Autor: HubertBergmann

der stern…

der stern
auf dem ich wohne
ist noch nicht
geboren,
weil die stürme
die ich teile
sich
in eine nacht verkriechen
die ihresgleichen sucht,
dort wo
an den rändern
der tage
um hilfe gebetet wird,
und
ohnmacht
um ihre
macht fürchtet,
da die
neuen Erkenntnisse
noch unausgereift
in den
kreissäälen
einer ungewissen zukunft
nächtigen,
wo wir
hin wollen,
das wir
nicht kennen
weil die kerker
unserer wahl
voll annehmlichkeiten
den aufbruch
umgarnen,
uns einblasen
dass
die angelegenheiten
der welt
sich nur
in uns abspielten,…

da stehen wir
und warten,
warten auf den
goldenen schnitt,
die nächst beste
gelegenheit
während aufmerksam
mein
inneres kind
den abschied
müht,…

ich habe gelernt
dass die wolken
nicht mehr
an mir
aber ich
an ihnen
vorüberziehe,
allein ihre gesichter
und grimassen
zeigen
wo ich gerade
bin,…

dort
am anfang
meiner selbst
der wie ein wolf
dem mensch
ein diener war…

20121106-003326.jpg

weiter….

„immer weiter“
steht
in den sternen
eines neuen tages
wo manche zeichen
in den gemächern
kosmischer nacht
ihr da sein verleugnen
und die
bündel
aus
geliehenem licht
wie ruten am bach
ihre schatten
inszenieren,
dort wo
wahrheiten
auf feuchtem grund,
anfänge erwachsen
und
das gurgeln
von stromschnellen
den rhythmus
ferner flüsse
einläutet,
regen
nur noch fällt
um den
strom der zeit
zu beschleunigen
und
die sonne
sich
im
verbergen übt,…

alles wächst,
gerade da
wo herbstblätter
ihren mantel
über den grund
legen
und ein faun
die ersten trauben
erfindet

20121027-093520.jpg

light….

light dark
ensemble
between
two
challenges,
räume
ungefragter nacht,
die frei
von
unsinnigem
abzählen
von nähe
in meiner
scholle keimen,
wo der atem
sich erst
kennen lernt
als er
seinen besitzer
wechseln will,
nicht mehr kämpft
da all die maroden
scheinheiligkeiten
jene bar
an der ich
die frühen morgenstunden
einzähle
bereits
verlassen haben,
sich lichter
im zwielicht verirren
und das tempo
des augenblicks
wie eine schüchterne regung
in die falle tappt,…

wo die
vielgezählten verluste
zum abschied
spalier stehen,
das rad der
möglichkeiten
wieder und wieder
neu
erfunden wird
und
befindlichkeiten
nach ihrem ausweiss
kramen,
während
die spirale
meiner
identitätsmaschiene
das öl
der letzten salbung
auf einem
alten brotkrumen
an der kruste
des tages
verschmiert,
dort wo
das
letzte abendmal
seine bedeutung
konvertiert
in einen
aufstand
gegen
vorgefertigte schablonen
soziologischer statistik,…

wir befinden uns
nämlich
im zeitalter
der wiedergeburt
des
für unmöglich
gehaltenem,
welches
die herren der tage
schnell und heimlich
bei
anbrechendem bewusstsein
in den
sammlungen
ihrer tabernakel
verschwinden lassen,…

der schlüssel aber
wird vorsichtig
in die soutane
der medienlandschaft
implementiert,
dort
wo die programmwahl
zum kreuz
der
endzeit wird,…

hier
finden wir uns wieder
auf den golgathas
der
wochenvorschau
unserer projektionen
die
fein abgeschmeckt
den sex
der werktage
umzirkeln
und nur
geahndet werden,
wenn wir beginnen
rosen
in den gärten
anderer zu züchten,
jene
die uns wie
maria magdalena
nach langer bewusstlosigkeit
entgegenschlendern,..

inzwischen jedoch
gehen wir
unserem hobby nach,
es heißt:
schafe züchten
auf den schlachtfeldern
des irrationalen,
weil der glauben
den zaun
für die hoffnung
strickt

20121022-093540.jpg

landschaft…

wüste landschaften
winden sich
über
löchrige teppiche
der moderne,
nebelabsprachen
warten
auf ihre wiedergeburt,
dürftige flicken
gelten als bunte
grabbeigabe
einer
als
unvergänglich verkauften
zukunft
die wir planend schon
in jungen jahren
dem zahn der zeit
entwenden wollen,
verängstigte adepten
die
jedwede orientierung
verlieren
um die
omnipotenz
ihrer wahrnehmung
jenen
in rechnung zu stellen
die sich im gefolge
eines
all zu durchsichtigen
odiums
tummeln,….

auf
„alles ist möglich“
folgt
„ich kann nicht
gemeint sein“
und dazwischen:
„ich war es nicht“….
unverbrüderbare
zustände
einer
verwunderung
von ICH’S
die
durch unsre landschaften
geistern
wie
trial and error
einer
unterbrochenen
versuchsanleitung
mit dem titel:
„abstandsmessung
einer befindlichkeit,
an den rückwärtsgang
einer anfrage“…,

live ticker,
on line absichten
und
buntes gehüpfe
zwischen den knoten
im herzzerreißenden
netzwerkbau,
wo „durchfallen“
den nächsten
„like“
generiert,
der
absichtslos
in seiner gebärdensprache
eines aussätzigen
vor sich hin
kommuniziert

20121021-180819.jpg

fädeln….

langsam
fädeln die
träume der nacht
einen
neuen tag ein,
der auf
eine naht warted
mit der er
alte rechnungen
begleichen kann,
wunden die
an meinem gewand
herunter tropften
und die zeit
gefrieren ließen
und jetzt
verschlossene hügel
bestechen,
als sei deren
rand
meine lippen
die
ziellos
in das wesen
anderer
weiterdrängen,…

fädeln fädeln,…

kein muster
das bekannt,
jene wärme strickt
die von anderen
das öffnen
von wunden verlangt,…

dort
wo wir
ruhe üben
da
ein strudel
uns sonst
zerreißt,…

…und doch…

der
unruhe bedürfen,..

denn
liebende
halten
sich
offen….
weil sie nichts
ungeschehen
machen,…

nähe…

nähe
an die
ich reiche
fern dem
was
greifbar schien
und
nah
mir
weiter ist
denn je,
gewandelt,
nachdem
ICH
erfror,…

sind
stationen
meiner reise
wie sie mich
begrub,,,
und wieder
freigab,…

als sich eis
um
meine
wärme schlingt
und
hoffnung
langsam
in
den neuen tag
zerfließt,…

wie ein bild
das verborgenes
verbirgt,…

…das ich dort
zu finden glaube,
ist
die gewissheit
meiner
selbst,..

20121018-065435.jpg

angelandet…

es ist
geahnt
nichts
geblieben,
wo ich brannte
und
die ganze welt
in flammen stand,
als die
beschreibung
von wegstrecken
die
in vollkommener stille
ins
DASEIN
loderten,
wie
ein flatternd
freier fall
der
seinen anfang vergisst
und um
die zukunft
bangt,
ahnend
dass er
von dieser her
sich entwirft,
dort
wo sich
bewusstsein
mit
leere trifft
und
ewigkeit
im reagenzglas
effektabler
versuchsanordnungen
zeugt,
welche
nichts wollen
als unbekanntes,
an denen sie
ihre zeitlichkeit
schleifen
um endlich
zu sich
zu kommen
und
die kraft
der transparenz
eines unsicheren morgen
kosten,…

…jene tage
die
ohne
mein zutun
wie reife äpfel
auf grund
schlagen
und dort
auf ihre
ernte warten…

20121016-233536.jpg

jahrestage….

klammheimlich
stehen sie
vor der türe
wie ungebetene gäste
und warten
auf einlass
in unser erinnern
welches wir,
je nachdem
los haben
oder
fest halten
wollen,…

immer
schmeckt es
nach endlichkeit,
nur die schmerzen
suchen noch
nach unterkunft,
wo wir am tisch
die karten
auf unsere zukunft
legen,
die sich doch nur
immer wieder
aus vergangenem
speist,…

zeitringe
die leise
auf den boden
von alltäglichem
torkeln
und unsere position
eingreisen,
als seien wir ziel
einer
imaginären sehnsucht,
die uns
besetzt hält
auf einem land
das uns
nicht gehört,
archaischer singsang
in den ohren,
der uns
an eine zeit gemahnt
in der diese
sich selbst
noch nicht
begriff,
in der die schlachten
auf feldern
und nicht
auf
ziffernblättern
ausgetragen wurden,
vor dem wir flüchten,
weil wir uns
verfolgten,
nie ankamen
in dem
was uns jetzt
besucht,
den verloren geglaubten
kämpfen,
welche die
letzte inszenierung
im jetzt erschien
und das gesicht
des dichters
entleerte
als sei
sein
SEIN
aus luft gebaut,
atem
der in
die ferne zieht
weil
gegenwärtigkeit
der begegnung
unbekanntem bedarf,
dass
schürfrechte
an verblassenden hügeln
von einst,
nicht
verloren gehen
und die
zeitrafferaufnahmen
unserer existenz
nicht
zum höllenritt
verkommt,…

dort
an den rändern
dieser tage
beweinen wir
was wir sind,
weil wir damals
die ankunft versäumten,
die uns die türe
öffnen liese
für
tage
die
ohne erinnerung
lächeln
und
uns
hinter
gebrochenem laub
den fluss
ahnen ließen , …

für den der vor 33 Jahren
„freiwillig“ aus dem Leben schied
ohne zu fragen…
meinen Vater

20121016-081452.jpg

flache…

flache
herbstmorgen
die meine letzte
erinnerung durchziehen,
die verblassen
wie nebelschwaden
deren feuchtigkeit
den grund
aufweichen
und in den
nächsten schritt
eindringen,
dort
wo die
angelegenheiten
einer
inneren welt
angezählt
werden,
grundlos jetzt
aus einer höhe,
die mir
unbekanntes
in den tag
einstreut,…

unsichtbare muster,
alte geister,
dyonisisches antlitz
welches mir
entgegen springt,
dort
wo ein vorwärts
mich
in die flucht schlägt,
weil
die einsamkeit
der anderen
mein tempel ist,
in dem
von einer
unsichtbaren hand
jene
bilder
gezeichnet werden
die
später
in den nachlässen
nicht mehr
zu finden sind
und
die notwendigkeit
von archivgeschwätz
verblasst,….

…. wo
sollen
wir denn sein
wenn
nicht
jetzt….

spuren
schürfen
dürfen
andere

20121014-165315.jpg

wein…

wein augen
wie tropfen
im kelch
die
wachen,
wenn sie
schläfrig,
den mond
auf der bühne
der nacht
in mein gesicht
pflanzen,
der
die gesänge
der nähe
wie von selbst
in einen morgen
verwandelt,
unsicher
wie junge trauben
die
auf ihre kelter
warten,…

so sprach sich
letztes wort
nicht bei mir,
nicht
am anderen,
der mir
voraus ging,
mich in
ferne
beließ,
als die
koffer der reisenden
fragen
einläuten,
nachträglich
und
spätgeboren
wie ein
puzzle
dem es
an einfachen
teilen
mangelt,
in anblick
seiner selbst
aus
der existenz fällt
und
unbekannter weise
ein nie endendes
bild
bemüht,…

dort
wo die zeit
auf der leinwand
unserer projektion
einfach
nicht existiert,
weil die bewegungen
der gefühle
ihre gesetzmässigkeit
dem raum
geopfert haben,…..

…nur
wer von uns
hat dies verstanden
und wann
und
wem
teilte er dies
mit….

man…

man
schneidet sich
etwas ab
von seiner
versiegelten zeit,
einen kleinen finger
stiller hoffnung
und heftet diesen
in
den ausläufern
seiner
löchrigen ganzheit
ab,
in jenen ringen
die
wie klammern
das gegenteil meinen
von dem sie
einmal glänzten
und
am verschwinden
ihrer bedeutung
soviel
anteil haben
wie sie vorspiegeln
SEIN
zu können,…

im
HABEN
ihrer träger
aber
verblassen…

dort
verdorren diese
relikte des lebens
und torkeln
wie besoffene
herbstwespen
in die immer
gleiche falle
der wiederholung,
immer wieder
ankommend,
andere verletzt
ohne
sich selbst
zu treffen,
verschwindet
weil
verteidigung
die reaktion
auf einen angriff war
der nie
erfolgte

20121010-070201.jpg

tritte…

tritte
brechen ab
in fernen
sandburgen,
die
wie
schneebälle
ihre kontur
verwässern
und
das schloss
des vertrauen
in
unerreichbare
nähe rücken,
wo wir
im anflug
der nacht
durchstarten,
schweigen stammelnd
mit gesprächsfetzen
unserer vorfahren,
unruhig
in den wind
lausiger zeiten
gestellt,
kühl
weil
ferne näher rückte
dort
wo wir
die sonne vermuteten
blutrot
aber nur
ihren untergang
meinte,
zeiten
hin und her
schiebend,
als hätte man
ein stück ewigkeit
in den
kleinen lettern
der tage
gepachtet,
wo
liebe
weniger
wert scheint,
als
die sätze ovid’s,
die dieser
heimlich
an die wand
der nachgeborenen
pinselte,
zeichen
ferner zeit
die
jeden morgen
vorausahnen

20121009-181354.jpg

blick….

blick
streicht
über
felder
die
warten
aufs
nächste frühjahr
das kommen will,
mit
keimenden ähren
im gepäck
und
unbekanntes
in all seiner kraft,
macht
und
ohnmacht
zugleich,
welche
die tage
aus der jugend
schält,
allzeit
die welt
wie diesen
großen ball
vor sich her
bespielt,
den wir
stellten,
den DU
über grenzen
geschlagen hast,
dort
wo
spuren
von menschen
sich treffen,…

im herbst…

klang
von
unmöglichkeiten
der
wie der corpus
eines cellos
durch die luft
wirbelt,
ohne
zutun,
und
doch getan,
zeit
in räume
biegt,
dort
wo
das andere leben
ausgebrütet wird,
im langen atem
jugendlichen
antlitz‘,
verklingender weise,
das
nicht erinnrung ist,
weil dieses sich
von daher
speist,
endloser entwurf,
heruntergebrochen
auf diese reise
zu
einer zeit
die
uns
einen punkt
einer
immaginären linie
markieren wollte
und doch nur
artefakt
einer
selbstverständlichkeit ist,…

von
da
nach
dort,
das sich
im gleichen kreuz
der weggabelung
spiegelt,
die DU
aufzeigtest,
die
aufgabe ist,
ein leicht
zu spielendes
für die
nachkommenden,
dort,
wo wir uns
treffen,
dort
wo wir
in den raum
spontaner
klangwerdung
münden…

… niemand
der
dieses konzert
verschweigen kann…

solo oder ensemble,…
alle sind akteure
dieser
neuen
musik,
die
in den wellen
der überfahrt
illusionen
bespielt
und
leichtes
dem schweren
enthebt,…

für JULIAN
der die grenzen
um ein leichtes
überschritten hat
am
09.10.2011

20121008-183416.jpg

herbsttage…

ernten
am ende
das
anfänge
entwirft,
die wie
stoppelfelder
sich
abgeerntet geben,
im
vorübergehen
brach liegen,
scheinbar,
in denen
der kosmos
seine spiegel
wischt
und so
über
seinen
eigenen entwurf
stolpert,
was ihn
lachender weise
zur ruhe bringt
um
ideen zu
gähren,
wie weizen
der im sud
seine
purzelbäume schlägt,…

besoffen davon
werden
die
alltäglichen,
die
in ihren
tagebüchern
leise
verschwinden

20121008-150637.jpg

manchmal…

manchmal
ist weit
entferntes
nahe
zur seite
weil
nie verloren,
bild
und
image,
unbegreifliches
und
versuch
im
nebeneinander
der tage,
zwei welten
die
bewegung meinen
und doch
in
ruhe sind,
die
nähe
und
ferne
in der
durchmischung
der farben
entwerfen,
deren rastlossigkeit
wie alte stimmen
aus dem osten
am rahmen
kratzen,
dort
wo das siegel
der zeit
gebrochen wird,
dort
wo seelen
auf ihre
entzifferung
warten,
wo
die nacht
den
stillstand bewegt
und vertrauen
mir entgegen läuft
wie ein
alter hund
in
südlichen gassen,…

… den ich
immer schon
kannte,
der mich
die banalität
der gespräche lehrt
und
die achtung
in
ein
geschwiegenes wort,
welches
am glockenturm
den tag
einzählt

inspiredbyTEW

20121008-093527.jpg

stimme…

stimme verloren
in stummen zimmern,
die im aufbruch
meinen körper
beherbergen
und den rausch
in eine
ahnnehmlichkeit
aufbrechender tage
verwandeln,
wo eine
schüchterne herbstsonne
mir ihre schmalen finger
entgegen neckt
und
ratschende mäuler
ein
erstes platzkonzert
am morgen versuchen,…

und

ein bescheidenes menetekel
an der brandmauer
gegenüber auftaucht
deren ziffern entschlüsselt
jene bedeutung offenbaren,…

dass erinnerung
verblassen
und
verschwinden
kann,…
ohne schmerz,
dass das bild
welches wir
von uns haben,
den träger
in keiner weise
berührt

nirgends…

nirgends
sind
fragen
der nacht
einfach
anwendbar..,
weil
sich in
den nischen
von vorgestern
antworten
als
kontaktlose
berührung
verkleiden
und
„fühlen“
wie ein
junges fohlen
auf
seinen beinen
zittert,…

wo aber
tränen
der himmel
unsere
versuche
ummanteln,
die in
rastlosem schweigen
ihren ausweg
stammeln,
wortkarg
im grunde
wie
späte
herbstfelder,
da
folgen
die reiher
der nacht
einer schneise
des mondlichts

IOM….

vornhinten
in der mitte
leergepumt
wie ein
blasser
füllfederhalter
der sein
zwischenzeitliches
gesegnet hat
und jetzt
in der flucht
vor seinen zeichen
spuren hinterlässt,
dünne
empfindliche fäden
kontaminiert
mit
hinterlassenschaften
früherer leben,
entfliesst
in der rinne
dort am rand
unter
beginnendem regen,
der
den asphalt
in
dunklem spiegelsee
sprechen lässt,
wo
morsezeichen
hüpfender tropfen
ihre antwort
in die nacht tippen,…

… kleine
kreise am verschwinden
wie jupitermonde
die ihren vater fürchten
der
den königsweg
erfunden hat,
jahre
in dauer
formt
und
seine
weisheit
vom
„inneren warten“
in unsren rock
einnäht,…


kryptische
morgenandachten
abhält
um uns
den nebel
zu erklären,
und
den
seismographen
der erinnerung repariert
damit
im erzittern
unsres denkens,
tiefe
keinen
schlund
aufreißt

20120927-090059.jpg

this way….

this way
coming out…

unbeschirmt,…

kommt
dort
wo
lassen
beginnt,
tut
da
weil
out
where
in
and
in
where
out
ist,
wo
verschiebebahnhöfe
von jetztreisen
unter
den fuchteln
der
allianz
einer
blos
immaginierten zeit
stehen
seit-
ab-
und
auswärts
gelagert,
welches
die symmetrie
des
schwarms
nicht kennt,
aber
ohne flug
bereits
die richtung
weiss,
wie
verschlossene
schirme
die
regsam
keine
tropfen
missen

20120926-083135.jpg

venusrand….

venusrand
am
glitzermorgen,
stumm
wie ladys
die
ihr anders sein
vergessen,
die schleppe
lösen
am ende der treppe
weil diese
ihr gefühl
abschnitt,
das lange
im
übermass einer sonne
traurigkeit
züchtete,
dort am rande
einer dachrinne,
an der ihr
schmäleres
licht
entlangfährt
bis
ein grinsender
satyr
sein gesicht
einrollt,
da der mond
stumm
ein
mitspracherecht
einfordert,
in sich versinkend
wie ein
im traum
verblassendes bild,
welches
das
metallische gekreische
von
wildgänsen
schont,…

… als mein weg
an dieser
westanatolischen häuserwand
ein fragendes gesicht
erfand,
afyon
stadt
in der moon
ein gedächtnis
hat
und kinder
in moscheen predigen,
wo die zeit
geschichten erzählt
und ein morgen
sich ausbreitet
wie eine
lang anhaltende
erholung
zu sich
selbst,
die im samen der
roten knospe
gemächer
des fruchtbaren
halbmond
reifen lässt,
spiegel noch
wahrheiten zeigen
und
die luft
nach osten hin
atmet,…

am rand
des zwielicht
welches zweifel
nimmt
und einen tag
in seinen
schatten stellt

20120925-074719.jpg

der sehnsuchtzüchter…

angemacht
wie
rote beete
sitzen
verkochte
anwärter
ihrer erinnerung
in artefakten
audiophiler
befindlichkeiten,…

vornehm ausgedrückt:
in den
leuchtenden augen
ihrer mütter
und stricken
identitäten
aus
fetzen
frühschwangerer
kochlappen,…

verletzung?
indiskutabel
preis?
gegenwärtiges
straucheln,
eingelegt
in
moralinsaures zucken
sich verzehrender
zuwendung,
die wie
brotsamen
von
spatzen
der eitelkeit
zerpickt werden,…

angerichtet
auf dem tableau
alltäglicher
automatismen
die das
„in frage stellen“
in frage stellen
und
den
kerosinspiegel der luft
mit
wahlloser angst
konterkarieren,…

wohin
als zu
uns selbst
können wir noch
wenn dieses
in anderen
nicht mehr
zu finden ist,
da wir uns
verlassen haben,
im angesicht
eines
verweihräucherten
singsangs
von
mutterseelenalleinigen
abstandshaltern,
die das image
von uns selbst
zurückweisen,
es zerstreuen
ungefragter weise,…

so
torkeln wir
wie
angepisste ameisen
in einem szenario
hausgemachter entropie
die uns
wie ein
hässliches entlein folgt,
während
die schwäne der nacht
im tiefflug
ihr
weites
suchen,…

…handreichender
weise,
einfach nur
diese
eine hand,
die dem schnappen
des großen
weißen vogels
entrissen wurde
und jetzt
wie ein
verlorener sohn
seinen
handschuh sucht,…

wärme dort
wo
die knochen des vaters
zu
zündhölzern wurden,…

lächeln da,
wo
ein eisberg
sich
geschmeichelt
fühlte…

als
der
sehnsuchtzapper
den marktplatz
betrat
und fortan
das tauwetter
tiefgekühlter
weihnachtsmänner
in
eine hoffnungsfrohe
erhebung
von
gleichberechtigtem
zweifel
switchte

per Antonio Ligabue

20120924-150031.jpg

mandelbaum…

keine mandel
die müde
und bitter
in unserer
nähe blühte,
dort
an den
anfängen der zeit
die sich
am horizont
nach dir biegt
und
jenen gruss
erscheinen lässt,
der tausendmal
auf ikonen
der neuzeit kopiert,
wie eine quelle
entspringt,
die
ihre spur
noch nicht
gefunden hat,…

tränengesicht
das mehr hält
als es verspricht,
weil
sein grund
in bildern
meiner träume
erscheint,
versprechen
die mehr meinen
als sie sagen,
weil ihr klang
die seelen
in ein
echo
verwandelt,…

so
erscheint
der griff
in das spiegelbild
im see
wie
letzter versuch
zu beweisen
dass es
einen gibt,
schon immer gab,…

dort
in der
sandmuschel
wo dünen
ihren
morgenrock
falten
und
durst
sich
in den
einöden
einer ungewissen
zukunft spiegelt,…

dort
wo ein pelikan
vom herz
seine jungen
nährt…

dort
wo das salz
der tränen
wunden leckt,…

dort
wo uns
das wasser
des anfangs
mahnt,…

dort
wo wir
noch
eins sind,…

dort
wo wir
aus einer
bewegung
entstehen
die jene
noch nicht
ist….

da
wo
wir
sind

20120923-194748.jpg

angel…

angel
und
engel
im
schattenlicht,
die ihre seufzer
in dünnen rissen
über eine
oberfläche ziehn,
dort
wo
versuch
und
tiefe
sich treffen,
an alten meistern
der zeit,…

tat
und,
leid
die ihren fang
lassen müssen,
bevor
ihr tun erlischt,
ehe
sich das
leid des wartens
in das
leid des haben’s
verwandelte,…

dort
wo
achtsame
kreise
ihren strudel
bis an den grund
wachsen,
in jenem fluss
der alles
mit sich nimmt
und sich
im treibgut
der jahre
in seine
erfüllung
gießt,…

jenseits von schön,
dieseits
des strauchelns
einer welt,
die im klang
zwischen den tönen
jene stille gebiert
wo
wahrheit ist,
stumm
und
gesprächig
wie
zeitloses alter,
das in den jungen
seine
purzelbäume
schlägt,…

wo im
endlichen
un-endlich
alte geschichten
sich treffen
deren rätsel
auf herbstblättern
geschrieben,
dem rinnsal
entkommen wollten
und so
ihre losung
offenbaren,…

engel
und
angel,
die aus
raum
zeit
entwerfen
und so
vergänglichem
einen namen
geben,…

einen
der
im schweigen spricht,
einen
der
im sprechen schweigt,…

ein
rauschgoldgesicht
das
leer
wie
poröse fahrradreifen
in seinen
speichen hängt
und
letzte versuche
auf
geltung unternimmt,…

eine
neue harcke
die den böden
ein uraltes
gesicht
verpasst,
und
grabend
in schönheit
die wilden sträucher
der nacht
eines
besseren
belehrt,…

eines
das
von gestern
im heute
seine zukunft
findet,…

eines
das
im jetzt
die bewegung
aller gezeiten
spiegelt,…

eines
das
in einem
seine erinnrung
klärt,…

eines
das
vieles
ist

20120921-164042.jpg

tagaufziehn…

tagaufziehn
sternenverblasst
als
die reiter
am morgen
zurück stieben
aus
schlachten
die
noch nicht
erfunden wurden
weil alle
bereits
geschlagen sind,…

die pein
lang währender
gedanken
deren dunkel
im
entstehen bereits
den morgen
nicht mehr erblicken,…

an dem
ein stern
lange
den himmel
beflackert
und alles sonst
wie ein
nutzloses band
der verbindung
scheint,…

nur eines
aufatmet,
hoffnung
auf wandel
der im
verschwinden
des lichts
einen neuen tag
einläutet,
endlos
verschlungen…

20120921-104126.jpg

try….

try to stay
try to go
so bleibe ich
im wind
der mich treibt
und alles
mit sich nimmt,
den alten traum,
wo nichts
sonst bleibt
als dieser große
leere raum,
in dem ich baue
wo nichts entsteht
und alles winken
unter dächern
schnell vergeht,…

bin ich ganz da
so bin ich dort
in diesem ruf
der ohne ort
nur einfach
seine mitte misst
und welt
so diese sich
erkennt
in sein
unbekanntes
stellt,…

die nacht erklärt
den schlaf
durchzählt
und
reuig sein
gedenken
quält,
dort wo
kastanien
meiner
seele platzen
und
kleine
glatte
braune flächen
mir durch
hände huscht
wie junge
dünne
spatzen,…

die morgen
fern
wie
fremde länder
schmecken
verlorne zeit
durchwacht
im traum,
die ruhloss
meine wunden
wecken
und kraftlos
segnen
meinen raum,…

der
blutrot sich
wie wolken zieht
den atem still
noch im gespür
und lebt
als leben
vor ihm flieht
und
neues kommt
durch
hintertür

20120920-072338.jpg

bin…

bin was
ich bin
im
binnenmeer
verschwommen,
dort
wo
die angelegenheit
einer überfahrt
wie versuche
von
süßwasser schmecken,
lau
wie
feuchtes pulver
in hülsen,
das sich
einen fehlenden wind
erträumt
um
fliegen zu können,
wo ich dann
bin,
wenn ich
da
und
dort
nicht bin,
im
drinnenmeer,
das
die becher
des dyonisos
zum
bersten bringt,
den tod selbst
im nachen
noch
in die tiefen
des styx
hinfährt,
wo
ich bin
der
ich bin,
der vergehend
erstehende,
der verschwindend
gerinnende,
dort
an den
zeichen einer wand
deren frage
in
rußigen schatten
ich bin

20120918-184825.jpg

tage…

tage,…

ausgeatmet,
schweres
ahornblatt,
das in den
fittichen
eines morgens
ausbruchversuche
unternahm
und mir jetzt
über
das stolpern
einer
baumstarken kraft
hinterherfällt,…

bereiten nicht
jene
gestrauchelten
den humus
auf denen
späte stunden
wachsen,
projektion
welche
spiegel
eines nachbarn
in entwürfe
eines
vorläufig
dunklen raumes
verwandelt….

dort
reiht sich
schnitt an schnitt
flackernder illusion
was für sich
bereits
den
großen schatten
wirft,
tausendfältige zeit
die im licht
einer dämmerung
unbekannten herbst
einführt,….

20120916-125832.jpg

wrong way…

wrong way
fast,…

hausgemacht
wie hühnerbrühe
die
den tag
in ein
davor
und ein
danach
einer stärckung
zerlegt…
blanke, weiße knochen
die an den
dünnen wangen
eines kindergesicht
kleben
und
den ausbruch
meiner sprache
mit einem
fegefeuer erhellen,
augen
in denen ich
ertrinke
und
atem
der
am fenster
einer verlassenheit
kristallisiert,…

dort
wo bindungen
nicht
durchs netz fallen
da
fäden
einer sonne
die seile
vorher schon
löschten,…

ist der weg
geht der weg
seinem
verloren sein
entgegen,
verschwindet
in einer fundstelle
der nacht
in deren pfütze sich
zwielicht
spiegelt

20120913-192513.jpg

ver – bannung…

offene weite
nichts von heilig,
ebenen
ohne fluch
die sich durch
unsere wünsche ziehn
und
heimliche abmachung
wieder dort verortet
wo diese
verabredet war,…

im alphabet
menschlicher rede,
die schweigen erst
im gestorben sein ahnt
und
bilder der welt
nicht als formblätter
auf dem schreibtisch
verkennt,…

beschaulichkeit
der tage
die den bann
aufrecht hält,
nächste stunden
ohne entschluss
zu überdauern,
dort wo jenes
das ich mir
angetan habe
wie eine brieftaube
aufschäucht,
die doch
ihre nachricht
in einen schoß
legen wollte,…

dort greife ich
ins leere
und fische ein bild
an die oberfläche,
kind
welches sich
in augen
anderer verlor,….

die ver-bannung
aus sich selbst,
jene heimatlosigkeit,
die ein dach
unter
entwürfen
der gegenüber
finden will
und so
sein haus verliert,
nicht der ist
für den
ich mich halte,
nicht dort bin,
wo man mich sieht,…

am ende
der strasse
die wie ein
flugfeld
ihre hände weit
in
meinen anfang
streckt,
mich gehen lässt,
halt,
der
halt los
wird,
ins
offene
weite
nichts
von
heilig,…

tupfen…

tupfen
von farbe
weit verbreitet,
unverbindlich
im versuch
hören zu erklären,
wie
flatternde fahnen
die anfangslos
in ein
vorläufiges echo
der tage wehen
und
jahre
von denen wir
nichts verstehen,
ein läuten
mit einer musik
die
weit verbreitet
und doch
keine nachbarn
findet,…

wie
ein vergleich
der
am morgen erscheint,
wie unbekannte
liebende
aussichtslos
am
rande der zeit…

das ich….

das ich
von mir halte
ist fremdes
weil jene
ungehalten
mich
in ihren rahmen
pressten,…

who
i am?,…

image
von anderen
so lange
ich
der spiegel
ihre projektionen
bin,
der sein glas verlor
zeitlos,
ortlos,
ein fisch
der stumm
das wasser
als sein
element erduldet
und
lärmende vögel
am morgen
vergisst,
die in der
fata morgana
ihrer lüfte
wie ein
neuer anfang
hängen,
reden üben,
indem sie
schweigend
die
zeichen
kommender zeit
mit ihrem flug
an meinen himmel
zeichnen,…

…behütete
da sie trost
im aufbruch
finden,…

i wait….

ich warte,
auf einen rahmen,
the image
i never saw,
but having choosen
for myself,
hineingemeiselt
in einen entwurf
welcher verloren ging
und jetzt
mit diesem gekritzel
wie ein abziehbild
an meinen gefühlen
klebt

gewählt, verpasst,
deformiert,
hineingetrichtert,
abgehackt,
eingerollt,…

nach meiner
doppelten
buchführung
sind
IST,
HABEN
und
KÖNNTE
eine
unausgeglichene
bilanz,
deren fragen
auf dem magnetstreifen
der kreditkarte
wie kellerasseln
huschen,
dort
wo die
entsorgung
meiner hoffnung
im dunklen
spinnfäden
wirft,
dort
im
supermarkt
der versuchsanordnugen,
die uns
algorithmisch
abgeschmeckt
zum
abklicken
eingespielt werden

ein tauziehen
scheiternder momente
die ihre besten tage
in dem versuch wagten,
erinnerung
durch
vergessen
zu erreichen,
sich dadurch
einem jetzt entledigten,
dessen
zähes auffinden
einen palast
unbegangener spuren
in uns
einnistet

dort
wo die
nacht
noch nicht
dimmbar ist
und
die
kerzen
zitternd
in ihren mänteln,
zukunft
fürchten

dort
wo
eigene geschichte
auf grund läuft,
weil jener
noch nicht
gefunden ist,
und
dort
relikte von spuren
abdrischt,
die
ihre rinnsale
durch
unsre gedanken
ziehn,…

so
warte ich
auf ein bild
dass ein anderer
in mich
projeziert,…

image
i never saw

und
ziehe
den stecker,…

für Lutz W.

20120907-172040.jpg

EXODUS…

kein anfang
wenn
meine stimme
leise summt,
da die wörter
dem sprechen
nicht mehr
zur verfügung stehen
und
das sonar
der verlorenheit
in der ignoranz
alter meere
kaum
anschlägt,…

kein ende
da die flucht
der tage
zunehmend
in ihrer betrachtung
erschöpfung findet,
wie die sorgsamkeit
einer frau
die sich
in ihrem wintermantel
einrichtet,…

kein halt
wenn die völker
in uns
den aufbruch üben
und
rostige schlüssel
aus ihren
lange verschütteten
kellern kramen,
die wüste
sprengen wollen
mit wassern
die am grund
versiegen,…

keine
überfahrten
weil
anlegestellen der nacht
den tag nicht mehr
erleben,
weil die buchung
kaum
der anzahl
von plätzen entspricht
in deren einrichtung
wir uns verstrickten
und die reise
plötzlich
eine andere,
das unbekannte wurde
welches wir vorgaben
zu suchen,…

dort
wo die alchemie
der stunden
sich zusammen faltet
wie eine
große dunkle wolke
die mit ihrem regen
antworten entlässt,
kleine pfützen
in den
schlaglöchern des seins
über denen wir,
unachtsam geworden
unseren himmel
verdunkeln,…

… als
ein regenbogen
mit seinem
lächeln
den horizont
verziert,…

20120906-164548.jpg

späte augen…

späte augen
schauen
im aufschlag
mild
auf
ein vergebliches,
das wie
ein gerissenes reh
den letzten moment
einzählt,
während
die flüchtigen
wegbereiter
eine neue zeit
buchstabieren,
lautlos
wie
ein körper der
vom leben
in den tod
seine segel setzt,…

lautlos
wie
eine wandlung
die ihr geschick
noch nicht
begreift
und
das sichtbare
als
letzte wahl
zitiert,…

ohne hast,
weil die züge
ihre geleise
verlegen
da der winter
noch
seinen frost
entwarf,…

eilig
wie
ein letztes
ausatmen
welches
seine geburt
vergisst
und
dem
blinden fleck
seiner existenz
verhaftet,
in den
wartehallen des seins
verharrt,…

und
im
blut
sein altes
programm
verlernt,…

als
die ersten blätter
im weg
aufschlagen
und
mein herbst
sich
unbekanntem öffnet,…

dort
wo jeder
gedanke,
jedes wort
wie nektar
die stunden
nährt,
sich
von der illusion
abnabelt,
die
ALL
EIN
SEIN
wie ein
netz
ohne fäden begreift

20120904-194321.jpg
P. Picasso 1970

halt….

angekommen
obwohl
nicht abgefahr’n
wie ein
traumwandler
der
seine sehnsucht
vor
sich herstapelt
meterhohe versuche,
sich selbst verloren
anderes zu erreichen
und
eine hoffnung
bebrütet
deren kücken
längst
die nächsten
illusionen legen,…

dort
wo die menschen
ihre packen tragen
alls seien sie
auf der flucht
vor der begegnung
mit sich selbst
welches sie
verborgener weise
in der spur
anderer
nachzeichnen
und dort
jene
gesichter
und
stimmen
wieder erkennen
die
ihre
unsichtbare seite
in
die begegnung
mit der welt
bringt,…

je öfter
ich
diesen klang höre
dieses antlitz sehe
um so klarer
schaue ich
in mein
spiegelbild
das ich nicht
erreiche
weil
meine seele
in bunten
glasperlen
„fragen“
tanzt,
die
auf einem
endlossen kreuz
ihre
antworten
verlegen

20120903-160224.jpg

wenn…

wenn
sehen
hören
meint
und
hören
sehen
eint
bin
ICH
verschwunden,
dem nahe
was fern,
dort
wo
morgen
uns
meint,
dem anderen
verbunden

dem gestrüpp
einer neuen zeit
die in ihren dornen
nistet
und das feuer
zu ihrem
weggefährten wählt,
das alte verbrennt
wie aufrechte mönche
die
in ihrem gewand
zerlodern

in ein haus
ohne fenster
einzieht
wo das
einmal eins
der sterne
eben
neu
erfunden wird

schönes hinterfragt
weil die bilder
des films
seine
botschaft verbergen
und
die sonne
neu denkt,
da der mond
an kraft
verlor

wo
all
eine
die zimmer
frei
von einer
anfrage
an
SEIN
das morgen
schon
im heute
beginnt

die tage…

die tage
warten nicht
und
verschwenden
keine zeit
mit bleiben,
wenn wir
in den tiefen
ihrer stunden
die anfänge suchen
um uns selbst
zu vergewissern
und die zeitalter
des vergänglichen
immer wieder neu
befragen,
die ausschau
nach unbekanntem
in ein jetzt verwandeln
und
neues finden
um altes
hinter uns
zu lassen,
herausfallen
aus den bewegungen
des seins,
weil wir uns
wo anders denken
als
wir sind,…

und
beständig
im zweifel sprechen
da ein nächstes,
die bewegung
innerer landschaft,
wie löcher
in unsren seelen
pocht,
blinde flecken,
die ihr sein
nur
auswendig
lernten…

dennoch
sind wir da,
weil wir
das ganz andere
spüren,
bewegtes
das bewegt,
stille
die
in unsren kleidern
den lärm
erträgt,…

unbewegtes
welches uns
bevölkert,
bewegung
die uns
vorausgeht,….

und wieder,…

aller aufbruch
beginnt
im
bleiben….

20120831-080738.jpg

eröffne…

eröffne
den tag
indem ich
meine zweifel
sorgsam
an der hand
nehme
und
den abschied
von
meiner unschuld
auf ein kommendes
hin
auslege,
dort
wo sich die
erinnerung
mit
meiner hoffnung
paart
und
der abstand
zu uns menschen
in
nähe
gemessen wird,
da wir
gebraucht werden,
gerade da
wo die dunkelheit
unsere projektion
erhellt
und
das glück
der anderen
uns flackern lässt,
bevor wir
den hafen
verlassen

20120830-080425.jpg

grow…

… um die ecke
wachsen,
dort
wo schrittmacher
ihre
herzschläge
synchronisieren,
doch
taktloser weise
den gleichschritt
in einer
parade
der ratlosigkeit
veranstalten,
dort
wo zeiger
sich
um ihre
turmuhren biegen
und den zickzack
laufender geschichte
den möwen
zur reise
überlassen,
weil ihr flug,
eine
stille anbetung
der zeit,
einen raum öffnet,
dort
wo träume
an ihren
wirklichkeiten
feilen
und
abende
der abwesenheit
die suche
nährt,
dort
an den
rändern der städte,
die sich wie
löwenmähnen
um ein haupt
versammeln,
undurchdringlich
wie diese wand
vor der
ich stehe
und
alterslose zeichnung
plötzlich
an den gesichtern
der häuser
in meinem schatten
zuckt

20120829-205817.jpg

ein zweisam…

mittelpunkt
werden,
punkte
abwärts drehender
fäden,
die den anfang
neu
begreifen wollen
und
rückwindungen
an
die ränder der tage
legen,
die sich
im verbergen üben,…

überschlagene zeiten
die den sekundentakt
in monaten messen
und
unerhört
wie ein blinder versuch
den morgen
begreifen,…

wie tastende
junge tiger
die tollpatschig
sich
in anfängen
verstricken
und
worte
noch nicht
in
ihrem können
finden,…

wohin
fragen wehen
in antwortloser zeit,
weiß die erinnerung
die in herzschlägen denkt,
den takt
verliert
und
im fluss
überlebt,
weil
die vision
am grund,
ringe ohne ketten,
den halt
gebiert….

20120828-082103.jpg

temptation….

alle bindung
kurz
über bord,…

als
monokausale
schönheit
den anker setzt,
in einem meer
aus schweigen
sich das seil
windet
wie die
langatmige operation
einer
erinnerung
in die tiefe,
wo neue fragen
erst
gar nicht
auftauchen
aus gründen
abschweifender
flachheit
der oberfläche,
schwach gekräuselt
wie
weihrauch,
der
einer sakristei
entflieht,
hin zum spielplatz
auf dem
der herabgestiegene
sein kreuz
verbrennt

20120827-085814.jpg

dieser sommer

dieser sommer
wird gehen
wie alle vor ihm
seinen
eigenen weg,
gewohnheiten
beginnen sich
einzunisten,
neue eindrücke
werden altes
bepinseln,
befindlichkeiten
wollen eine
liaison eingehen
mit all zu bekanntem,…

neue
dünne sphären,
nektar für das
was lebt,
drohen schon
zu versiegen
als ich
einen
anderen weg
einschlage,
der zur ruhe kommt
weil er mich nicht
in ruhe lässt,
dessen breite
endloss ist,
so dass
die vielen wege
zu dem
einen
sich bilden,
annahmen
zu- und abnehmen,
projektionen
mal wieder nur
meine gewesen sind,
die virulenz
der hoffnungen
pandoras büchse
als brutplatz
benisten
und nähe
sich in neue
formen
entwickelt,
in welcher
sie sich
selbst
näher kommt,….

schrankenlos….

…wirkliches
subtiler
eindringlichkeit
wirkend,…

weil teppiche
wirklich
fliegen
lernen…

im licht
einer mondsichel,
die ihren aufgang
nährt,
gleisend im schatten
des aufbruchs,

…im nachen,…

klang
wie ein
meer…

unbeschränkt…

20120825-141000.jpg

kommun i cut i on…

gerade eben
war er noch da
mein
post
der mir
zeit
nerven
und
anteilnahme
kostet
in der annahme
ich komme in fluss
mit meinem gegenüber
partner
der weißen wand
transzendiere das
was uns alle langweilt
nämlich
die form zu halten
in einer höchst
rigiden form
des algorithmus
auf FB,..
but
now
its over
die worte
seien sie wahr, unwahr
oder verquer,
freundlich, störrisch
nicht genehm,
unzeitgemäß,
boshaft oder bequem,…

the game is over

ein stück geschichte,…

getilgt,…

Schwamm drüber

zeit…

erzähl mir
als die uhr
mir zeit war
dort
wo dein
andenken
seine stunden
verbrachte,
den grossen beweger
enttarnte
als
greinendes kind,
welches
die verlorenheit der welt
uns zu füssen legt
und
die gemeinsamkeiten
wie neue fische
das netz
nach freiheit
durchdrangen,
dort wo die tage
nicht dauerten,
sondern
wie junge hunde
ihr spiel probierten,
ohne angst
ohne anspruch
auf gelingen
in den stunden,
dort
wo die fragen
keine antworten brauchten,
da verstehen
die sprache
des zweifels war
und die tänze
eine endlosse fortsetzung
der jugend
unserer eltern,…

nachdem wir
dauernd
geworden,
im glockenschlag
der turmuhr gegenüber
aufwachten,
aus dem traum
es gäbe
zeit….

20120822-163125.jpg

hope….(work in progress-an audio visual work)

hoffnung,…

(sing: hope
hope hope
where is the dope)

ist ein kind
der poesie,

(soundwaves claims
the audience…)

ein blick
der sich
außerhalb
der zeit verirrte
und jetzt
auf den
nächsten bus
in einer gegend
wartet,
die sich plötzlich
völlig unbekannt
wie eine
weißgetünchte wand
vor einem
aufrichtet,

(ärgerlich…)

eine liebevoll
schnippige einladung
zur projektion
die einem
die wasser
im eigenen
schutzwall
abgräbt,

(soundwaves)

wo die
scharfen
zacken der
pandorabüchse
längst
im wertstoffhof
vermutet,
die buchstaben
einer erinnerung
in eine
unbeaufsichtigte spalte
meiner seele
ritzt,….

(call:Hey, Hey, what you
are doing here…)

dort
wo die
ergebnisse der jahre
in einem
verrauchten jazzkeller
ihren letzten stand
deklinieren…

(timeless taping on old
writing machine)

ein achtlos
hingeworfener link,
der
ins leere fischt
und
plötzlich
jona
am hacken schleppt,…

(Music)

ein
alter traum
der das unbekannte
in einem selbst
im freundlichen
lächeln
eines gegenüber
zu finden glaubt,
und um so weniger
bekommt
als er
fordernd gibt,….

(chor of noisy breakdancers)

unbedingtes
in eine
bedingung verwandelt
und so
dem zauber
seiner selbst
erliegt,

(S.o.)

dort
wo die
selbstvergewisserung
plötzlich
mit leeren händen
dasteht,
weil
gerade noch
eine kleine fülle
das leben ausmachte
und jetzt
eine zuneigung
wie ein
schwaches fohlen
zusammenbricht,…

(silent sounds)

den abschied
bereits
in der ankunft
erfährt,…

dort wo
hoffende
zu ahnen beginnen,
dass einzig
der bezug
auf das ganz andere
sie retten kann
aus dem verderben
der täuschung,
den formulierungen
vorschneller geister,
welche narziss
in unsre augen streute,…

dem scheppern
einer büchse
folgt,
die im
anschein des gebärens
ihre worte
fallen lässt
wie nichts
dessen echo
alles gibt

dort…

dort
unter
südlichen sonnen
öffnet sich
ein bild
nach dem
wir
entworfen wurden,
jene blicke
welche
das ganz andere
in aussicht
stellten,
jahre verschüttet
sich
emporgemalt
an die grenze
dessen
was einer
zu überschreiten hat,
den alten
befestigungsmauern,
grundlose gräben
die uns
vor uns selbst
schützten,
wo nur ein
wort ist
welches inseln
in ein netz
von
brüdern
und
schwestern
wandelt,…

dort
wo wir uns
dann finden
immer wieder
immer wieder
ohne anfang
ohne ende
dort
wo ein gedanke
die seelen
befruchtet
und aufenthalte
die plätze
segnen

20120820-200537.jpg

where i am…

where i am
wo ich bin
treffen sich
alle fragen
die ohne antwort
eine
heimat suchen
auf
ich
und
du,
dem alten traum
der götter
die
von den menschen
gehört werden wollen
da jene
sonst
ihr
SEIN
verlieren
und in ihrer
unerfülltheit
zu menschen werden,
was sie
nicht wollen,
sich dort
zu treffen
wo ich bin
und
meine götter
verlor,….

endlich
von da aus
kann ich gehen
unbekanntem
zu begegnen,
dem zeugen
einer nacht
die den Tag
verlor,
dem tag,
der seine nacht
in den südlichen schatten
eines unvertrauens
entschwinden sah,…

where i am
where i am
dort sind
die besten zeichen
zu finden
die
meine einladung
sind

20120820-091221.jpg