poems off the road

dottersack…

der dottersack
meines gestorben seins
eiert an meinen beinen,
macht mir mein
weitergehen schlüpfrig
wie eine geölte geburt,
die mir entfernter scheint
je näher ich dir komme,…

unsachgemässe handhabung
gestörter versuchsanordnungen
die mir wie
testreihen einer zuneigung
den schlaf rauben,
klammheimliche unterhaltung
meiner welt
mit unbekanntem,
dessen korrespondenz
in den dünnen kanälen
nach draussen
immer wieder
im schlick meiner spuren
stecken bleibt,…

und keine nachricht
von wo ich eine erwarte…

und käme sie,
sie entspräche nicht
meiner hoffnung
des
selbstverständlichen,…

ob ich
die dinge
auf den kopf
stellen soll…?!

20120419-125004.jpg

manche sterben…

manche sterben
im leben einmal
andere öfter,
habe das zählen
aufgehört
als einer
die endlose strasse
dieser
dunklen steine sah
die den weg
zur freude pflastern,
vorbei
an den eisbergen
vergeblicher hoffnung
die das meer
in dem
meine seele schwimmt
nur noch
weiter machen
wenn
ihre zeit
gekommen ist,
vorbei
an den
täglichen ritualen
der
„wenn-dann“
und
„könnte sein“welten
die uns
in den ewigen nestern
unserer kindheit
halten,
schaukelnde gewissheit
auf den inseln der suche
die längst
vor dem aufbruch
gefunden sind
und nur noch
einem hafen
warten

changieren…

chance
gefunden
verworfen
gewartet
die tür
ins haus
geartet
der tritt
zuvor
danach
zuersten
gefror
ein Hit
nein nein
zum bersten
seitlich
dort
im drüben da
hinter mir
und
wo ist wahr
so
schlenderts sich
in meiner welt
zur der sich doch
wer denn gesellt
im auf
hey dort
ja nein
bin fort
wo all
mit allen
ist
mein ort

20120418-091054.jpg

komm uni kation…

„…natürlich frisch…“

ein fragment
könnte genügen
wenn wir uns
die unruhe
eingebildeter begegnung
überstülpen
wie schlafmützen
vor ihrem versprechen
träume zu generieren
und dann doch
aufwachen
vor lauter verschlafenheit,
durchkommuniziert
und
überdurchdauert
in einer warteschleife
penetranter gefühlslogen
die wie
Pat und Patachon
nebeneinander herschaukeln
um ihrem eigenen
amüsement zu entkommen
hochgepäppelte lustbarkeiten
denen es
die sprache verschlagen hat
und in ihrem
privaten stummfilm
das schreien
nach leben üben,
durchtrainierte
SMS sportler
und
sadomasochistische
taugenichtse
die den neusten app
in ihrer hosentasche
pflegen
als sei es einer
dieser schicksalhaasen
die am bosporus
den galataturm,
diesen alten christustraum
in frage stellten,…

all das nur
um den
kommunikationskamikazen
ihre weitschweifigen
wordschiffchen
zu versenken,
noch tiefer ins dickicht
digitaler
mikrowellen einzudringen,
dort den
erstschlag
einer unterhaltung
zu erwägen
um nicht
dem versuch
der lufthoheit
eintönig sich windender
mastdarmgespräche
zu erliegen,…

wartende
am ende der zeit
die wie heuschrecken
vor ihrem eigenen
Dasein davon springen,
perplex blinzelnde
welche schweigen
mit zu zwinkern mästen,
ein anruf aus dem nichts,
der die worte
in digitale watte verpackt
und
ein feedback im vorfeld
des spiels
erstickt,…

komm
komm
uni
kation

wenn der zulieferer
einer option auf zwiesprache
den gegenüber
in seinem schweigen
versteckt

20120418-091209.jpg

schöne tage…

schöne tage
schwache seiten
paargleich
im unterschied
gleich in der
differenz
der verschiedenheit
zum anderen,
sind wir
bemühende
ohne hoffnung
auf auszeichnung
gleichwohl
preisgeldverachtete
adepten
das ziel der wandlung
zu erreichen
das ist unser credo
das ist das kreuz
in dem die tangenden
sich immer
im schnittpunkt
eines momentes
queren,
der tanz des
anders seins
aber immer
in der zeit
der beständigen verschiebung
der achsen
woanders liegt,…

wir treffen uns
im unbekannten,
im unterschied
zur fixen idee
eines
kreuzes,
das könnte
hoffnung sein

20120417-135616.jpg

asche…

asche
vergangener zeit
die ich bin,
zerstreut sich
in mir,
als baute mein atem
ein schloss aus luft
der versuchung
mir selbst
zu entkommen
in den
gewöhnlichsten dingen
der tage,
wo mir die nacht
durch die finger rinnt,
weil die frühe
sich nicht
ins licht traut
und
der ruf der ferne
sich wie ein
menetekel
in meine seele ritzt,
dort wo
sich
ohne mein zu tun
entscheidet,
ob es
in die tat
geboren werden will
oder
als echo
im zustand
von ungeborenem
verharrt,…

… nur
um dort
jene unruhe
zu zeugen
die mir
DA SEIN
ermöglicht

ich gehe …

ich gehe
den tagen
aus dem weg
wie
einem tee
der zu lange
am abend stand
und bitter
eine
unbestimmte angst
vor verlust
heraufbeschwört…
der
das lächeln
von menschen
auf seiner oberfläche
einfriert
damit ich es
für immer
parat habe,
abrufbereit
wie die erinnerung
an einen kuckucksruf
der mir etwas
unterschieben will
während ich
das ganz andere
begehre,…
nacht,
die ich nicht kenne,
morgen,
den ich
verlassen will,
sprache
deren wörter
noch nicht
erfunden sind,
vor gesichtern
deren lächeln
mich aufsaugen
wie das antlitz
einer mutter,…

es nährt,
es zerstört,
es gibt dir
die freiheit
abhängig
zu sein
und
es ist
der anlass
sich davon
zu stehlen,…

das
verlassen sein
zu
verlassen,…

wie ein
lichtspalt am morgen
der dem tag
aus dem weg
geht,
wie ein
eisberg
der am untergang
der anderen
schmilzt

20120415-111905.jpg

neoliberal…

neoliberale potentaten
filtern ihre gelassenheit
durch den
kaum auffindbaren
bodensatz
ihrer gefühle,
legen umarmungen
wie verdorrte äste
an die klammern
ihrer tage
und schicken
projektionen
immerhin portofrei
an die testperson
ihrer wahl,
bleifrei lächelnd
mit
ungehobelter
scheinheiligkeit,
um den
restmüll
ihres bisherigen lebens
fein zu sortieren
nach
den kategorien
„gelungen“
und
„abhanden“
gekommen,…

hey,
haaaalloo
aufwachen,
du bist nur
eine erfindung
eines
weltfremden designers
im
vorruhestand,
goldig aufgepeppt
mit alternativen
methoden
somnabuler kommunikation,
ein
schlafender kamikaze
der sich nicht
um seine schiffe
kümmert,
stattdessen
seine
selbsteinäscherung
in
leeren dosen
einer zweisamkeit
sammelt
und den durchblick
in den schlieren
seiner glaskugel
ersäuft,…

glauben
wir noch,
oder
wissen
wir schon
um die
gespiegelte welt
der quantenphysik
die
unser leben
auf den kopf stellt
nur
um im
logenplatz
eines
deja vu
staubkörner
des vergesslichen
zu sortieren,…

keine angst
vor der angst,
der reflektor
unserer
wahrnehmungsrezeptoren
ist eingeschaltet,
er funktioniert
sogar
ohne dein zutun,
da er
durch den automat
dir verborgener gedanken
den parkschein
für seine existenz
züchtet
und die
adoptiveltern
deiner verkorksten
sendemasten
im kohlekeller
warm hält,…

ihr hört zu
macht schöne augen
und ein übriges
um die fragen
durchzustehen
die bisher
keiner gestellt hat,…

nämlich:
wer führt regie
wenn es
keine schauspieler,
keine protagonisten
mehr
gibt?!

wenn eure
gesprächsfetzen
hilflos
im wind jammern
und um
erlösung
mittels
tieferen sinns
betteln
und gleichzeitig
eine
langweilige krätsche
der vermeidung
von schmerzen
über eure lippen
lispeln
die
die vielschichtigkeit
eurer einfallt
entblößt,
die
den apfel
zu erhaschen
versucht,
den ihr
als
quittung
für eure
paradiesischen
hoffnungen
von der
steuer
absetzen wollt,…

könnt ihr
lieben
ohne eure
ID Nr. ?

…was ist das
LIEBEN…?

verlernt?

oder nur
eingeblasen
durch die päpste
eurer religion
des unverbindlichen,…

haaaaalloo,
where are you
there is no time
for any dream
und wenn du
nicht weißt
was leben ist,…

dann spring…

p.s.
(es genügt,
nicht freundlich zu sein)

20120415-111738.jpg

die sonne…

die sonne
schlägt
ihre trasse
von kadiköy,
beginn einer langen reise,
quer über
die furt
an welcher
der alte kontinent
einen
neuen anwärter begrüßt,
der in
seiner erschöpfung
erinnerungen zählt
wie erbsen
die einer
in den bosporus
schnippt,…

nicht weit davon
am fruchtbaren halbmond
haben sie
das wissen
der menschheit
ausgebrütet,
wo wir heute
mit fehlfarben
den verzweifelten
versuch wagen
wiedergeburt
mit ostereiern
zu erklären,
längst nach äonen
wo zeuss
seinen spass
mit ios hatte
und die kuh
nur geboren wurde
damit
die furt
ihren namen
erlangt

chrysopolis,
byzanz,
konstantinopel,
istanbul
und dann,…

lesen wir zukunft
von der vergangenheit her
die im
JETZT
ihren anfang nimmt
und erinnerung nicht bedarf
wenn sie
immer
JETZT
IST,…

dort angelangt
könnte begegnung
über die zeiten hinweg
stattfinden,
wenn nur
einer,
wenn nur eine
JETZT
buchstabierte
und nicht
vor lauter
trunkenheit
mit
agape
abhanden käme,…

wo doch
der turm
einer jungfrau
im strom einer zeit
ohne zeit
mahnend der anfänge
die
versuche
überdauert,…

viele aber
setzen über,
wenige nur
kommen an,…

20120412-140958.jpg

oh herr,…

oh herr
ich sehe
es ist
abend geworden
und die nacht
steht vor mir
wie ein stiefkind
das sich
nach seinen
eltern sehnt,…

aber
die ränder der tage
huschen dahin
wie junge mädchen
in ihrem konfirmantenkleid
während der himmel
sich langsam
mit drohnen verdunkelt
und der abend
europäischen bewusstseins
ins dämmern hinüberschleicht,
die tagelöhner
des SEINS
ihre shisha
vor lauter hunger
nach
NICHT SEIN
verspeisen
und
geschichten
die am rande
von altstadtmauern
in moscheen einsickerten
mehr und mehr
neu gestalteten plätzen
ohne gestern weichen,…

einst waren wir da
um zu erinnern,
heute schweigen wir
freundlich
die gegenwart
zu grunde,
nichts ahnend,
dass diese
unsere zukunft sein sollte,
wir aber
in ihrem vergessen
geschichte tilgen
bevor sie entstand,…

oh herr
es ist abend geworden
wenn das
kreisen der sufis
in echtzeit
auf den tableaus
der kommunikation
ersteht
und
der mensch
zu einem mitbringsel
aus fremden regionen
verkommt,
denen wir entgegen eilen
als hätten wir die welt
„all inclusive“
gebucht,…

wir lassen uns zeit
die wir nicht haben…
als
in den geschmeiden
eurer gebetshäuser
die wie trauben
an den hängen klettern
ein diwan sich
gen osten neigt,…

der ruf
welchen ihr
in alten zeiten
in eure herzen schicktet
fand einmal
eine sprache
in eurer zeit
wo heute
die übersetzung
der mystik
in das ein mal eins
der gefühle
nicht mehr gelingt,…

oh herr
es ist abend geworden
wenn jetzt schon
die museen der zukunft
eingeweiht werden
mit dem wissen
von übermorgen
und
die erfahrung
von gestern
in einem
hochsicherheitstrakt
mit dem verdikt
„vorsorglich“
weg geschlossen wird,
die bienen
als letzte zuflucht
eine insel beschwärmen
auf deren flagge
sie
die ewigkeit füttern
und wir im
kontakthof der zeit
um die angebote der lust
feilschen,…

oh herr
es ist abend geworden,
wenn
den gemälden der einsicht
ihre farbe verblasst
und der zucker im tee
wie eine frage
quer durch die location schmeckt,
unser lächeln
wie ein versuch zu leben
die letzten hürden nimmt
und sich
mit einer
neu definierten umgebung
vereinigt,
dort
im
west- östlichsten teil
der welt,
den zeus
für eine kuhfurt erwählte
nachdem er ios
mit seinem atem
schwängerte,…

übergang für
eine geburt
die anfänge
in tollhäuser
verwandelt,…

oh herr
es ist abend geworden
wenn die brunft
ihr gebrüll
in einen wind
ohne richtung haucht
und
lilien der nacht
den moder
zwischen menschen
bemänteln,
als sei
der weg
zwischen
ost und west
ein zuckerschlecken
für
zukünftige generationen,
die sich
an den ufern
des goldenen horns
aalen
in einer sonne
deren aufgang
die neugeburt
des abendlandes
nach sich zieht,
welches sich
in stummen rhythmen
ausgewiegelt hatte

oh Herr,
warum
ist abend geworden
in dessen nischen
eine brut von fragen
auf ihren aufruf warten
der sie
an die einheimischen
imker der sehnsucht
weiterreichen wird
wie ein kleid
das seit generationen
den gleichen
namen trägt,..

warum nur herr
ist Abend geworden,
dessen letzten stunden
doch nur
der vorbote
eines
neuen namens
ist
und unerkannt
an mir
vorüber schleicht

20120410-202656.jpg

gesänge….

manche gesänge
entfalten
ihren wert
in gegenden
die sie
nicht kannten
als ihr
hymnus
in die welt fuhr,…

das du
das da
das du da da
du du
du
das
du tu das du
du du,…

die lange
ihr gedächtnis
an
niederungen
vermeintlicher erholung
verloren
und plötzlich
wie ein machtwort
das eigene orakel
zertrümmern

du
du
bist
bist du
da
du da
du du du
da
da
du du,…

und
die illusion
als gäbe es
alles nur einmal
durchschauen,
da
wo
wieder begegnung
gereift
und
verwandelt,
eine
andere
ist,…

der
der
da du
der bist du
du
nur du
die da
den du
und
der
die da
ist
du um du
und die da dort
die du ist
du noch mehr
du du
da du
nur
nur
bist
du und die

20120408-220028.jpg

horchposten…

felder
die
umzäunt
zeitlose geschichte
stemmen,
verschwiegene zonen
der stille
die alle stimmen
in sich hören
und
die sprachlosigkeit
ihrer umgebung
deuten,
sender
die auf echos
warten,
empfänger
die
durch projektion
die welt erklären,
warten sie
getarnt
als wegelagerer
des seins
auf ihr opfer,
welches erst in
den antennen
ihrer vernetzten welt
zu sich kommt,
windend
im
sprachgewitter
den schlaf verliert,
bis
ein neuer spruch
die alten reime
in sich
ausgetragen hat

20120408-123832.jpg

verhalten…

verhalten
verwaltend
sich
abgehalten
im
umsturz der tage,
die sich so lange
freundlich
zeigten,
als das wissen
um wirklichkeiten
noch schlummerte
und erst
durch
wenige sätze
zur sprache
der
heiligen kam,
die wir
nicht sind,…

so bleiben
die wunder aus
wenn
über
die gesänge
des beginns
kein wort
hinausführt,…

vielleicht
war es schon
ende
und nur der
um dieses weiß
ahnt,
dass anfänge
immer dort beginnen,
wo ein satz
bereits
die buchstaben
aus
den wörtern tilgt,
schritt
der im geh’n
die richtung
wechselt
und
seine herkunft
dem morgen
beichtet,
lockende lichter
im dunkel
der nacht
die
den mond
belächeln

20120407-170859.jpg

akrobatik…

die akrobatik
der sterne
zeigt sich
wo uns
dunkles erscheint
und lichter
im schatten
stehn,
die sich
am tag
schlafen legen,
weil unser wissen
um die nacht
aus
durchsichtigen gründen
erlischt
und
meine
faktensammlung
untrüglich
wie ein
abendstern
den
nächsten morgen
küsst,
an dem
der zweifel
nach
langer prüfung
an reife
gewinnt,
nur
um
einen
anderen weg
zu nehmen,
als jenen
den er
beschreiten wollte,…

weil derjenige
der sehnsucht säht
die nacht
mit
gebrochenen bestecken
des tages
verzehrt

20120406-215003.jpg

lautlos….

lautlos
huschen
unsere meinungen
aneinander vorbei
wie fähren
von denen
eine
in den hafen
die
andere
ins offene
gleiten will,
jener zustand
von dem
seit alten zeiten
gesagt wird
er sei
weder da
noch
nicht da,
wo
ankommen
und
aufbrechen
sich einen moment
wie zwillinge
anlächeln,
bevor die reise
an fahrt aufnimmt
und das schwanken
eines schiffes
im schreiten
seinen grund
findet

20120406-205343.jpg

übersetzen…

lange wege
zurückgekehrt
wie ein aborigine
der den kompass
seiner klänge
in den wind hält
und die marke
seiner vorausgegangenen
erneuert
indem er
das gestern
mit dem morgen
verbindet
und sein jetzt
in eine koordinate
der kreuzung
von zeit
und
ewigkeit
verwandelt,…

dort vorbeigekommen
wartet
eine neue ausrichtung
bis der sternenhimmel
in seinen nebeln verschwindet,
wo das ruder
der worte
meine orientierung
übernimmt
und ein spruch
zur reinen magie wird
welcher dünen
mit wellen übersetzt

nun kommen…

nun kommen
die tage
des vergessens
die sich
der stimulanz
der sonne bedienen
die wie
junge stiefmütterchen
unschuldig
in die welt glotzen
obwohl jeder weiß
dass der samen
in der erde
sein unwesen trieb
bevor
eine schönheit
ans licht
platzt
und die
wütenden blessuren
eines letzten herbstes
wie eine monstranz
zur schau stellt,…

denn nur so
sehen die menschen
ein zeichen der hoffnung
welches sich
immer wieder neu
selbst gebärt
und
auf jene welten trifft
die jenseits
der glut
befeuerter absichten
auf ihre ernte warten,
während der tag
wie eine
unbeschriebene postkarte
zu ende
geht
und hinter den scheiben
jener monstranz
inzwischen
ausgeblasene ostereier
bebrütet werden

20120403-153812.jpg

schritte…

schritt
macher
schnitt
kracher
abgezockt
und
hingelockt
fantasy
und
ex
da nie
aufgebockt
und
hingehockt
abgeschleppt
und
hingekeckt
schlendernd
noch
eins weggeschnippt
bevor noch
alles
weg da kippt
nicht geflossen
abgesoffen
in die knie
da ist er nie
das auf und ab
gleich weg
im trab
die gunst
der stunde
wo ist
nur sie
da
sonnen scheinen
was soll da noch
mit meinen
meinen
das meint man
müsste mindestens
sich zeigen dann
im keinen kleinen
das groß und größer
kein mein
meint
und
gross
mit klein
vereint
das schleppt sich hin
und neppt sich quer
bis mindestens
hey ist da wer?

20120402-163224.jpg

ich erkläre…

ich erkläre
anderen
jenen anteil
ihres da sein
welches ich
an mir
vermisse
und positioniere
meine sicht
der dinge
als eine
unzulängliche nacht
von versuchen
jenes
was wirklich ist,
zu umgehen,…

… um es
an anderer stelle
wieder
zu treffen,
welches jeder
vorgibt zu wollen
aber keiner
an die hand nimmt
es
zu sein,
die
stattdessen
jenen anteil
ihres da sein
welches sie
an sich vermissen
in meinen tag
verankern
und
am grund
meiner fragen
türme zu babel
errichten

die narzissen….

blumen
vor ostern
am rande
dieses
halbfertigen flusses
umspülen mit
ihrem narkotischen duft überschwenglicher zeiten
die schallmeiengesänge
unserer erinnerung
die wie eine wurzel
die mauer durchdringt,
die nachts geboren wurde
als wir vergasen
die ohrmuschel zu schließen
um
zu
zu
hören,
um den abstand
zwischen uns
mit schweigen zu
verkleinern,
was allerdings
nicht gegenstand
einer verabredung war
und so ins leere lief,
während wir uns
auf der rückbank
eines taxis
näher denn je kamen
und den checkpoint
der begrenzungen
einer erwachsenden liebe
umfuhren
als sei der stacheldraht
das rohmaterial
künftiger geschmeide
und dieser
überlaufende see
auf der krone
eines ruhenden vulkans
wie ein zeichen
der widersprüchlichkeit
die uns
rätseln aufträgt
damit wir
bei der überfahrt
in ein anderes sein
nicht jenem traum
verfallen
den wir
gerade träumen
der uns
wie ein
efeu
an einer wand
zurücklässt

20120331-182230.jpg

knosp Ende….

da
am
baum,
bekannter weise
der Erkenntnis,
warten
unsere
verpuppten gefühle
dass sie
in die welt platzen
und den
sündigen rotz
ein für alle mal
den welken blättern
überlassen
die eine kurze schönheit
als das
mass der dinge
propagieren,
die abfärben
während wir uns
aus einer
käseschmiere nästeln
die
irgendwelche
bewusstseinsmaschienen
von abgefuckten
weltdefinitionsministerien
in ihrer leidigen übertragung
als letzten
dottersack ihres
zuspätkommens
in
sperranlagen
für alles zufällige
implementieren,…

welches uns
allerdings
gar nicht gefällt,…

wir sind nämlich
in voller absicht
in den schlund der welt
gesprungen
schlicht
um zu wissen
von was wir reden,
wenn es um
die letzten dinge geht,
denn
unser
clock work orange
ist die blaue lagune
eines astreinen
römischen himmels
den wir uns
in den hosenbund einnähen
dass uns
die knappe stunde
einer ewigkeit
erst gar nicht
fremd geht
und der
unerbittliche
seoulsänger eines
koreanischen frühlings
seinen auftakt
nicht vermasselt
zu dem wir
im walzerschwung
einem aller letzten tango
seine hormone
in homöopathischen pfürzen
rückerstatten
weil das verhackeltsein
der verschiedenheit
unserer oberschenkel
wie ein peitschenhieb
den rücken von
giordano hinaufkocht,
der blutrot
wie
ein geschlachteter ochse
seinen schrei
als ewiges licht
der zeitlosigkeit
anvertraut
und
seine
rosige zunge
dem
ende der knospen
widmet

20120330-205247.jpg

ankommen…

unsere aufbrüche
entscheiden sich
in der kraft
des bleibens
und die
zurückgebliebenen
werden
den verpassten moment
des absprungs
bedauern
noch jahre
nach ihrer
gehegten erkenntnis,
dass
aufbruch
mit
bleiben
beginne,…

erst
wenn wir
all dies vergessen haben
reichen unsere träume
ihre hände
ins dieseits

jeder…

jeder ist
für sich
weiter
als wir
zusammen
uns nicht mehr
nachkommen
und den weg
vor unseren augen
vor lauter nähe
verlieren,
da
die abstände der tage
von ritualen
unbewusster zweisamkeit
in münzen
geprägt werden
die uns
mit ihrem
matten schimmer
aus vitrinen
der erinnerung
wie geisteraugen
anglotzen,…

eine behaglichkeit
schleicht sich
in das wohnzimmer
unserer existenz
die
den schrei der möwen
nicht hören will
die den offenen blick
aufs meer
für eine bedrohung
des hausrates hält
der sich
in den kellern
selbstverständlichen glücks
unsichere türme
baut,…

so entkommen
frauen
wieder zu sich
und träumen
in anfänglicher sonne
einer
vagen erwartung
entgegen
während
männer
jene geschichten erfinden
welche sie
für ein
grundbuch
ihres
DA SEIN
halten

glaubende…

glaubende
die wir sind
in unsicheren winkeln
zukünftiger erwartung
im letzten hof
des mondes,
die sich im jetzt
die weichen verstellen,
und ihr ruder
wie kreisende führ’n
denen im entstehen
der dinge
ein leises gebet
über lippen
huscht
das niemand hört
als der betende selbst
und nur
von betenden
erhört
den halt
der tage nährt
da sie
die sprache
des schweigens
versteh’n
jene losung
einer revolution
die wie ein
letztes schiff
auf grund läuft,
den ausgang
offen lässt
dass sich jeder
in diese
inseln aus luft
begibt
den eigenen atem
zu überleben,…

man möchte
nur eins,…

gefunden werden
in häusern
wo frauen
ihre schlohweißen haare
zu ende flechten
und männer
nicht wissen
ob sie das ende
an geleisen
meiden sollen
oder die ferne
eher
in ihrer nähe
sammelten,
den aufstand
zu wagen
der allen bleibenden
voraus geht,
den diese
im siegel
ihrer tränen
finden,
dort wo
seelen
ihre einsamkeit
überleben
um die
vorgebaute
illusionen der zeit
zu verlassen,
abwegiges
als ihren weg
erkennen
bevor sie
in der überfahrt
das innere gefängnis
ihrer freiheit
ereilt…

dort am strand
wo
die luftblasen
einer sehnsucht
im himmel
verschwinden
und das alter
des meeres
die zeit
überdauert…

keiner
hat
dieser kraft
je
den
rücken gekehrt
und
die
die gehen
bleiben
als
gespiegelte
zurück

zu
A.R.
„soy libre“

20120328-225422.jpg

wir sitzen…

wir sitzen
in den vorläufigen
tränen der nacht
uns gegenüber
und entdecken
dass gefühle
den gesetzen
der grammatik
nicht folgen…,

wir bemühen
die brüche
eines einmal eins
die sich durch nichts
kürzen lassen
und doch immer
verschieden sind
wie haufenwolken
die gewitter einzählen…,

der regen
der danach fällt
wächst zu
sturzbächen der angst
welche die kinderschuhe
mit auf die reise nimmt….

unsere füße aber
baumeln über
der höhe
des unbekannten
in dessen ferne
die schuhe verschwinden…,

es ist zeit geworden
den regen
weinen zu lassen
während wir
mit zehen
den grund erspürn
die alten häuser
aufgeben
und in die
hütten des seins
einziehen….,

von dort
starten
karawanen
denen die wüste
heimat ist

für Felice

bin müde…

bin müde
von den anfängen
den zu vielen
die mich
zurückgelassen haben,
den buchten
in denen ich
überwinterte
um meinen wunden
eine chance zu geben
sich selbst zu lieben,
die überfahrten
erträglicher zu gestalten
und mein verschwinden
in eine ankunft
zu verwandeln
den endlosen versuchen
einen boden
zu bestellen
auf dem
mein baum
in den himmel wächst,
die
enttäuschungen segnet
so dass
ich die luft
der freiheit atmen kann
und zwiesprache halte
mit einem gegenüber
dem kommenden,
wo sich
die nachtgesänge
in einem
freundlich kraftvollen tag
vergessen,
welcher
das
wissen der nacht
bereitet,
das stumme
lösst
wie
eine morgenschliere
die sich am horizont
verabschiedet
und schwäche
in eine
unendliche kraft
dauert

es beginnt…

der tag beginnt
es gerinnt
die Nacht mir
in den schritt
von wo ich dir
als auch ich mir
verpasse einen tritt
so dass du dann
und ab und zu
die wirklichkeit
ach welche denn
na die da mit
die mir im traum
du glaubst es kaum
den tag verdreht
als schaum
so schlaf ich weiter
in den tag
erwarte so
den nachtertrag
der mir als dann
den tag erklärt
und mir den traum
als schritt verklärt
den ich im tritt
ach ich so schritt
nur meine
nächsten schritte nährt
jetzt wo bin ich
und was ist du
ach lasst mir doch
die meine ruh
weil ich mich sonst
verspiegeln tu

für den „Wecker“
D.F.

20120327-092103.jpg

es war…

es war
einer
dieser
augenblicke
die alles sagen,
alles wissen
bevor noch
der nächste
wimpernschlag
die nacht
anreisst,
eine
ehrfürchtige
schönheit
die nichts
mit schön zu tun hat
und nur durch
die abwesenheit
der sonne,
die heimlich
die szene gebärt
den schrein
meines gebetes
aufleuchtet
wie ein kurzschluss
nach langem
gewitter,…

er wiegte
sie ein
ohne sie
zu berühren
obwohl
ihr strahlen
ihn in
anderem licht
erscheinen ließ
schmal wie er war,
als singe er
einen letzten ton
vor seinem vergeh’n

so leben
die beiden
vor sich hin
in ihrer welt
und
verbergen uns
jenes
das wir selbst sind,…

liebender
und
geliebte,
sichelmond
und
venus
zugleich,
als sich
ein specht
am morgen
die letzten
brösel
aus
dem schnabel
kramt

seit…

seit ich jene kenne
die ich nicht kenne
spreche ich
mit weißen wänden,
mit rostigen schlieren
im spiegel
und den echos
meiner
nächtlichen pfürze
die mir
den rücken
hinaufkullern
und
die kür
meines stirnrunzelns
kapern wollen…

nie habe ich mich
mit weniger
abgefunden
als nach
dieser erkenntnis
eines irrtums
welcher
wie eine krabbelgruppe
volle windeln hinterlässt,
die lange nicht
auf der
alchemie
meiner seele
verrotten werden

nie habe ich
mehr zeit verbracht
mich in einer
geschmacklosen
illusion zu baden
an der sich
narziss
noch jetzt
die finger leckt

erstaunlich
ist dann doch,
dass ein
süsser duft des säuselns
unbewusster verlockung
an intensität verliert
und schließlich
in den ritzen
meiner
spitzen erinnerung
verschwinden will
je direkter meine
offenbarungen
der hingabe
sind,…

jene aber
nicht einmal
ihre adresse
am eigenen
Herzen trägt,…

an wen sonst
ist die sprache
der verehrung
gerichtet,
die sich
mangels
begegnung in realo
in der
spiegelnden verspieltheit
der eigenen person
vor dem anderen
ausbreitet?!?

was ist das
für eine welt
zu der ich morste
die sprachlos
im raum
die botschaften
schluckt
und
das besondere
(war es das)
einer möglichen
begegnung
zwischen
die beiden
anwärter
stellt?

everything is possible,
manchmal
verbrennen dabei
alte seelen,…

die asche am ende
des feuers
bleibt die gleiche…

ich beginne
zu erkennen
dass es
uns
nicht gab
und
im schweigen
oder reden
jeder
bei sich blieb,…
und
die angst
dieses mal
den ring
als sieger
verlassen hat,…

plötzlich
umarme ich aber
die ganze welt,
übersteige
das einzelne
sterbe durch
die schläge hindurch
und öffne mich
den 10000 wesen,…

ein
phantastisches fest
der
wieder vereinigung
mit mir selbst
gibt mir jene
leere
zurück
an deren
abwesenheit
meine
fülle
erkrankt war
und
beginne wieder
zu fließen…

20120325-143221.jpg

mondsichel…

meine gefühle
liegen brach
wie ein
leerer bahnsteig
der nicht weiß
was ihn
durch die liaison
mit nächsten reisenden
erwartet,
der wie ein baum
immer am platz
den vorbeitreibenden
halt
in ihrer rastlosigkeit
gibt
und
seine patina
durch die tritte
von
darübereilenden
pflegt,…

eine gegend
von einsamkeit
die ihre kraft
aus der unruhe
anderer nährt,…

mein
aufbruch
ist die stille,
in der sich
das spiel
mit
licht
und
schatten
von gewesenem
entfaltet,…

in
meinem bleiben
verschwindet
die welt,..

als sich
die nächste
ankunft zeigt,
mein gesicht
den letzten zug
verpasst
und
ein traum
an meinen
stiegen nach unten
die wirklichkeit
umgarnt,…

denn sie
ging
nach oben,
als
RA
der sonnengott
um das restlicht
einer
projektion
die
mondsichel
befragte

20120325-143358.jpg

machen sie…

während ich
den nächsten moment
freistelle
von seiner planung
springt mir zufällig
die verbindung
ungereimter abstände
von reisen
in’s genick
die sich ankündigen
in diesem
lauen gefühl
das mir
die nächste planung
freistellt
von
dem moment
einer verbindung
von gefühlen
die sich
in meinem genick
verfangen,…

es war
die
2. klasse

20120324-093922.jpg

APO…

in
806müm
schleudern mir
die quietschenden
Übergänge
deiner
Wagons
1st class questions
von
APO
kalypsis
entgegen
Terror nah
wie
ein
Gänseblümchen
kurz vor
seiner
Enttarnung
im Herzen
einer armbrust
vor einer
Bäckerei
erlegt

zu h23a
1st question

20120324-091701.jpg

aufbruch…

aufbruch
ist
erinnerung
an
abbruch
in anderer zeit
als wir
in kategorien
von
gewinn und verlust
unsere kreise drehten
uns sahen
als wir
uns sagten
nicht ahnend
dass wir
andere
und
anderes
meinten
welches wir
noch nicht kannten,
uns
mauern und grenzen
setzten
die wir jetzt
übersteigen
uns
zu entkommen,
länder jenseits
selbst gebauter zäune
reisend
zu befreien
und
die halben strecken
auf denen wir bisher
liegen blieben
endgültig
dem schotter
der geleise
überlassen,
die nicht einmal
jene verspätung
einer freundschaft
oder
beschleunigung
einer unruhe
ertragen,
die wesen
weitertreibt
in ihrem
menschsein

20120324-080624.jpg

grab mal…

die dinge
des lebens
fliegen manchmal
leicht davon,
eine
ungegerbte
lederschlangenhaut
wie ein
fastentheater
verdorbener
schonkost
welche mich nicht
in die pfanne haut,
da der riegel hier
die öffnung dort
zur folge hat,…

fragt mich doch
glatt einer:
mögen sie
LIVE JAZZ….

… und er
meine beteuerung,
ich sei am leben
so gar nicht verstand

tztztz
das könnte
auf meinem
grabstein stehn,
dass er
– live jazz –
mochte
seine wurzeln aber
in den nächten
menschlicher
unzulänglichkeit grub
sich selbst
vorantreibend
wie das dengeln
dieses unglaublichen
instruments
das vor mir liegt
ein
fliessband meiner fantasie
durch welches ich
hindurchrausche
wie chaplin
der mit der
demontage
gar nicht nachkam,…

es steht geschrieben
über meinen himmeln:

lass alle hoffnung fahren
so kommt der weg
unter deine füsse
wie tränen
zu tüchern
des abschieds,…

ADIEU
versenk mich
in meiner urne

hab euch überlebt
in meinem
gestorben sein…

<img src="https://bergmannhubert.com/wp-content/uploads/2012/03/20120322-212342.jpg" alt="20120322-212342.jpg" class=“alignnone size-full“ />b

wirklichkeit ist was wirkt…

jeder tag
am morgen
unbekannt,
die filter der nacht
verbrannt,
all das ich wusste
und kannte
zurückgelassen
in den träumen
der narren
die wir sind,
uns zu verstehn,
um den aufbruch
leichter zu gestalten
den absprung zu wagen
der nach oben führt
von wo die verhältnisse
der welt
eine diamantmine sind
voll von unnützen
abschürfungen
und wenig
durchschimmerndes
das geborgen werden will,…

jene unbezwingbaren
die nur wachsen
und reifen
wenn
edles mit edlem
sich reibt
und
wirklichkeit wird
was wirkt,
wo erfahrung
die erfahrenden
wandelt,
sich selbst
noch unbekannt
wie kristalle,
die den letzten schliff
scheuen
ohne
den kunstgriff
auf ihre fassung

manche lösen sich nie
aus ihren verbindungen,
den zeiträumen
langer schatten
um
wirklichkeit
zu werden
die sie
kennen wollten,
nicht aber um
den preis
der roten blume,
die ohne zu verletzen
nur wahr sein will

vergessen
der auftrag
des schmerzes,
der veredelung
ihrer natürlichen
schönheit,
den inneren schritt
auf ein unbedingtes
den sie
sich selbst gaben?

seelennähe
aber
zu dem
ungelösten kristall
im schotter
der geleise
adelt
den suchenden,
sänger einer welt
von unbedingtem
der
die anker lichtet
und
weiter treibt ins
DA SEIN
zwischen
den welten,
weiter singt
bis ihn
der klang
einer sirene
aus dem
mahlstrom fischt
den mythos
umkehrt,
da offenbarung
nicht töten kann,
die angst aber
vor tiefe
den schlund
erst öffnet,…

dort wo ich
meine stimme
schlafen lege
und zuhöre
den klängen
ihrer nacht
bis stille
mir bedeutet,
dass
ich es bin
der
in seinen spiegel
singt
und so
das bild
vom ander’n
nährt

20120320-221307.jpg

no theater…

no,
yes,
no no
yes no yes yes
no yes no no yes
no yes
yes is no no
no yes yes
no yesses is
no now nie
nor nie is yes
now we see
now no know
pho no yes no now
how yes is so wow
no no now know
so is yes no now
is sisses wownoknow
yeswes isses
no no yes
yo yo

20120322-203042.jpg

turmbau…

ich teile
mit uns
dein schweigen
von dem ich
die hälfte
nur verstehe
und
meine welt veranlasst
kryptische kapriolen
in reminiszenzen
zu gießen
die offensichtlich
mit dieser
verschwiegenheit
ein rauschendes fest
feiern
bis alles schweigen
im turmbau von babel
endet
den ich gerade
übersetze
während
ständig neue türme
um mich herum
in den himmel
schießen,
dort
wo
die stille
geschichten
des vergeblichen
erzählt,
mich so
zum
schweigen
bringt,
der nie
zum schweigen
gebracht
werden kann,
dessen worte
die rückseite
der sprachlosigkeit
mit
unruhe
füttert,
damit wir
im stillstand
nicht
verhungern

der traum von der Hand….

es ist
wie dieser traum
den meine hand
auf der herdplatte las
elektrifiziert,
glühend wie
ein sonnenwind
durchzetert
und
gemorst
wie der
einspruch der götter
dass
NUN
nur
ein teilaspekt
einer
intergalaktischen revision
der irdischen zeit sei
als der mann
mit dem
bambusblatt
endlich anhob
sein evangelium
zu verkünden,
der die
APO
kalypse
enträtselt als
laue erderwärmung
in voreiliger manier,…

der jünger
auf griechischen Inseln
hatte seine lektion
NUN
nicht
vorgelegt,
so kam es zu dem
einspruch
EUER EHREN
gelegentlich
äonen später
die sowieso
nur schatten
dieses streams
von
klangtartar
erster güte sind,

auf das
feinschmecker
in ihren
seeligen
restaurants
nur warten
es weiter
zu rühren
und
die glühende hand
sich
als die von
E.D.
entpuppt
der seine reeds
in laubhütten
neu entblättert
und
die geschichte
eines
zu früh gebrochenen
akkordes weiterspielt

für A.H.23 | NUN

20120322-085956.jpg

als ich…

als ich
in die nacht
eintrat,
war es schon
zu spät…

zwielicht
schwängerte
bereits den tag
und
die möwen
trugen
frühe fische
zu ihren kindern,
der moder
von abgelaufenen
gedanken
begann sich
durch alle möglichen
ritzen
zu verpissen,
bis nur noch
eine
fälschliche
annahme
mit der absicht
„ICH BIN’S“
um die wette
bibberte,…

bin ich das
ALLES,
dunstblau
am morgen
an den
himmel geschrieben,
der wie
eine
liegende acht
Ewigkeit
versucht
und
mein atem
am fenster
noch
schatten
spielen
lässt

20120322-064212.jpg