tag beiseite
fällt später sein licht
wendetage
die ihr innerstes
am saum der zeit
wie eine
zu junge großmutter
zurück stricken wollen
den anlass
eines neubeginns
wie ein rohes ei
vor sich herbrüten
um dem unvermeidlichen
einer geburt
in’s nächste jetzt,
aus dem wege zu gehen
tagwender
ein hort
aus kleinen erinnerungen,
die das selbstverständliche
wie eine mauer aus eis
in die wüste setzen
dort wo der verlust
immerhin
eine oase der neugierde
aus dem treibsand der stunden
emporsickern läßt
endtage, die
anfänge schwängern
und hoffnung
auf bestätigung unserer existenz,
mit einem blick
in eine hochzeit von
eros und tanathos,
in das gesprenkel
von bunten klimmzügen
eines übervollen menschenparks verwandelen
tagenden
fließen in eine richtung
scheinbar
die ihrer herkunft nach
bedingung sein will
für nächstes
wo die quellen der heiterkeit
im monsum der gefühle
ihren geistigen unterbau verlieren,
dort wo
die zeiten still stehen,
während die körper
langsam und unaufhörlich
zerfallen
in den grund
eines wachtraumes,
der sich
an den wurzeln
einer oase nährt
wenn der tage
tag enden
erscheint
verstimmt
der tagwender
endtage
im
zwielicht
eines tautropfens,
tanzt mit dem grün
eines palmblat’s
dem wachsen entgegen
am schatten dieser wurzel
genieße den tag
wach am himmel
schwebt eine ahnung,
die sieht,
nach vor, nach zurück,
die weiß
von unten, von oben
ein zeiger,
der den sinn berührt
bevor ein echo
meiner unruhe
aus seinen ziffern
erwacht
weite bögen
die den grund erahnen,
schwingen wie ein roter strich
unter dem sichel
das den mond
im dunkel hält,
über dem heiligen berg,
der die nacht
über dem see der ferne
einläutet
und
das dämmern
von gekreuzigten worten
in ihr recht setzt,
den schuß wagt,
zum nächsten knoten
der einem neuen teppich
ein muster gebiert,
… während der fremde
seinen mantel
über das gelage wirft
und die farben erstickt
wir ahnen
unser verfehlen
welche wie
zwei birken im winter
ein denkmal betrauern
und den trost
in ein gelingen
vor dem erwachen
legt
vielleicht ist
der rechte augenblick
die gewahrwerdung
einer zeitlichen bedrängnis
die ihre dauer
in den schmalen spalt
einer nähe treibt,
und dort
den keil spitzt,
der die drift
verbindet
….denn
während löwenzahn
seine samen in den wind vergeudet
wachsen die fugen
in eine
neue zeit
für KT
in stalingrad
stand der schnee
rot
an unsren lippen
heute
schreien wir
wenn die erinnerung
an verlorene väter
wie puderzucker
an unseren zehen schabt
die abdrücke
unserer zeit
stehlen sich
wie sandburgen ummauerter gefühle
in ein niemandsland
verlorener siege,
die wie krähen
auf den verlust
einer bewegung warten
um zu zupacken
der general
ging längst zu boden
lange bevor
die bajonette
den versuch wagten
das grauen
auf andere abzuwälzen
rot ist der schnee
wenn die Tränen des himmels
erde umwerben
und feucht
der frühling
der den körper
wieder freigibt
die wir kannten
sangen schon
in fremden gesichtern
als der bräutigam
früh noch sucht
seinen hof
im garn der nacht
wieder zuerkennen
dort liegt jetzt
ein spätheimkehrer
zermartert von den
erfordernissen traumloser tage
entweiht von der ankunft
in leerem raum
und wird
zu seiner krume
die er stumm
im herbst besäht
das einkommen der einen
ist das auskommen der anderen
dazwischen tanzt die muße
ihren zeitlosen tanz
dessen flair
den kitt vom mehrwert
entzaubert
der flotten wirtin „ROSA“
vom Browns tearoom in der türckenstrasse München
mobilisation, also entfesselung ist die neue variante einer als fesselnd empfundenen seßhaftigkeit regulärer mietzahlung. dabei gebiert diese (mobilisation) eine weitere bindung auf der gestaltungshöhe vermeintlicher unabhängigkeit, die den ausnahmezustand des heimatloßen wie einen götzen der freiheit im zeitalter des terrors anbetet. die hostie einer ereignismeldung die den (ver) schläfern gereicht wird, verdeckt noch jeden nachbarn im wohnblock der moderne.