Autor: HubertBergmann

betrachte….

betrachte
die angelegenheiten
dieser welt
genau
und du siehst
all über all
die angst,
geschürt
vom zentralorgan
einer rüden
meinungsmache
die
wild an deine
schläfen pocht
ein spiegel
im spiegel
der tausendfältig
den narren
im kunstlicht
gärenden lebens
küsst,
den letzten
vor einem verrat
der den diskurs
bis heute
bestimmt,
wo das reden
um des reden willens
in unseren adern
gefriert,
ein
schaulaufen
vergessener menschen
die worte
zur standarte
ihrer schlacht
ums nutzlose
machen,
drüben
auf den feldern
der nacht
in der die
buchstaben
ihren sinn
verlieren

wird da
der patriarch
der einsamkeit
wirklich
wieder geboren
in den vertrockneten tälern
menschlicher verluste,
werden die samen
einer leichtigkeit
des seins
je wieder aufgehen,
so
wie damals,
in den
lissabonner vorhöfen
als die nächte
wie ein schauer
auf
hyronimus bosch‘
landschaften nieder gingen
und antworten
auf den ruf in die welt
noch nicht
erwartet wurden,…
man schrieb nämlich
anders
in diesen zeiten,
als das allein sein
noch
die welt
in einem
mit sich selbst
verbündete
und die rede
mit dem anderen
wie die stille
am saum
eines ahornblatt
nach morgen
duftete,….

in den nischen der gassen
die sich mit meinen gedanken
füllten
als warteten sie nur
auf eine wiederkehr
immerwährend
und unbekannt
wie eine erscheinung
die mich fest
in das netz der welt
einwebt,…
und die
löcher in meinen schuhen
auf eine reise schicken
jenes zu verstehen
dem ich
in den auslagen
meiner existenz
nie
begegnet bin,
grobkörnige erinnerung
die aus dem
mosaik
meiner zukunft
wie ein jetzt
herunter
rieselt
und am
baum der erkenntnis
seine wunden leckt,
vergessen
im licht
das aus ästen
zu mir spricht

20130301-215316.jpg

ausgelaufen…

ausgelaufen
in schatten
von gestern
die ihre freude
im echo leben
in
suchbildern
einer erinnerung
die geschichten
erzählen
die nie mehr
vorkommen,
aber
immer erhofft werden
in den aufständen
sich anbahnender tage,
die sich
in den nächsten wurf
wagen
als sei er neues
und doch nur
die alten bilder
übermalt,
um sie später
wieder
frei zu legen,
verwaschene gestalten
die ich werden wollte
geburtshelfer
einer neuen zeit
die unerreichbar scheint
wie
der aufschlag
deiner wimper,…

so begnüge ich mich
mit dem lidschatten
eines gedankens
der mich
an mein sehen
fesselt
jener schneise folgend
die ein
boot
auf seinem weg
ins meer
hinterlässt

20130225-074412.jpg

verbunden…

verbunden
vergessen
unumwunden
das rote
geleckt
genährt
was andre
schwächt
die welt
in schwarz
und
weiß
geteilt
mir selbst
so lang
vorausgeeilt
gelebt
in
brüchen der zeit
die sich nicht mehr
kürzen lässt
und vor-
wie
nachher
wie von selbst
vergißt,
geschrieen,
verstummt
wie ein
chamäleon
vermummt
den neuen tag
als den letzten sieht
von den
nächsten
ersten
besten
die erinnrung
abzieht
tief in mir drinn
ein fehler ausmerzt
der besser
nicht sein kann
tief in mir drinn
den widerspruch
verscherzt
der den tag
und
jede nacht
ins geboren werden
macht,
wie postkarten
beschriftet
von urlaubsgruss
jeder tag
an mich
jede nacht
an dich
fremde
und bekannte
die
wir sind

für
KF
ein weit entfernter

20130222-073340.jpg

wenn,…

wenn ich rede
schweige ich
und wenn ich denke
spielen meine worte
hoffnung
über einem abgrund,…
wo mein leben
stattfindet
stehen menschen
sich sprachlos
gegenüber
und die kinder
der zukunft
lassen ihre beine
über alte wurzeln
baumeln,
dort
wo die anfänge
ihre verabredungen
in den wind
sprachen
und
der ruf
noch
wie
eine unsichere zeit
seine übung
aufnimmt,
bilder gebiert
die vom wirklichen
in einen traum
und vom traum
ins wirkliche
wachsen,
nicht wissend
wer von beiden
wirklicher ist,
nicht ahnend
wo sich
leben ereignet,…

jetzt
wo
vergangenes
in eine zukunft mündet,
jetzt
wo zeit
im schlaf
versinkt

die Luft…

die luft
riecht
nach kälte
und
rabenschwärze
durchschneidet
den morgen
als ob
die tage
auseinanderfielen
und
ein morgen
nur noch
aus den bröseln
von heute
bestünde,….

porträt
einer
scheinbar
ereignislosen zeit
die den verstand
ruhen lässt
und
weite
im stillen bebrütet

danke an Mollino

20130209-074006.jpg

ich frage….

ich frage
wo wir
geblieben sind
als wir
noch schweigend
uns verstanden
und heute
im
geplätscher der worte
einander verlieren

ich frage
als wir noch flossen
wohin dieser
fluss sich ergießen
wollte
in all den jahren
deiner abwesenheit
die du
da warst

ich frage
wo diese wolken hinzogen
als der sturm
erst leise begann
und langsam
die erinnrung
bei seite schob
bis keiner mehr
den abstand
zum nächsten sah

ich frage
wo all die toten
geblieben sind,
die dem regen
voraus eilten
und eine bastion
aus
unverhofftem
bauen wollten

ich frage
wo du noch bist
wenn ich
die morgen
nach einer nähe
absuche

und frage
nach des fragenden
Weg
der die weite
in seinem herzen pflanzt
und kein echo
in seiner nähe hört,
vergessen
am rande
einer sehnsucht
in seiner fremde

20130203-071406.jpg

es ist….

es ist leicht
den abschied
zu wagen
wo der bleibende
die wegzehrung
des gehenden ist
und die strassen
sich
in unbekannte
alleen weiten,
die furchtlos
ihre bahnen
unter unserem dasein
ziehen,
wie alte wurzeln
im dschungel der angst,
der wie
das brot des verlassenen
den aufbruch
der seelen füttert,
dort an
den rändern der tage
wo sich verlorene
wieder finden
und die nachricht
aus der fremde
die begegnung
von geschwistern
erzählt,
eine geschichte
in der
keiner verloren ist
keiner verloren ist…
und
die untiefen der nacht
gemeinsames leid
in ein lächeln
verwandelt,
in dem
das ganze
ein
zuhause
findet,…

am morgen
nach dem blick
in weites land,
der den ruf
von wildgänsen
ummantelt,
der die stimmen
des alltags
den wolken
überlässt
und
des dienenden
aufgabe
zu ende führt

mich schreckte…

mich schreckte
die nacht,
die wie ein esel
in
meiner mitte
blökte
und
die gedanken
aus den fenstern
trieb
in ein jetzt
wo die zeit
stehen bleibt
und mir
das bewusstsein nahm,
ein ereigniss
welches ich nur
all zu gut kannte
und nun
mit all dem zahle
was unbekannt
in den
letzten regionen
meiner seele
auf bergung wartet,
bewacht
von
mächtigen wächtern
der angst,
die die schürfrechte
in meinem herzen
lieblos verhökern,
ein du
im staub der tage
aus den augen
verloren
und die brücken
meiner worte
zum einsturz brachten…

in einer…

in einer
asymmetrischen weise
beginnen die morgen
ihre scharmützel auszurufen
auf feldern
wo kein einziger schuss
fiel
und signale
am rande des geschehens
sich wie ein
rumstochern in
in verdorbenem antipasti
aufdrängen
mit käse garniert
der aus seiner
staffage
kein hehl macht
und die szenerie
in den muffigen gestank
alter socken ummünzt,
vermächtnisse
reihenweise dekliniert,
um dem unmut
des eigenen
defizit an
passenden worten
aus dem weg
zu gehen,
nur um
andere zu treffen
die in ihm
angelegt haben
ein stell dich ein
zu unterwandern,
mit dem daumen
im wind
auf einem
farbstichigem streifen
zelluloid
am rande
einer
endlosen achterbahn,…

meine bandschleifen
verhungern
aus mangel
an aufenthalt…

noch…

Poem, Rückschau
NOCH – 22.1.2013
>>> Tag / Er-Innerung

noch
sehe ich
die selbsterstellten
sehnsüchte der moderne
die wie
eine fata morgana
in illusionen baden
und schließlich
dem anderen
seine schwere
nehmen,
wie ein tod
der dem leben
geheimnisvolle stempel
aufdrückt,…
nämlich
weiter zu machen
jenseits des zählbaren
das wie eine
große fähre
auf den abtransport
von erinnerungen
wartet
und
die schritte
der menschen
in einen
endlosen rythmus tritt,
der wie
ein schlucken
des alten adam
anfängt,
in den panicrooms
unserer seelen
gegenwart
auszubrüten,…

dort wo wir
in unbekannten
räumen
zielloser reisen
SEIN
einübten,
das was
identität sei
in mageren
zeiten
und
ein vergewissern
von gelingen
auf später
verschob,
wo alleine
die reise zählte
aus den grellen nächten
des aufbruch,
in denen styx
seine ufer verlor
und brücken
am grund
seiner tage
mühelos
die querung
nahelegten,…

in einen
anderen winkel
dessen
was
als flucht
wie ein daimon
wirkte,
doch nur
die angst
vor dem
eigenen gesicht war
dass
still und gefasst
auf den pässen
der unruhe
schicksal
in unsere
hände legte,
jene, die sich
zuerst streckten
ohne richtung,
ohne ziel,
nur hin
zum unbekannten
und weg
von mir selbst,
der das
auswendig lernen
nicht mehr
buchstabieren konnte,
aber alle stimmen hörte
und
jene verstand
die er
für
fremde hielt

20130122-164413.jpg

ich schaue….

ich schaue mich an
und das feuer im kamin
zieht seine spur
an mir vorbei,
der gerade eben noch
ein rinnsaal
in einem echo war
wo mondwasser
in einem dunklen wald
wie geborgte gedanken
an den ästen hängt
und die zeit
dreimal erfror
nachdem ich ihr
leben
einhauchte,…

damit die sonne
wieder
ihre arbeit aufnehme
und eine
verflossene milde
zurück
in
geschlossene augen
finde….
dreimal
ohne ende
durchgezählt
wie ein vergessen
am morgen

20130119-184602.jpg

als würde..

als würde
mein herz
über deine
gefühle sprinten
und
der tanz
der dort entsteht
mir
die luft
zum atmen
nehmen,
als
sei
dein verloren sein
der beginn
aller fragen
die uns
in die
mitte führen
dort
wo
eines im
andern
und
anderes
in einem
den
lauf der dinge
schreibt
wie ein buch
aus alten zeiten
wo sterne
am himmel
die sonne
bewegen
und fragen
an ihren
antworten
wie an einer
feuerstelle
lodern

für Alex‘ „Momentum“

wenn…

wenn ich gehe
springen
fragen
aus der nabe
einer
unruhigen nacht
und
schicken einer
erfrorenen antwort
splitter
in die chronik,
die
wie
eine unbekannte blume
im letzten lächeln
am fenster
nach draußen
ihre muster
einritzt….

gestorbene
hören
letzte worte
ewig…

wie
der lauf
der zeit
welcher
sand
in unsre augen
streute,
wo die
jahre
auf grund liefen
und unsere
arme
wie geknickte
speichen
die fahrt
bremste,
als seien wir
immer schon
von einem
zum
anderen
gerutscht
und hätten
wolken einer
erinnerung
wie giftige buchstaben
ins regal geschoben
wo sie
den
nächsten morgen
nicht mehr
erlebten,…

wir
haben versucht
in den untiefen
unserer worte
zu gründen,
als hermes
den ölfilm
von seiner
geschichte zupft
und
dionysos
im rausch
nach seinen
versäumnissen
kramt,
während er
jenen abschied
verpasst
der
die blendgranaten
der illusion
am nächsten tag
still
im hades
versenkt,…

und
die abwesenheit
von liebe
in den
katakomben
früherer begegnung
lehrt,…

so wandern wir
blind
von ausgang
zu ausgang
und finden
die tür
zu unserer
mitte
nicht …

20130113-095100.jpg

keine…

keine neuigkeiten
kein status
kein ort
keine likes
kein kommentar
kein link
kein post
keine benachrichtigungen
kein link geteilt
keine nachrichten
kein profilbild
keine freundschaftsanfrage
kein chat
keine freunde
keine freunde von freunden….,

konnten wir
mal anders leben zwischen
hoffnung und gewissheit?

sterben….

sterben
ist unser
letztes kleid
das
wie
die luft versiegt
und
den wurf
ins nächste
gefühlvoll noch
bekriegt
und uns
den atem nimmt
von dem was
wichtig war
zu einem
JETZT
gerinnt,
die flügel stutzt
die wir
solang ersehnten
so dass es nur noch
EINEM
nutzt
dem letzten
von
den zehnten,
die schwinden wollen
wie die
eins und zwei
und keines mehr
das wiederkehrt
so
zähle ich
die
DREI
bis mich
ein anfang
still
bekehrt

meine hoffnung

meine hoffnung
wandert
wie schatten
die ihr licht
verloren
hilflos
in der nacht,
die
mich wie
ein großer abgrund
in ihre mitte nimmt,
dort wo wir
uns nicht mehr
scheiden,
dort
wo der tag
auf der suche
nach einem
neuen kleid
keinen namen hat
und sich
anfänge
wie eine naht
noch
enträtseln
lassen

ich erwache….

ich erwache
in den untiefen
eines neuen tages
dort wo meine
vorhaben
noch
gefährlich frisch
versammelt sind
und sich das
trockene brot
von gestern
mir
von seiner
besten seite zeigt,
die wie eine
hoffnung
leise zerbricht
sobald ich es
in die hand nehme
als wollte
mir jemand
seine sorgen
zeigen,
ein tasten
das ich
nicht kannte,…

wie fische
die ihren weg
am glas
eines aquariums
verlieren

20130103-073042.jpg

von…

von einem
zum nächsten
augenblick
wechselt
die patina
unserer gefühle
ihr kleid
und wir
erkennen nicht mehr
den letzten atem,
der uns
gerade im
alten jahr verlies,
schauen nach vorne
zug um zug
als sei unser stern
nur
durch
eine vergessene andacht
zu erreichen,
damals
als die versprechungen
uns
den letzten atem nahmen
und sich münder
doch noch öffneten
nur
um zu
überleben,…

im neuen äon
der unser
verlassen sein
wie eine geschichte
aus alten zeiten
mit sich nimmt,
hin zum lager
an dessen feuer
reisende
ihre seele
erwärmen,
dort
wo abschiede
die luft
zum schwingen
bringt
und
buddha
sein
lächeln
entfaltet…

20130101-111858.jpg

ende….

enden
berühren
neue anfänge
die im vorüberziehen
ungeahntes
ertasten,
wie glas
das
zwischen uns
in den himmel
wächst
und
letzte zweifel
wie schlieren
aus der welt
schafft
da unsere
gedanken
stumm werden
wie vögel
die
einen tsunami
erahnen,
grollen
im morgentau
verschwiegener nacht,
wie ein sturz
aus einem nichts
das die zeit
in ungleiche stunden
teilt,…

vorläufig
wie die dauer
„zwischen den jahren“
stolpern unsre
gefühle davon,
als sei das
nächstliegende
jene mitte
die wir
im aufstand
unruhiger tage
verloren hatten,
an orten
wo sich der mond
verschämt
hinter einem gebüsch
verklärt,
dort
wo
im vorüberziehen
ein anfang
sein
ende
berührt

20121230-223510.jpg

die einsame geburt…

nacht durchschritten,
wo viele
in pfützen
nach einem stern
kramten,
dem einzigen,
der seinen
weg
in den augen
herumstehender
verlor…

pain is an symptom
of being afraid
to feel free

to feel free
is the condition
after suffering

the step
between free and painfull
is filled up
with thornes
on the cross of roads

dont follow
the way from others
come to yourself
jump….
die…

…come out
of your grave
get again
new born
take your direction…

nothing
of
wrong
or
right

KA.DINGIR.RA.KI

… die tage davor
glänzen
mit dem
erleichternden flair
von selbstvergessenheit
die sich hilflos
und gelangweilt
von einer
zur nächsten ecke
herumdrückt,
dort ausgerechnet
wo gesellschaften
in einem großen gelächter
vorläufig
ihren niedergang
üben,
fern
von all dem
was erfahrung ist,
da sich worte
wie blindschleichen
um die gunst
der stunde züngeln,
vergangenes
nicht mehr existiert
und die
türme des zukünftigen
in platten
streichholzschachteln
überwintern,…..

und dann
der ruf,…

aaaaahhhhhhhh
„das Land
wo Milch und Honig
fließt“
und der Ton
der leidenden Wildgänse
über dem uralten Karpfenteich
mit dem gold darinnen
welcher die Oberfläche
vor der Moschee
der wunden Herzen aufreißt,
wie war
und bin ich dort
bei Abraham
der eine letzte Lektion
der Sufis erteilen wollte,
wo ich seit Afyon
längst abgedreht war
und die koreanischen Kekse
auf meiner Zunge zerschmolz,
dass mir die Lefzen
der Begierde
den Weg vorsabberten…..

kleinasiatische Tumulttöne
die mir den dreiundzwanzigsten einleuchten
in dieser Wüste
projektiver Weihnacht,
die nur den Dunst
und geruch
der Fasnachten
einschwillt,
dort
an den tropfenden
Hängen der Lust,
die so nah, so fern
die Pfade
zeichnen….

die letztendlichen
dort
zum fruchtbaren Halbmond
der mir gerade eben noch
die Kornfelder
schnitt
und die schritte
unter
Sohlen meiner Hoffnung
zerreißt….

…in der Gurgel
des Muezzins erstirbt,
das vergessen zu vergessen,
um Seelen zu bewegen
in einen andern tag…

to „Gestalt and Death“
with AH23

fremde….

die samen
in den
händen der tage
waren verbraucht,
modrig
von den vielen
zugriffen
auf sie selbst,
ihr streuen
war
wie ein
beutel im wind,
großes gehabe,
keine richtung
und
ihre anwesenheit
wie ein kühler versuch
die hitze
im verschwitztem
hemd der nacht
zu erdrosseln,
so dass
kein forensiker
spuren
von banalität
fände,
wie eine
kleine absicht nur,
verschmähtheit
in die irre
vergessener sümpfe
zu führen,
dort
wo die keime
verfaulender hoffnungen
blüte treiben,
sich vergeuden
nichtwissend
was daraus je
werden soll
und dieses
als ansporn
vieler möglichkeiten
begreifen,…

sorglosen händen
entrissen,
da schönes
dort wächst
wo dornen
den müll
ummanteln
und
scherben im bruch
das glitzern
von eitelkeit
verraten

fragments….

es ist
einfach
wenn
kompliziertes
im verschiebebahnhof
des gelingens,
seine geleise
verlässt,
dort
wo die sätze
einer unterhaltung
wie ein
opiumrausch
den lack
der wände anbeten,
während
ihre titten
über
zitternde lippen
wie ein
lebensborn
den rest
fruchtsüsser
schönheit
am
falschen fenster
verdröpfeln,
in die nacht
hinein,
die alle
scheinbar
gepachtet haben,
aber keiner
eine miete zahlt,
da es menschen gibt
die nie
in eigenen betten
schlafen,
stattdessen aber
die freaks
von ihren lagern
jagen,
immer auf der suche
nach den rändern
des unbekannten,
die wie
die glotzaugen
meines gegenüber
in eine
zerfurchte nacht
stieren
weil ihr besitzer
die artikel
seines grundgesetz
vergaß
und jetzt
von den hunden
der kälte
in achtsame zonen
einer
neuen geburt
gehetzt wird,…

freundlicher weise
in die ecke
jener
die ihre offenheit
wie
eine messe
zelebrieren
und fragen
nach dem sinn
des lebens
erst gar nicht
aufkommen
lassen,…

wie
fragmentierte
windhunde
die
ihrem ziel
endlos
hinterher hechten
wild
vom rausch
der geschwindigkeit
und
wund
ihrem
gehetzten dasein,
das
ruhe
nur
in der
erschöpfung
des anderen
findet…

20121218-011704.jpg

schritte….

schritte,
zwielichtige
gestalten
die wie herbstlaub
sich
unter meinen sohlen
wegducken,
führen
unbekanntes
an mich
heran,
das andere,
unsichtbar
schon
in der vorstellung
verdorbene
und seine zweifel,
das geläutert
werden will,..

rückwärts gerichtete
vorwärtszerrer,
flunkernd
am rand
meiner selbst,
der wie
eine beginnende
bewusstlosigkeit
seine sekunden
an den horizont stellt,
dort
im morgengrauen
einer ahnung
die nur
zu sich
gehen will
um den anderen
dort
zu treffen,…

schritte
machen vor,
stellen
in aussicht
ohne bedingung
wie eine
weggabelung
in die
ich mich
blind
entführen lasse

einsam…

einsam
ist
zweisam
ohne antwort
ein dunkler raum
der
vordem
im tag
seine pirouetten
hinterließ
und jetzt
nicht einmal
eine erinnerung
formen kann,
die
schlüpfrig
wie gedanken
jeden
augenblick narrt
als bestünde
die ganze welt
nur
aus diesen
und sonst
nichts,
als sei gelebtes
nur
ein flüchtiges
und
nicht einfach
grund
auf dem
unser gehen
neuen halt
findet,
einsam
am weg
der alle
aufgebrochene
in seinen
schoss
nimmt
und
das verlassen sein
zu seinem
begleiter
macht

glitzern….

jetzt
in einer zeit
wo der glaube
dass
glauben
berge versetzte
wieder hochkonjunktur hat
siechen
die arbeiter
wahrer gefühle
vor den fabrikhallen
ver sprechender
ohnmacht
und
entklittern
die geschichten
vom glitzern
menschlicher wärme
die
in den kältesten
der zeiten
ihre frisierte bilanz
feiert,
als sei der mensch
des menschen freund,
sich die strassen aber
füllen
mit den analphabeten
der nähe
die den stoss
zwischen die beine
mit blumenreichen
wortergüssen
umschäumen,
erbaulichkeit
predigen,
die stille aber
in den kirchen
ihrer blinden
selbstunterdrückung
mit dem hohlen geschwätz
der lobpreisung
eines höheren
kaschieren….

unschuld
macht die runde
und
die narren
erzittern
in feuchten unterkünften
das unerträgliche
aus ihren poren,
das wie
eine fata morgana
schlieren
in die weihnachtsmärkte
vergessenen lebens
eingraviert
und
die gerüche
wie ein alptraum
verpatzter kindheit
den nächsten schritt
gefrieren lassen,…

glocken üben
ihren letzten schlag
bis die geburt
einer idee
zu einem
schatten zerfällt
der den
lichterketten
weit
voraus leuchtet,…

dort im dunkel
wo keiner sucht…

20121209-211211.jpg

glitzern….

jetzt
in der zeit
wo der glaube
dass
glauben
berge versetzte
wieder hochkonjunktur hat
siechen
die arbeiter
wahrer gefühle
vor den fabrikhallen
ver sprechender
ohnmacht
und
entklittern
die geschichten
vom glitzern
menschlicher wärme
die
in den kältesten
der zeiten
ihre frisierte bilanz
feiert,
als sei der mensch
des menschen freund,
sich die strassen aber
füllen
mit den analphabeten
der nähe
die den stoss
zwischen die beine
mit blumenreichen
wortergüssen
umschäumen,
erbaulichkeit
predigen,
die stille aber
in den kirchen
ihrer blinden
selbstunterdrückung
mit dem hohlen geschwätz
der lobpreisung
eines höheren
kaschieren….

unschuld
macht die runde
und
die narren
erzittern
in feuchten unterkünften
das unerträgliche
aus ihren poren,
das wie
eine fata morgana
schlieren
in die weihnachtsmärkte
vergessenen lebens
eingraviert
und
die gerüche
wie ein alptraum
verpatzter kindheit
den nächsten schritt
gefrieren lassen,…

glocken üben
ihren letzten schlag
bis die geburt
einer idee
zu einem
schatten zerfällt
der den
lichterketten
weit
voraus leuchtet,…

dort im dunkel
wo keiner sucht…

20121209-211211.jpg

schatten….

schatten
wie eine
stimme
der nacht
die sich
stumm
um ein flunkern
in der
abstellkammer
ungezählter stunden
müht,
dort wo
übereinkünfte
neu
durchmischt werden
und
die strategien
folgender tage
im brutkasten
der möglichkeiten
auf ihr „go“ warten,
die ritze
und ihren
lichtschacht
millimeterweise
dehnen,
als würde
anrühriges
die existenz
von zwielicht
in frage
stellen
und die
leertaste
unsicherer gedanken
den abstand zum nächsten
in ein banner
mit großen weißen
lettern verwandeln,…

auf
weißem grund

offline….

off
line
nie da,
wo dort
vermutet
unternommener
weise
die präsenz
mir
zuschreibt
SEIN
zu können,…

findet sich
das gespräch
der welt,
die wie
ein reißverschluss
zahn um zahn
bei öffnung
auseinanderklafft,
wie weise mäuse
in einem
versuchslabor
der nacht,
die hilflos
in den morgen
dämmern
und
die ergebnisse
ihrer unterhaltung
in prozente
messen lassen,
statistisch gesehen
ein fortschritt
an eloquenz,
die den turm
in die höhe treibt,
während in babel
die taubstummen
neue provinzen
ausrufen,
dort wo
aller anfang
ein leichtes ist
immer noch,
da vielfalt
die welt regiert
und eine
alte frau
mit braunen flecken
an beiden händen
ihren dunst
in unsicherem abstand
auslässt,
wo mir der atem
jahre vorzählt,
als hätte er
mir
einiges voraus,
die brückenbauer aber
erst nachsicht
walten lassen,
als blumige worte
wie schlick
in meinen adern
trocknet
und ihr image
in den
spalten der tage
zu sieden
anfängt

duft….

duft
von reis,
metamorphose
einer verwirrung
die wie eine sichel
in kurzem schlag
den einzigen gedanken
fällte
und rosengrüsse
wie eine selbstverständlichkeit
in den schächten
erweiterter träume
zelebriert,
hinterhergeworfene
bestäubung,
die ihre kinder
in pappbechern
ungewisser zukunft
abspeichern,
artefakte
die handstand
üben
und
realitäten
mit vorgefertigten
matrizen
ummodellieren,
als könnte
morgen schon
ein tag anbrechen,
der
vorgestern begann,
still
in einer ecke
vergänglicher erinnerung
die uns am leben hält,
obwohl wir das
nicht
werden wollen
was wir
waren,…
vision
einer zukunft
die sich
gerade eben
vorüberschlich….

20121201-074250.jpg

beim anblick….

beim anblick
meiner
alltäglicher befindlichkeit
katapultiert mich
ein namenloser „wächter“
direkt
in die verbannung
vor mir selbst,
verstrickt
die verblendung
vor schönheit
mit einem
versunkenen eiland
dessen anderen hälfte es
in wahrheit
nie gab
und stellt mir
windmühlen
in den weg
gegen die ich
wie ein
aufgezogener zwerg
„identitätsstiftender“ weise
ankämpfe,….

als hätte ich dafür
den lohn
mich selbst
zu erwarten
in der erschöpfung
meiner welt,
wo ich nie
ganz da war,
wenn ich da war
und verschwand
bevor ich
angekommen bin,
weil augen
mich nicht sehen
und ohren
fremdem klang
erlegen sind,
das drama der welt
aber
wie eine furie
ihre arien
in mir entfaltet,..

es herrscht stille,
deren schrei
nur
eingeweihte
der sehnsucht
vernehmen,
jenen klang
der sich selbst
verlassen hat
um
anderes
zu finden,…

antworten
werden wir dort
nicht sehen,
da wir blind wurden,
von dem licht
einer
heimlichen projektion,
die schatten gebiert,
vor denen
wir flüchten…

der schlüssel aber
die türen
zu öffnen
liegt
in der versunkenheit
jener insel
auf deren hügel
verzweiflung
sanfte wellen
schlägt..,

…wer dort
noch lebt,
hat
überlebt…

20121129-085730.jpg

wiederkäuer….

steine
aus haar gerollt
wie
ein ritual
am morgen,
das niemand versteht
und
deswegen wirkt,…

als
wiedergekäutes amalgam,
wirft die anfrage
eines neuen tages
alle konzepte
über bord
und holt sich
seinen
standard schamanen
aus dem regal
4. reihe oben rechts,
kopf
unumwunden
phallus noch erigiert
träume status
suicidal,….

man
möchte annehmen,
dass die welt
sich
verkehrt herum dreht
und die launen
der gedanken
nur ein vorspiel sind
unsere gefühle
zu trainieren,
die wie
zebrastreifen
die oberfläche
durchschneiden
und die
brunft der tage
in
ein unscheinbares
geschick
verzaubern,
dort wo
zeiten
aufeinanderknallen
und,….

nichts

bewirken,…

die
unwichtigen dinge
die regentschaft
übernehmen
und beim
ausbahnen des
SEINS
sich kleine
haarrisse
in meinen gedanken
durchnästeln,…

früher
war es einfacher
DA
zu sein,
weil
DORT
näher lag…

20121128-082801.jpg

nischen….

zwischendurch
wo der reiher
seine fische schöpft
fragen perlen
an der oberfläche,
wie alte stelen,
markierung
bis ans ende der zeit,
wo ant wort
in einer ritze
unter den
schächten der tage
zu finden sei,
verschüttet
wie eine blaue murmel
aus kindertagen,
was wichtig sei
im lauf
der dinge,
an deren
unmerklichen wandel
die stunden
ihre uhren
aufziehen
und der boden
wie ein
aufgeweichter
morgen
in meinem
zimmer steht,
erwartungen
in der luft
hängen bleiben
wie
ungekelterte
visionen
und das
einmal eins der existenz
plötzlich
ins stottern kommt,…

….in diesen nischen
werden
neue minuten geboren
die hilflos
wie junge katzen
nach ihrer milch
schmatzen…

ich schaue…

ich schaue
mit augen
und sehe
nichts
das sieht,
höre nur
vertuschungsversuche
man bräuchte
kaum noch
wahrnehmbares,
da
die erfühlung
der welt
nur
energie schluckte,…

so wende ich
meinen blick
nach innen
und sehe
im spiegel
das ungenannte
und
unbekannte
welches sich mir
in der welt
verbirgt,…

die ahnung
der ferne
und
reife
der nähe,
die beide
wie ein
kryptisches
alphabet
nach ganzen sätzen
stammeln
und das
unscheinbare
als relikt
wirklichen lebens
in ihrer
monstranz
vor sich
hertragen,
damit jeder
die zeichen
einer
anderen welt
erkenne,
in der
INNEN
außen
und
AUSSEN
innen
ist,….

so streifen wir
in den nächten
der tage
und fischen
im
zwielicht der nacht
immer auf der suche
zum
nächsten
immer auf der pirsch
zu
uns
selbst…

und verzeihen
dem
dunklen röhren
vergangenen
lebens….

20121124-074513.jpg

zu hause ohne land ….

zu hause
ohne land
schwinden wir,
die wachsen wollen
dahin
als seien unsre
felder
die hinterhöfe
fremder mächte
die uns nicht fragten
ob sie dort
„ihr spiel“ veranstalten
dürfen,…

mahmoud
fällt um,
er verstieß wohl
gegen sein
aufenthaltsrecht
nach den spielregeln
seiner nachbarn,
die ihm lernen wollten
gerade mal 2000 jahre
weg gewesen zu sein,
man hätte sie vertrieben,
das sei nun der grund
für mahmoud’s geschick
in den tod,
dort sei es stiller,
als auf dem
bombenteppich
der andern,
dort wo sein korn
schon wuchs
als es noch keine
fremde gab,…

das ist die neue doktrin,…

erstelle dein spiel
als vertriebener,
fiktiv, gut teils
im unendlichen raum
der geschichte,
nimm dein heiliges buch
und vertreibe
nach allen regeln
des neuen gottes,…

sein name sei
HIGHTECH,
der sohn
eures alten gottes
der rache,
der euch schon
vor zig tausend jahren
betrog, als ihr
ihm euren glauben
schenktet
und heute
die stahlgewitter
in seinem namen
zu uns schickt,
da ihr
ihn nicht
ertragen könnt
der seine tränen
der gewalt
über unsre kinder
regnen lasst,…

…dort wo sie ihn
zusammenschrauben,
im lande
WESTEN
erschallt beifall.
dieser hat heute
einen neuen namen:
HUMANITÄRE INTERVENTION

ja
es wird
verhandelt
bis euer beifall
euch
fällt,….

mahmoud
dort
sollst du ruhn
gefallen
in „frieden“
als dung
ihrer lügen,
dass sie in
südlicher sonne
verbrennen….

als sie erkennen
jene fremde zu sein
als welche sie uns
in ihr verderben
schickten,…

mahmoud, mahmoud
wir kennen dich nicht
und
nur als projektion
unsrer schatten
die in den
SÄULEN künstlichen LICHTS
grell darnieder fahren
in einer
grotesken projektion
der moderne,…

früher war immerhin
die bibel euer kino,
heute
seid ihr nur noch
statisten und geisel
in eurem drehbuch
der
erschöpfung
der
welt….

so stellt ihr
uns aus,
dass wir
aus den rahmen
der bilder
verschwinden….

für die
ge – fallenen Kinder
GAZAS

20121121-224604.jpg

wie eine….

wie eine
schwere glocke
die den
morgen einer trauer
ankündigt
zieht sich
meine einsamkeit
in den tag
wo ich
unter den blüten
meiner fantasie ächze
und der staub
der erinnerung
mir die sicht
auf kommendes
nimmt,…

es sind
die blumen
des unberührbaren
deren nektarduft
uns
wie bienen
um die existenz
drängeln lässt
das
was uns antreibt
weil wir
den bienenstock
nur erreichen
wenn viel leben
an uns
haften bleibt,….

was kommt
ist die kelter
zum honig
die uns das licht
bringt
welches wir lange
verloren,
hinrichtung
zu unbekanntem
welches
verloren geglaubtes
mit letztem lächeln
neu belebt
und
entweder
und
oder
wie geschwister
begreift

20121121-113246.jpg

nächte….

nächte
fallen in den tag
als in gaza
das sirren
der drohnen
von betonbrechenden
bomben
zerstört wird,…
schade
ist doch das zirpen
permanenter überwachung
als vorspiel
einer
nach
menschlicher wärme
suchenden rakete
angenehmer zu ertragen
als der geruch
verbrannten fleisches,…

ach so?
auch unter
dem judenstern
wird gestorben…?!

fallen nicht
unsere
nadelstiche
als etwas
bessere attrappen
weithin sichtbar
mit einer
niederschlagswahrscheinlichkeit
von 30 sekunden
auf felder
von denen ihr uns
vertrieben habt,
in das best‘
bewachte
freilichtgefängnis der welt
wo die
zurschaustellung
unserer werhaftigkeit
zum terror kaschiert
in eure wohnungen
geliefert wird,
entkernt
einer historischen
wahrheit,
ein fauler apfel
den euch adam reicht,
der besatzer
zu unschuldigen lämmern
mutieren lässt,…

wir
haben
keine dreißig sekunden,
dafür das doppelte
an jahren
eurer unterdrückung…

stattdessen
präsentiert man uns
auf dem schlachttisch
der moderne,
der sich blutrot färbt
wie jenes ghetto
in dem eure brüder
wehrhaft
zu den waffen griffen,….
damals
in
….warschau,…

ihr
uns dennoch
die gleiche farbe
aber verwehrt,
es sei nicht jene
des aufstandes gegen
weit sichtbares unrecht
nur
die kufiya eines
blutrünstigen abschaums
zweitklassiger fremde
die es zu tilgen gelte,…

so macht ihr euch
mit dem volk
eurer ehemaligen
schlächter gemein,
metzelt uns
mit deren
know how,…

war es nicht
einer von euch
der erkannte:
„DER TOD
IST EIN MEISTER
AUS DEUTSCHLAND“…

man glaubte ihm spät
und dann,
nicht mehr
und verbannte
den ton seiner stimme
in die synagoge,
dort ist er heimatlos
ertrunken,…

ihr aber wollt es
besser machen
und erstickt uns
in unsrem blut
auf feldern
auf denen wir
seit zeiten leben,
die ihr
nach zweitausend jahren
angeblicher abwesenheit
mit
dem PILUM
aus bomben
zu eurem nutzen
„bestellt“….
stolz
in der
waffenbrüderschaft
mit
den
DIEHLERN
des todes,
dort wo
narren
die komponenten
verkennen,…

hat geschichte
je
gesehen,
dass die,
den terror
überlebende generation,
ihre arbeit
mit den werkzeugen
der nachkommen
ihrer schlächter
„vollendet“,…?!?

ihr wisst nur zu gut:
wer richtet wird gerichtet“,
seht schon wenden sich
eure schwerter
gegen euch selbst
während die nacht
des wahnsinns
in den tag
eurer überheblichkeit
einbricht,…

es braucht dazu
keine drohnen
noch
suchköpfe
vom blutroten see,
an den rändern
der provinz
deutscher bewusstlossigkeit,
ihr werdet erfrieren
an den gestaden
eurer tat…

erstarren
an den gesichtern
des todes
den ihr sät,
fremde
zu denen ihr
uns stempelt,
abwesende
die ihr nie
vor uns
anwesend wart,
legende
die verwest,
da geschichte
weder
erfunden
noch mit
joysticks
vollendet
werden kann…

dedicated to
the people
of GAZA

20121119-212714.jpg

Ein paar schaulustige Israelis haben ein Sofa auf den Hügel gestellt, um den Krieg nebenan live zu verfolgen.
aus: Spiegel online vom 19.11.2012

beginne….

beginne am ende
und beende den anfang
weil die widersprüche
der tage
keine andere sprache
verstehn,
übersetze die buchstaben
früher stunden
in eine sprache
die ich
verstehen kann,
unverständis
erntete ich genug
als den leuchttürmen
der erklärer
das licht ausgin
und meine sprüche
das ende
einer bucht
erreichten,
wo die geschliffenen
steine
nicht mehr hielten
was sie versprach,
im sand
vergeblich
einen fluss
zu erreichen suchten,
dort
wo die
quellen versiegen
und die nacht
sich ihrer
dunkelheit
schämt,
im zwielicht
des morgens aber
die bilder
für einen neuen tag
in den anfang
graviert

20121117-075227.jpg

in meiner….

in meiner hand
eine strecke leben,
nichts von dem
was auswendig
lernbar wäre,
stattdessen
die rohen früchte
die noch
bitter schmecken
im versuch
es
mandeln
gleich zu machen,
dort wo wir
grund
erahnen,
uns
die oberfläche
in öl gesalbter furcht
aber
verhindert
und den bruch im leben
fürchtet,
als sei dort nicht
jener wurf beheimatet
der ins weite
führt,…

stattdessen überspielen
medial konditionierte narren
nur noch
die agenten der angst,
die sich
in den nischen des alltags
herumtreiben
minenfelder
der hoffnung
zu entschärfen,
weil Gott sich nicht mehr
um seinen bauplan kümmert
ahnend, dass
leben
keine formalie ist,….

so erkannte ich:
als ich nicht mehr versuchte
jemand sein zu wollen
wurde ich,…

als ich wurde
war ich nicht weniger
als nichts,….

und fing an
die entwürfe
meines gottes
einer revision
zu unterziehen…

20121114-105411.jpg

flow….

flow low,
in abständen,
zu einer zeit
die mir
nervöse kinder
einer erinnerung
gebar,
die wie
hilflose zeichen
eines nachträglichen
gedankens
nach einem schlafplatz
betteln,
deren
gefühle
und
stimmungsbilder
wie nebelschwaden
das
weite suchen,…

am morgen
danach,
als ich meine
alte welt
und ihre bevölkerung
vergessen hatte
und
einstige treue
sich immer rascher
den bedingungen
neu
anbrechender tage
hingibt,…

ist es nicht das
was uns
die alten
lehrten?!

dort zu sein
wo wir sind
und
die mühseelig
gepackten erinnerungen
der vergänglichkeit
überlassen,…

wo wären wir
lebten wir nur
aus diesen
und räumten
inständig
alles jetzige
weg

die zeiten…

die zeiten
hobeln
sich zurecht,
passgenau
wie
atomuhrgesteuerte
antriebstechnik
die als innbild
von genauigkeit
sekunden
in zustände
und diese
in zwischenräume
blasser mahnmale
der neuzeit
teilt,…

von denen sie allerdings
nichts verstehen,
die im vorhof
von erwartungen
ihre fingernägel
bis zum urgrund
abnagen
und
die alten kalender
der gezeiten
zum artefakt
aller anfänge erklären,…

…ein honigmond
süß wie eine projektion
in vollmundiger nacht,
gleich
neben dem eingang
zur nächsten gelegenheit,
wo die grenzen verschwimmen
und der alltag
scheinbar
seine barrieren heiligt,
das maß
der minuten
und stunden
verschwinden lässt,
weil nur in räumen
ein traum
seine begegnung kürt
und erscheinungen
von einstig realem
auf
herz und nieren
prüft,
weil wachheit
sich selbst
nicht führen kann
und der zeiger
einer uhr
richtung,
nicht aber dauer
erzeugt

20121106-002946.jpg

wir schlafen….

wir schlafen
während wir wachen
und
haben unsere
antennen
in den äther gereckt
während wir
bewusstlos uns
in träumen
wälsen,…
so begegnen wir einander
in träumen
und träumen in
unseren begegnungen,
verkümmern zu
somnambulen anhängsel
unserer gefühle
und legen
fernes nah,
während
all zu bekanntes
uns
in fluchten schlägt
nächte durchwacht
in andacht
an zeiten
als die grundmauern
der existenz
ihre wurzeln noch
im boden verbargen,
dort wo wir
„nähe“
aussprachen
und
„ferne“
ernteten,
während
das datum
unserer haltbarkeit
unweigerlich
ablief,
bemerkend
dass uns weniger eint
als wir glauben
und mehr verbindet
als wir ahnen