Wer sich in das Dickicht
der Aufklärung
um Lügen begibt,
wird selbst zu dieser,
in dem Moment
wo er erkennt,
dass die Lüge
zur Wahrheit
umgemünzt wurde.
…und er
„seiner“ Wahrheit
hinterherhinkt,
die jetzt
zur Lüge
verkehrte….
er also
zum Lügner
wurde
So dreht sich
die Geschichte
aber mit der Zeit,
die alle Gläubige
umgemünzter Wahrheit
diesem Gesetze folgend
schließlich
wieder
zur ursprünglichen
Wahrheit
bekehrt
Das Eine
kann es nur geben
wenn es
das Verschiedene
schon gab
denn
von was sollte
sich denn
Eines
zusammen finden
wenn nicht
das Andere
von ihm verschiedene
seine Figur
dazu stellte
Wenn
Alles
von vornherein
gleich Eines wäre
entstünde überhaupt
nicht die Frage
nach
einem
so genannt
Anderen
Der Vorwurf
des alles Gleichen
läuft
vom Beginn
seiner Zeugung
ins Leere
da der Verursacher
mit der Benennung
dessen
was er beschreibt
gerade
das
von sich Verschiedene,
das Andere
in die Welt
entliess
Geist lockt Geister an, könnte man sagen, aber was lockt den Geist an.
Es sind seine eigenen Hervorbringungen die er im Schilde führt, sozusagen die Anrufung seiner selbst gepaart mit der Widersprüchlichkeit irdischen Da Seins.
Wie nur sonst haben es die Venezianer geschafft auf dem zweit flüchtigem Element nach Luft, auf Wasser zu bauen?!?
Das milde Gekräusel am Morgen auf den Kanälen scheint das sowieso Flirrende des Geistes nochmal zu inspirieren. Die Farben ändern sich ständig man lebt
als Unproduktiver (im Sinne irdischer Wirtschaftlichkeit) Kreativer gerne in diesem Gewebe des Unsicheren aber doch beständig Verfasstem. Ähnlich einem Körpersack der ja auch vorwiegend aus Wasser besteht und wo die Dicken besonders schwer zu verbrennen sind wie mir der Kremierer des Krematoriums auf St. Michele bestätigte. Nur um hinterher zu schieben das alte Frauen schnell weg gebrannt sind, wegen der Osteoporose, die weniger Knochensubstanz übrigläßt. Ich nehme an dass wird sich irgendwann aufs Preisgefüge der Kremieren niederschlagen. Die Fetten so viel, die Dürren etwas weniger, dafür dann ein letzte edles Holz. Was hier gespart wird, wird dort ausgegeben, ein beständiger Wandel im Unbeständigen der Zeit.
Wo anders holt einen der längliche Wagen ab hier ist des der Nachen der einen sprichwörtlich ans andere Ufer schaukelt, dort wo im Wasser gebaut, dem feuchten Element des Beginns die Zeitlosigkeit Urständ abhält.
Man lebt hier gerne besonders im 20 Jhdt. Es gibt keine Autos, noch nicht einmal Strassen, wo sonst gibt es so etwas heute noch.
Alles scheint Jeden und das Übrige zu bedingen. Es ist ein Biotop des Gelingens, selbst der Arme Hund und Dichter wird gehalten durch diese Vernetztheit der Gassen und Kanäle, die gleich einem Körpersystem Abfuhr für Cloacke, Selbstreinigende ausscheiden und in den höheren Stockwerken auch noch die Vernetzung der Snyapsen gut gedeihen lässt.
Pound lebte die letzten 20 Jahre hier, ebenso im Widerspruch finanziert von den Wertpapieren seiner Frau der Geigerin und schimpfend eben auf dieses unproduktive am Geldsystem. Wo ein Mann vielleicht 1, 2 Häuser besitzen kann, aber nach dem 3. stimmt was nicht, er tut nichts mehr dafür, die Realwirtschaft geht baden. Da aber Venedig sowieso beständig im Bad sozusagen steht, spielt das hier überhaupt keine Rolle. Das Böse wird sofort transformiert in den guten Aspekt des Geistes, das webende Leben und dient diesem nur als lästiger aber notwendiger Brennstoff. Man schaukelt auf diesem Lagunenschiff durch das tägliche Dasein, wohlwissend dass die Verflüssigung allen Lebens nicht all zu weit entfernt ist und genau diese Erinnerung an die Unbeständigkeit des Stoffes ermöglichte hier eine Blüte desselben. Handel und Wandel…..
Gelegentlich ertappe ich mich (und nicht nur hier) dabei irgend so ein Schreiber zu sein, wie Pessoa in einer Handelsgesellschaft ein paar Stunden am Tag die Kladden zu führen, als notwendiges Übel um danach dem Eigentlichen, dem verfeinerten Stoff zu frönen, Buchhalter und Dokumentarist einer Zwischenwelt zu sein.
Letztlich ist auch dieses Venedig eine Art Ver – Dichtung, ein Sinnbild des Lebens und Sterbens ein Gewusel von Adern und Knochen, pulsierender Energie inmitten sich sehr langsam hinziehender Verrottung allen Lebens. Aber dafür hat man am Ende dann die Insel. Ab auf die Insel irgendwie wird es da schon weiter gehen in den Entdeckungen und Regsamkeit kosmischen Geplappers.
Aber man vergesse nicht, welche Mühe, welches Wissen und welcher Wille es benötigte, alles Urgeistige Eigenschaften, dieses Gebilde irdisch werden zu lassen. Was hier an Kultur geboren wurde, klar vernetzt mit christlichem Glauben, der auch fast an jeder Ecke in From eines Kirchlein oder kleinerer Kathedralen Erinnerung mahnt, was an Kraft möglich ist aus einem Bereich der gänzlich unphysisch mitten im Leben zu stehen scheint auf dass man diese ergreife.
Das scheint das zentrale Moment zu sein. Zur rechten Zeit, am rechten Ort, die Anrufung des Geistes paaren mit irdischer Möglichkeit.
Wie oft habe ich falsch gelegen und sehne mich im Grunde nach dieser Deckung von gefühlter Kraft, Intelligenz und Umsetzerischem Pendant.
Stattdessen wandere ich in ewiger Miete auf die geistigen Pfründe unserer Vorfahren und erinnere mich viel zu selten an die uns schlummernde Möglichkeit diesen nach zu fahren.
Das aber ist Ergebnis der Atomisierung allen Lebens vielleicht mit Beginn dessen „Befreiung“ der französischen Revolution.
Gebundenheit also Re – ligio scheint mir erspriesslicher als das überzüchtete „libertäre Alles“.
Venedig ist eine freundliche Mahnung hierzu, die es uns ermöglicht tiefer hineinzusteigen in diese Verpflichtung auch wenn das äußere Bild im Tourenden heute
die innere Dimension beständig zur Verdrängung auffordert und den Einzelnen damit täuscht er sei ja in diesem Gewebe sicher vor weiteren Abgründe.
Moriturii te salutant, haucht die Toteninsel in die Morgenluft. Das sollten wir uns zu Herzen nehmen und den Tag nach unseren Möglichkeiten und Gegebenheiten mit der Maßgabe der Veränderung angehen.
es liegen Felder brach
vor milchiger Sonne
als im Rost der Zeit
das Ego einer Egge bricht,
und Ähren
fügsam im Wind
die Theiss
in ihrem Lauf begleiten
Wo schneeweiße Landschaft
wie Papier aus Reis
mit gedämpfter Hoffnung
inmitten der Arie
eines schwarzen Vogels
das atemlose Zepter
eines Aufbruchs übt
verspricht uns ein morgen nur
das über morgen
in dem Ungeborenes
den alten Bann von sich wirft
sich an die Weise
fremder Lieder schmiegt
und wir uns an eigenem
Atem verbrauchen ?!?
Wo gestern noch die Wölfe
ihr Heulen besprachen
Dass der Gesang freien Lebens
nur das Zirpen einer Seele sei
während wir
um das vergessen unser selbst
uns ein getauscht haben
gegen eine verbogene Geschichte
Die Äste der Bäume aber
winken uns noch Fragen zu
Und bewegen
den Kreis der Antworten
Wir aber sehen nur
die Unbeweglichkeit der Stämme
Und halten dies
für die Festung des Glaubens
Als deren Rinde sich schält
pulsiert der Saft der uns verloren ging…
Dass wir jene Stämme sein möchten
schreibt die Sonne in unser Gesicht
da sie
unbeweglich in ihrem SEIN erschienen
Blätter sich aber lichten
erschaudernt in Erwartung
unbekannter Flügel
Die Wasser aus den Böden
erkalten in unseren Adern
Das Brot der Erde nährt
noch unseren letzten Gedanken
Wo aber sind sie
die ungeformten Geister der Himmel
Auf deren Ankunft wir beten und klagen
Die wie Äste ins All gestreckt
letzte Erde atmen
Im versuch die Gesänge der Alten
von den Festplatten der Neuzeit zu kopieren
löschen wir das backup unserer Gefühle
Nicht mehr der große Wurf ist es
auf den wir leben
Nur die Zerstückelung
von Hälften bleibt uns noch
Ungewordener werde ganz
komme und bringe uns das ganz andere
Von dem wir wissen dass es dies gibt
aber nicht wie es schmeckt
Gewordene Entwerdende
So schallt es aus unseren Mündern
Im nicht wissen der Weisheit
Was kommen und gehen bedeutete
Der leise Wirbel eines Flügelschlags
Unbefangener Duft früher Blumenbeete
Das schnellen der Fische am glitzernden See
Geheimnisvoller Zustand
zwischen nicht mehr und noch nicht
venezianische Kanäle
in den Adern einer Stadt
Das sind die Früchte an den Bäumen
die wir nicht sehen wollen
In der Angst sie zu verspeisen
und in Erkenntnis zu verfallen..
Ganzes aber kann nur entstehen
aus Getrenntheit
der widersprüchliche Moment
wo Wasser und Holz
sich einen wollen
Wenn die morgen den Abenden gleichen
Und sich die Nacht in der Frühe versenkt
schließt sich der Kreis der Zeiten
Vollendet schreiten wir dann
in den unsteten Gegenden der Umbrüche
Die wie Narreteien unseres Geistes erscheinen,
die im Sterben
das Lied des Lebens singen
und im Leben
die Andacht des Todes würdigen
Anrufung wird zu einer freundlichen Geste
an uns selbst
auf dass der Adel aus jener Asche keime
den man in die Katakomben des Vergessens brannte
Dort warten die Setzlinge einer alten Zeit
Die sich das Licht
empor suchen werden…
Nur dies zu fördern singen wir Lieder
und dichten bei Wein
zur Erhaltung von flüchtigen Kirchen
in denen kaum der Anspruch
für einen Aufenthalt gedeiht
So bleiben wir Meister
des Ungefähren
die sich entlang hangeln
an den Ikonen
vergangener Zeiten,
die Miete unserer Hoffnung
im Voraus zahlend
auf dass die Enttäuschung
ein zahmes Lamm
von heimlichen Absprachen bleibe
Die Kybernetiker der Macht aber
drechseln die Erinnerung
nach ihrem Gusto
dass unser Gedächtnis
zu einer Stätte
bunter Drohnen mutiere
Himmel fallen wie trunken
auf ein Land ohne Erde
dessen Bürger
in der Flucht vor sich selbst wohnen
Nur der Gedanke eines Kranich
spielt den Versuch seiner Wiederkehr
in schwarzem Gewand
entzückt vor Freude
dem Geäst zu entsagen
Wie tausend Zweige
recken wir da an einem Tag
unsere Hoffnung ins All
damit Kommendes sich
auf unseren Schultern niederlässt
und das Gebet am SEIN
eine Stärkung erfahre
Wie die Finger
an Sabazios Hand
recken wir unsere
Synapsen in den Himmel
flehen in kultischem Psalm
nach Erlösung
vom irdischen Stamm
nur um zu erfahren
dass wir Verbrannte
Verbrennende sind
die dem Lodern des Feuers
ihre Körper widmen
in Dung zerfallend,
der neue Erde
der neues Da Sein
im Lauf der Zeiten
hervorbringt
Komm oh komm und vergiß
damit du Wahres erinnerst
und vorschnell Geglaubtes
in deinen Lidern
einen Unterschlupf findet
nicht aber dein Denken
in trübe Gewässer stösst
Dort wo die Morgensonne
über San Michele
ihr Geschmeide ausbreitet
auf dass Leben
eine reizendere Variante
eines all zu freundlichen Todes sei
wenn die Einladung
einer halben Acht
die in der Unendlichkeit wohnt
deine Flügel
ein weiteres mal in Bedrängnis bringt
und die Niederkunft
in das Holz
dein letztes Feuer bedeutete,
…
so schwebe
und singe empor
bleibe in dieser Welt
und nicht von ihr
dass das Rauschen
deiner Federn
Allen Zeugnis sei
für eine Zeit
die frei ist
von sich selbst
und dem Jubel gehört
der nur jenen erklingt
die im Angesicht des Todes
sich am Leben freuen
geschrieben auf der Fahrt zwischen Belgrad und Venedig nach dem Konzert in Kanjiza am 09.02.2018
gewidmet Zoltan Bicskei (inspired by his drawing Feb. 2018)
ein korb
voller erinnerung
geflochten aus
der ahnung
von vergänglichem
schmiegt sich
bei jedem schritt
an meine seite
auf dass ich ihn fülle
mit einer wegzehrung
die sich keine grabhügel
auf allgemeinplätzen
mehr leisten kann
meine speisen
sind keine essensreste
vom vorherigen mahl
das nun wie abgestanden
einen schatten
auf die gier
des Augenblicks
wirft
und dürstet auch nicht
nach den leeren plätzen
die ich einst
mit meinen Kochkünsten
bevölkerte
schatten werden geworfen
von den Vorgängern
die ihr licht
in die nischen
verdorbener Geschichte stellen
und in Käfigen der Sieger
als Sohn der nation
zur schau gestellt werden
ezra oh ezra
er möge singen
in den neuen Körpern
der nacht
denn wo
als in den schemen
der morgen
erinnerte sich
der flammende geist
der leicht
wie ein junge
und die Sprache
in der nacht des Unrat
bemühte
und seinen Schemel
in die hässliche Fratze
der neuen Welt stellte
die doch nur
eine schlechte Kopie
einer alten war
du hast dein land verlassen
und jetzt holen sie dich zurück
in eine hässliche Odyssee
ihres kranken geistes
den du beklagtest
und blos stelltest
in jenem äon
als der Aufbruch
Grund genug war
das Gesicht der Ereignisse
zu entstellen
ein spiegel nur
deine stimme
die den fluch
der Ausbeutung
zur neuen Kultur erhob
mensch
zum
Menschenfeind erkor
und jenen
Schmelztiegel der menschen
zur Hybris anbrechender zeit
erhob
die unwissenden
heucheln dir heute
den helden der Schrift
und verschweigen
deren wahren ton
und stehlen noch
die dossiers
mit denen du
deinen Atem pflegtest
Auf blanken Feldern
huschen
in den Gedanken
von Ezra
ungeborene Vögel
wirbeln ihre Nester
in der Luft,
zögern über den Wipfeln
wartender Äste
Himmel fallen wie trunken
auf ein Land
ohne Grund
dessen Bewohner
in der Flucht
vor sich selbst wohnen
Nur
der Gedanke eines Kranich
spielt den Versuch
seiner Wiederkehr
in schwarzem Gewand
entrückt vor Freude
dem Geäst
zu entsagen
Wie tausend Zweige
erstrecken wir
an einem Tag
unsre Hoffnung
ins All
damit Kommendes
sich
auf unsren Schultern
niederlasse
und das Gebet am Sein
eine Stärkung erfahre
die uns
Jene Kybernetiker der Macht
umlenkten
in eine globale Schwäche,
wo Jeder, Jeden
nicht mehr versteht
Komm, oh Komm
und vergiss
damit Du
Wahres erinnerst
und vorschnell Geglaubtes
in Deinen Lidern
keine Unterkunft
fände
abende
verlieren sich
in ihren erinnerungen
wie tagschatten
die die nacht herbeisehnen
um sich im gewand
eines traumes
zu verstecken
und gefundene einsichten
in ein warmes nest
stricken
so dass
das wahre
an den erscheinungen
verborgen bleibe
in einer
wärmenden kuhle
geistloser zeit,
in der die rufe
nach erkenntnis
wie große elefanten
in den räumen
sinnlicher umnachtung
auf ihr schlachtfest warten
doch niemand wagt es
jenes scharfe messer
des handelns
am Schaft zu packen
so werden die menschen
zu kotfliegen
einer dickhäutigen zeit,
umschwirren den gestank
fremder hinterlassenschaften
und feiern volksfeste
in den verblödenden schluchten
ihrer fußgängerzonen
die wie
ein hochsicherheitstrakt
an neuen synagogen
den menschen ergreifen
bevor er noch
zu sich gekommen ist
gerede
hat wieder
hochkonjunktur
und
das mimikry
eines
alttestamentarischen gottes
erschaudert noch jedes lächeln
das verschämt
nach letzten resten
seiner
aufgeweichten identität
hechelt
es ist abend geworden,
die jetzt noch
die straßen bevölkern
schweben in den ruinen
ihres bewußtlosen Tiefschlafs,…
nur die jetzt schon ruhenden
sehen die hybris
in einem
wachen albtraum
wie ein feldkreuz
auf schmalem grad
halten sich
letzte strophen
alter gesänge
die ihr flehen
jener zeit
entgegen hauchen
die den
chor der gefangenen
an uns
heranführt
Ein Traum der andauert wird zum Alptraum. Wer seine Tagträume noch nicht verstanden hat, wird den wahren Traum nie betreten und statt dessen Miete für Umstände zahlen, die nicht die seinigen sind.
Das Wieder Erkennbare ist die Richtschnur zur Erinnerung, deren Leitfaden sich aus dem Jetzt heraus in die Einstimmung mit dem Kosmos sehnt. Menschliche Probleme sind gewissermaßen notwendige Barrieren über die diese Sehnsucht nach dem Gelingen, das temporär als Vollkommenes und Glückliches erlebt wird, erreicht werden kann.
ist das, was man uns vorgauckelt, nur um uns davon ab zu halten einen Platz einzunehmen, der sich jenseits dem Gedränge der Abweichler vom eigenen Denkvermögen befindet.
An diesem scheinbaren Rande aber befindet sich der Ort einer Rückbesinnung auf die Frage, was „Mitte“ und ihre abseitige Konstruktion von rechts und links überhaupt bedingte, zöge man denn einen Linie zwischen diesen virtuellen Eckpunkten eines Geistlosen Raumes. Dieses Mediare dient nur der Blendung jener die sich auf der Strecke zu ihrem Ausgangspunkt verloren und sich nun zitternd vor Angst von einer Raute einfangen lassen.
der Gesang
den keiner hörte
als er noch
mit frischer stimme
das abend-
und morgenrot
darlegte
verschwindet
wie ein mond
im abblendlicht
eines nächsten tagversuches
schreibt eine Linie
über den ausnahmezustand
der an dauer gewinnt
je mehr wir das schöne
im abgründigen
wahrzunehmen glauben
die wieder geburt des anfänglichen, der andere, vielleicht neue zustand, im irdischen kleid, welches sich von daher feiner webt, ist die eigentliche hoffnung auf eine option, die wir weder buchen noch vermeiden können, egal wie sie uns begegnet, als gnade oder als abgrund. letztlich aber als verwandlung ihrer gegensätze von leben und sterben in immer gegenwärtige anwesenheit.
ob sich diese erkenntnis allerdings als vollendung des prekären, oder aber den beginn dessen verwandlung in fülle zeitigt, liegt in der tiefe jenes bewusstseins begründet, welches erkannt hat auf welchem acker es seine samen fallen lässt.
wendetage
die ihr innerstes
am saum der zeit
wie eine
zu junge großmutter
zurück stricken wollen
den anlass
eines neubeginns
wie ein rohes ei
vor sich herbrüten
um dem unvermeidlichen
einer geburt
in’s nächste jetzt,
aus dem wege zu gehen
tagwender
ein hort
aus kleinen erinnerungen,
die das selbstverständliche
wie eine mauer aus eis
in die wüste setzen
dort wo der verlust
immerhin
eine oase der neugierde
aus dem treibsand der stunden
emporsickern läßt
endtage, die
anfänge schwängern
und hoffnung
auf bestätigung unserer existenz,
mit einem blick
in eine hochzeit von
eros und tanathos,
in das gesprenkel
von bunten klimmzügen
eines übervollen menschenparks verwandelen
tagenden
fließen in eine richtung
scheinbar
die ihrer herkunft nach
bedingung sein will
für nächstes
wo die quellen der heiterkeit
im monsum der gefühle
ihren geistigen unterbau verlieren,
dort wo
die zeiten still stehen,
während die körper
langsam und unaufhörlich
zerfallen
in den grund
eines wachtraumes,
der sich
an den wurzeln
einer oase nährt
wenn der tage
tag enden
erscheint
verstimmt
der tagwender
endtage
im
zwielicht
eines tautropfens,
tanzt mit dem grün
eines palmblat’s
dem wachsen entgegen
wach am himmel
schwebt eine ahnung,
die sieht,
nach vor, nach zurück,
die weiß
von unten, von oben
ein zeiger,
der den sinn berührt
bevor ein echo
meiner unruhe
aus seinen ziffern
erwacht
weite bögen
die den grund erahnen,
schwingen wie ein roter strich
unter dem sichel
das den mond
im dunkel hält,
über dem heiligen berg,
der die nacht
über dem see der ferne
einläutet
und
das dämmern
von gekreuzigten worten
in ihr recht setzt,
den schuß wagt,
zum nächsten knoten
der einem neuen teppich
ein muster gebiert,
… während der fremde
seinen mantel
über das gelage wirft
und die farben erstickt
wir ahnen
unser verfehlen
welche wie
zwei birken im winter
ein denkmal betrauern
und den trost
in ein gelingen
vor dem erwachen
legt
vielleicht ist
der rechte augenblick
die gewahrwerdung
einer zeitlichen bedrängnis
die ihre dauer
in den schmalen spalt
einer nähe treibt,
und dort
den keil spitzt,
der die drift
verbindet
….denn
während löwenzahn
seine samen in den wind vergeudet
wachsen die fugen
in eine
neue zeit
in stalingrad
stand der schnee
rot
an unsren lippen
heute
schreien wir
wenn die erinnerung
an verlorene väter
wie puderzucker
an unseren zehen schabt
die abdrücke
unserer zeit
stehlen sich
wie sandburgen ummauerter gefühle
in ein niemandsland
verlorener siege,
die wie krähen
auf den verlust
einer bewegung warten
um zu zupacken
der general
ging längst zu boden
lange bevor
die bajonette
den versuch wagten
das grauen
auf andere abzuwälzen
rot ist der schnee
wenn die Tränen des himmels
erde umwerben
und feucht
der frühling
der den körper
wieder freigibt
die wir kannten
sangen schon
in fremden gesichtern
als der bräutigam
früh noch sucht
seinen hof
im garn der nacht
wieder zuerkennen
dort liegt jetzt
ein spätheimkehrer
zermartert von den
erfordernissen traumloser tage
entweiht von der ankunft
in leerem raum
und wird
zu seiner krume
die er stumm
im herbst besäht
mobilisation, also entfesselung ist die neue variante einer als fesselnd empfundenen seßhaftigkeit regulärer mietzahlung. dabei gebiert diese (mobilisation) eine weitere bindung auf der gestaltungshöhe vermeintlicher unabhängigkeit, die den ausnahmezustand des heimatloßen wie einen götzen der freiheit im zeitalter des terrors anbetet. die hostie einer ereignismeldung die den (ver) schläfern gereicht wird, verdeckt noch jeden nachbarn im wohnblock der moderne.
ein unterschied von früherem zu heutigem sklaventum ist der, dass den erfüllungsgehilfen einer postdemokratischen gesellschaft, also uns, eine gewisse zivilisatorische hemmungsloßigkeit der wahrnehmungsverachtung andressiert wurde. konsum und wohlstand, die frei gewählten ketten unserer zeit, werden als eheschließung des schönen mit dem unvermeidlichen begriffen, der man die scheidung aus gründen eines alternativlosen pragmatismus verweigert.