Autor: HubertBergmann

klamme haut

klamme haut
handtuchtrocken,
hängen nur
wenige annahmen
wie brandfetzen
vom denken herab
ein trieb
der ruhe austreibt,
dort
wo diese
moder fröhnend
dem urlaub
im DA SEIN
entgegenwächst,
dort wo
ICH blumen
wie dornen
im ER innern rührn‘,
ein bleiben
aber
den unbekannten teppich
legt,
eine geschichte
des
immer gleichen
im zähen wandel
des zwielicht stammelt,
buntbemalte schaumkronen
die wie frontsoldaten
auf minenfeldern
kommender stunden
Leben üben
und den
virtuellen aufmarsch
gefühlter armeen
in einen
überwachungskomplex
alles realen
projezieren,
heimaturlaub ersehnend
nur um
den absurden
zustand der schlacht
zu missen…

aus ge schlachtet
vom ge zeter
einer generalität,
die,
sich selbst überlassen
in abgründe führt
wo schließlich
trümmerfrauen
die propaganda
alles anfänglichen
zu stricken beginnen…
dort
wo er klärung
nichts als eine
spur
kommender
geschichte ist,
den lauf der dinge
wieder in einen
gewehrlauf der herzen
umzudeuten,….
…..
noch pochen alle
im gleichen rhythmus
verschieden….

20140717-093805.jpg

laufkundschaft

laufkundschaft
und
one world manie
ziehen vorbei
im ablasshandel
angebrochener tage
die den rand
zum nächsten
etwas runder
nehmen wollen,
rufendes erhoffen
in den nestern
immer gleicher brut
von möglichkeiten
die im schlussverkauf
auf ihren winter hin
friern’….
soggewächse
überschlagender ereignisse,
die
einem turbulenzen
als
ruhe im sturm
kredenzen,…
das
auge im hurricane,
den umständen
zum trotz
bestückt
mit der
zwiefachen mutter
aller deutung
welche die
tatsache
eigener wiedergeburt
noch nicht verstand
und so
zum (vor)wurfgeschoss
von blinden reisenden
wird…..
sprudelnd
wie ein orakel
in der wüste,
trocken
vor überladenheit
eines verlustes…

so hört,
hört doch
den ruf des auges
wie es sich
nach innen wendet
und
die angelegenheiten
der wolken
zu seinem
wetter macht…

sichtweisen

sichtweisen
ein stück
übersprungene geschichte
deren lücke
schmerzt
wie ein hohler zahn
im biss
der die erinnerung
an festes
greifbares
zerbröseln lässt
unter händen
die sich gerade
ihr alltagsbrot
zurecht schmieren,
gleich anfragen
aus dem echoruf
sich wandelnder gesichter
die wie eine digitalisierte arie
in die hose macht,
ausweglos
da alle wege
offen stehn‘
sperrangelweit
wie törichter duft
von rosen
die irre geh’n
in einem kleefeld
butterblumengebäckter
fetzens
von gedanken,
die erinnerung spielen
an der mütze
eines wiedergesichts
das freundlich
den morgen grüßt,
in diesem unbekannten
kreis der flucht
der seine rotation studiert,
um sich zu
entkommen
und endlich
unendliche würfel
am wege klappern,
als sei
die quadratur des kreises
nur die reprise
der ansage,
dass
„gott“ würfle
was der mensch
verzählt

zeiten

zeiten am tag
reiche ebene
unbekannter absicht
die
wie ein turm
von der erde
in den himmel reicht
ohne aussicht
auf erfolg,
fest aber
für die ewigkeit,
ein traum,
dessen sterne
von
weit her
in die sprache
alter versuche
glitzern
und stimmen
die am rande
von minuten
kreisen,
fremde stunden
die
im mosaik
eine ahnung
ihre quadratur
erhaschen…

wenn

wenn
die sonne
ihre schatten
durch
schneisen
heimatloser strassen
schlägt
und sich kaum
fragen
versammeln
wohin denn
die
lichter am rande
des abends
führen,
berühren sich
aufbruch
und
unbekannte ankunft
im traum,
der die reise
lautlos
in der
stille einer nacht
bereits aufzeichnete

die echten lieder,
welche fremd
in ihrer zeit
am horizont erscheinen
sind der schriftzug
eines verlust
der sich
jäh ins leben schlug
und jetzt
auf sein
ausgebrütet werden
einen anspruch
ins
zwielicht ruft

die plätze
entleeren sich
und zurück
bleibt ein
unverstandener versuch
zu verstehn
der
mit seinem untergang
die antwort
gebiert,….

…nie
war ein ziel
ferner
in der annahme
eigener
vorhaben…

nie ist es näher,
ein schritt
hin
zu sich selbst…

für Alex B.
2014-05-23

20140413-171558.jpg

felice

felice is her name
as also
like his day
is dedicated
to a free choice
of luck,
peal outer
from the
roman hills,
which strange waste
the last words
of an period
of decline,
ate
to the (bad) wolves
the listeners
for strengthening,
singing
into the ether
where hope
entomps it’s target,
and
convertibles
have arrived
long ago,
endless
in the reflection
of the world
which quit
to be spirit,
only sinks
in the nagging
of abstract,
on the
tire tracks
which transmitted
the body
of pasolini
into
a doll of
the system,
on which
we all
are
„refreshing“ us,
thinking of him,
remembering
the day
of our birth,
which
exhorts us
to wake up
finally,
to speak out
what
banish us
beyond
any society
to form this
into a liquid sound
of ceaseless
words
which turns
the noice of a world
into
music

2014-03-05
to a
Roman Master

oberfläche, seltsam…

menschen
im angesicht
der strasse,
stumm erfüllt
von resten
einer meinungsbildung,
stotternde
sinnlichkeit
die im nuscheln
ihre
fluchtversuche wagt,
an oberflächen
seltsamer nachmittage
in denen ich nicht
zu hause bin,
immerhin aber noch
dieses wort
buchstabieren kann
das uns
wärme verspricht,
münder aber
wie ein schweigen
die niederkunft
der tage erklären,
leise
unmerklich
wie eine
kalte progression
die uns
auseinander treibt,
wider
aller annahme,
die im aufbruch
das
angekommen sein
feiert
und
die asche
unseres denkens
in den ewigen vogel
verwandelt

morgenflattern

morgenflattern,
wanken im beginn
welcher die ansprache,
ein
verwobensein im netz
missen lässt,
dort
wo
die Frage nach
identität und
gefühl
entsteht
und
die antworten
wie pflastersteine
den weg bevölkern,
während ich diesen,
hinter mir liegend,
verschweige,
weil ein mob
von hungrigen geistern
steine
dem boden entreisst,
und
nach mir schmeißt,…
so jage ich
und treiben mich
die strecken der tage
voran
in der wandlung
von emotion
und
befindlichkeit,
die
in einer neuen Ankunft
wie kupfer
in spätem licht
zu
schimmern
beginnen…

20140311-151239.jpg

sammeln

sammeln von orten
an denen ich
nie gewesen bin
den aussichten
in räumen
die ich erfinde
in nächten
im netz der welt
die mich fängt
immer noch
in der unterstadt
lissabons
wo sich pessoa
ins pflaster einschrieb
und seine geburten
in vergilbte kladden
eines handelshauses
hinüber rettete
tagelang
im versuch
DA SEIN
immer wieder
neu zu erfahren
weil es immer
anders ist
nur selten
den weg aber
durch die schlieren
vergangener zeit findet
die im gegenwärtigen
ihr zelt aufschlägt,
vergessen übt,
mit einer
melange
aus erinnerung
und tragik,
gefühle
und stimmungen
auflöst,
wie ein zustand
vorüberziehender schwäne
dort am horizont,
wo das unbekannte
einen ratschluss
gottes
in frage stellt
und pharisäer
der inneren stimme
die geschichte
seiner selbst
in eine neue list
verwandeln wollen

20140227-164350.jpg

plärrend….

plärrend
in untiefen
russgeschwärzter tage
überdauert
mein tarngesicht
in augenhöhe
mit der hoffnung
auf einen lichtschweif
anderer gestirne,
in denen ich
das einmal eins
meiner existenz
wie sisyphus
zelebrieren könnte
und
an den brotkrumen
meiner gefühle
die zukunft
einer nächsten stunde
herauslutschte
…..
nachdem ich
das zittern
meiner
kompassnadel
aus
ruhelosen absichten
entziffert habe,
fasst sich
eine wegschneise
und schält
die alten häute
vom körper
meiner gedanken
und
sieht noch
wie ein
ungeliebter blick
am horizont
sein
verschwinden übt….
als ich
außer sichtweite bin,…
als
das echo
meiner erinnerung
den
unbeschützten flecken
am rücken
meines selbst
durchbohrt….
….
getroffen…

mitten
im unterwegssein
zu den nächsten,
die wie schlieren
den tanz
auf
meine fragen
verwischen…

20140214-150525.jpg

sein werden…

SEIN
werden
im ruheraum
unruhiger zeit
die wie
nussschalen
am wellenkamm
an die Planke
klatschen,
nah an dem
was als lösung
fern scheint
in den nischen
von stunden,
die unerkannt
welt
erklären,
rätselnd
an offensichtlichem
und
gewiss
an illusionen
des lebens,
nästelnd am grund
wie junge schwäne
vor dem flug,
aussicht
erhoffend
um
am anderen ende
eines anfangs
ihre landung
zu beginnen

20140210-152543.jpg

tage

tage
rauschen dahin
ohne erinnern
weil das vergessen
sich schlafen legte
wie ein steuermamn
der dem wind vertraut,
wie eine nussschale
die sich
den wellen überlässt
und jede richtung
in die sie treibt
als gnade
in ihrem wortschatz
vergräbt,…
dort wo sie ankommt
am treibgut der zeit
und wie viele
angeschwemmte begreift
dass das meer
ihre zweite heimat ist,
wo der wellenschlag
nur ein dialekt
der tiefe
und
eine sehnsucht
ans ufer
ist

die verstecke

die verstecke
am morgen
ziehen ihre kreise
noch
in eine nacht
in der seelen
an ihre türe klopften
und
die blüten
der dunkelheit
sich
zum licht reckten
als verstumme
eine nacht
vor jedem tag,
im zwielicht
von erinnerung
die wie ein
leises flackern
die hoffnungen
der menschen entzündet…

zu sehen
bleiben ihre schatten
die vom ausgang
ihrer befangenheit her
an eine
immaginäre wand
gezeichnet werden,..

was uns sehnen lässt
ist die begegnung
mit diesem theater des dunklen,
das verschwindet
sobald wir diesem
den rücken
zukehren
und das
undurchdringliche,
die wand der verzweiflung
leer bleibt

über die ablenkung

über die ablenkung
einer gekreuzigten zahnbürste
mit offenem ausgang,
die ihre anwesenheit
in eine deutung
verflossener zeitgenossen
verwandelt
und blumen
im felde
an sich presst
als würden
keine bäume mehr
wachsen,
komme ich
jener ferne
näher
die karmafarbe
an die wände
ihrer seele pinselt
als würde
das virulente gefühl
glasklarer duschversuche
in einem
verirrten tropfen
überwintern,
abständig nah,
fern im
JETZT
verlorener erinnerung
UND
jenes
HIER
vermisst
welches
dort
schon längst
die zeit
begraben hat,
glut
die
wie eine droge
das zählen
von existenz
verlernt,
umflackert
wie kohle
die ihre zukunft
vergisst
und
den berg
aus dem sie entstand
wie ein denkmal
im letzten leben
pflegt,
dort
wo die trauben
hoch hingen
und beile
leicht fielen,
harsch
wie ein
schneller riss
am rosenstock
der seinen blüten
tee
aus dornen
reicht,
worauf die sonne
ihre
schüchternheit
und
der mond
seinen schatten
verlor,
was
jene und sie
im rückwärtsgang
gegen
geistefahrer
alter mythen fahren lies,
lechz mit rings
velwelchselnd
weil
ein keller voller saft
den josef
im sakko ersparte,
so
LEERE
shishas
den letzten
tümpel
WIE
mit
der flucht aus ägypten
FÜLLE,
dort wo sich
meere noch teilten
und tafeln
aus erde
die
substanz
zukünftiger
mauern
schwadronierte,
eingehackt
im schlepptau
einer erörterung
von tabus,
die
das charisma
des nichtwissens
in die
kraft
eines glaubens
verwandelt,
freilich erst
als
fragen dreimal gestellt
den salto rückwärts
als
eine plaudertasche
am wegrand
enttarnten,
gefährdet
wie eine kornrade,
welche einer
neigsamen
ähre
den spiegel
im fenster
der zeit
erklärt

to
KT, alias lupa cäsarea

20131216-203756.jpg

tagschatten

aufgeklappt
in unbekanntem,
das seine spur
durchs zwielicht
zieht,
gewusstes
vergessen will
um die gewichte
von hier und dort
wieder auszugleichen
und
beunruhigendes
in den räumen der nacht
wittert,
die den schalen geschmack
der tage
verschlingt
wie ein sitz
in schlechtem polster,
ein joker
der sich
zwischen stühle pflanzt,
mit kopf nach unten
wie sardinen
in einer heringsdose
denen es wurscht ist
wo sie liegen

20131011-093342.jpg

sie denken…

sie denkt
er sei
neben ihr
stark,
unerschütterlich,
entschlossen
und
tatkräftig
eigentlich
wie von selbst
da,
stumm
daneben
schiebend
ein kind vor sich her
weinend
oft
wie eine frage
nach
früherer zeit,
die wörter im tanz,
zerstückelte
im system,
absichtslos scheinbar
in die jacke
seiner gefühle
gestrickt,
wie
ein
aufständisches muster
am bauch
eines camäleons,
zeit außerhalb der zeit
wo keine stimme sich rührt
und das inwendige
mit lautlosen worten
die ritzen nach außen
verschließt,
die ferne
näher und näher rückt,
bis entfremdet sein
den tag begrüßt,
dort
wo das andere
einen
mit auf die reise nimmt…

endlich…

20131002-101645.jpg

aussicht

aussicht
versperrt
von blitzen
gegenwärtiger
abwesenheit
die im dickicht
einer
vorübergehenden sonne
in die
ferne blinzeln
frisch
wie ein atemzug
im herbst
langsam
wie ein blatt
das die zeit
verliert
und
zukünftige fragen
in einer projektion
aus
vergessen und erinnern
badet
wo die gesichter
sich gleichen
wie milch
und
nebel
die ihre schlieren
durch
mein warten
zieh’n
und
ein palaver
der nacht erwecken
welcher türen öffnet
bevor sie
verschlossen sind

20130923-073141.jpg

draußen

aufgelesen
im
vorderen widerstand
zufällig
hineingerutscht
in
eine
vergesslichkeit
der anwendung
von befindlichkeiten
abseits
jeden gelingens
das wie
ein berg
von fragezeichen
vor sich selbst verblasst
in einem
ausgewachsenen ohr
dass freiwillig
wie
ein genervtes stück
osterlamm
das
opfern lernt

in manches….

in manches
becken
das ich sprang
SCHWAMM
kein Wasser
DRÜBER
trotz
leicht benetztem zeh
war jener see
ein tümpel nur
der mir mal feucht
ins
dasein fuhr
asphaltgewummer
der den freistil frisst,
in seinem wüstenkummer
nass nicht nur vergisst
beim sprung auch noch
sich schnell verpisst,…

drum
las ich
entflohnen traum
an leerer erinnerung ab
die angefüllt
mit schaum
zwielichtrestmüll
bringt auf trab
wie eine mistel
zum platzen voll
und sich
in meinen adern dehnt
morgentaubesoffen
und doll
vom schweigen
den mantel des vergessens
sehnt ,…

wie ein schwamm
der mir
mein feuchtes saugt
und bitter nur
und klamm
den satz in mir
auslaugt
wo ich doch schon
ach
schwamm
im schwarzem brei
der
all chemie
nur
mir
und
dir
gar nichts
ersann
so bet ich jetzt
auf meinem knie
mich selber so
halt an
der sich im
dunklen becken
was schönes wohl
ersann
nen
wunden
blauen flecken

achtzehn meter

achtzehn meter außerhalb
meiner selbst,
welches in –
und
auswendig
nicht zu
buchstabieren ist,
befindet sich
jener platz
von dem ich annehme
er könne
mein nächster
aufenthaltsort sein
dort höre ich auf
ein anderer zu sein
und bin
ganz selbstverständlich
mein nächster,
wundersam,
das plätzchen
an dem die akteure
dieser welt
zufällig
in meine regie tappen,
sich versammeln
zu einer
ersten protestnote
die wie eine
carte blanche
vor sich hin trumpft
ausradiert
vor lauter fülle
leere
stemmend
als
stünde ich
ca. 50 Meter
vor mir
im abstand
von mindestens
18 metern
außerhalb

20130908-111103.jpg

leerlauf

leerlauf
verheizen
im stillstand
der die gräten im hals
von jonas maul verschluckt,
flackern auf anruf
umspülter tümmler,
die
trockengelegt
wie treibsand im getriebe
auf eine anbetung
von abziehbildern
im trittbrettregal der gosse
warten,
hinten am fluss der tage,
der die freischärler
des prekären
und
gesellschaft
von
nichts nutzen
wie fliegen im herbst
ohne aussicht
auf eine nächste jahreszeit
ans kreuz
selbstgemachter ursachen
nagelt,
wo sie
heruntertröpfeln,
die achtsamkeitsspender
eisblumenverwachsene
meinungshäscher
und die ohren hängen lassen
wie eine
krankheit aus zeit und ewigkeit,
wie ein gemurmel
das die sätze rückwärts buchstabiert
im freien fall ohne netz
mit aussicht
im himmel zu landen,
dort
in den wäldern
wo bäume
gewunden
wie fragezeichen
ihren ruf
in die höhe recken
bis ein
einfacher griff
in den schritt
die dinge wieder
beim alten belässt,
unwirtliche zugeständnisse
an das spiegelbild
einer illusion
die im kreise flackert
bis ihr
der atem ausgeht…..
…….
stille
war immerhin gemeint,
doch nur ein schatten
von gestern
wagte
noch
ein stelldichein
an abgestandenen rändern
schnell
diskutierter
ave marias,
die ihren schein
in weihnachtsmärkten
einer selbstbeweihräucherung
verscherbelten
so
als wären die dornen
das salz
in der suppe
züchtiger rosenfelder,
deren potentaten
wie stillose röschen
den prinzen küssen,
hmmmm schleck leck
auf den
roten
erdbeerschlund
der wie ein
gebimmel
in der weite
den nächsten sucht
und
die automaten des systems
mit
aufgebrochenen nüssen
verführt,
jenseits
selbstentworfener verhinderungswünsche
die in den stricknadeln
der moderne
die moosgrünen verflechtungen
meiner immerfrohen oma
ahnten,….
außer
die nadeln
erstickten
die verstrickungen
freigeatmeter selbstversuche
in den laufrillen
zwanghafter versuche
einer selbsterschöpfung,
die wie ein kropf
zufällig
völlig
nutzlos war
und die
quadratur des kreises
in ein
outsourcing
leichtfertiger schablonen
delegierte,
wo odin
den nestbeschmutzer
in sein heim bat
ruhig gestellt
wie ein geölter motor
im
leerlauf
still an den
mäulern
vorbeigaffender tage,
die ihre projektionsfläche
dem wind
überließen

20130904-220632.jpg

rom

rom liegt ruhig
an diesem sonntag
spät im august 013
von ewigkeit
nichts zu sehn
als ein namenloser versuch
das tapezieren von wenigen,
in den randbezirken,
die ihre eigenzeit einstreichen
in unbeseelten räumen
postmoderner maxxi szenarien
deren perspektiven
von kurzer Dauer
einsetzender septemberschauer
abgekühlt werden,
flache striche
an schiefen plätzen,
die notwendigkeit feiern,
die keinen wettstreit mehr wagen,
mit dem immer gleichen schauder
überfüllter ansichten
eines trevi brunnens,
der sich
aus der zeitlosigkeit
in die
übersatten augen
meiner mitwanderer nistet,
unweit
einer nebengasse
via de la croce,
wo die bachmann
in ihr feuer sprang,
und mit ihr
die hoffnung
dass das bekannte
nur eine erneuerung
außerhalb des gewohnten erfahre,
am anfang
einer jeden geschichte
wo stunden noch
mit
einem jahr
geschrieben wurden,
heute dagegen
das heer
von scheuen unbewussten
sekunden
in den klicks
ihrer apparate chiffriert
bild um bild
wieder holend,
ein mantra
des stupiden
vor dem atem
seiner möglichkeit
auf der flucht,….
dass das vergangene
der sensemann
alles lebendigen sei,
der die ströme
der gierenden
in seinen schlund zieht,
ein
nostalgischer grossgrundbesitzer
der seinen alfa romeo
wie eine
saure gurke auf heimaturlaub
die tage zählen lässt
bis er abgefahrn
das weite sucht,
wie eine innere uhr
deren schlag
kaum zu hören
dennoch den verstand besetzt,
endlose einsamkeiten hervorbringend,
die ihr netz kaperten
sich
im freien zu wähnen
und dabei
den eigenen atem
verschluckten ….

18:39
the show must go on
21 Karten und
1 narr
macht den beat
der
das 0815 der tage
vorantreibt,
immer vor sich her,
als
urplötzlich
in einer nachvertonung
mit monroes stimme
ein abend
zum stillstand kam
(trotz der beiden kellner,
die doch keine zwillinge waren)
die möwen
keine
ratten der luft
und
der lido di ostia
kein freilichtgefängnis
für voluntäre mehr war,
die den grabstein
von pasolini dort schleiften
wo die sonne abkratzt
wie ein
schlecht gemalter mond
misslungener laieninszenierung,
weil es die
nie gab
in einer welt,
in der die dinge belassen
eine perfektion
des unerreichten erfährt,
Miles D. aber immer noch
seine befreiung
aus den panzerschränken
übelriechender vitrinen
der auditorien ersinnt
und
thelonius
die fäden
einer weiteren inszenierung
in seinen flügel einspielt
die
den rahmen sprengt
an der
via de lucchesi
und
seilschaften
von namenlosen
in die
unverbindlichkeit
dieser zeit entlässt,
grinsend,
weil
sich verloren geglaubte
wieder finden
in dem gedanken,
dass der beat
aller herzen dieser welt
einen
endlos
ununterbrochenen ton
hervorbringt

20130825-200002.jpg

plätze

plätze
zerfliegen
wie sand
im wind
und
die menschen,
ein kleiner wirbel
aus versuchen
ewigkeit
einzuatmen,
hauchen
ihre asche
an die
schönheit der tage,
die wie
ein turm aus babel
ihre sprache
in puren klang
verwandelt,
dem das leise scheppern
eines lederhandwerkers
am rande einer piazza,
die pausenzeichen
aus tickendem schlag
hinzuklopft,,
vorbei an nonnen,
die sich
in reinem weiß
verströmen,
eingeatmet
von dem
unwirklichen versuch
vergänglich zu sein,
während ihre tritte
am spätnachmittag
die patina
alter erde
pflegen

20130823-174436.jpg

geist

mein eigener Geist
schafft die welt
wie ich sie dann sehe

seh ich sie schlecht
ist sie schlecht,
seh ich sie schön
ist sie schön,
verändere ich aber
die perspektive
durch bewegung
ändert sich mein standpunkt
und
somit die sicht auf die welt,…

so färbt
wechselnde
äußere erfahrung,
innenwelten
in eine
andere,
unbekannte
stimmung,….

so malt
diese
eine
neue sicht
auf
die netzhaut
meiner empfindung

20130822-114852.jpg

züge

züge die abfahren
und schneisen
von erinnerungen
in die landschaft sähen,
und abstände zu den
waggons unserer aufenthalte
in die weite ziehen
hin zu abstellgleisen,
die schiene an schiene
ihre nähe suchen,
als plötzlich
ein handlanger
meiner träume
seine weichen stellt,
mein freund cupido,
gelangweilter schwarzfahrer
in unverschlossener toilette
sein sperma leckend,
prall
wie eine putte
die am pfeil
selbstverschuldeter ewigkeit
zappelt,
gestopft
wie ein vorderlader auf zeit,
angelegt
auf breitseite,
zitternd wie ein aal
vor der häutung
einer satten suppe
eingekochter hoffnung,
verflüchtigt
und als eingerollter fünfer getarnt,
der seine 23 kniebeugen
fünf mal verrichtet
zur siebenmaligen heilung
aller verflossenen sinnfälligkeiten
die
den schaum
vor seinem geifernden mund
in einen
ewigen grind verwandeln,
der immerhin noch
die trockenheit
des da seins
in wässrige gedichte verplappert
und sich
wie ein fluchthelfer
untergegangener möglichkeiten
in sein
neues werden schießt
plump
wie die dicke berta
reizend wie die junge nebenan,
lautlos
wie der wurf einer drohne
ins herz
meiner kombattanten
am piazza niente,
auf dem sich
all abendlich
die trübsal verabredet
um sich endlich
los zu werden,
alle wiederholungen
abzuschaffen
die wie einzeller
in ihren einmachgläsern
die welt
nicht verstehen
und fortan
nur noch das
unbekannte buch
der reinen erfahrung
ins kerbholz
der absichtsloßigkeit
schnitzen,
die wie ein
turtelgetäube am rand
des nachmittages
die frage
nach dem
tun
vor dem
ob oder nicht
längst
beantwortet hat,…
und den transformatorischen reflex
irgendwelcher gedanken,
in der nächsten
milchstraßenkurve,
wie ein scheselong
für zeitflüchtlinge
der unzeit einrichtet,
abgetroschen
wie
der leere köder
unseres schützen
der den bogen
intrigierender weise überspannte
und sich
in ein effektvolles dieseits
katapultierte,
(… wie schnell doch die dinge sich wandeln)

wo wir nur
mit den schatten
unserer nächsten
unterhaltung pflegen,
einfache projektile der nacht,
die wie ein steckschuss,
nach jahren noch eitern,
wild wie ein tier
in der koppel,
das im zwielicht
den ausbruch übt,
mit der frage am rücken,
ob die
heiligen drei könige
meine eigene,
oder die erfindung
meiner blender sind
und mit der antwort
das gatter
zerfetzt,
dass auf jeden fall
ich
ihr
leitstern
sei

cantes de ida y vuelta

Becancon/Arles/Marseille

ich schlage
mein zelt
in den wellen
der tage
mal
auf dem kamm
oder
am grund
ihres wurfs,
wo das schäumen
der letzten perlen
den neuen
schwung erzeugt,
die
geburt des schweigens
sesshaftes
zum zittern bringt
und
die sonne
ihre lichtritzen
wie ein blitz
durch
letzte schatten
müder bäume schlägt,
die in arles
ihren aufstand suchen,
immer noch getränkt
von dem
maler und
seiner sehnsucht,
die in
endlos
sonnenblumbefleckten
feldern
verstecken spielt,
dabei die vornehmheit
bloser betrachtung
in den nächsten
mülleimer wirft,
sie zum humus gärt,
der uns
die einheit
von
traum und
wirklichkeit
schmecken lässt….

….das ich träume
ist wirklich,
die
wirklichkeit
ein traum,…

…. der
den tänzer drängt
die lähmung
des getrennt seins
in seinen
täglichen versuchen
zu umgarnen,…

dabei
gibt es nichts
hinzu zu fügen,
da alle geschichten
längst geschrieben
und ihre erklärung
nur dazu sind,
alte wunden
zu heilen,
den exilanten
einen aufenthalt,
dem
flüchtigen augenblick
einen ort
zu geben
und sei es
an den altären
wo kühe
allabendlich
ihren bonus
abschmusen,
wipp woppend
an den vorgaben
entschälter zeit,
verflossen
wie
alle annahmen
eigener befindlichkeit,
die sich
janis joplin
noch
in ihre
unterhose einschrie,
als
das locken
der huren
am rande
einer nacht,
den letzten teint,
in die falten
grauer seelen
einbügelt,
dort
wo die
routiniers
des bürgerlichen formats
ihre
entgleisungen
als
gehobenen standard
postmoderner
markierung
absetzen,
entleert
wie ein platz
dem der atem
an menschen
ausgeht,
unverbindlich
am abend
einer
erinnerung,
die
ihre kinder
frass,
vornehm
wie eine roma,
die
den ton trifft
ohne dies
gelernt zu haben,
am morgen
der die gassen
für
kommende fragen
bereitet
und
alle begrenzungen
wie
schatten
zurücklässt

20130803-075602.jpg

nichts

nichts sagen
was weniger
als etwas mehr
den wörtern
hoffnungen
aufsetzt,
die verschwinden
im schrägen winkel
eines augenblick,
dort
wo kommentare
ins leere
laufen
und
das gut gemeinte
sein
pendant schwängert,
unbekanntes
das wie ein jaguar
sein opfer hetzt
im schlaglicht
jenes morgens
der die schatten
seiner steppenbäume
in das mysterium
des verbergens
einweiht,
lautlos gerissen
wie eine junge gazelle
die ihre mutter verlor
gestrauchelt
unter der macht
fremder begierde,
nahrung
für all zu plötzliches
welches
die salbung der jahre
in sekunden
erlegt
und aus dem traum
des
all ein seins
in das
sein
alles einen
erwacht,
erinnerung
alles erinnerns,
die wie fegefeuer
die matrize
meines atems
befreit,
ein wind
der sein jaulen vergisst
und jener messe
von orgelgewalten
in sanary sur mer
einen schleier strikt,
dort wo die entkommenen
ihre hoffnung
auf eine hochzeit
in neuem land
in ihr gewand
einnähten,….
unentschlüsselbar
für die häscher
der schönheit,
verborgen
in den
taghellen nächten
eines
unbekannten
sternenhaufens,
wo die zeit
ihre minuten
frisst
um
lichtjahre
zu gebären,
die wie
steingewordene tropfen
den fluss
meiner gedanken
erlahmen,
am ufer
der zeiten
die sich als
plagiat entpuppen,
eine billige erfindung
die dinge des lebens
in bewegung
zu halten

20130709-221057.jpg

begraben….

begraben
in den gewittern
der tage
wo donner
über mich
hinwegrollen
als seien sie
lichtgeburten
des abgrunds,
die im verharren
wie ein
kühles mausoleum
sich
ihres alten lebens
erinnern
welches da ist,
welches weg ist
sich versammeln
in gemächern,
den artefakten
und
restmüllplätzen
einer sehnsucht,
unnahbar
und voller gewimmel
im untergrund,
dort wandern
auf sichtbarem grund
schwärme von karpfen
die ihr schillern
probieren,
stum
im geschaukel
der tiefe,
wie fliegende fische
auf
heimaturlaub,
kurz
im verschwinden
von gelegenheit
die einmal nur
den spion
am leck eines abends
aufreißt,
um im
kielwasser
von jim morrison
zu verstrudeln,
jenseits
einer versammlung
von pflastersteinen
die ihren weg
verschliefen…

20130629-230412.jpg

etwas

etwas
niemand
nirgendwo
zum verschwinden
genug
im großen gewässer,
mahlstrom
von stunden,
getacktet
wie ein großer
angenehmer busen,
herzschlaggewiss
in personen
die ihr aufwachen
in dem sein
anderer verwechseln,
rufende
und
freunde des eros,
deren dieseitige kraft
im echo der sehnsucht
überschwappt
und wie
kaulquappen
an den rändern der tage
schon scheitert,
früh, zu früh
hören sie auf
ihr röcheln
als sprung
in eine neue zeit
zu begreifen
und
üben sich stattdessen
im vermeiden,
ergaunern lächeln
in zünften
des unbewussten,
hoffend
einer ruhelosen erlösung
von ihrem schnickschnack,
außer sich
vor lauter
innensicht,
gefangene
ihrer definition
von freiheit,
ertrinkende
in der beobachtung
der welt,
dort
wo alladins wunderlampe
immer noch
ihren spuk
treibt

20130620-090117.jpg

die doppelten

die doppelten
das dreifache
gespaltene uneins
gezweite
geeint
zweifelnde
ginkgos
im traum
die ein segel
im wind
zum aufbruch
spreizen
zum anderen
gebläht,
seelen
die ihr bild
verloren
und
als
schlampige schriftführer
des seins
den augenblick
verschreiben,…
alte samen
die zukunft
tanzen
und
erinnerung
die humus
bereiten,
während
das vorantasten
wie
ein blindenhund
die führung
übernimmt,
schweigend
imaginärem ergeben
das uns lässt
indem wir folgen
den zeichen
am grund
aller fragen

20130614-090218.jpg

Tage…

tage
entkernen zeit
die wie
ein apfel
am rand einer unschuld
ihr innerstes opfert
und atem
der wie
eine große wolke
die sonne verhüllt,
in licht,
eine milde form
alles lebendigen
entlässt,…

dort stehen wir
am anfang
einer pforte
die uns anlächelt,
wie jene zur
unbefangenheit
geweihten,
die ihre freude
ohne anlass
unter einer
brücke aus sandstein
vergessen hatten,…
dort
wo wir schlafen,
wenn leben
an einer
auferstehung
balanciert,…

umnächtigt
in der hoffnung
auf das schöne
welches sich
in unbegreiflichem
offenbart,
in jener zeit
die ihre stunden
in kubikmetern misst,
die wir abarbeiten
um uns luft
zu verschaffen,
die über dinge
hinwegfegt
als werde
keine sekunde
gestorben,
als sei nur
wandel
den es
zu vollziehen gilt…

herbst…

geschlossene gesellschaften
taumeln
wie letzte herbstwespen
an süß zermatschten
meinungen
um die obskure idee
einer sozialen
unabhängigkeit

man feiert plattitüden im revers
die hoch zeit(s) bändchen
sind ordentlich geflaggt
an den boliden
menschlicher eiszeit
zwischendurch im kupferschein
einer letzten sonne
die uns nicht weiterbringt

wir sind zu jenen geworden
die wir im layout
von hochglanzbroschüren
erfunden haben
freundlich positive menschen
die sich NICHTS
zu sagen haben
außer wörter
die uns
wie gestopfte gänse
eines
multimedialen schlachthofes
wirken lassen

die fotografien
unserer gesten
fallen wie digitalisierte gefühle
in die zu erwartende ernte
einer entstellten zeit
in der unser blut
wie ein nervöser strom
gekelterter erinnerung
an unsren schläfen pocht
und
nach einlass begehrt,….

in die nachbetrachtung
eines sommers
der auf ereignisse wartete
die nie eintraten,…

das logo unserer firmen
hat die bedeutung der essenz
okkupiert
so strahlen wir
in den letzten zügen
einer niedergehenden zeit
die sich
als „immer weitere anfänge“
prostituiert,…

was bleibt
ist der schaale geschmack
einer vergänglichen
abendsonne,
die unser spiegel sein sollte
und es doch nur
zu einer verzerrten version
unbewusster entwürfe
unseres lebens
schafft

unser geschäft
ist das missraten,
fehler einer spezies
die wir gerne
bei anderen sehen würden
ein unfall
auf dem
highway der angst
an dessen
vorschnellen leitplanken
die möglichkeit
eines anderen seins
kurz nur
reflektiert,…

so
irritieren wir
umher
im abendlicht
unserer versuche
etwas zu sein,…

wie hilflose motten
in erwartung der nacht,…

schatten fallen
vom licht
in eine idee
zwischen
welt
und
uns,…

vergeblicher
versuch
im
herbst…

10.09.2011

da….

da
wo ich
ein anderer war
bin ich
zu hause,…
jener ort
der leben
ermöglicht
weil im entfernt sein
jener drahtseilakt
erwacht
der mir spannung
zum überleben ist
….aufenthalt
im fremden,
der mir
mehr und mehr
heimat wird,
dort
wo unbekanntes
all zu bekanntes
erlöst

20130509-121122.jpg

Fenster im Innenhof des ehem.
Center Americain de Secours
von Varian Frey der ca. 2000 europ.
Künstlern und Intellektuellen auf der Flucht vor den Nazis half
Marseille

schwester…

TAG
Er-Innerung

im blick
bevor
die tränen schossen
in den strings
von roberto matta
die wie sperma
über seine
visionen huschen,
beichtet eine schwester
in
sanery sur mer
erschrocken
ihre einfalt,
die freudestrahlend
und intelligent
ihren unbewusst
erotischen charme
in der apsis jener kirche
versprüht,
an deren klagen
ich
im sog einer
überwältigenden
orgelkantate bachs
in die knie ging,
vorbei an jener
eintracht des unsinns
in dessen großen bassin
die menge
gotteshäuser der stille
zerbrüllt,
spät am nachmittag
als die sonne
dem begehren
nach wärme entglitt,
die lilien der schwester
aber
wie eine zeitlose
frage
den raum ausfüllten,
ihr band,
unsichtbar
mit dem herrn verbunden,
jenem prinzip
des anfangs und endes
welches die räume
der dejavus
in einen vorort
von prag schickt,
bevor
der werdende strauch
ihr innerstes spiegelt,
das sie pflegte
indem sie schnitt,
immer wieder
einer
erinnerung entgegen,
die ich
nicht fassen kann
da sie
in ihr ist,
die ich bin
weil sie
mich berührt,…

so üben wir
im weglassen
die fülle
die wir vermissen
weil wir
den weg
verlieren
um ihn
zu finden

diese stadt…

diese stadt
am saum
der melancholie
gerade überschritten
in die heiterkeit
ihrer gesichter,
als sei existenz
nur eine
vorübergehende belästigung
die man
in seine juppe
eingenät bekommt,
während die weber
ihre teppiche
flicken
was das zeug hält,
dahinvernetzt
wie tausend münder
die sich
um den tag plappern
und dabei
nutzloses adeln,
überhaupt nicht
daran denken
zu denken,
einfach
und
mensch sind
am saum
der schönheit
der aufrecht hält

die spiele
der eitelkeit
zu vergessen
da
das zu viel
an wissen
natürlichkeit
zerfrisst

sonne..

sonne
die langatmig
den horizont einleuchtet
in der schneise
zur marseillaise,
lau in ihrem untergang
der kaum
eine nacht beginnt
hinter der sich
hitchcock
als prototyp
aller spanner
verbarrikadierte,
hinter der er
die lila gesättigte
kathedarale
über lusanne
in gigantischer projektion
als seine
privatrevolution
inszenieren könnte,
märchenhaft
wie ein spuk
aus disneys
asservatenkammer,
in dem
fette kröten
die bögen der arkaden
mit ihrem gewicht
erdrücken,
weil diese farbe
all zu schnelle arten
des schlafes
in einem
zwielichtigen tumult
zurücklässt,
der wie ein band
rätselhaft
in weiß erstarrt,
als wind
im schnellen schoss
der luft
zum meer hin erzittert,
an gaffenden bergen
vorbei,
dort
wo tote esel schlafen,
grossmäulige löcher
von erschöpften
und
zugerichteten
naturdenkmälern
die
wie ein menetekel
der abwesenheit
zum
erstummten gesang
der fischer schreien,
deren beute
in den netzen
alle knoten zerschlugen
dass ihr
SEIN
wie ein sprung
aus großer höhe
in die freiheit falle,
zerschlissen
und
geschunden
an den
immer wiederkehrenden
und gleichen gesichtern
der jugend,
die lange noch
den frühlingskeim
dieses
marseiller abends
in ihre lungen pflanzt,…

…als die turnübung
am barren
der identität
vom ritzel
der nacht
entspringt,
rasselnd
sich selbst
beschäftigt
im drama
der nutzlossigkeit,
trotz
südlicher gassen
die in ihrer
wieder holung
das bild
eines abgegriffenen
exerzitiums
auf den platz
leopold blums
ziseliert,
draufgänger
alles zögerlichen,
der saure nierchen
lieber in seiner fantasie
verdaute
als sich mit
dem geruch
seiner eigenen penetranz
zu vermählen,
den genuss dabei aber
zu seinem
namensvetter machte…

endjoyce it!

und schluck
es runter
bevor
die letzte hoffnung
nie wiederkehrt,…

denn
an den tag genagelt
werden sie noch alle
die nacht aber
erkennt nur
wenige
ihrer kinder…

wo nur
jäger
und
flüsterer
der achtsamkeit
bleiben,
ihre posse
in den wind der zeit
stellen
und heimlich
rede
den greifarmen
des unwahrscheinlichen
predigen

20130404-081946.jpg

laub…

laub
über hütten
drohnender weise
zersirrt
von weiteren
F22 die sich
des 23zigsten
subwoofer erschmeicheln
hochfrequente flachflieger
im stossgebet der nacht
die
die hadeshunde
bezirzen
unsichtbare feuerspucker
besetzt
mit menetekeln
eines geheul
das wir
nicht hören wollten
dass du beschwörest
in den runden
cinematographen
deiner zeugnisse
buntes gezerre
einer vernichtung,..

duck dich
duked and covered euch
wenn ein regen
über euch zieht
und die luft
mit
glühenden bällen
spielt,
wie ein hund
der dir die hölle
erspart
deinen thron
vor fremder macht
beschützt,..

knurr
knurr sie davon
die
hinter ihren
schlitzen verächtlichen,
hochfrequente artefakte
gescratched
in rillen
ihrer vergessenen zeit…

knurr,
knurr sie davon,….

20130401-204309.jpg

am riegel…

am riegel
beginnender morgen
passt
ein schlüssel
nicht mehr,
der verloren
im letzten atem
der frühe baumelt,
dort
wo jene brücken
verhandelt werden,
welche
den tag einladen
und
ferne schaffen
die
wie ein
echo
von seelen
tönt,…

aus der
nähe
wie
ein hauch gottes,
der von menschen
schwer
erträglich ist,…

ein Ort
wie ein
kurzer stillstand,
die zeit
zwischen
ein-
und
ausatmen,
ein
raum
wo
nähe
und
ferne
sich balgen

20130331-233013.jpg

der dung…

der dung
für die rosen
ist frisch gelegt,
es ist angerichtet,…

ein spiel
um knospe
und triebe
beginnt erneut,
das ranking
von wirkendem
rattert
durch die pollen,
wo wirklichkeit
erzittert,
um den schaft
sich rankt,
wo blicke
an der rinde
empor
wachsend
sich
verschlucken,
und
eine große ruhe
die zeiger
von liebenden
zum
schweigen bringt,…

die
mit gebetsmühlen
stille üben,
bis sich
ein
uhrwerk
selbst
zerlegt…

zeiten
zu ende gehen,…
und
räume beginnen…

20130317-193547.jpg

vorahnung….

vorahnung
am geschauckel
der wellen,
ein bild
das noch nicht
gefunden ist,
da man weiß
dass im aufbruch
ein
ankommen
seine
unschuld verliert
und
blicke die sich
nach innen wenden
auf den augen
des gegenüber
zu tanzen beginnen,…

vorwarnung
die sich
am ohr der nacht
gehör verschafft

20130317-004436.jpg

simurgh…

simurgh
im schatten
des prometheus
überwintert
jene nacht
die in
den fluren
weitschwingender gedanken
die tage
in die welt treibt,
zuhauf in
unbekannte schollen
die auf ihren samen
warten,
das kaum mehr
brachliegende eiland
unvernünftiger blicke,
die ratlos
in einer kaschemme
um die wette
jammen,
deren
blitzenden leuchtdiodenaugen
mit einem wink,
des titanen
leber
in einen zustand
erbärmlicher begierde
verwandeln,
dass dieser
seinen adler liebkose,…

das nehmende aber
zu seinem
geber schmilzt
und
den schmerz
zu einer laune der natur,
simurgh,
der beides
in sich brütet,
flug
und
fall,
der in den
wipfeln der abgründe
freundlich
auf und ab
federnde,
an den ellebogen der zeit
die sich im gerangel
alltäglicher routinen
entfesseln will,
der strafe
des lichtraubs
zu entkommen,
eingeschlossen
in dunklen kammern
klammheimlicher echos,
die den grund
erahnen lassen
ohne diesen
zu berühren,
deren einsamkeit
keiner
freundlichen verpackung
bedarf
um in den auslagen
täuschender gesänge
zu überleben,…

prometheus, prometheus
der du
jener hoffnung bedarfst
die im wesen
pandoras box ernährt
und jetzt
blinkblonk
am abgrund
deines kaukasus zerschellt,
vorläufig verstorben
in den
verplauderten kontakthöfen
unheimeliger netzwerke,
in denen der mond
wie eine sichel
das licht zerschneidet
und der versuch
von freundlichkeiten
zu kentern droht,…

darinnen liegt
dein weiter
titan,
das erhellende am leid
ins licht
zu setzen
dem schemel
alter gesänge
beine zu machen
und
des korkenzieherbaum
spiralen,
den weg
in den äther zu zeigen,
dort
wo seelen
ihre treffen verabreden,
indem sie
raum und zeit
wie papier
mit geheimen codes
verschlucken

20130316-095249.jpg

abwesend….

abwesend
dort wo
die rotunde
das gerade
biegt
was sich
im strecken
nach weiter
die sicht
verbaut,
hineingeht
in eine
projektion
die sich um
den nächsten
windet,
der wie
ein fremder
die marktplätze
mit seinen gedanken
überzieht und
den faden
der zeit
in den
räumen
innerer uhr
verliert,
dort wo
die bilder
ihren sabbat
feiern
auf tischen
an denen freunde
ins leere greifen
und das besteck
zur entkernung der tage
verschwunden bleibt,
weil die privatiers
der herzkammern
im dunkel
ihres ablasshandel
die losung verloren….
morgen und übermorgen
heiligen,
während der
brand ihrer seele
in den tränen
von gestern
erlischt….

20130311-141414.jpg

ich renne…

ich renne
in die nacht
und fliege
aus dem tag
in ungleichen portionen
die mir
ein traum hinterlässt
vorgefertigte realitäten
am stück,
fabrikneu
inszeniert
weil der lack
so ab ist
dass er nur noch
treibsand produziert
und vergangenes
wie brösel
zwischen den zähnen
sich
vor dem
lösen fürchtet,…

seelen sprinter
wachsmaler
und
buntstiftfetischist
die aufstände nur
im verborgenen
proben
und bei
tagesanbruch
die
kettenbrücke
wieder hochziehen,
traumartige äpfel
die ihre kür
im fallen erhaschen
und beim aufschlag
ihre marke
loswerden wollen
um zu überleben,…

nasenpopel schnippende
weihrauchzüchter
die hinterm herd
ihrem nirvana
nachhecheln
und blauflatternd
die seele
im kleinen
gasflämmchen der frühe
aushauchen,…

pflopp und weg…

auf
frischgepaddelten
seichtbooten
identitäten errudernd
bumsfidel sich selbst
danebengejuckt,
im traum
A, ohne Dachschaden
und
B, nochmal den stunt,…

so eggen wir dahin
und zerpflügen
die lüfte
die fett
wie schwangere sauen
vor unseren
zitzen flüchten,…

leergezuzzelt
voller ergebnisse
einer
klammheimlichen zeit,…

als das leck schlägt
und
der steuermann
einen fahren lässt….

20130304-101406.jpg