world

herbsttage…

ernten
am ende
das
anfänge
entwirft,
die wie
stoppelfelder
sich
abgeerntet geben,
im
vorübergehen
brach liegen,
scheinbar,
in denen
der kosmos
seine spiegel
wischt
und so
über
seinen
eigenen entwurf
stolpert,
was ihn
lachender weise
zur ruhe bringt
um
ideen zu
gähren,
wie weizen
der im sud
seine
purzelbäume schlägt,…

besoffen davon
werden
die
alltäglichen,
die
in ihren
tagebüchern
leise
verschwinden

20121008-150637.jpg

nirgends…

nirgends
sind
fragen
der nacht
einfach
anwendbar..,
weil
sich in
den nischen
von vorgestern
antworten
als
kontaktlose
berührung
verkleiden
und
„fühlen“
wie ein
junges fohlen
auf
seinen beinen
zittert,…

wo aber
tränen
der himmel
unsere
versuche
ummanteln,
die in
rastlosem schweigen
ihren ausweg
stammeln,
wortkarg
im grunde
wie
späte
herbstfelder,
da
folgen
die reiher
der nacht
einer schneise
des mondlichts

IOM….

vornhinten
in der mitte
leergepumt
wie ein
blasser
füllfederhalter
der sein
zwischenzeitliches
gesegnet hat
und jetzt
in der flucht
vor seinen zeichen
spuren hinterlässt,
dünne
empfindliche fäden
kontaminiert
mit
hinterlassenschaften
früherer leben,
entfliesst
in der rinne
dort am rand
unter
beginnendem regen,
der
den asphalt
in
dunklem spiegelsee
sprechen lässt,
wo
morsezeichen
hüpfender tropfen
ihre antwort
in die nacht tippen,…

… kleine
kreise am verschwinden
wie jupitermonde
die ihren vater fürchten
der
den königsweg
erfunden hat,
jahre
in dauer
formt
und
seine
weisheit
vom
„inneren warten“
in unsren rock
einnäht,…


kryptische
morgenandachten
abhält
um uns
den nebel
zu erklären,
und
den
seismographen
der erinnerung repariert
damit
im erzittern
unsres denkens,
tiefe
keinen
schlund
aufreißt

20120927-090059.jpg

this way….

this way
coming out…

unbeschirmt,…

kommt
dort
wo
lassen
beginnt,
tut
da
weil
out
where
in
and
in
where
out
ist,
wo
verschiebebahnhöfe
von jetztreisen
unter
den fuchteln
der
allianz
einer
blos
immaginierten zeit
stehen
seit-
ab-
und
auswärts
gelagert,
welches
die symmetrie
des
schwarms
nicht kennt,
aber
ohne flug
bereits
die richtung
weiss,
wie
verschlossene
schirme
die
regsam
keine
tropfen
missen

20120926-083135.jpg

venusrand….

venusrand
am
glitzermorgen,
stumm
wie ladys
die
ihr anders sein
vergessen,
die schleppe
lösen
am ende der treppe
weil diese
ihr gefühl
abschnitt,
das lange
im
übermass einer sonne
traurigkeit
züchtete,
dort am rande
einer dachrinne,
an der ihr
schmäleres
licht
entlangfährt
bis
ein grinsender
satyr
sein gesicht
einrollt,
da der mond
stumm
ein
mitspracherecht
einfordert,
in sich versinkend
wie ein
im traum
verblassendes bild,
welches
das
metallische gekreische
von
wildgänsen
schont,…

… als mein weg
an dieser
westanatolischen häuserwand
ein fragendes gesicht
erfand,
afyon
stadt
in der moon
ein gedächtnis
hat
und kinder
in moscheen predigen,
wo die zeit
geschichten erzählt
und ein morgen
sich ausbreitet
wie eine
lang anhaltende
erholung
zu sich
selbst,
die im samen der
roten knospe
gemächer
des fruchtbaren
halbmond
reifen lässt,
spiegel noch
wahrheiten zeigen
und
die luft
nach osten hin
atmet,…

am rand
des zwielicht
welches zweifel
nimmt
und einen tag
in seinen
schatten stellt

20120925-074719.jpg

der sehnsuchtzüchter…

angemacht
wie
rote beete
sitzen
verkochte
anwärter
ihrer erinnerung
in artefakten
audiophiler
befindlichkeiten,…

vornehm ausgedrückt:
in den
leuchtenden augen
ihrer mütter
und stricken
identitäten
aus
fetzen
frühschwangerer
kochlappen,…

verletzung?
indiskutabel
preis?
gegenwärtiges
straucheln,
eingelegt
in
moralinsaures zucken
sich verzehrender
zuwendung,
die wie
brotsamen
von
spatzen
der eitelkeit
zerpickt werden,…

angerichtet
auf dem tableau
alltäglicher
automatismen
die das
„in frage stellen“
in frage stellen
und
den
kerosinspiegel der luft
mit
wahlloser angst
konterkarieren,…

wohin
als zu
uns selbst
können wir noch
wenn dieses
in anderen
nicht mehr
zu finden ist,
da wir uns
verlassen haben,
im angesicht
eines
verweihräucherten
singsangs
von
mutterseelenalleinigen
abstandshaltern,
die das image
von uns selbst
zurückweisen,
es zerstreuen
ungefragter weise,…

so
torkeln wir
wie
angepisste ameisen
in einem szenario
hausgemachter entropie
die uns
wie ein
hässliches entlein folgt,
während
die schwäne der nacht
im tiefflug
ihr
weites
suchen,…

…handreichender
weise,
einfach nur
diese
eine hand,
die dem schnappen
des großen
weißen vogels
entrissen wurde
und jetzt
wie ein
verlorener sohn
seinen
handschuh sucht,…

wärme dort
wo
die knochen des vaters
zu
zündhölzern wurden,…

lächeln da,
wo
ein eisberg
sich
geschmeichelt
fühlte…

als
der
sehnsuchtzapper
den marktplatz
betrat
und fortan
das tauwetter
tiefgekühlter
weihnachtsmänner
in
eine hoffnungsfrohe
erhebung
von
gleichberechtigtem
zweifel
switchte

per Antonio Ligabue

20120924-150031.jpg

angel…

angel
und
engel
im
schattenlicht,
die ihre seufzer
in dünnen rissen
über eine
oberfläche ziehn,
dort
wo
versuch
und
tiefe
sich treffen,
an alten meistern
der zeit,…

tat
und,
leid
die ihren fang
lassen müssen,
bevor
ihr tun erlischt,
ehe
sich das
leid des wartens
in das
leid des haben’s
verwandelte,…

dort
wo
achtsame
kreise
ihren strudel
bis an den grund
wachsen,
in jenem fluss
der alles
mit sich nimmt
und sich
im treibgut
der jahre
in seine
erfüllung
gießt,…

jenseits von schön,
dieseits
des strauchelns
einer welt,
die im klang
zwischen den tönen
jene stille gebiert
wo
wahrheit ist,
stumm
und
gesprächig
wie
zeitloses alter,
das in den jungen
seine
purzelbäume
schlägt,…

wo im
endlichen
un-endlich
alte geschichten
sich treffen
deren rätsel
auf herbstblättern
geschrieben,
dem rinnsal
entkommen wollten
und so
ihre losung
offenbaren,…

engel
und
angel,
die aus
raum
zeit
entwerfen
und so
vergänglichem
einen namen
geben,…

einen
der
im schweigen spricht,
einen
der
im sprechen schweigt,…

ein
rauschgoldgesicht
das
leer
wie
poröse fahrradreifen
in seinen
speichen hängt
und
letzte versuche
auf
geltung unternimmt,…

eine
neue harcke
die den böden
ein uraltes
gesicht
verpasst,
und
grabend
in schönheit
die wilden sträucher
der nacht
eines
besseren
belehrt,…

eines
das
von gestern
im heute
seine zukunft
findet,…

eines
das
im jetzt
die bewegung
aller gezeiten
spiegelt,…

eines
das
in einem
seine erinnrung
klärt,…

eines
das
vieles
ist

20120921-164042.jpg

tagaufziehn…

tagaufziehn
sternenverblasst
als
die reiter
am morgen
zurück stieben
aus
schlachten
die
noch nicht
erfunden wurden
weil alle
bereits
geschlagen sind,…

die pein
lang währender
gedanken
deren dunkel
im
entstehen bereits
den morgen
nicht mehr erblicken,…

an dem
ein stern
lange
den himmel
beflackert
und alles sonst
wie ein
nutzloses band
der verbindung
scheint,…

nur eines
aufatmet,
hoffnung
auf wandel
der im
verschwinden
des lichts
einen neuen tag
einläutet,
endlos
verschlungen…

20120921-104126.jpg

try….

try to stay
try to go
so bleibe ich
im wind
der mich treibt
und alles
mit sich nimmt,
den alten traum,
wo nichts
sonst bleibt
als dieser große
leere raum,
in dem ich baue
wo nichts entsteht
und alles winken
unter dächern
schnell vergeht,…

bin ich ganz da
so bin ich dort
in diesem ruf
der ohne ort
nur einfach
seine mitte misst
und welt
so diese sich
erkennt
in sein
unbekanntes
stellt,…

die nacht erklärt
den schlaf
durchzählt
und
reuig sein
gedenken
quält,
dort wo
kastanien
meiner
seele platzen
und
kleine
glatte
braune flächen
mir durch
hände huscht
wie junge
dünne
spatzen,…

die morgen
fern
wie
fremde länder
schmecken
verlorne zeit
durchwacht
im traum,
die ruhloss
meine wunden
wecken
und kraftlos
segnen
meinen raum,…

der
blutrot sich
wie wolken zieht
den atem still
noch im gespür
und lebt
als leben
vor ihm flieht
und
neues kommt
durch
hintertür

20120920-072338.jpg

bin…

bin was
ich bin
im
binnenmeer
verschwommen,
dort
wo
die angelegenheit
einer überfahrt
wie versuche
von
süßwasser schmecken,
lau
wie
feuchtes pulver
in hülsen,
das sich
einen fehlenden wind
erträumt
um
fliegen zu können,
wo ich dann
bin,
wenn ich
da
und
dort
nicht bin,
im
drinnenmeer,
das
die becher
des dyonisos
zum
bersten bringt,
den tod selbst
im nachen
noch
in die tiefen
des styx
hinfährt,
wo
ich bin
der
ich bin,
der vergehend
erstehende,
der verschwindend
gerinnende,
dort
an den
zeichen einer wand
deren frage
in
rußigen schatten
ich bin

20120918-184825.jpg

wrong way…

wrong way
fast,…

hausgemacht
wie hühnerbrühe
die
den tag
in ein
davor
und ein
danach
einer stärckung
zerlegt…
blanke, weiße knochen
die an den
dünnen wangen
eines kindergesicht
kleben
und
den ausbruch
meiner sprache
mit einem
fegefeuer erhellen,
augen
in denen ich
ertrinke
und
atem
der
am fenster
einer verlassenheit
kristallisiert,…

dort
wo bindungen
nicht
durchs netz fallen
da
fäden
einer sonne
die seile
vorher schon
löschten,…

ist der weg
geht der weg
seinem
verloren sein
entgegen,
verschwindet
in einer fundstelle
der nacht
in deren pfütze sich
zwielicht
spiegelt

20120913-192513.jpg

ver – bannung…

offene weite
nichts von heilig,
ebenen
ohne fluch
die sich durch
unsere wünsche ziehn
und
heimliche abmachung
wieder dort verortet
wo diese
verabredet war,…

im alphabet
menschlicher rede,
die schweigen erst
im gestorben sein ahnt
und
bilder der welt
nicht als formblätter
auf dem schreibtisch
verkennt,…

beschaulichkeit
der tage
die den bann
aufrecht hält,
nächste stunden
ohne entschluss
zu überdauern,
dort wo jenes
das ich mir
angetan habe
wie eine brieftaube
aufschäucht,
die doch
ihre nachricht
in einen schoß
legen wollte,…

dort greife ich
ins leere
und fische ein bild
an die oberfläche,
kind
welches sich
in augen
anderer verlor,….

die ver-bannung
aus sich selbst,
jene heimatlosigkeit,
die ein dach
unter
entwürfen
der gegenüber
finden will
und so
sein haus verliert,
nicht der ist
für den
ich mich halte,
nicht dort bin,
wo man mich sieht,…

am ende
der strasse
die wie ein
flugfeld
ihre hände weit
in
meinen anfang
streckt,
mich gehen lässt,
halt,
der
halt los
wird,
ins
offene
weite
nichts
von
heilig,…

tupfen…

tupfen
von farbe
weit verbreitet,
unverbindlich
im versuch
hören zu erklären,
wie
flatternde fahnen
die anfangslos
in ein
vorläufiges echo
der tage wehen
und
jahre
von denen wir
nichts verstehen,
ein läuten
mit einer musik
die
weit verbreitet
und doch
keine nachbarn
findet,…

wie
ein vergleich
der
am morgen erscheint,
wie unbekannte
liebende
aussichtslos
am
rande der zeit…

das ich….

das ich
von mir halte
ist fremdes
weil jene
ungehalten
mich
in ihren rahmen
pressten,…

who
i am?,…

image
von anderen
so lange
ich
der spiegel
ihre projektionen
bin,
der sein glas verlor
zeitlos,
ortlos,
ein fisch
der stumm
das wasser
als sein
element erduldet
und
lärmende vögel
am morgen
vergisst,
die in der
fata morgana
ihrer lüfte
wie ein
neuer anfang
hängen,
reden üben,
indem sie
schweigend
die
zeichen
kommender zeit
mit ihrem flug
an meinen himmel
zeichnen,…

…behütete
da sie trost
im aufbruch
finden,…

i wait….

ich warte,
auf einen rahmen,
the image
i never saw,
but having choosen
for myself,
hineingemeiselt
in einen entwurf
welcher verloren ging
und jetzt
mit diesem gekritzel
wie ein abziehbild
an meinen gefühlen
klebt

gewählt, verpasst,
deformiert,
hineingetrichtert,
abgehackt,
eingerollt,…

nach meiner
doppelten
buchführung
sind
IST,
HABEN
und
KÖNNTE
eine
unausgeglichene
bilanz,
deren fragen
auf dem magnetstreifen
der kreditkarte
wie kellerasseln
huschen,
dort
wo die
entsorgung
meiner hoffnung
im dunklen
spinnfäden
wirft,
dort
im
supermarkt
der versuchsanordnugen,
die uns
algorithmisch
abgeschmeckt
zum
abklicken
eingespielt werden

ein tauziehen
scheiternder momente
die ihre besten tage
in dem versuch wagten,
erinnerung
durch
vergessen
zu erreichen,
sich dadurch
einem jetzt entledigten,
dessen
zähes auffinden
einen palast
unbegangener spuren
in uns
einnistet

dort
wo die
nacht
noch nicht
dimmbar ist
und
die
kerzen
zitternd
in ihren mänteln,
zukunft
fürchten

dort
wo
eigene geschichte
auf grund läuft,
weil jener
noch nicht
gefunden ist,
und
dort
relikte von spuren
abdrischt,
die
ihre rinnsale
durch
unsre gedanken
ziehn,…

so
warte ich
auf ein bild
dass ein anderer
in mich
projeziert,…

image
i never saw

und
ziehe
den stecker,…

für Lutz W.

20120907-172040.jpg

späte augen…

späte augen
schauen
im aufschlag
mild
auf
ein vergebliches,
das wie
ein gerissenes reh
den letzten moment
einzählt,
während
die flüchtigen
wegbereiter
eine neue zeit
buchstabieren,
lautlos
wie
ein körper der
vom leben
in den tod
seine segel setzt,…

lautlos
wie
eine wandlung
die ihr geschick
noch nicht
begreift
und
das sichtbare
als
letzte wahl
zitiert,…

ohne hast,
weil die züge
ihre geleise
verlegen
da der winter
noch
seinen frost
entwarf,…

eilig
wie
ein letztes
ausatmen
welches
seine geburt
vergisst
und
dem
blinden fleck
seiner existenz
verhaftet,
in den
wartehallen des seins
verharrt,…

und
im
blut
sein altes
programm
verlernt,…

als
die ersten blätter
im weg
aufschlagen
und
mein herbst
sich
unbekanntem öffnet,…

dort
wo jeder
gedanke,
jedes wort
wie nektar
die stunden
nährt,
sich
von der illusion
abnabelt,
die
ALL
EIN
SEIN
wie ein
netz
ohne fäden begreift

20120904-194321.jpg
P. Picasso 1970

halt….

angekommen
obwohl
nicht abgefahr’n
wie ein
traumwandler
der
seine sehnsucht
vor
sich herstapelt
meterhohe versuche,
sich selbst verloren
anderes zu erreichen
und
eine hoffnung
bebrütet
deren kücken
längst
die nächsten
illusionen legen,…

dort
wo die menschen
ihre packen tragen
alls seien sie
auf der flucht
vor der begegnung
mit sich selbst
welches sie
verborgener weise
in der spur
anderer
nachzeichnen
und dort
jene
gesichter
und
stimmen
wieder erkennen
die
ihre
unsichtbare seite
in
die begegnung
mit der welt
bringt,…

je öfter
ich
diesen klang höre
dieses antlitz sehe
um so klarer
schaue ich
in mein
spiegelbild
das ich nicht
erreiche
weil
meine seele
in bunten
glasperlen
„fragen“
tanzt,
die
auf einem
endlossen kreuz
ihre
antworten
verlegen

20120903-160224.jpg

wenn…

wenn
sehen
hören
meint
und
hören
sehen
eint
bin
ICH
verschwunden,
dem nahe
was fern,
dort
wo
morgen
uns
meint,
dem anderen
verbunden

dem gestrüpp
einer neuen zeit
die in ihren dornen
nistet
und das feuer
zu ihrem
weggefährten wählt,
das alte verbrennt
wie aufrechte mönche
die
in ihrem gewand
zerlodern

in ein haus
ohne fenster
einzieht
wo das
einmal eins
der sterne
eben
neu
erfunden wird

schönes hinterfragt
weil die bilder
des films
seine
botschaft verbergen
und
die sonne
neu denkt,
da der mond
an kraft
verlor

wo
all
eine
die zimmer
frei
von einer
anfrage
an
SEIN
das morgen
schon
im heute
beginnt

die tage…

die tage
warten nicht
und
verschwenden
keine zeit
mit bleiben,
wenn wir
in den tiefen
ihrer stunden
die anfänge suchen
um uns selbst
zu vergewissern
und die zeitalter
des vergänglichen
immer wieder neu
befragen,
die ausschau
nach unbekanntem
in ein jetzt verwandeln
und
neues finden
um altes
hinter uns
zu lassen,
herausfallen
aus den bewegungen
des seins,
weil wir uns
wo anders denken
als
wir sind,…

und
beständig
im zweifel sprechen
da ein nächstes,
die bewegung
innerer landschaft,
wie löcher
in unsren seelen
pocht,
blinde flecken,
die ihr sein
nur
auswendig
lernten…

dennoch
sind wir da,
weil wir
das ganz andere
spüren,
bewegtes
das bewegt,
stille
die
in unsren kleidern
den lärm
erträgt,…

unbewegtes
welches uns
bevölkert,
bewegung
die uns
vorausgeht,….

und wieder,…

aller aufbruch
beginnt
im
bleiben….

20120831-080738.jpg

eröffne…

eröffne
den tag
indem ich
meine zweifel
sorgsam
an der hand
nehme
und
den abschied
von
meiner unschuld
auf ein kommendes
hin
auslege,
dort
wo sich die
erinnerung
mit
meiner hoffnung
paart
und
der abstand
zu uns menschen
in
nähe
gemessen wird,
da wir
gebraucht werden,
gerade da
wo die dunkelheit
unsere projektion
erhellt
und
das glück
der anderen
uns flackern lässt,
bevor wir
den hafen
verlassen

20120830-080425.jpg

grow…

… um die ecke
wachsen,
dort
wo schrittmacher
ihre
herzschläge
synchronisieren,
doch
taktloser weise
den gleichschritt
in einer
parade
der ratlosigkeit
veranstalten,
dort
wo zeiger
sich
um ihre
turmuhren biegen
und den zickzack
laufender geschichte
den möwen
zur reise
überlassen,
weil ihr flug,
eine
stille anbetung
der zeit,
einen raum öffnet,
dort
wo träume
an ihren
wirklichkeiten
feilen
und
abende
der abwesenheit
die suche
nährt,
dort
an den
rändern der städte,
die sich wie
löwenmähnen
um ein haupt
versammeln,
undurchdringlich
wie diese wand
vor der
ich stehe
und
alterslose zeichnung
plötzlich
an den gesichtern
der häuser
in meinem schatten
zuckt

20120829-205817.jpg

ein zweisam…

mittelpunkt
werden,
punkte
abwärts drehender
fäden,
die den anfang
neu
begreifen wollen
und
rückwindungen
an
die ränder der tage
legen,
die sich
im verbergen üben,…

überschlagene zeiten
die den sekundentakt
in monaten messen
und
unerhört
wie ein blinder versuch
den morgen
begreifen,…

wie tastende
junge tiger
die tollpatschig
sich
in anfängen
verstricken
und
worte
noch nicht
in
ihrem können
finden,…

wohin
fragen wehen
in antwortloser zeit,
weiß die erinnerung
die in herzschlägen denkt,
den takt
verliert
und
im fluss
überlebt,
weil
die vision
am grund,
ringe ohne ketten,
den halt
gebiert….

20120828-082103.jpg

temptation….

alle bindung
kurz
über bord,…

als
monokausale
schönheit
den anker setzt,
in einem meer
aus schweigen
sich das seil
windet
wie die
langatmige operation
einer
erinnerung
in die tiefe,
wo neue fragen
erst
gar nicht
auftauchen
aus gründen
abschweifender
flachheit
der oberfläche,
schwach gekräuselt
wie
weihrauch,
der
einer sakristei
entflieht,
hin zum spielplatz
auf dem
der herabgestiegene
sein kreuz
verbrennt

20120827-085814.jpg

dieser sommer

dieser sommer
wird gehen
wie alle vor ihm
seinen
eigenen weg,
gewohnheiten
beginnen sich
einzunisten,
neue eindrücke
werden altes
bepinseln,
befindlichkeiten
wollen eine
liaison eingehen
mit all zu bekanntem,…

neue
dünne sphären,
nektar für das
was lebt,
drohen schon
zu versiegen
als ich
einen
anderen weg
einschlage,
der zur ruhe kommt
weil er mich nicht
in ruhe lässt,
dessen breite
endloss ist,
so dass
die vielen wege
zu dem
einen
sich bilden,
annahmen
zu- und abnehmen,
projektionen
mal wieder nur
meine gewesen sind,
die virulenz
der hoffnungen
pandoras büchse
als brutplatz
benisten
und nähe
sich in neue
formen
entwickelt,
in welcher
sie sich
selbst
näher kommt,….

schrankenlos….

…wirkliches
subtiler
eindringlichkeit
wirkend,…

weil teppiche
wirklich
fliegen
lernen…

im licht
einer mondsichel,
die ihren aufgang
nährt,
gleisend im schatten
des aufbruchs,

…im nachen,…

klang
wie ein
meer…

unbeschränkt…

20120825-141000.jpg

kommun i cut i on…

gerade eben
war er noch da
mein
post
der mir
zeit
nerven
und
anteilnahme
kostet
in der annahme
ich komme in fluss
mit meinem gegenüber
partner
der weißen wand
transzendiere das
was uns alle langweilt
nämlich
die form zu halten
in einer höchst
rigiden form
des algorithmus
auf FB,..
but
now
its over
die worte
seien sie wahr, unwahr
oder verquer,
freundlich, störrisch
nicht genehm,
unzeitgemäß,
boshaft oder bequem,…

the game is over

ein stück geschichte,…

getilgt,…

Schwamm drüber

zeit…

erzähl mir
als die uhr
mir zeit war
dort
wo dein
andenken
seine stunden
verbrachte,
den grossen beweger
enttarnte
als
greinendes kind,
welches
die verlorenheit der welt
uns zu füssen legt
und
die gemeinsamkeiten
wie neue fische
das netz
nach freiheit
durchdrangen,
dort wo die tage
nicht dauerten,
sondern
wie junge hunde
ihr spiel probierten,
ohne angst
ohne anspruch
auf gelingen
in den stunden,
dort
wo die fragen
keine antworten brauchten,
da verstehen
die sprache
des zweifels war
und die tänze
eine endlosse fortsetzung
der jugend
unserer eltern,…

nachdem wir
dauernd
geworden,
im glockenschlag
der turmuhr gegenüber
aufwachten,
aus dem traum
es gäbe
zeit….

20120822-163125.jpg

hope….(work in progress-an audio visual work)

hoffnung,…

(sing: hope
hope hope
where is the dope)

ist ein kind
der poesie,

(soundwaves claims
the audience…)

ein blick
der sich
außerhalb
der zeit verirrte
und jetzt
auf den
nächsten bus
in einer gegend
wartet,
die sich plötzlich
völlig unbekannt
wie eine
weißgetünchte wand
vor einem
aufrichtet,

(ärgerlich…)

eine liebevoll
schnippige einladung
zur projektion
die einem
die wasser
im eigenen
schutzwall
abgräbt,

(soundwaves)

wo die
scharfen
zacken der
pandorabüchse
längst
im wertstoffhof
vermutet,
die buchstaben
einer erinnerung
in eine
unbeaufsichtigte spalte
meiner seele
ritzt,….

(call:Hey, Hey, what you
are doing here…)

dort
wo die
ergebnisse der jahre
in einem
verrauchten jazzkeller
ihren letzten stand
deklinieren…

(timeless taping on old
writing machine)

ein achtlos
hingeworfener link,
der
ins leere fischt
und
plötzlich
jona
am hacken schleppt,…

(Music)

ein
alter traum
der das unbekannte
in einem selbst
im freundlichen
lächeln
eines gegenüber
zu finden glaubt,
und um so weniger
bekommt
als er
fordernd gibt,….

(chor of noisy breakdancers)

unbedingtes
in eine
bedingung verwandelt
und so
dem zauber
seiner selbst
erliegt,

(S.o.)

dort
wo die
selbstvergewisserung
plötzlich
mit leeren händen
dasteht,
weil
gerade noch
eine kleine fülle
das leben ausmachte
und jetzt
eine zuneigung
wie ein
schwaches fohlen
zusammenbricht,…

(silent sounds)

den abschied
bereits
in der ankunft
erfährt,…

dort wo
hoffende
zu ahnen beginnen,
dass einzig
der bezug
auf das ganz andere
sie retten kann
aus dem verderben
der täuschung,
den formulierungen
vorschneller geister,
welche narziss
in unsre augen streute,…

dem scheppern
einer büchse
folgt,
die im
anschein des gebärens
ihre worte
fallen lässt
wie nichts
dessen echo
alles gibt

dort…

dort
unter
südlichen sonnen
öffnet sich
ein bild
nach dem
wir
entworfen wurden,
jene blicke
welche
das ganz andere
in aussicht
stellten,
jahre verschüttet
sich
emporgemalt
an die grenze
dessen
was einer
zu überschreiten hat,
den alten
befestigungsmauern,
grundlose gräben
die uns
vor uns selbst
schützten,
wo nur ein
wort ist
welches inseln
in ein netz
von
brüdern
und
schwestern
wandelt,…

dort
wo wir uns
dann finden
immer wieder
immer wieder
ohne anfang
ohne ende
dort
wo ein gedanke
die seelen
befruchtet
und aufenthalte
die plätze
segnen

20120820-200537.jpg

where i am…

where i am
wo ich bin
treffen sich
alle fragen
die ohne antwort
eine
heimat suchen
auf
ich
und
du,
dem alten traum
der götter
die
von den menschen
gehört werden wollen
da jene
sonst
ihr
SEIN
verlieren
und in ihrer
unerfülltheit
zu menschen werden,
was sie
nicht wollen,
sich dort
zu treffen
wo ich bin
und
meine götter
verlor,….

endlich
von da aus
kann ich gehen
unbekanntem
zu begegnen,
dem zeugen
einer nacht
die den Tag
verlor,
dem tag,
der seine nacht
in den südlichen schatten
eines unvertrauens
entschwinden sah,…

where i am
where i am
dort sind
die besten zeichen
zu finden
die
meine einladung
sind

20120820-091221.jpg

ich sehe, i see…

ich sehe die worte
wie sie
zu mir kommen
nachdem ich ihnen
meine gefühle
offerierte
wie kleine katzen
die sich
um den napf scharen
um zu wachsen,
das
schillernde gift
der sehnsucht
zu nähren,
den hunger
zu füttern
der uns umtreibt
wie verdurstete
die wir
in den ritzen
der himmel
verschwinden,
dort wo äther
uns nährt
und wir
zu vorzeichen
für das spiel
der götter werden

20120818-081527.jpg

schatten…

schatten,
letztjährig
inzwischen
abgehangen
wie
verdorrte reben
pflastern die strassen
auf dem weg
zur
unbegreiflichkeit
eng neben
den gläsern derer
die
ins morgen flüchten
das gestern
noch
vor sich
und palavern
die rede
von
mann und frau
in einen diskurs
von geheimnissen
die es
nicht gibt
nur
immer neu
erschaffen werden
wie zeichen
die eines meinen
und
beides
sind

20120817-181707.jpg

die karten…

die karten
sind dick
gestapelt
halb Finger breit
beschrieben
von wenigen gedanken
seiner frau
gegenüber an
der Wand
einsam
mit kind,
eins oder
wie viele…

der mann
am mobil device
sich
rückversichernd
einer
imaginären heimat
jenseits
von frau
und kind
die um die ecke
bessere worte
sammeln
an hoffnungen
einer
anderen zeit,
die still
am bewusstsein
der tische
um diese
wahrheit
ihr
weites suchen,…

im bambusschatten
der
lichter

20120817-000559.jpg

one card for TEW

mann….

mann
bemäntelt
mit fragezeichen
von
ich
und
du
huschen
wie
gespenster
durch
das bewusstsein
der nacht,…

verschwundener
enttäuschter
sonderling,
geschundene
im glanz
der letzten
seoul sonne
die wie kupfer
an die fragen
meines herzens
pocht
auferstanden
für den
täglichen tod,
in dem
ich nichts finde
wo ich bin,…

die alten
verlässlichkeiten
sind
aufgekündigt
und
wieder steht einer
im regen
und weint
seine traurigkeit
ins bodenlose
zu grunde,…

gewinnen
und
verlieren
ein wort,
der wartende
enttäuscht,
lässt
seine existenz
von
wolken malen
dort
wo sich
die reben
zanken

for whom it may concern

netz….

netz
zwischen
löchern
der dunkelheit,
der fall
in die
skizzen
meiner tage
und
aufprall
in einer gegend
von
ungeduld
und zweifel
welche meine gedanken
wie rebhühner
vor sich her scheucht,
einsamkeit
welche
ihre unschuld
im vergessen
verlor
und
die reise
in eine
unbekannte erwartung
der nacht verwandelt…

wir teilen nichts
als die ferne,
das
liegt uns
nahe,
dort
wo ich
meinen fall
neu
erfinde
und die luft
unter mir
wie ein kissen
die ungewissheit
empfängt

sommerfülle….

sommerfülle
hängt
wie eine letzte
herbstfliege
unsicher
in der luft…
weiß dass sie
sterben muss
und dreht
ihre leeren runden
der sonne entgegen,
die ihr
gestaltloses gesicht
den freunden
der nacht
entgegen wirft
unscheinbar
weil wir uns
wegdrehen
im versuch
erinnern
zu vergessen
und
die gebete
zukünftiger bahnen
an einen himmel
malen
der meine gedanken
in einen
freundlichen versuch
von nähe
verwandelt,…

vorläufig,…

da sich
ein ende
im
schattenlicht
wieder findet

20120728-222803.jpg

mondseits…

mondseits
wankelmütig
wie die nacht
kümmern wir uns
um unser vergessen
das zäh
wie ein spiegelbild
wirklichkeit verschluckt
und träume
wie leere pappbecher
mit sinn
zu füllen sucht,
dort
wo leben
entschieden wird
wie ein vorspiel
zum tod
wie eine arie
die zärtlich
mich
in ihre arme
schließt
und einen anderen
ins zwielicht
entlässt,
dort
wo schlafende
sich nicht
ins gesicht
zu schauen vermögen
und sterne
noch inwärts
strahlen

20120727-235221.jpg

auf….

auf
und
gerissen
das braucht
seine zeit
braucht
meine zeit
und uns
die andre sind
die es nicht gibt
die treffer
erleiden
im gleichen stück
transformiert
im vergessen
bewusstseins verloren
wo kein uns ist
wo anderes
noch weniger
als wir ist
das wir
nicht kennen
das ich
nicht kenne
allein
mit mir
das braucht
seine zeit
bis die rosen
aus
ihren dornen
wachsen…
bis auch
dieses bild
verschwindet
aus dem
rot

20120724-180626.jpg

in den …

in den fängen
eines neuen tages
spielen meine gedanken
verstecken,
umgarnen möglichkeiten
die ein netz
von unbekanntem
wie tau
über den morgen legt

als ich noch wartete
trafen neuigkeiten
nicht ins schwarze,
jetzt da meine zeit
sich neu auszählt
hänge ich zitternd
wie eine fliege
in den fragen der nacht

kein anruf
kein „hey da“
als ich merkte
dass die rufer
von früher
ihre einsamkeit
nur mit meinem echo
bemänteln wollten

so gehe ich
mit NICHTS
in die stunden,
keine vorhaben
oder versteckte pläne
und addiere
meine gefühle,
dass ich nahrung finde
in dem
was mir bisher
verborgen blieb

20120723-072815.jpg

hoffnung…

hoffnung
ist ein
windiges kind
die alle segel
die du selbst
gesetzt
zerrinnt,
ja zerrinnt
mein kind

……
mach mir
hoffnung
nimm mich mit
in den strudel
diesen pudel
der mir
meine angst
zerwischt

…….

und jetzt nun
weiß dein nachen
dass die angst
vor dem
all zu flachen,
vor dem mahlstrom
eine hoffnung war
ihm zu entwischen
in das „immer klar“,
…………….
mach mir
hoffnung
nimm mich mit
in den strudel
diesen pudel
der mir
meine angst
zerwischt
………………

jetzt
begleitet dich
die strömung
entfernt
von allem
strudel
du putzt die platte
wischerein
machst dieses mal
den wilden pudel
………………..
mach mir
hoffnung
nimm mich mit
in den strudel
diesen pudel
der mir
meine angst
zerwischt

sitting…

sitting
beside myself
with other
near whom
near what
near near
waiting for an
thought of you
which never will
appear
in the space
of my mind
which really
is tuned,
on what
waddy waddy,
simple kind
of living
near near
and look for
disappear
any way to
road
for a big big
throat
when friday
come
and friday
go
suffering of
immagination
illusion of
illumination
when I create
pictures of pictures
of what happened
bevor
long time
bevor

die luft

die luft
schmeckt bereits
nach herbst
wo die illusion
der zweisamkeit
wie eine
pralle weinrebe
zur erde sackt….

die jungen frauen
sind vergeben
für einen moment
im leben,
sie kehren wieder,
wenn ihnen
die trauben
des sommer
mit frühreifer säuerniss
den gaumen
aufreizen
und der gedanke
an die zeitlosigkeit
beunruhigend
ihre lächelnde
langeweile vertreibt,…

dort
wo
die nachrichten
aus dem innern
auf dem spiegel
einer ungewissheit
tanzen

20120627-075124.jpg

esse..

esse watte auf
die mich umfängt
das
alte süße spiel,
zuckerzaster
klebemeister
der
an meinen mündern
hängt,
der so
nicht mehr
verlassen kann
sich nur noch eben
lassen kann
der leben
in den ritzen sucht
und taglang
in den pfützen flucht
ein seidenfaden ziehn
der mich ins
abseits schickt
wo mir
die stunden blühn
und fragen
manchmal
strickt

20120623-012319.jpg

einsamkeit

meine einsamkeit
ist ein hort,
ein sprachlabor
für zurückgebliebene
die dem auswurf
ihres lebens
schönheit
andichten wollen,
tableau
aus naher sehnsucht
und
fernem schmerz
der unter
meinen rippen brennt
und
mir so
die ohnmacht
meiner vorhaben
freundlich
in den schoss
schweisst,…

heiss
wie ein sprung
von
augenblick
zu augenblick
der mir
wie eine
letzte ölung
weiteres
in die geschicke
meines
windbeutels
schmiert,
und
mein stammeln
in die
arie einer nacht
verzaubert,…

ich habe
nichts zu fürchten
als meinen abgrund
an dessen fuss
die sonne
eine schneise
wagt

20120615-180906.jpg