Autor: HubertBergmann

l’ultimo guerriero

l’ultimo guerriero

della montagna

italiano atipico

davanti a Roma,

alimenta

la vecchia lupa

che si consuma

nelle ultime doglie

e

disegna

con parole

il suo ansimare

la sua parola

non spettegola

i gesti

di innumerevoli

luoghi dell’abitudine)

dove fontane

mosse da

telecomando alieno

traboccano

davanti alle montagne di immagini

e pachistani

si sbarazzano

dell’ultimo giocattolo

della fisica spaziale,…

 

mentre io

sul Campo de’ Fiori

colgo

per lui

l’ultimo

sole del pomeriggio

Giordano Bruno

con sguardo sereno

pialla

il Vaticano

 

to M.R.

Schattenrisse…

wenn
schattenrisse
den beiden
dünnhäutigen missionaren
am piazza st. eustachio
vorauseilen,
trifft sich popolo
um seinen beifall
für eine
unschlagbare sonne
vorzubereiten,…

die ihre schneise
frei und unabhängig
in die welt wirft,
ohne
dass diese
ein branding bemühte
ohne
fanfare der eitelkeit
ohne
aufmerksamkeit heischendes
gehüstel
über verquere
verabredungen
mit dem
DA SEIN
….
sie strahlt
und in
altem schweigen
wildern ihre schatten
ziellos umher
dass ein jäger
mühe hätte
sein kreuz
zwischen den
hirschen der nacht
zu erwischen

20120309-140916.jpg
Rom Café St. Eustachio

where light…

where shadows
and light
are scuffling
there will be
time
begetting
room,
the laws
of the opposing
collapse
like houses of cards
of premonition
breeding
the thought
of rebirth,
making
the silence in
the world’s noise
audible…
 
lacking this experience
all intentions will fail
those attempts by night to
– helped by a cryptic aria –
capture them on celluloid
 
 
Rom /Pantheon

Jede Zeit…

jede zeit
„hat“ ihre zeit
wenn Chronos
mit Kairos
seinen Handel treibt
und
Pasolini
die letzten Verse
aus Gramskis Asche
schmiedet
in einer Zeit
wo wir
um Vergangenes
welches
JETZT
war
kämpfen müssen
weil
niemand mehr
die zeitlose Brühe
des Tiber
schmecken will…

zu sehr
ist die Furcht
erkannt zu werden
als
JEMAND
den es
immer schon gab
und
JETZT
ein neues
stell DICH ein
bemüht,…

er wird versiegen,
(wird er nicht)
nur
zufällige Fotos
an seinen Ufern
überleben
den Instinkt
seiner
zeugenden Idee

Räume…

unweit
Santa Maria
in trastevere
neben dem
schmutzigen Rinnsaal
der Antike
schnappt sich
Cerberus
eine letzte Dose
Energytrink

versifft
und nicht mehr
ganz Hund
ähnelt er
friedlichen Menschen
die ihr Leid
auf Strassen der Nacht
verdienen
während ein Jungvolk
sich nicht einmal mehr
müht
Etwas zu sein

Immerhin turteln
einbeinige Tauben
um die Wette
als mir
Steve Lacy
aus einem
plötzlichen Lautsprecher
ein Credo
auf den Weg
schickt…

weder
die kaputten Typen
von gegenüber,
mit ihrem
treudoofen Hundeblick
noch irgendwelche
Lackaffen
die ihren Schrott
Musik nennen
bringen ihn
um die Ecke,..

denn
Räume
entstehen
durch Zeit
die
pausiert,…

sind sie grell
und
nennen sich „live“
war die Pause
kurz…

Steve aber,
das belegt
Rezewski
war
Bildhauer
der Raum
mit
Zeit
in
ECHTZEIT
modellierte

TiberFieberTango

auf warmen Plätzen
die zahllos
die Stadt bevölkern
ziehen Gedanken
von Dichtern
endlose Kreise,
fiebern mit Klängen
fremder Metropolen im Ohr
zu dem
EINEN
Fluss
der mit altem Schmutz
Seelen klärt
und
jungen Mädchen
Bilder
für ihr Später
entlockt,
während
die Wächter der Zeitlosigkeit
ihre Netze flicken…

hier
einen Tango zu bemühen
hiese
€ulen nach Athen tragen
(dass für Ursprung gezahlt wird
ist n€u)…

dort
wo im Tanz
der Erinnerung
eine
rote Schleife
der Verbundenheit,
gaukelnd sich
im Rhythmus
eines Taxis balgt,
während die Weisheit
hellhörig in der Nacht
wie ein Findelkind
des Unbewussten
in den Tag träumt….

… oder war es ein
Ford Transit…

ein
Hinüber,

der die Idee
eines
mild verzweifelnden Mannes
umgeben von
Tango Versuchen
und
abwesend wie ein
spielendes Kind
den Eiswürfel eines Gefühls
aus einem
leeren Glas nästeln lies…

als ob nicht
sein Warten
ein Glas
mehr füllte
als leerte

Autonomo,
sein Warten
nicht abwartend
am Tisch nebenan
eben,…

den mein Taxidriver
gerade verlies
dem ich,
millionenstädtisch
unwahrscheinlich
noch einmal
begegne,
wo gerade er erst
die flammenden Finger
und ein unbekanntes Antlitz
in seiner Hand
erfuhr, …

bevor er über die Brücke
Isola di Tevere übersetzte,
Orpheus im Ohr
der ihm ein Lied
aus
„Maria de Buenos Aires“
pfiff,
fehl am Platz zwar,
aber den Marsch blies
seine Wege zu segnen,
wo keine Taube
in diesem
nachmittags Film
des Absurden
unruhig gurrt,
in dem Wirklichkeiten
ihre Etüden turnen
und Ameisen
letzte Reste
durch ihren Verzehr
adeln,…

und sich
die große Form
zögerlich umtanzend
wie Momente des Glücks
auf der
Piazza St. Bartholomae
zu einem
selbstverständlichen Angebot
zufälliger Begegnung
kredenzt,…

während Schatten
dieses Nachmittages
immer noch
länger werden,..

und die Erfahrung
wie ein Kind
des
Unbekannten
an ihrem Espresso
das Weite sucht

20120223-160246.jpg

die Häuser…

die Häuser
an der Piazza Treni
verschwenden
ihre erste Wärme
unaufgefordert
in den letzten Tagen
eines Februar,
der einzigartig
wie die Margerithen
an den vergifteten Ufern
des Tibers
mich einlädt,
die Welt
als dieses
unbegreifliche Netz
von Lichterperlen
zu begreifen
die im Anflug
auf die ewige Stadt
wie das große Rätsel
von Wien erschien,…

damals,
als ein Rauschen
wie Turbinengeröhre
über den Nachmittag
einer Verlorenheit
hereinbrach…

die Stigmata
waren greifbar
an Händen
und
Füßen,….

und
die Brunnen
der großen Städte
nur Beiwerk
eine eigene Spur
zum leben
zu erwecken,…

Während….

während die jungen
den Schwall
ihrer Worte
wenigstens
zelebrieren könnten,
schaltet sie
eine musik an,
steuert
eine belanglose Welt
des vergessens
und setzt in Szene
was sich ohne Staffage
nur wie:
„Captain Nemo“
anhört
reisst die fensterklappe auf
jagt jedem
einen kalten Zug
an den Arsch
und…
Klappe zu,,,
Nestwärme hergestellt..

was bleibt
ist der leere Platz
von Pasolini
schmerzlich
als Graffiti
verramscht

20120222-222312.jpg

Rom / Fiaschetteria / de la Croce

Trastevere

Trastevere
schläft am Tag
wenn sich das Bildnis
des greisen Pasolini
auf den
lehmigen Schlieren
des Tiber emporquält,
vorbei
am Hügel
des Anfangs
und Endes,
den die Wölfin
unruhig
in ihrer Jugend
durchstreifte,
dort gegenüber
wo sich
Christen und Juden
abwechselten
in der
Definition der Welt,
bis Pier Paolo
seine Mythen
in Zelluloid
goss
und man ihm hierfür
am Strand
einer Sehnsucht
sein Gesicht nahm…

er hielt noch
die letzte Sequenz
in seiner Hand
und ging
durch diese hindurch,

die beschriebenen Wände
von Treffpunkten
wurden weiß
übertüncht…

bereit
für seine
nächste Projektion

20120222-192130.jpg

an den Plätzen…

an den
Plätzen der Welt
hocken sie
und hauchen
die letzte Kopie
vom vorletzten Gedanken
aus dem
Off des Seins
in ihr
mobile device

während
das Lächeln der Sonne
zunehmend
seinen schattenrand
an
übertünchten Gesichtern
ausprobiert
und
eine Verbindung
die nie wirklich
geklärt war
ein unmerkliches
störfeuer
latenter Gefühle
entfacht,…

Visconti
hätte sie
in Watte verpackt

20120222-190324.jpg

Frauen…

Manche Frauen verschwinden
in ihren Ehen
wie Schatten an einer
langbeschienenen
Häuserwand

Umrisse
zerfliessen,
nur noch
die Idee
von Patina
ist im riss
ihrer letzten Hoffnung
zu ahnen…

die sie
rückwärts gewandt
erstarren lässt
als ER hinter ihr
ein neues licht
entflammen wollte…

ein Gaukler
klopfte später
die Wand
nach Ritzen
seiner
Kunststücke ab,
als sich
einer neuer Kreis
von fahrendem Volk
versammelt

via…

über die
via dei condotti
schlägt sich
der letzte Versuch
von februarsonne
eine
prägnante Schneise
mitten
in die spanische Treppe
und während sich
die Japanerinnen
versunken in ihre
hausgemachten Fotos
noch blasser werdend
im Schatten vergessen,
saugt
ein Streifen von Ungewissen
an der alten Botschaft
des Lichts,
bewusstlos
auf den Stiegen
eines Mythos kauernd,
der sie
wie ein gebrochenes Schiff
auf Styx
zutreiben lässt,
laut trällernd,…
das schöne sei doch
nur des Schrecklichen
Beginn…

… die Patina
der Erkenntnis aber
belohnt mich
mit einer
stillen Ehrfurcht
als sich
in der
Via della Croce
Zeit und Ewigkeit
an einem
desolaten Brunnen
kreuzen

20120222-204049.jpg

der Himmel…

der Himmel
war hoch
und diesig
zum atmen
fehlten die Worte
auf Deinen Karten
einer
ungeküssten
Strandkulisse
fern wie ein
Ufer am Acheron
der die Geläuterten
wieder gebiert

als sollte man
auf einer Beilage
das Geschick
einer Reisenden
erraten,
die mir
mit einer Sicht
aus dem Weltall
die Erde zeigen will

anrüchig scheint da
der Blick
in eine blaue Lagune
des Flüchtigen
welche
mit dem
Sirren eines Flügelschlags
verschwindet…

die Geläuterten aber
bleiben zurück
um
Anfänge zu gebären,…

deren Häutungen
von Absicht
treiben still
im Acheron

20120222-132615.jpg
Himmel über Rom/Piazza del Popolo 2012-02-22

via dei condotti….

crossing

via dei condotti

that final attempt

at February sun

cuts

a concise opening

into the middle

of the Spanish Steps

and while some Japanese girls

lost in their photos

become even paler and

get lost in the shadows,

a stripe of uncertainty

sucks

at the ancient message

of light,

unconscious

on the steps

of a myth,

which

like a broken ship

has them floating

towards Styx,

warbling loudly,…

beauty they say

is just the beginning

of the terrible…

 

…the patina

of knowledge, however,

rewards me

with a

quiet respect

when

in the

Via della Croce

time and eternity

cross

at a

desolate fountain

piazza del popolo

als sei es
eine Restaurierung
von Bildern
die es noch nicht gibt
tropfen die Farbtupfer
ins nichts
ihrer Entstehung,
da keine Menschen
vorhanden sind
in einer zeit
die nüchtern ist
und so blutleer,
dass selbst in der
Stravinskiji Bar
der restliche Tand
von neureichen Russen
im
fiktiven branding
davonschleicht

kein feuervogel
wird hier je
Überleben
deklinieren

20120222-084759.jpg

Fäden…

Fäden der Nacht
perlen wie Luftblasen
über die Oberfläche
einer Welt
die nie schläft
und doch
noch lange nicht
erwacht ist,…

welche
die blumen
des bösen
immer noch
als bunten Strauß
zukünftiger Erwartungen
verkaufen will
und so
ihre
eigene Schönheit
auf eine
drittklassige Inszenierung
herunterbricht

20120222-015722.jpg
Circus Maximus/Rom

LucAH 23

LucAH im Jahre 23 pcm

„…tauch mich unter im Tiber bei Rom,… bring mich weiter…“

….Furcht ist die Tochter der Hoffnung zufällig von einer Absicht nach Mehr geschwängert…

…werde also das Fieber
des Tiber
mit Deinen Fingerkerzen
kühlen und Orpheus
wird Dir Geleit sein
an Innenwänden
Deines Echos
eine Seligkeit zu bespielen,
hellhörig und grobschlächtig
wie ein Wort unter Stummen…

dort wo die Sonne
ihren letzten Stand bemüht,…
dort wo die Reisenden
ihre Sehnsucht vergraben,…
dort wo die Furcht
ihre Mutter vertreibt,…
dort, dort, dort…

wo wir im Jetzt
die Erinnerung
an Zukünftiges
mühseelig
buchstabieren

20120221-180841.jpg

Reise…

bewegt,
bevor noch
ein erster Schritt
in den Sand
gesetzt
bilden wir
die Dinge
zukünftiger
Ereignisse

ziehen
wackelige Linien
auf dem Reißbrett
unserer Gefühle
und sind froh
wenn wir
vollkommen neue
Gebäude entstehen sehen
welche noch
Schatten
auf zurückgelassene Dörfer
des Aufbruchs werfen

Zweifel
der wie
ein Schleier
über unsere
Erinnerung weht
und die
Gedanken an Fernes
in Nähe verwandelt…

Credo der Einsamkeit

20120221-172848.jpg

Wie brüchiges Eis…

wie brüchiges Eis
sprangen die Worte
aus den Scharnieren
unserer seelen
und schlitterten
die letzten meter
ins offene…

dort ertrank
meine Hoffnung
in mitten eines
unbekannten Weihers
an der Illusion
des letzten Sommers…

als jener Klang
den wir gemäss
einer spärlichen Erinnerung
für den von Zikaden hielten
sich als Tor
eines inneren Bereiches
entpuppte,
welcher uns
verschlossen blieb…

ahnungsvolle Nacht
welche die Entwürfe
eines Tages
im Tigel des Vergessens
schmilzt
und die Paläste
des Andenkens
mit Tränen füllt

…..
so tünchen wir
uns weis
in der Einrichtung
gegenseitiger Verlassenheit
und versichern uns
unseres Mitgefühls
bis wir merken
das die alten Tapeten
unter unserem
monochromen Versuch
Wahrheiten eines
bunten Lebens flüstern
Gesänge
die uns
weitertreiben

20120220-095614.jpg

Ausschnitt/Portrait/Helmut Mühle

Treibe…

Treibe den Tag
voran
vor dir her,
wie ein
leere Schachtel
die du jetzt
mit den
Erinnerung
deiner Träume
füllen willst

und wenn
nichts
zu finden ist,
Grabe im gestern
nach den Scherben
deines morgens
und den
verachteten Gefühlen
die du wie Perlen
vor die Füße
deiner mittmenschen
geworfen hast

Hebe den Schatz
der du selbst bist
an den keine
Ohnmacht
im gewand der macht
herankommt

denn während wir
wie Hühner an der
Oberfläche scharren
brechen im verborgenen
alte Wunden
wieder auf

koste sie ganz
und lege sie
behutsam
in die Box,
erst dann wird
pandora
zur muse
einer
neuen zeit

gehe da hin
wo die Unsicherheit
deiner Wandlung
dir immer
ein paar Schritte
voraus ist
schiebe den Vorhang
bei Seite

20120218-084708.jpg

Narren..

Narren
rotzen
über die Straße
und spülen
ihr Bewusstsein
den Rinnsalen
verblichener
Leidenschaft
hinterher

kleine emotionswolken
die sie im alltagsjahr
ausbrüten
verpuffen
unter einem
kurzen Seufzer
der Vergänglichkeit,…
zu mehr
reicht die Vorstellungskraft
nicht

Sieche
Gruppenhorden
schreien
wankend durchs Bild
als dyonisos
milde lächelnd
der Szenerie
seinen Rücken
zukehrt

Rituale
auf den Tag genau
gebucht
wimmern
wie letzte winterfliegen
in ihrem Tod
Eros aber gibt sich
ein stell dich ein
wie ein junger Prinz
auf dem reuigen Platz
der Sünde

20120216-095806.jpg

Habe kein…

habe kein Interesse
an x- beliebiger stelle
auf dem Time-table
einer profilneurose
abgearbeitet zu werden
bin ein fall
für Jetztgestalten
nicht für
Danntunten
die ihre Hitze
wohlverpackt
in einem tand
aus früher Enttäuschung
in ranziger H-Milch
verstauen
aus Hoffnung auf was,…

die alte Leier
des enttäuschungssongs
wieder und wieder
zu trällern
die den Vögeln der Nacht
den Schlaf
des vergessens
Summen
auf dass diese
im Alltag
wie blasse Lichtgestalten
zur beutekunst
einer
Retro Manie werden….

von mir
findet ihr
noch nicht einmal
eine bunte Feder,
es bleibt euch nur
die Palette des Malers
um eine
Leere Fantasie
zu bepinseln

20120215-095706.jpg

Wenn am morgen…

Wenn am morgen
die Nacht
ihren Mantel
noch über mich hält
frieren meine Gefühle
für dich,
unerreichbare
die ich doch
selber bin,
Erinnerung
über einen Abdruck
zerflossener zeit,
Wesen die
ihr gestorbensein
ins leben
bringen wollen
den Mantel
des Zwielichts
an mir Flicken
und mit jedem Stich
alte Wunden
anritzen…

Welche Dinge
von Wichtigkeit sind…?

die offene Begegnung
zweier Menschen
in einem selbst,
das Zwiegespräch
mit dem anderen
in mir
welches jene Stille
erzeugt
die Geschwätzigkeit
vertreibt,
vor der man
alleine weiterzieht,
wenn schweigen
zum verschweigen
geworden ist,
wo Menschen
den Anker
nach hinten werfen
an statt
in die Unwägbarkeit
offener See….

bevor
die Rituale
eines weiteren Tages
beginnen
die Wachheiten
der Nacht
blank zu polieren,…

Oberflächenversiegelung
der Lüge
zu poglatten Holzaugen
gestylt

20120215-084932.jpg

Schließe die Augen…

schließe die Augen
Du siehst nichts
als das du hörst
welches
in Bildern klingt
ein Kosmos
freudiger möglichkeit
der noch jeder Illusion
auf leinwandgewordenem
Alltag spottet
Raum der nichts braucht
der da ist wenn man
ihn braucht
eine Abrechnung
ohne Beleg,
Fluss und
endloses gemälde
in welches mein
Bewusstsein sinkt,
ein freundliches Gesicht
welches milde
mit der Zwiespältigkeit
des Lebens
ein Gespräch
über
raumgewordene zeit
führt,
Künder einer
anderen Welt,
Kathedrale ohne Bilder,
Zuneigung
zu mir selbst

20120214-195115.jpg

since i….

…since i

cannot come to

cannot receive myself

cannot allow that

i am entering

into others

and out of

myself

 

since i

lost the way

i had walked

in the twilight

of my

conception,

left it

and now

am licking,

stumbling

like a

bleeding dog

at my chaps,

on the end

of a day

merely

foisted

on me

by

night

 

… i am returning

to myself

and suddenly find

it had been others

who have left themselves

to find their future

inside my warmth

 

an illusion

of encounter

which cools

their

effervescent

dedication

to a

rough cast of

empty words…

in the sandbox

still sitting

in the

corner

 

i have

never hoped,…

merely taken

the detour

 

at that

by mere

chance

others

put words of

a seeming strength

in my ear…

 

yet there

are still

their myths of self-images

hibernating…

in the spring of feelings, however,

they babble

into the large stream,

where the

maelstrom of honesty

are washing around

the autumn lies

and the creatures

are fearing

the loss

of future

summers

and

breeding

and autumn birth,

 

unloved

shadow twin

Weil ich…

… weil ich
zu mir nicht komme
mich nicht empfange,
nicht zulasse,
gehe ich ein
bei anderen
und aus
von mir selbst

weil ich
den weg,
beschritten
im Zwielicht
der empfängnis
meiner selbst
verlor,
ihn verließ
und jetzt
strauchelnd
wie ein
blutender Hund
meine Lefzen
lecke,
am Ende
eines Tages
der mir
die Nacht
nur
unterschob

… komme ich zurück
zu mir selbst
und entdecke plötzlich
dass andere es waren
die sich verlassen haben
um an meiner Wärme
ihre Zukunft
zu deuten

eine Illusion
von Begegnung
welche ihre
überschäumende
Hingabe
in einen
groben Abdruck
leerer Worte
abkühlt,…
im Sandkasten
der noch
in der Ecke
hockt

ich habe
nie gehofft,…
nur den
Umweg gewählt

mir wurde
dabei
durch
merkwürdige Zufälle
die vermeintliche Stärke
von anderen
ins Ohr gesetzt…

dort überwintern noch
ihre Mythen
der Selbstdarstellung…
im Frühjahr der Gefühle aber
plätschern sie dann
in den großen Strom,
wo die
Strudel der Wahrhaftigkeit
die Herbstlügen umspülen
und die Wesen
um den Verlust
kommender Sommer
bangen
und
eine
Herbstgeburt werfen,

ungeliebter
Schatten Zwilling

20120214-084429.jpg
Figur: Autonomo von Helmut Mühle

….gehe den weg

gehe
diesen weg…
welchen,…?

den vorbezeichneten,
Sammelbecken
zahlloser Straßen
die ich in
Nächten der suche
durchschritten habe
durchlitten habe…

an dessen Rändern
Menschen
auf
mich zusprangen,
zu gingen,
andere sich
abwenden
im warten
auf den
imaginär
richtigen
Zeitpunkt
einer verabredung
die nie eintraf
den weg aber
schafft
für diesen selbst

der aber kennt
keine Regel
und ebnet sich
seinen Boden
vor abgründen
die mich früher narrten
und heute
Sprungbrett
zum weiter sind

wo alle zeit der Welt
mir zu füssen liegt,
die Eile sich
von jetzt auf dann
in eine
generalpause
meiner Existenz
verwandelt …

ein süffisanter Haufen
der Ruhe
die ich finde
wenn wieder einmal
ein Tod
im leben
gestorben wurde

….. ist es Sorge,…
das kümmern
um die Kücken
nachwachsender zeit?!?

20120213-005241.jpg

walk that way…

walk

that way…

which one…?

 

the one marked out,

a pool of

countless streets

that I in

nights of searching

have walked through

have suffered through…

 

on whose edges

people

would

jump me

approached me

others

turned away

waiting

for that

imaginary

right moment

of an appointment

which never happened

yet makes way

for the moment

 

but it knows

no rules

levelling out

its floor

before chasms

that would have fooled myself earlier

yet today

are starting points

for going on

 

where all time in this world

is at my feet

and hurry

momentarily

turns into

a tacit of

my existence…

 

a complacent bunch

of quiet

which i will find

when

once again

a died a

death

in life

 

….is it worry…

this caring

for the

sprigs of

time growing back?!?

Todeszone…

styx
wartet,
da
ein
strahlendes Antlitz
auf dem Wasser
einen
letzten Spiegel
versucht,
das kräuseln der Wellen
einer zeitlosen Patina
Würde verleit
und ein Gesicht
zum Symbol von Leben
modelliert,…

bevor
ein Schimmer
auf den Falten
deiner Stirn
Platz nimmt

wer floh das leben
damals
als die Befreiung
gelang
und
meine
dargereichten Hände
ins leere griffen,
sich wie ein Anker
in der Luft
deiner Angst verhakten

die zeit war reif
als unbewusstes
beider Erwartung
wie eine
nutzlose kontaktanzeige
auf sehnsucht
in einen
kümmerlichen Haufen
lebloser Asche
verwandelte….

man konnte
in ihm
noch lesen…
„… traute sich nicht…“…

….als andern Orts
eine fragmentierte
Tänzerin
die Geburt von
Autónomo
entflammte….

Offenbarung
der Wasser des styx
in den alle lebenden steigen
um an unbekanntem Ufer
wieder zu entstehen,
Rätsel
zeitloser Unruhe,
nachdem uns
die Angst
vor uns selbst
überwältigte
und uns
wie nervöse herbstfliegen
die Codes
zerfließender Tage
zählen ließ,
trockene Erbsen
auf verzehrtem Grund
….
Mythen aber,
deren Hebammen
wir sein wollten,
verzählen sich nicht,
jede naht ist festgezurrt
für die Überfahrt…
….
sind wir zu früh drann,
platzt sie
zu spät,
tropft die offene Wunde
schon
ins leben hinein,

Unverwundbarkeit aber
ist das Gift
welches uns
nach der Ferse greift,
Aktivität
eines Lahmen

20120212-095740.jpg

Diese Straße….

diese Straße
am Rande
einer Wüste
zufällig im
grünen Jahr,
pflegt ein alter
seinen letzten Gang
als ihm
die jungen Augen
von damals
erblicken
durch
Zeiten hindurch
die sich
wie gestern
in zwei
Wesen
versammeln

damals
im Jahr des Regens
als das Wunder
mir
über die Stirne tropfte
und mein Mund
in Stiller Achtung
sich dem
letzten Atem
des alten
zuneigt….

vor roter Erde
vor den Schollen
der Ewigkeit
vor Toren
die weit
offen stehen
und sich
meiner Verschlossenheit
nähern

so entsprechen
sich die Wesen
als der alte Mann
der ich jünger bin
in den Horizont
eintritt

20120212-011812.jpg

20120212-011854.jpg

Bilder: „Der Tod in Venedig“ von Luciano Visconti

Vogel…

sehe ich ihn
weiß ich
um ungezähltes alter
die Schönheit
der Zeitlosigkeit,
dem erhabenen
in mir
den Wink
hin zur Freiheit
die etwas einfaches
und selbstverständliches ist,
dem Flügelschlag
der mich trägt…

lass ich mich
mitnehmen
großer vogel
selbstgewissheit
für den jeder Flug
bleiben in seiner Mitte
bedeutet
eins mit denen
welche die Illusion
ihres Gesichtes
im anderen erkennen
der sich
erkannt sieht
von einem Spiegel
der den Flug
des reihers
vom Grund
meiner Gefühle sieht

20120211-163332.jpg

Suche…

packe
den schmodder
meiner Sehnsucht,…

wohin eigentlich?

wer hebt ihn auf
für mich,
der zwischen
leertaste und
nächstem Anschlag
überdauert

kann es sein
dass die Blaupause
meines frühen Verlust
die digitale Kopie
für mein Mangel ist,…

Engel einer fernen zeit
den ich im Fenster
einer Unachtsamkeit
vermute?

ein Gefühl
welches sich
mit sich selbst
in der Nacht
einer
verunglückten Liaison
multipliziert,
transposition
in die Sphäre
unsäglicher Schönheit
einer unbekannten Welt…

so dekliniere ich
die zeit
zwischen
den Wartesälen
einer kommenden Absicht
und dem
was nach dem vergessen
kommt,…

Erinnerung
ohne Hoffnung,
ohne Furcht,
welche wie
das Messer
von caravaggio
Leidenschaft
in Bewegung hält

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Niemand…

Niemand kennt
den weg der weite
der den reisenden
in seinem
Aufbruch hält….

vor seiner Entstehung,
wenn am Geländer der zeit
ein Unbekanntes Gesicht
mir entgegen winkt…
ungewollt…

spüre ich,
dass ein Gehen
unvermeidbar ist
und finde mich
in einem zufälligen
Traum, dem die
letzte Bedeutung
abhanden gekommen ist
auf dass ich diese erfülle

denn niemand weiß
dass der Tag
nur Wunsch der Nacht ist,
sie möge sich doch
in ihm verkörpern,
ein mit ihr aufs unsichtbare
verbundene Kind
hilfloses bündel
mit träumen vom leben …

wo im entstehen
eine neue Wiedergeburt
Form annimmt,
unbekannt
entstanden
am morgen,
als der Rubikon
hinter meinem Rücken
Bewusstsein spielt

niemand sieht
den Fluss der zeit
der den Menschen
als Hades erscheint
unaufhaltsamer Strom,
Vorwurf gegen den Tod,
der die Regie
im leben führt,…

für den,
der an
grenzen des Seins
glaubt,…

unbekümmert zu dem
was in seinem denken
die formen von gewesenem
sprengt…

Tag, der
die Nacht
gebiert

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Liebende…

Verschwenden
ihr Worte
ihr tun
ihr Werk
und ihre
Neugierde
ihr verstehen
und das
was sie
nicht
verstehn
ihre fragen
und
fragwürdigen
Antworten,
ihr Karma
und
all jene Dinge
welche sie
hierfür halten,
ihre Gier
und
ihren Verzicht,
der nur ein Alibi
unstillbarer
Sehnsucht ist

gebt euch,
vollständig
mit all euren Schwächen
und setzt nicht
auf die illusion
eines
Fels in der Brandung…

ist es doch das Wasser
welches weich
ihn umspült
und seiner Festigkeit
eines besseren
belehrt

eins nur sollt ihr wissen,
der führt in diesem Spiel
und der verführen lässt
ist beides,…

Wasser das umspült
und Fels der
dieses fühlt

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Grenzen

lass uns gehen
auf eine Vertraulichkeit hin
streckenweise unerkannt
bloßgelegt
zwischen den Nischen
von ungeborenen
welche wie
hungrige Kücken
in den Schlund
einer
grossen Mutter picken

an der Hand
die ich dir reiche
klebt noch
dotter
ein Aufschlag
dessen versprechen
mir das leben
in merkwürdigen
Verrenkungen vortanzt,
Ankündigung von Rätseln
die nie gelöst werden,
Vorspann
zukünftiger Fragwürdigkeit,
Schritt
der eine Lawine
über die grenzen
ins grenzenlose tritt

dort wo „treffen“
das verschüttet sein
von Selbstverständlichkeit
karrikiert
und die Gewissheit
in seine Mitte nimmt
ohne Not,
ohne Aufschlag,…

dessen Dotter
in Fäden der nacht
wie ein Vorspiel
im Sud einer Wunde klingt,
die keine grenzen kennt
und den Draht
über dem Abgrund schwingt
als kennten wir uns
seit unvordenklicher zeit
die nur ich kenne,
ohne Grenze
welches
ich
bin …

eine Ritze,
durch die
dein Antlitz
wie eine Berührung
mit der
Unendlichkeit
erscheint,
Spiegelgesicht
meiner selbst
in der Reflexion
einer
zufälligen Scherpe
am Wegrand

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Brief eines Gefangenen…

buchstaben die
wie von Wind
auf ein Blatt geworfen
sich mir entfernen…
früher lies die Antwort
auf sich warten,
aber sie kam
und dauerte

Sätze die zwischen
den Fesseln
und Gitterstäben
meiner Behausung
ihres gleichen suchen
ein Ohr dass
die Schreie der Hoffnung
vernahm

Wasservögel des Zweifels
die sich in die nacht
ungewisser Tiefe stürzen
Fischer im geschimmer
verblichener Sonne,
so tauche ich nach dir
unerreichbar tief
der ich bin
ein Unterfangen
das mir den Tod
bedeuten kann

was bleibt
ist der Zuspruch,
gespendet
aus dem neuen
welches ich mir
ein – bilde
und die Unruhe
die ich verspüre
wenn dein Bild
im Rahmen gerinnt

also
finden die Sätze
keinen Anklang
und bleiben
im Labyrinth der Erinnerung
weil die Empfänger
sich gerade
den Tag verzeih’n…

der aber
belog unsere Nacht

woher und wohin
wehen
meine halbbeschrifteten Fahnen
die mir der Wind nimmt
ihre Botschaft zertrümmert
und nur ein Torso
ungeschriebener Geschichte
bleibt
dort auf der Erde
auf welcher
der Abdruck unserer Körper
zum Schatten verkommt

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Tränen

Tränen der Nacht
verbringen
den letzten Mond
bevor ein neuer Tag
sie
von der Oberfläche leckt
nackt im Schrei
nach ihrer Herkunft,
verlorenes Meer
welches nicht wartet
ihr Vater gewesen zu sein,
treiben sie wie
junge Kücken
ihrem Elend entgegen
ertrinken in dem
bitteren Geschmack
einer ungewollten Erinnerung
bevor die Sonne sie verzehrt…

ich habe nachgeschlagen
in den Tropfen
verlorenen Regens….

ihre Spur ist alt, endlos
und leer,
aber ihre Gegenwart
ist eine Geschichte
des einzigartigen,
neu, begrenzt
und voller
bunter Fragwürdigkeiten…

das ist wahr….

aber es vergeht
im Morgengrauen
des ungewissen…

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die gefangenen

die Gefangenen
in der ägäis
warten auf das Signal
los zu schlagen…

lange haben wir
in den Wartesälen
von alltäglichem ausgeharrt
und auf den rechten Moment gezählt,
der eine Liaison zwischen
Hoffnung und Enttäuschung ist…

das wissen darum,
er möge für unser gelingen
nie eintreten,
hat uns für jene Überfahrt geadelt
welche die Verzweiflung
als Grundstock für den Aufbruch begreift…
jene reise die damit beginnt
keine Wahl zu haben
und das bleiben
als ersten Schritt bemüht…

dies ist der Spalt
zwischen dem Käfig
der wir sind
und dem Wind
der uns in die
entfernte Erfahrung
mitnimmt….

Aigeus nämlich,
der seinen Sohn unverhofft
in weißes Leinen gewickelt
am Wegrand erkennt…
er lebt…

Minotaurus
so sagte dieser,
sei nur Symbol
für die Flucht
vor dem eigenen
Bewusstsein

Aigeus aber
verbrannte darauf hin
das schwarzes Segel
der Selbsttäuschung

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warten…

– warten –
ist
die Maria Magdalena
der Zuversicht,
die nur das
unausweichliche
in die Sphäre
einer Zeitlosigkeit
transponieren will,
dabei aber
das schweisstuch
der Gefühle
mit einem Aquarell
eines stummen Vogels
verwechselt,…
bunt, schön
und nutzlos…

so treiben
unsere Gedanken
das aussichtslose Spiel
einer Völlerei der Hoffnung
um sich dem
was jetzt ist
zu entledigen
eine Art Regie zu bemühen
deren Inszenierung
wie der bittere Geschmack
eines vergifteten Apfels
die Stimmung
eines milden Nachmittages
verdirbt…

der zu lange wartet
erntet den Herbst
von Möglichkeiten,
dessen Blätter
kurz darauf
in der Kälte
von abgestandenen
Gedanken erfrieren

zeit…

zeit vergeht,..

ich fließe
an ihr vorbei
und ergreife noch
einen Mantel
der mich wärmt
und nährt
als meine Augen
nach innen blicken
und von dort
die Hoffnung
auf den anderen
als mein
zerbrochenes
Spiegelbild erkenne,
gefallen finde
an den Fragmenten
des scherbenspiels
welches mir
wirklicher erscheint
als die gut ausgeleuchteten
Lügen der Nacht….

dort wo es keinen Schatten
mehr gibt und
die Sonne verloren hat

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ich gehe…

ich gehe in der Nacht
wie in einem Traum
aus und ein
und breche die
fragen meiner Seele
an einem mild wehenden Schleier
eines nachmittages
entzwei,
Stunden die mir
im licht
des dunkel
wie eine Erinnerung
an ereignisse erscheinen
die nicht passierten
obwohl sie sich
zugetragen haben

ich horche
und
antworte nämlich
den fragen
die ich
noch nicht
gefunden habe
und begehe
die Sturmwarnung
am Abend
als sei diese
eine Brücke
zu meiner Verlorenheit,
ein Netz
durch dessen Fäden
mir der klang
einer unendlichen stimme
winkt
Schwestern von Sirenen
die sich auf Musik besinnen
die bewegt
und mich in das Netz
eines Lächelns fallen lässt
dessen Maschen
weit gestrickt sind…

die flügelwesen
meiner fragen aber
ertrinken an jener Hand
die ich ausstreckte
um sie zu entzaubern…